Iran Reisen: das Morgenland Iran

Lassen Sie sich verzaubern von der Geschichte des Morgenlandes! Auf unseren Iran Reisen erleben Sie die Höhepunkte Persiens. Entdecken Sie die jahrtausendlange Geschichte und bestaunen Sie die Verschmelzung der Zivilisationen. Die landschaftliche Vielfalt mit kargen Hochebenen, fruchtbaren Tälern und hohen Gebirgsketten ebenso wie die gastfreundlichen Iraner hinterlassen unvergessliche Eindrücke und machen den besonderen Reiz dieser Reise aus. Unsere Iran Reisen entführen Sie in eine Welt fernab des gewohnten Alltags und zeigen Ihnen die faszinierendsten Orte. Lassen Sie sich von der persischen Architektur aus Vergangenheit und Gegenwart beeindrucken und lauschen Sie wunderbaren Geschichten aus dem Morgenland.

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Iran Reisen: Informationen

Top Sehenswürdigkeiten

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Persepolis
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Golestan Palast
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Nasir-ol-Molk Moschee
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Persische Gärten
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Mashhad
6
Chogha Zanbil
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Feuertempel
8
Pasargadae
9
Ekbatana
10
Meidan-e Imam Platz

Vorstellung des Landes

Geschichte

Der Iran blickt auf eine lange Geschichte mit zahlreichen Dynastien zurück, wobei sich vor allem nachfolgende Herrschaften hervorheben lassen (Eine ausführliche Übersicht aller Dynastien finden Sie untenstehend).

Um 550 v. Chr. legte König Kyros II die Grundlage für das Reich der Achämeniden, das gemeinhin als erstes persisches Großreich bezeichnet wird. Nach der Eroberung Babylons 539 v. Chr. fielen ihm weite Teile des heutigen Nahen Ostens zu. Später erstreckte sich das Reich vom heutigen Libyen bis an den Indus und vom oberen Nil bis an die Steppen Zentralasiens. Im 5. Jhd. v. Chr. kam es zu langen, verlustreichen Kriegen mit den Griechen.

Das Ende dieses Reiches kam durch Alexander den Großen, der die achämenidische Armee 334 v. Chr. schlug und innerhalb weniger Jahre die meisten seiner Gebiete, einschließlich der bedeutendsten Städte Babylon, Susa, Ekbatana, Pasargadae und der Hauptstadt Persepolis, in sein Reich eingliederte.

Die beiden späteren bekannten Dynastien des vorislamischen Iran, die Parther und Sassaniden, denen heute das zweite persische Imperium zugeschrieben wird, versuchten beide, an die Größe ihrer Vorgänger anzuknüpfen, was allerdings nicht gelang.

Nach dem Tod des Propheten Mohammad (632 n. Chr.) und der Niederlage bei Qadisiya 636 n. Chr. brach das Sassanidenreich innerhalb von nur wenigen Jahren zusammen. Der Iran wurde Teil des Kalifats der Umayyaden und deren Nachfolger, der Abbasiden. Unter ihnen begannen die zunehmende Islamisierung und die Verbreitung arabischer Kulturtraditionen. Vor allem die Erhebung des Arabischen zur Verwaltungssprache trug erheblich zur Entwicklung einer multinationalen islamischen Kultur bei. Im Laufe des 11. Jahrhunderts wurde das Kalifenreich mehr und mehr von türkischen Stämmen unter Kontrolle gebracht. Vor allem unter den Seldschuken, und den persischen Lokaldynastien im Osten des heutigen Iran begann bald eine Wiederbelebung persischer Hofkultur und Sprache.

