Portugal Reisebericht: Zwischen Gassen, Klöstern und dem Duft von Pastéis de Nata
Reisebericht von SKR-Mitarbeiterin Andrea über ihre Reise nach Portugal
Portugal – ein Land voller Geschichte, kultureller Vielfalt, beeindruckender Landschaften und gastfreundlicher Menschen. Ich hatte lange auf diese Reise hingefiebert und durfte viele wunderbare Orte erleben, von der charmanten Hafenstadt Porto bis in die lebendige Hauptstadt Lissabon. Hier nun mein persönlicher Portugal Reisebericht mit vielen Eindrücken und Highlights.
Unsere SKR-Mitarbeiterin Andrea führt Sie in diesem Reisebericht durch Portugal, eine Reise voller besonderer Momente, bewegender Begegnungen und eindrucksvoller Höhepunkte. Entdecken Sie Portugal aus der Sicht einer echten Insiderin.
Die Stadt des Portweins
Die Anreise nach Porto verlief angenehm und reibungslos. Wir sind endlich in der Stadt angekommen, auf die ich mich schon so sehr gefreut habe. Zuerst ging es ins ClipHotel in Porto, wo uns unsere Reiseleiterin Ines am Abend sehr freundlich und herzlich empfing.
Am nächsten Tag ging es dann los, eine Stadt, die man am besten zu Fuß erkundet. Porto, die alte Handelsstadt am Douro, bezaubert mit ihren verwinkelten Gassen und den eindrucksvollen historischen Bauwerken. Berühmt ist sie als Heimat des Portweins, den man unbedingt in einer der traditionellen Kellereien probieren sollte. Ich selbst besuchte die Portweinkellerei Burmester, die ihre Wurzeln im 19. Jahrhundert hat. Zu den absoluten Highlights meines Portugal Reiseberichts zählt der Bahnhof São Bento mit seinen typisch blau-weißen Fliesenbildern, den Azulejos, die romanische Kathedrale sowie der Börsenpalast Palácio da Bolsa, der bereits 1841 als Handelsbörse errichtet wurde. Besonders beeindruckt haben mich der Arabische Saal und der Gerichtssaal im Inneren des Palastes. Sehr erholsam war die Flussfahrt auf dem Douro, bei der sich Porto aus einer ganz neuen Perspektive erleben ließ. Auch die Fahrt mit der historischen Straßenbahn in Richtung Strand war ein besonderes Erlebnis, das mir sehr gefallen hat! Porto begeistert nicht nur mit seinen Sehenswürdigkeiten, sondern auch mit zahlreichen Möglichkeiten zur Entspannung in den gemütlichen Cafés und Restaurants am Ufer des Douro.
Tag 3 Braga, Guimarães & Vila Real
Braga gilt als das katholische Zentrum Portugals, was sich eindrucksvoll an der Vielzahl seiner Kirchen zeigt. Ein Stadtspaziergang lohnt sich in jedem Fall. Anschließend fuhren wir zum nur wenige Kilometer entfernten Wallfahrtsort Bom Jesus do Monte. Hier besteht die Möglichkeit, den Berg über einen Kreuzweg mit 14 Kapellen zu erklimmen, die den Leidensweg Christi darstellen. Oben angekommen, eröffnet sich ein herrlicher Blick auf Braga. Außerdem lohnt sich ein Besuch der Klosterkirche, die majestätisch über der Stadt thront.
In meinem Portugal Reisebericht geht es nun weiter nach Guimarães, welche als Geburtsstadt Portugals gilt und heute zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Die Stadt hat ihren besonderen Charme vor allem durch die gut erhaltene Altstadt mit der Klosterkirche Nossa Senhora da Oliveira bewahrt. Der Marktplatz lädt zum Verweilen ein, und die schmalen Gassen mit ihren kleinen Geschäften eignen sich hervorragend zum Bummeln. In einem Delikatessengeschäft durften wir den jungen, spritzigen Vinho Verde verkosten, ein ganz besonderer Wein, der ausschließlich im Norden Portugals hergestellt wird.
Anschließend ging es mit Blick auf die hohen Weinberge und die schöne Landschaft zum Mateus-Palast, einem Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert mit einer wunderschönen Parkanlage.
Coimbra – älteste Universitätsstadt
Heute führte unsere Reise weiter nach Coimbra, der ältesten Universitätsstadt Portugals. Hier spürt man das lebendige Studentenleben und die traditionsreichen Studentenbewegungen. Die Universität, die auf einem ehemaligen Palast errichtet wurde, beherbergt die älteste Bibliothek Portugals, die berühmte Biblioteca Joanina. Ebenfalls sehenswert ist das Wissenschaftsmuseum der Universität, das Museum der Kuriositäten, wo es viel Spannendes zu entdecken und auszuprobieren gibt.
Tomar, Batalha und Fátima: Ein Tag voller Spiritualität und Geschichte
Tomar liegt auf einer Anhöhe am Fluss Nabão. Das Christusritterkloster, errichtet von Gualdim Pais, war einst die Heimat des Templerordens, bevor es an die Christen überging. Bis heute lassen sich an der Kirche verschiedene Baustile erkennen. In Batalha besichtigten wir den größten Klosterbau Portugals, dessen Errichtung ganze 150 Jahre dauerte. Das Kloster erinnert an die Schlacht von Aljubarrota und die damit errungene Unabhängigkeit des Landes. Eine Legende erzählt hier von einer Bäckerin, die sieben Kastilier mit ihrem Ofenschieber erschlagen haben soll, nachdem diese sich in ihrem Ofen versteckt hatten.
