Reisebericht: Astronomie-Seminar
im Katharinen-Kloster im Sinai
Was für ein Erlebnis vom ersten bis zum letzten Tag!
Schon der Anflug auf Taba war aufregend - nach dem Flug über die Wüste des Sinai setzte die Maschine noch einmal im tiefen Landeanflug zu einer engen Kurve an, so dass wir schon jetzt fast die Luft anhielten.
Zurück zur vorherigen Seite Nachdem wir dann aber - natürlich - gut gelandet waren, die Abfertigung im Flughafen hinter uns hatten und der Fahrer unser Gepäck auf dem Dach des Kleinbusses mit vielen Schnüren und unter Beobachtung aller staunenden Touristen verstaut hatte, begann die Fahrt Richtung St. Cathrin. Drei Stunden fuhren wir durch diese uns sehr beeindruckende und berührende Landschaft - schroffe Gebirgsformationen mit Felsen, häusergroß und tonnenschwer, die jeden Moment auf die Straße herabzustürzen drohten, wie auch weite sandige Täler, in denen vereinzelt Kamele zu sehen waren oder auch Ziegenherden, die von Beduinenfrauen getrieben wurden. Und dazu gab es von unserem Reiseführer, einem studierten Ägyptologen, bereits viele Informationen über den Sinai und insbesondere über das Katharinen-Kloster. Das Katherinen-Kloster
Dort kamen wir dann am frühen Abend an - und waren sogleich beeindruckt von der Freundlichkeit unserer "Gastgeber". Die Zimmer waren einfach, aber komfortabel und bequem, so dass wir uns sofort wohl fühlten.
Die nächsten Tage waren angefüllt mit Unternehmungen und sehr vielen Eindrücken.
Tagsüber waren wir in der näheren und weiteren Umgebung unterwegs. Wir sind mit fachkundlicher Führung, nämlich einem ortsansässigen Beduinen, gewandert, haben Fahrten unternommen ins Wadi Feiran und z.B. das zum Katharinen-Kloster gehörige kleine Frauenkloster besichtigt. Dort gibt es übrigens einen ganz wunderbaren, frisch gebrühten Tee auf der schattigen Klosterterrasse.
Höhepunkte
Ein weiterer Höhepunkt war eine ausgiebige Wanderung zum Wadi Tallah, wo wir nach zwei Stunden Wandern durchs Gebirge wunderbar kühl unter einem Aprikosenbaum saßen und - wieder ganz köstlichen Tee tranken.
Und dann natürlich - die nächtliche Wanderung auf den Mosesberg, um am Sonntagmorgen auf dessen Gipfel die Sonne über dem Sinai-Gebirge aufgehen zu sehen.
Was für ein Erlebnis.
Zuvor hatten wir uns das Kloster genauer ansehen dürfen. In der Bibliothek mit ihren jahrhundertealten Büchern gab uns Father Justin (übrigens aus Texas stammend!) einen Einblick in die Geschichte des Klosters und einzelner Exponate dieser wunderbaren Sammlung. Astronomie unterm Sternenhimmel des Sinai
Die Abende waren für die Astronomie vorgesehen und so ging es dann bald nach dem Abendessen mitsamt Teleskop hinaus, um den Sternenhimmel zu betrachten und zu bewundern. Auch hier gab es für jeden Teilnehmer, jede Teilnehmerin etwas zu staunen. Entweder war es ein unendlich weit entfernter Sternennebel im Universum, den wir per Teleskop ausfindig machten oder wir suchten mit der Sternenkarte "bewaffnet" verschiedene Sternzeichen, Sternenbilder am Firmament.
Nach Hause oder auf ein KamelMit diesem vollen Programm - das aber niemanden überfordert hat - ging eine Woche sehr schnell vorüber. Und mit einem Mal hieß es wieder Koffer packen. Ein Teil der Gruppe machte sich auf den Weg nach Hause, die anderen Mitreisenden wollten die Wüste noch eine Woche lang weiter erkunden - auf dem Rücken von Kamelen.
Dies war eine Reise mit unglaublich vielen Eindrücken, die ganz bestimmt sehr lange in meinem Gedächtnis haften bleiben werden.
Autor: SKR-Teilnehmerin vom 22.06.2001
|