Den Herrschern des dritten persischen Großreiches, den Safawiden, wird heute oft nachgesagt, Begründer des modernen, persischen Nationalstaates gewesen zu sein. Nachdem Ismail I. 1501 zum König gekrönt wurde, etablierte er in den folgenden Jahren ein Reich, dessen Gebiet in etwa dem des heutigen Iran entspricht. Zum ersten Mal nach der arabisch-muslimischen Eroberung war so ein souveräner Staat im persischen Raum entstanden. Von großer Bedeutung war die Entscheidung Ismails I., den schiitischen Islam zur Staatsreligion zu machen. In den folgenden Jahren wurde Iran von einem mehrheitlich sunnitischen zu einem schiitischen Land. Unter Abbas I. (reg. 1587-1629) erreichte die Safawidendynastie den Höhepunkt ihrer Macht. Abbas erlangte vor allem durch seine militärischen und wirtschaftlichen Reformen Bekanntheit und seine Politik förderte sowohl das altiransiche Erbe als auch den schiitischen Islam und verband beide in der Form, die den Iran bis heute prägt.

Nachdem sich im 18. Jahrhundert mehrere lokale Dynastien die Macht in Iran geteilt hatten, eroberte Agha Mohammad Khan ab 1796 das Land und gründete die Dynastie der Qajaren. Unter den Qajaren begann im späteren 19. Jahrhundert die zunehmende Einmischung europäischer Großmächte, die den Iran nachhaltig veränderte. Nicht zuletzt durch die Entdeckung von Öl zu Beginn des 20. Jahrhunderts rückte der Iran ins Zentrum europäischer Interessen. Vor allem Großbritannien und Russland nahmen zunehmend Einfluss auf die Außenpolitik des Landes und versuchten sich ökonomisch am Iran zu bereichern.

1921 folgte mit der Pahlavi-Dynastie (1921 – 1979) die letzte Dynastie unter der Herrschaft von Reza Khan und seinem Sohn Mohammad Reza. Unter Ihnen begann eine Politik radikaler Modernisierung und Verwestlichung. Der dadurch hervorgerufene Widerstand mit dem Vorwurf, die Kultur und die Religion des Landes zu missachten mündete schließlich 1979 in der islamischen Revolution. Unter Ayatollah Khomeini wurde am 1. April 1979 die Islamische Republik Iran (IRI) ausgerufen. In diesem Regierungsmodell, das bis heute Bestand hat, führt ein oberster geistlicher Rechtsgelehrter, der Vali-ye Faqih, den Staat.

Der Krieg gegen den Irak (1980-88) um die Vorherrschaft am Persischen Golf forderte tausende Opfer und endete nach acht Jahren mit einem Waffenstillstand. Seit Juni 2013 ist Hassan Rouhani iranischer Präsident.

Sprache

Die Amtssprache im Iran ist Persisch. Viele Iraner sprechen noch verwandte iranische Sprachen und Turksprachen, unter die auch Aserbaidschanisch, Turkmenisch und Kaschgaisch fallen. 

Religion

Das religiöse Spektrum umfasst etwa 89% Schiiten und 9% Sunniten. Die restlichen Prozente bestehen aus religiösen Minderheiten (Yaresan, Bahai, Christen, Zoroastrier und Juden). Angemessenes Verhalten und passende Kleidung in der Öffentlichkeit sind daher ratsam. So sollten auch Männer vor allem in religiösen Einrichtungen Knie und Schultern bedeckt halten. Ramadan ist der islamische Fastenmonat, dessen Daten von Jahr zu Jahr variieren. In dieser Zeit religiöser Besinnung gilt für Muslime ein Fastengebot (Verzicht auf Speisen, Getränke, Rauchen sowie z.B. sinnliche Genüsse wie Parfüm) von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Auch wenn die Fastenregeln nur für Muslime gelten (wobei Ausnahmen für Schwangere, Kranke, kleine Kinder und Reisende bestehen), sollten auch Nichtmuslime dem Fasten der Muslime mit Respekt begegnen.

Feiertage im Iran

Das Volk der Perser ist ein altes Volk, das gerne wichtige und bedeutende Ereignisse seiner Geschichte feiert. Bitte beachten Sie deshalb, dass es besonders im Frühjahr und im Herbst viele religiöse und weltliche Feiertage gibt, an denen es vereinzelt zu Einschränkungen im vorgesehenen Reiseprogramm kommen kann.

Unter anderem gibt es das persische Neujahrsfest Nowruz vom 21. bis 22. März 2021, welches den Höhepunkt des Jahres darstellt. Unsere Reiseleiter versuchen selbstverständlich, Ihnen einen gleichwertigen Ersatz zu bieten. Sollten Änderungen im Vorfeld absehbar sein, teilen wir Ihnen dies bereits in der Reisebestätigung mit.

