Startseite / Allgemein / Reisebericht einer SKR-Mitarbeiterin: Wüstenstadt Yazd

Reisebericht einer SKR-Mitarbeiterin: Wüstenstadt Yazd

IR_Iran-1115_Schweigetürme_shutterstock_284645348_Ramillah

An unserem ersten Morgen im Iran verlassen wir unser Hotel in Yazd und machen uns auf den Weg zu den nahegelegenen Schweigetürmen. Die Luft ist klar, der Himmel strahlend blau. Ein schöner Kontrast zu den ockerfarbenen Bergen im Hinterland. Vor dem Eingang schlendert ein kleiner, grauhaariger Mann mit seinem Esel auf und ab. Sein Name ist Shahrjar. Der zarathustrische Wächter ist an diesem Ort geboren, aufgewachsen und wird vermutlich auch dort sterben. Er hat noch die Zeiten miterlebt, in denen die Salare die Toten auf die Schweigetürme brachten.

Klicken Sie hier um zu allen SKR Iran Reisen zu gelangen.

Wir passieren den Eingangsbereich und befinden uns auf einer weiten, staubig braunen Ebene. Die Stadt mit ihren lehmfarbenen, kastenförmigen Häusern und verkehrsreichen Straßen im Rücken, bewegen wir uns in Richtung Stille. Am Fuß der Türme sehen wir die verlassenen Gebäude, in denen sich die Angehörigen nach dem Tod des Verstorbenen für drei Tage aufhielten. Der zarathustrische Glaube besagt, dass der Geist in dieser Zeit beim Leichnam bleibt. Für die Wasserversorgung wurde eine unterirdische Wasserkanalisation errichtet. Die Kuppel des Wasserspeichers sowie die beiden Windtürme, die für die Kühlung sorgten, befinden sich gleich nebenan.

Klicken Sie hier um zu allen SKR Iran Reisen zu gelangen.

Vor uns erheben sich die beiden Lehmhügel, auf deren Spitze die Schweigetürme thronen. Ein schmaler Weg führt uns hinauf. Oben angekommen, erwartet uns eine fantastische Sicht über die Wüstenstadt mit ihren Kuppeln und Windtürmen. Wir betreten die Plattform, auf der die Toten platziert wurden. Ein Blick nach oben – keine Geier zu sehen. Bis vor etwa 60 Jahren wurde diese Art der Bestattung von den Zarathustriern praktiziert. Die Geier ließen nur die Knochen der Verstorbenen übrig, welche anschließend vergraben wurden.

Heute gibt es nur noch sehr wenige Zarathustrier im Iran (ca. 20.000). Im Sassanidenreich war der Zoroastrismus jedoch die wichtigste Religion, bevor der Islam im 7. Jahrhundert n. Chr. mit der arabischen Eroberung Einzug hielt.

Klicken Sie hier um zu allen SKR Iran Reisen zu gelangen.

 –  Diana Frauenkron, Produktmanagerin bei SKR Reisen

 

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.