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Ausgabe 02/2003
 
Das Online-Journal von Studien-Kontakt-Reisen.

Ein La Gomera - Reisetagebuch..

Bild - Blüten

„...bin gerade von der botanischen Führung durch die Finca zurück, es gab viel zu schauen und zu lernen, Bananen, Mimosen, Tamarisken, Agaven, Aloe vera, Maracujas, Mangos, Avocados, Pfeffer, Lorbeer, Feigenkaktus und noch viel mehr florales und botanisches gab`s zu sehen und dank Gordo auch zu verstehen...“

Diese Reise war für mich die erste mit SKR und ich bin restlos begeistert. Die Kombination aus besonderen Orten, interessanten Kursen, einfühlsamen Reiseleitern und gleichgesinnten Mitreisenden ist unschlagbar. Ich habe den Katalog schon wieder mehrfach durchgeblättert und auch schon den nächsten Urlaub im Visier! Vielen Dank!

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Ankunft 21.03.03

Sonnenuntergang über dem Meer

„...nach einer reibungslos verlaufenen Anreise, mittels Bus, Bahn, Straßenbahn, Flugzeug, Taxi und Fähre (am angenehmsten war doch letztendlich das Taxi) fand ich mich mit fünf weiteren SKR-Reisenden auf dem Motorboot „San Borondon“ wieder und aller Widrigkeiten des Reisens war es ein Ende. Fünfzehn Minuten dauerte die Überfahrt von San Sebastian nach El Cabrito – 15 Minuten um die große, weite Welt hinter sich zu lassen. Die Heckwelle schäumte weiß im fahlen Licht der Heckbeleuchtung des Bootes, über uns ein Feuerwerk von Sternen und der Wind brachte kleine, salzige Wasserspritzer aus dem Atlantik mit hinauf, die ich auf meinen Lippen schmecken konnte. In der Dunkelheit der Landmasse vor uns tauchten einige wenige Lichter auf – El Cabrito! Schon legten wir an der kleinen Mole an, das Boot schaukelte und der Schritt vom Boot an Land musste genau abgewägt werden, erst dann konnte man es wagen, wenn die Wellen kurz Luft holten. Auf dem Weg zu den Zimmern ein grandioses Konzert aus Grillenzirpen und Froschgequake. Viel sehen von der Umgebung konnte man an diesem Abend nicht mehr, aber auch im Dunkeln wusste ich, dass ich da war, wo ich gerne hin wollte...ein Traum!!!!“

22.03.03

Terasse im angenehmen Halbschatten

„...dieser Traum hörte nicht mehr auf. Wir frühstückten in der Morgensonne direkt am Atlantik unter Palmen, es gab traumhafte, selbst zubereitete Marmeladen aus exotischen Früchten, leckeren selbstgemachten Ziegenkäse und alles was das Herz begehrte. Wir machten uns miteinander und mit der neuen Umgebung bekannt, Regina (unsere Reiseleiterin) und Thomas (der Chef von El Cabrito) halfen uns dabei...mit dem Fotoapparat die paradiesische Finca mit all ihren Pflanzen erkundet...am Strand geschlafen...abends Rotwein und Ziegenkäse (El cabrito – das Zicklein) immer noch, schon wieder, zum Glück und weil’s so traumhaft ist am Meer!..“

Die weiteren Tage..

Bild - Zweig

„... bin heute vor dem Sonnenaufgang aufgewacht, schnell ans Meer und das Aufgehen der Sonne über Teneriffa mit seinem rotglühenden Teide beobachtet....habe dabei an eine Leinwand und Ölfarben gedacht...in Farben schwelgen....mit allen Sinnen genießen...“

„...gemeinsame Wanderung auf den „Hausberg“, Blick hinab, Finca von oben – eine Oase zwischen den schroffen Felsen....“

„...von der Wanderung habe ich mir einen interessanten Zweig mitgebracht, fast wie Kiefern, aber mit kleinen sternförmigen Blüten an den Spitzen, im Pflanzenführer, den ich hier aus der herrlichen Bibliothek habe, erfahre ich, dass diese Pflanze hier „Bola“ heißt...“

Mystische Landschaft

„...heute habe ich eine Beaugenvilla gemalt, die blüht hier in voller Farbenpracht, unbeschreiblich...“

„... auf meinem Weg zum „Sonnenaufgang“ heute morgen hatte ich einen süßen kleinen Begleiter, ein kleiner Hund freute sich sehr über meine Gesellschaft und gemeinsam haben wir in den grauen Himmel geschaut und nach der Sonne Ausschau gehalten...“

„...San Sebastian zu Fuß erobert, 2,5 Stunden Wanderung über zwei Bergkämme und durch zwei Schluchten... der Rückweg per Boot ein Kinderspiel dagegen...15 Minuten, in denen wir vom Wasser aus unseren Weg zurückverfolgen konnten...“

Blüten

„...bin gerade von der botanischen Führung durch die Finca zurück, es gab viel zu schauen und zu lernen, Bananen, Mimosen, Tamarisken, Agaven, Aloe vera, Maracujas, Mangos, Avocados, Pfeffer, Lorbeer, Feigenkaktus und noch viel mehr florales und botanisches gab`s zu sehen und dank Gordo auch zu verstehen...“

„...nach der wohltuenden Massage bei Susanne habe ich mich mit Otto Muehl und den um ihn versammelten Künstlern befasst, von Regina hatte ich einen Ausstellungskatalog von 1989 erhalten...vor allem die Texte darin sehr interessant und inspirierend... La Gomera - der Gofioknödel im Atlantik – ein treffender, witziger Name für diese fast runde Insel...“