Während des Fastenmonats Ramadan (12. April bis 11. Mai) ist mit Einschränkungen im Alltag (z. B. tagsüber Schließung von Restaurants außerhalb der Hotels, reduzierte Arbeitszeiten bei Behörden) und mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen zu rechnen. Öffentliches Essen, Trinken, Rauchen, auch in Fahrzeugen, – selbst das Kauen von Kaugummi – ist von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auch für Nichtmuslime bei Strafe verboten. Frauen sollten insbesondere während dieser Zeit möglichst dezente, langärmelige Kleidung tragen, Männer auf das Tragen kurzer Freizeitkleidung verzichten.

Im Herbst findet der Trauermonat Muharram statt. In diesem Monat gedenken die Schiiten des Todes von Imam Al-Husain, dem dritten Imam. In dieser Zeit sind einige Sehenswürdigkeiten geschlossen, Ihr Reiseleiter wird mit Ihnen dafür die Feierlichkeiten besuchen. Es empfiehlt sich für diese Zeit gedeckte Kleidung einzupacken.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Land & Leute

Der größte Schatz des Landes ist, trotz der vielfältigen Natur und gigantischen Architektur, die Gastfreundschaft der Menschen. Leute, die Englisch sprechen findet man immer. Sie sind interessiert und freundlich, und außerhalb der großen Städte werden Reisende schnell eingeladen. 

Regionen

Der Iran liegt im Mittleren Osten und ist umgeben von der Türkei, dem Irak, Pakistan, Afghanistan, Turkmenistan, Aserbaidschan und Armenien. Im Norden wird er vom Kaspischen Meer und im Süden vom Persischen Golf begrenzt. Auffallend sind die unterschiedlichen Landschaftsformen. Im Norden erstreckt sich ein feuchter fruchtbarer Küstenstreifen am Kaspischen Meer. Das Elburz-Gebirge, mit dem höchste Berg, dem Damavand (5671 m), bildet eine Klimascheide zum wesentlich trockeneren zentraliranischen Hochland. Das Hochland wird im Süden und Westen von den Zagros-Gebirgsketten, dem Sabalan-Gebirge und im Osten von zahlreichen weiteren Gebirgszügen eingefasst. Die fruchtbaren Gebiete des Hochlands haben die meisten bedeutenden Städte Irans hervorgebracht wie Teheran, Mashhad, Tabriz, Isfahan, Shiraz, Yazd, Kerman, Hamadan, Kermanshah und andere. Darüber hinaus befinden sich hier die großen Wüstengebiete der Dasht-e Kavir im Nordosten und der Dasht-e Lut im Osten. Im Süden Irans verläuft ein tropischer Küstenstreifen am persischen Golf, dessen westlicher fruchtbarer Teil mit dem Mesopotamischen Tiefland verbunden ist. 

Essen und Trinken

Die Märkte bieten eine Vielzahl von frischem Gemüse, Obstsorten und orientalischen Gewürzen. Die iranische Küche ist sehr gesund und vitaminreich. Besonders berühmt ist die Küche für ihre phantasievollen und reichhaltigen Reisgerichte. Die persische Küche basiert vor allem auf Brot, Reis, frischem Gemüse, Kräutern, Fleisch "- Lamm, Hammel, Schaf, Rind und Huhn-", Fisch und Meeresfrüchten. Chelo Kebab, das aus gekochtem Reis und gegrilltem Fleisch besteht, ist das Nationalgericht. Grundnahrungsmittel ist Reis, dem man einen besonderen Hochgenuss ablocken kann: eine harte Kruste am Boden des Topfes, die außerordentlich lecker schmeckt - wenn sie denn nicht angebrannt ist. Das ist eben hohe Kunst, die man nur nach viel Übung beherrscht.

