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Interview mit unserer Rügen-Kursleiterin Katrin Springherr

Kreidefelsen auf Rügen

Nach und nach gelang es mir, die Leichtigkeit in mein Leben zu integrieren. Die Feldenkrais-Methode ist heute ein fester Bestandteil meines Alltags.

Reiseleiterin Katrin SpringherrSKR: Was lerne ich bei dem Kurs „Feldenkrais & Atem“ und was ist das Ziel?
Katrin Springherr:
Die Teilnehmer lernen ihre eigenen Bewegungsgewohnheiten kennen und werden sich ihrer bewusst. Sie werden angeleitet, einfache Bewegungen langsam und leicht auszuführen, dabei erforschen sie in Variationen neue Bewegungsmöglichkeiten. Dadurch wird die eigene Körperwahrnehmung geschult und die Bewegungsqualität kann sich verändern – hin zu mehr Leichtigkeit und weniger Kraftaufwand. Atem-Lektionen unterstützen die Aufrichtung von innen, so dass der Kopf leichter getragen ist und die Schultern absinken können und vom Brustkorb getragen werden. Dadurch erleben sich die meisten Teilnehmer nach dem Kurs entspannter, lebendiger und oftmals sogar größer. Sie sind sensibler im Kontakt mit sich selbst und damit auch mit anderen. Ziel ist, dass sich jeder Teilnehmer seiner Möglichkeiten bewusst wird und lernt, mit den Herausforderungen des Lebens leichter umzugehen.

„Das Unmögliche möglich machen, das Mögliche leicht und das Leichte elegant“ – M. Feldenkrais

SKR: Kann ich das Erlernte mit in den Alltag nehmen?
Katrin Springherr: Ja, auf jeden Fall! Denn unser Nervensystem ist so intelligent, dass es Bewegungen, die sich leicht und angenehm anfühlen, gerne integriert. So berichten Teilnehmer immer wieder, dass sie weitere Strecken laufen, besser die Treppen steigen können etc. und dass sie gelassener mit Herausforderungen umgehen. Manche Teilnehmer erinnern sich noch nach über 10 Jahren an diese positiven Erfahrungen.

 

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SKR: Sie leiten den Kurs „Feldenkrais & Atem“ auf Rügen. Inwiefern ergänzen sich der Kursinhalt und der Standort?
Katrin Springherr: Wunderbar! Da Juliusruh ein ausgesprochener Ferienort ist, ist die Atmosphäre im Ort entspannt und die Teilnehmer können spazieren gehen, Fahrrad fahren oder kleine Ausflüge machen und sich und die Umgebung genießen. Nette Cafés laden zum Verweilen ein und der Strand ist auch nur 3 Minuten vom Hotel entfernt. Im Hotel befindet sich eine Sauna mit Wellness-Bereich, die bei Schlechtwetterlage genutzt werden kann, doch die gibt es eigentlich nicht auf Rügen. Rügen gehört mit zu den sonnenreichsten Inseln Deutschlands!

SKR: Wie kann man sich die Reise außerhalb des Kurses vorstellen?
Katrin Springherr: Sie beginnt mit der Anreise bis Bergen auf Rügen, von dort gibt es den Hoteltransfer mit einem Kleinbus. Bereits währenddessen erfährt der Urlauber durch den Fahrer Wissenswertes über die Insel. Am Samstagabend findet die Begrüßung für alle Teilnehmer im Hotel statt. Der Kurs findet jeweils morgens nach dem Frühstück statt mit einer kleinen Teepause.
Ab Mittag ist der Tag zur freien Verfügung für Mittagsschlaf, Lesen, Spaziergänge und andere Ausflüge. Es stehen mehrere Fahrräder zur freien Verfügung. Oftmals finden sich kleine Gruppen oder Paare zusammen, die gemeinsam Kaffee trinken gehen und so bereits die ersten Kontakte geknüpft werden. Am Abend trifft man sich wieder zum gemeinsamen Essen (3-Gänge Menü) und Erlebnisaustausch. Der Mittwoch ist unterrichtsfrei, so dass sich eine Reise über die Insel oder nach Hiddensee lohnt.

„Wenn wir wissen, was wir tun, können wir tun, was wir wollen.“ – M. Feldenkrais

SKR: Welchen Einfluss hat Feldenkrais auf Ihr Leben und vor allem den Alltag?
Katrin Springherr: Ich beschäftige mich seit 1990 mit der Feldenkrais-Methode, zunächst war ich verblüfft von der Leichtigkeit der Bewegung und der Selbstverständlichkeit der natürlichen Aufrichtung. Als Tänzerin kannte ich nur Anstrengung. So entschied ich mich 1994 die 4-jährige Ausbildung zur Feldenkrais-Pädagogin zu machen, sozusagen als 2. Standbein für später. Nach und nach gelang es mir, die Leichtigkeit in mein Leben zu integrieren. Die Feldenkrais-Methode ist heute ein fester Bestandteil meines Alltags. Durch eine verfeinerte Körperwahrnehmung kann ich hinderlichen Bewegungs- und Denkmustern frühzeitig begegnen und sie verändern. So kann ich mich schnell wieder ins Gleichgewicht bringen. Ich unterrichte heute Kinder, Erzieher, Tänzer, Schauspieler und jeden, der neue Wege für sich sucht. Noch heute entdecke ich immer wieder neue Wege und bin fasziniert, wie sehr diese Methode dem Menschen helfen kann, sich besser im Alltag zu organisieren und wirklich das zu tun, was er tun möchte.

– Ein Interview mit SKR-Kursleiterin Katrin Springherr

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