Ein Höhepunkt jeder Portugal Rundreise ist der Besuch in Fátima, dem wohl heiligsten Ort des Landes. Zwischen der Rosenkranz-Basilika und der Basilika der Heiligen Dreifaltigkeit befindet sich der größte Kirchenvorplatz Portugals. Jährlich pilgern Millionen von Menschen hierher, da drei Hirtenkindern an diesem Ort die Jungfrau Maria erschienen sein soll. Jeden Abend um 22:15 Uhr findet eine feierliche Prozession statt. Wir besuchten außerdem das Dorf Aljustrel, den Heimatort der Hirtenkinder, wo man bis heute das Wohnhaus eines von ihnen besichtigen kann.
Von gotischen Klöstern zu verwinkelten Gassen
Der Tag 6 beginnt mit der Fahrt nach Alcobaça. Hier besichtigen wir das im gotischen Stil erbaute Zisterzienserkloster Mosteiro de Alcobaça. Mit dem Bau wurde 1178 begonnen, der erste Abschnitt mit Kreuzgang wurde Ende 1240 fertiggestellt. Als immer mehr Ordensbrüder eintraten, wurde der Bau stetig erweitert. Die Kirche besticht im Inneren durch ihre 20 Meter hohen Säulen. Gegenüber des Klosters befindet sich eine berühmte Konditorei Alcoa, die sehr viele leckere Klostersüßigkeiten nach alten Rezepten herstellt. Bei Kaffee und süßen Köstlichkeiten kann man hier den herrlichen Blick auf das Kloster genießen.
Nazaré, der Küstenort am Atlantik, ist bekannter Pilgerort für Surfer. Hier können die Wellen bis zu 25 Meter hoch werden. Nazaré war ein ursprünglicher Fischerort mit einem etwa zwei Kilometer langen Strand. Ein anderer Teil des Ortes liegt auf einem etwa 110 m hohen Felsplateau. Von hier hat man einen wunderschönen Blick auf die Bucht. Heute ist Nazaré zu einem Touristenhotspot geworden mit vielen Hotels und Restaurants.
Óbidos
Óbidos beeindruckte mich mit seinen schmalen, kopfsteingepflasterten Gassen, den weiß getünchten, blumengeschmückten Häusern und der vollständig erhaltenen Stadtmauer – es war mein Highlight des Tages! Besonders faszinierend war es, die traditionelle Handarbeit bei der Fliesenherstellung zu beobachten, bei der jedes Stück ein echtes Unikat ist. Zum Abschluss durften wir den regionalen Kirschlikör probieren, der in Óbidos aus Sauerkirschen hergestellt wird, stilecht serviert in einem kleinen Schokobecher.
Lissabon, die Hauptstadt Portugals
Am Vorabend in Lissabon angekommen, starteten wir am nächsten Tag mit der Erkundung der portugiesischen Hauptstadt. Am besten lässt sich die Stadt zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln entdecken. Lissabon liegt malerisch am Tejo, gehört zu den ältesten Städten Europas und beeindruckt mit einer Fülle an Sehenswürdigkeiten. Ein weiteres Highlight in meinem Portugal Reisebericht.
Unser Stadtrundgang führte uns hinauf zum Kastell São Jorge, von wo aus man einen fantastischen Blick über die Hauptstadt genießt. Weiter ging es durch das älteste Stadtviertel, die Alfama, mit ihren verwinkelten Gassen und den traditionellen Fado-Lokalen. Viele der Häuser stammen noch aus maurischer Zeit. Vorbei am berühmten Fahrstuhl Elevador de Santa Justa kehrten wir zum Mittagessen in ein typisch portugiesisches Restaurant ein und machten uns danach gestärkt auf den Rückweg.
Am Nachmittag setzten wir unsere Besichtigung in Richtung Belém fort und besichtigten das Jerónimos-Kloster von außen. Anschließend ging es weiter zum Turm von Belém und zum Seefahrerdenkmal, auf dem Heinrich der Seefahrer an der Spitze ein Schiff in den Händen hält. Über die große Weltkarte am Boden erklärte uns Ines noch einmal, welche Gebiete einst zu Spanien und welche zu Portugal gehörten. Zurück am Jerónimos-Kloster beeindruckte uns die harmonische Verbindung verschiedener Baustile. Trotz einer Bauzeit von über siebzig Jahren und der Mitwirkung von fünf Architekten wirkt das Ensemble wie aus einem Guss. Ganz in der Nähe befindet sich die berühmte Pastelaria, in der die Pastéis de Nata noch nach dem Originalrezept gebacken werden, ein köstlicher und stimmungsvoller Abschluss meiner Reise.
Reisebericht der Portugal Rundreise: Mein Fazit
Portugal hat mich mit seiner Vielfalt und Herzlichkeit tief beeindruckt. Jede Region besitzt ihren eigenen Charakter, jede Stadt ihre Geschichte und jeder Ort hat unvergessliche Eindrücke hinterlassen. Ob die verwinkelten Gassen von Porto, die spirituelle Atmosphäre in Fátima, das lebendige Treiben in Coimbra oder das maritime Ambiente Lissabons – ich nehme viele schöne Erinnerungen mit.
Portugal ist ein Land zum Entdecken, Staunen und Genießen. Und eines steht für mich fest: Ich werde zurückkehren!
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Autorin: SKR-Mitarbeiterin Andrea