Als Zwischenmahlzeit ist weißer Käse mit Kräutern und Brot sehr beliebt. Und natürlich gibt es auch in der persischen Küche Süßes: den Safrankuchen Halwa, Milchreis mit Safran und Mandeln oder kleine Kuchen mit Rosenwasser. Allerdings werden diese Süßspeisen nicht unbedingt zum Nachtisch serviert, eher zu besonderen Anlässen.

Besonderheiten zur Tischsitte: Im Iran isst man mit Löffel und Gabel, das Messer gehört nicht zum traditionellen Gedeck. Auch ist es in manchen Gegenden noch Sitte, das Essen auf dem Teppich sitzend einzunehmen. Sich am Tisch die Nase zu Schnäuzen gilt als unhöflich.

Das übliche Getränk ist Tee. Zum Essen werden hauptsächlich Cola- oder Limonaden-Getränke gereicht. Der Genuss alkoholischer Getränke ist verboten.

Die Einfuhr von Alkohol ist nicht gestattet. Es wird dringend von dem Versuch abgeraten, Alkohol doch einzuführen.

Wetter / Klima

In den zentralen Gebieten des Irans herrscht Kontinentalklima mit heißen trockenen Sommern und kalten Wintern. An den Randzonen herrschen gegensätzliche Klimabedingungen. Im nördlichen Hochtal und den Gebirgen sinken die Temperaturen im Winter unter Null Grad, und auch in Teheran fällt Schnee. Im Sommer können die Temperaturen im Hochland auf 35°C ansteigen. Da die Luft sehr trocken ist, kann man diese meist gut ertragen. Als beste Reisezeit empfehlen sich daher Frühling und Herbst für die Gegend im mittleren Hochland und am Kaspischen Meer. Reist man zum Persischen Golf sind die Monate Dezember bis Februar am Geeignetsten. 

Praktische Hinweise

Einreise

Für die Einreise in den Iran benötigen deutsche Staatsangehörige ein Touristen-Visum, welches vorab von Ihnen mit einem noch mindestens 6 Monate über die Reise hinaus gültigen Reisepass in Deutschland beantragt werden muss und ca. 40-80 € kostet.

Bitte achten Sie vor der Beantragung darauf, dass Sie KEINEN israelischen Stempel in ihrem Reisepass haben, sonst erhalten Sie kein Visum von der iranischen Botschaft.

Um Ihr Visum beantragen zu können, benötigen Sie eine iranische Referenznummer. Sie erhalten die Referenznummer von uns. Zu diesem Zweck ist es erforderlich, dass Sie uns spätestens sieben Wochen vor Abreise eine sehr gut lesbare, farbige Kopie der Bildseite Ihres Reisepasses, ein Passbild mit hellem Hintergrund und den ausgefüllten „Antrag für Referenznummer“ zukommen lassen.

Alle Informationen zu den einzelnen Schritten der Visa-Beantragung, zur Beantragung der iranischen Referenznummer sowie die Kontaktdaten der Botschaften und unseres Partners „Pro-Visa“ finden Sie in den „Visa Hinweisen“, die Sie zusätzlich zu diesen Reiseinformationen von uns erhalten. 

Bei der Reise Iran-Usbekistan-Turkmenistan beantragt SKR Reisen die Visa für Sie.

Bitte geben Sie nach Beantragung und Erhalt Ihrer Referenznummer keine Daten in das Iran E-Visa System mehr ein. Die Erfassung im E-Visa System würde eine doppelte Visaantragstellung bedeuten und führt zu einer Meldung des E-Visa Systems und einer späteren Ablehnung des Antrags.  

Hinweis zum Visa Waiver Programm der USA:

Nach einer Gesetzesänderung in den USA sind Reisende, die sich nach dem 01.03.2011 im Iran aufgehalten haben, von der Teilnahme am Visa Waiver Programm ausgeschlossen. Das Auswärtige Amt empfiehlt Betroffenen bei Reiseplänen in die USA, Kontakt mit der zuständigen USamerikanischen Auslandsvertretung in Deutschland aufzunehmen und bei Bedarf ein US-Visum zu beantragen. Dieses Visum ist ab dem Ausstellungsdatum für 10 Jahre gültig.

