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Ausgabe 01/2006
 
Das Online-Journal von Studien-Kontakt-Reisen.

Max G. Bailly - der Künstler und seine Kurse

Max G. Bailly ist freischaffender Künstler, er war 25 Jahre lang Dozent an der Freien Kunsthochschule in Nürtingen und über 15 Jahre Lehrbeauftragter an der Fachhochschule für Kunsttherapie in Nürtingen.

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Atelier und Wohnung sind in 72669 Unterensingen, im malerischen „antiken“ Stall ist ein Kunstforum entstanden für Ausstellungen von Künstlern der Region, in der Scheune veranstaltet er Konzerte. Seit über 25 Jahren ist er Schüler bei dem Zen-Meister Willigis Jäger, er hat intensive Erfahrungen im holotropen Atmen (nach Stanislav Grof) und nicht zuletzt: in über 80 Einzelausstellungen hat er sein umfangreiches Œuvre bisher ausgestellt. Auf seiner eigenen Internetseite gibt er einen Einblick in seine Arbeit.

Seine reiche Erfahrung bringt er in die Kurse ein, dabei sind ihm zwei Dinge besonders wichtig: einmal die Freude und das spielerische Element („die Kunst als das Sinn-Spiel des Lebens“), zum anderen die Achtsamkeit, die Wachheit für das, was aus dem Augenblick heraus entstehen kann. Darum sind künstlerische Vorkenntnisse in seinen Kursen nicht wichtig (aber auch nicht hinderlich).

Max G. Bailly bietet verschiedene Kurse an, in denen die Leichtigkeit des Improvisierens gepaart ist mit dem Lauschen nach innen, zur Mitte hin. Dabei kann das Element der Stille, der Besinnung im Vordergrund stehen, genauso aber auch die Lust, aus der Präsenz und aus der neugierigen Wahrnehmung der Um-Welt heraus, in ein freies und experimentierfreudiges Gestalten, Zeichnen, Malen, Collagieren, Drucken zu kommen. Aus einfachen kleinen gemeinsamen Übungen kann sich Neues und Eigenes entwickeln, ein Spiel der Farben und Formen, ein Tanz der Linien. So beginnen Prozesse, entstehen Entwürfe, Etüden, hinzugefügt zu der Wirklichkeit, die scheinbar so festgefügt und vorgewusst um uns herum sich zeigt .Und dies ohne Leistungsdruck: tun um des Tuns willen. Aus solcher „absichtsvollen Absichtslosigkeit“ können sehr beeindruckende gestalterische, künstlerische Entwicklungen wachsen.

Und hier liegt der Schatz: aus diesem Geschehen (lassen) gelangt der Mensch an die große Kraftquelle: kreativ sein heißt schöpfen, schöpfen aus dem unermesslich großen Gefäß der Schöpfung, aus der Mitte, die um uns ist und die in uns ist. Wer sich auf solche neue (oder längst bekannte) Erfahrungen einlässt, wird den Alltag beleben, wird die Welt verändert wahrnehmen und so ein Stück Lebensqualität gewinnen.

Autor:
Max G. Bailly
vom 10.02.2006

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