Spielende Katzen

„...habe heute den Sonnenaufgang verschlafen...die Wanderung war sehr schön, am besten der Lorbeerwald...oder Nebelwald?...wir waren in den Wolken...Abstieg durchs Barranco de agua...Rückfahrt wieder mit dem Boot, das lustige Hüpfer über die Wellen vollführte...wir fühlen uns sehr zu Hause in El Cabrito...“

„...heute wieder Sonnenaufgang von oben, vom Hausberg...der Ziegenjoghurt mit den Mangos, Bananen und Papajas und dem Löffel Gofiomehl darin war besonders lecker danach...den werde ich wohl auch vermissen zu Hause...“

Gebäude zwischen Palmen

„...am schönsten war heute das Tal des El Cedro, fruchtbarer als im Süden war hier alles schön grün. Der Fluss El Cedro machts möglich, es ist der einzige Fluss auf Gomera, der ganzjährig Wasser führt...an seinem Wasserfall sind wir entlanggewandert, unseren Weg säumten viele blühende Pflanzen, Gekkos huschten links und rechts ins Gebüsch, das Wasser rauschte, Libellen und Schmetterlinge schwirrten durch die Luft und auf den feuchten Blättern am Ufer saßen Laubfrösche im Schatten...“

„...unsere Vesper hielten wir am und im Flusslauf des El Cedro auf großen Steinen, das Wasser plätscherte um unsere Füße und der uralte, indische Lorbeer bildete mit seinen dicken, bemoosten Stämmen das Bühnenbild für diesen „Sommertraum“...“

La Gomera vom Wasser aus entdecken...
La Gomera vom Wasser aus entdecken...

„...auf unserer beliebten Bootstour zurück hatten wir noch ein besonderes Erlebnis, einige Kinder, die Segelunterricht hatten und mit ihren kleinen Optimisten gerade in den Hafen einliefen, „unterhielten“ sich doch tatsächlich in der typisch gomerischen Pfeifsprache...“

„...nach so viel Natur und Ruhe hatten wir nun doch mal Lust, in die Stadt zu fahren...schon im Hafen von San Sebastian erblickten wir das riesige Kreuzfahrtschiff „Aida“, was natürlich in dem kleinen Hafen noch riesiger wirkte...wir befürchteten ein mächtiges Gedrängel in der Stadt, aber es ging. Der kleine, sehr gemütliche Markt von San Sebastian war voller Leben...wir kauften Kekse, Mitbringsel für die Daheimgebliebenen und schlenderten durch die Strassen und Geschäfte, einen Cortado zum Abschluss und schon ging es mit dem Boot wieder „nach Hause“...die Zeit verging eigentlich zu schnell in San Sebastian...“

Aussicht (Stuhl im Vordergrund)

„...heute haben wir die Wale und Delfine (be)gesucht, Wale konnten wir nur von weitem sehen, Delfine spielten einige um unser Boot herum...es war sehr windig, einige, vor allem Kinder, waren seekrank, schade...auf dem Bug hatte ich einen herrlichen Platz, diesen Ritt über die Wellen habe ich genossen...die Gelbschnabelsturmtaucher ritzten mit ihren Flügelspitzen die Wellen auf...“

„...vom Garajonay hatten wir einen herrlichen Blick über die Insel und das Meer, La Palma, El Hiero und Teneriffa ragten am Horizont aus dem Meer auf...es war schön warm und der Panaromaweg zum Fortalezza machte seinem Namen alle Ehre...der Wald duftete nach den aufgeheizten Kiefern, dieser Geruch erinnerte mich an Kindertage und die Ferien, die wir in einem alten Forsthaus mitten im Wald verbracht haben, seitdem liebe ich den Geruch von warmem Holz...abends tanzten wir unsere Erlebnisse unter Reginas einfühlsamer Anleitung, beim Meeresrauschen tanzten wir den Wellentanz, ein herrliches Gefühl...“

Bild - Küstenskizze

„...auf die Klettertour auf den Fortalezza wollte ich nicht verzichten, obwohl mein Knie von der letzten Talwanderung etwas in Mitleidenschaft gezogen war...ich habe es nicht bereut, es waren nur 15 Minuten Gekrachsel...oben ein Plateau mit einer „Kultstätte“ wo vor langer, langer Zeit Tieropfer dargebracht wurden...abends in unsrer „Kultstätte“ haben wir auch wieder getanzt, wir waren Wellen, Wassertropfen, Mond und Sterne...“

„...der Tag der Rückreise rückt bedrohlich nah, es ist traurig, diesen paradiesischen Ort wieder verlassen zu müssen. In den Felsen rufen wieder die Gelbschnabelsturmtaucher, es ist ihr Abschiedslied...zu Hause bleiben mir noch die Fotos und die schönen Erinnerungen...vielleicht gibt es ja auch irgendwann ein Wiedersehen hier in El Cabrito!...“

Bild - Botanische Studie

Diese Reise war für mich die erste mit SKR und ich bin restlos begeistert. Die Kombination aus besonderen Orten, interessanten Kursen, einfühlsamen Reiseleitern und gleichgesinnten Mitreisenden ist unschlagbar. Ich habe den Katalog schon wieder mehrfach durchgeblättert und auch schon den nächsten Urlaub im Visier! Vielen Dank!

Autor:
SKR-Teilnehmerin
vom 02.06.2003