Banken & Geld

Da Zahlungen mit Schecks und Kreditkarten fast gar nicht möglich sind und auch sonst landesweit keine Möglichkeit besteht Geld abzuheben, sollte man das benötigte Bargeld bei Reisebeginn in Euro mit sich führen. Es wird empfohlen, dies nur bei Banken einzutauschen. Im Iran gibt es mehrere, offizielle und inoffizielle Wechselkurse. Ihre Reiseleitung zeigt Ihnen gerne, wo Sie Ihr Geld sicher tauschen können. 

In größeren Hotels ist der Geldwechsel ebenfalls möglich. Bei der Ein- und Ausreise sind mitgeführte Bargeldbeträge mit einem Gegenwert von über 5.000 USD anzumelden.

Gesundheit / Impfungen

Medizinische Versorgung:

Die medizinische Versorgung in Teheran entspricht mittleren bis hohen Standard. Die Versorgung auf dem Lande kann bezüglich Ausstattung und Hygiene problematisch sein.

Wir empfehlen Ihnen daher für den Aufenthalt im Iran eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung abzuschließen.

Wenn Sie vor Ort einen Arzt benötigen sollten, können Sie sich jederzeit an die Reiseleitung wenden.

Impfungen:

Für Einreisende aus Deutschland gibt es keine Pflichtimpfungen. Überprüfen Sie dennoch im Rahmen Ihrer Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder und erfrischen Sie diesen ggf.. Achten Sie dabei auf Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Insituts.

Der Nachweis einer Gelbfieberimpfung ist für alle Personen ab einem Alter von 9 Monaten notwendig, wenn sie sich vor der Einreise in einem Gelbfieberinfektionsgebiet aufhielten oder mind. 12 Stunden im Transitbereich waren.

Wenn Sie aus Afghanistan, Nigeria oder Pakistan einreisen, muss eine Polioimpfung nachgewiesen werden können. Diese muss mind. 4 Wochen und höchstens 12 Monaten zurückliegen.

Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin Impfungen gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis und Hepatitis A, ggf. auch gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR), Influenza (Grippe) und Pneumokokken.

Bitte beachten Sie, dass die Mitarbeiter von SKR keine weiterführende Impfberatung geben können, da hierzu eine medizinische Ausbildung Voraussetzung wäre.

Tollwut, Tuberkulose, Leishmaniasis, Durchfallerkrankungen, Malaria:

Die tödlich verlaufende Viruserkrankung Tollwut ist über den Speichel von Menschen oder Tieren übertragbar. Gelegentlich treten in Belarus Fälle von Tollwut auf. Vermeiden Sie daher bitten den Kontakt mit Tieren und lassen Sie sich ggf. impfen.

Die bakterielle Infektionskrankheit Tuberkulose befällt häufig die Lunge. Es wird in der Regel von Mensch zu Mensch durch engen Kontakt oder Tröpfcheninfektion übertragen. Wir bitten Sie daher den Kontakt zu Tuberkulose Erkrankten und Menschen mit Husten unklarer Ursache zu vermeiden.

Die Haut-Leishaniasis ist vor allem in ländlichen Gegenden verbreitet. Diese Erkrankung wird durch die Sandfliege übertragen. Zu den Symptomen treten meist erst Wochen bis Monate nach dem Stich auf. Dazu gehören Hautveränderungen und in schwierigen Fällen auch Fieberschübe und Milzvergrößerung. Schützen Sie sich daher ausreichend vor Mückenstiche

Durchfallerkrankungen gehören zu den häufigsten Reiseerkrankungen. Bitte nehmen Sie daher nur frisch zubereitetes gekochtes Essen und Obst nur geschält zu sich. Meiden Sie Salate, Rohkost, frische Milchprodukte und Eiswürfel. Wenn Sie Ihr Mittagessen eigenständig aussuchen wollen, kaufen Sie es dort, wo viele andere Menschen ihre Mahlzeit zu sich nehmen. Das ist das beste Indiz für gutes Essen. Zusätzlich empfehlen wir Ihnen zur Vermeidung von Durchfallerkrankungen ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs zu trinken, d.h. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall können Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Achten Sie auch darauf, zum Zähneputzen immer Trinkwasser zu benutzen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Ihre Hände sollten Sie möglichst oft mit Seife waschen, vor allem nach dem Toilettenbesuch und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Zusätzlich sollten Sie Ihre Hände immer wieder desinfizieren und Einmalhandtücher verwenden.

Malaria kommt das ganze Jahr über landesweit vor. Will man zur Vorsorge keine Malariamittel einnehmen, so kann man ein verschreibungspflichtiges Medikament für den Notfall mitnehmen, z.B. „Malarone“. Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:

• körperbedeckende (helle) Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden)

• morgens (vor Verlassen des Hotels), abends und nachts Insektenschutzmittel z. Bsp. „Autan“ auf alle freien Körperstellen und auf die Ränder der Kleidung auftragen

• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.

Reiseapotheke:

Stellen Sie sich eine kleine Reiseapotheke zusammen, die neben ausreichendem Sonnen- und Insektenschutz wichtige „Alltagsmedikamente“ enthält: u.a. Kopfschmerztabletten, ein Darmtherapeutikum, Salbe gegen Entzündungen, Verbandmaterial und Pflaster. Persönlich wichtige Medikamente führen Sie bitte unbedingt im Handgepäck mit sich und nehmen einen ausreichenden Vorrat mit. Wenn Sie vor Ort einen Arzt benötigen sollten, können Sie sich jederzeit an die Reiseleitung wenden.

Diplomatische Vertretungen

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland im Iran
Avenue Ferdowsi 320-324
Teheran 11365

Tel: +98 (21) 3999-0000
Fax: +98 (21) 3999-1970

Email: info@teheran.diplo.de
Website: www.teheran.diplo.de

Botschaft der Islamischen Republik Iran
Podbielskiallee 65-67
14195 Berlin

Tel.: +49 30 84 35 32 05  o. +49 30 84 35 30
Fax: +49 30 84 35 35 35 

Email: info@iranbotschaft.de
Website: www.iranbotschaft.de

Internet & WLAN

Internet-Zugänge sind in fast allen Hotels verfügbar, allerdings können hierfür zusätzliche Kosten anfallen. In allen größeren Städten finden Sie zudem Intercafés. Die Zugänglichkeit und Qualität des Internets sind allerdings nicht mit deutschen Standards gleichzusetzen. Bitte beachten Sie, dass zahlreiche Internetseiten und Kommunikationsapplikationen nicht oder nur eingeschränkt zugänglich sind, wie zum Beispiel Skype, Facebook, Twitter oder verschiedene Email-Anbieter.

Währung

Die Landeswährung ist der Rial (IRR). 10-Rial-Einheiten werden in der Umgangssprache Tuman genannt. 1 EUR entspricht in etwa 45.575 IRR (Stand April 2020). Wegen der hohen Inflationsrate können die Rial-Preise innerhalb eines Jahres sehr schwanken.

Sicherheit

Abgeraten wird die Reise in den Osten der Provinz Kerman und Sistan-Belutschistan sowie in die Grenzgebiete zu Pakistan und Afghanistan, sowie die Reise in kurdischen Gebiete im Nordwesten Irans.

Des Weiteren empfiehlt es sich, mit wichtigen Reisedokumenten und Wertgegenständen vorsichtig umzugehen, da Diebstähle vorkommen können. Vorsicht ist auch beim Fotografieren und Filmen (auch mit Mobiltelefon) von Demonstrationen und öffentlichen, besonders militärischen Gebäuden geboten, da dies verboten ist. Weitere Informationen finden Sie auch auf der Seite des Auswärtigen Amtes.

Strom

Die Stromspannung beträgt wie bei uns 230 bis 240 Volt Wechselstrom. Europäische Stecker passen in die Steckdosen, in renovierten Hotels passen teilweise auch Schukostecker. Die meisten Hotels verfügen über wenige Steckdosen. Wenn Sie über Nacht mehrere Geräte aufladen möchten, ist es praktisch, eine kleine Mehrfach-Steckdose mitzubringen.

Taxi

Üblicherweise verkehren sogenannte Sammeltaxis (mit orangenen oder blauen Streifen markierte Pkws) auf festen Routen. Es ist möglich ein Taxi alleine zu mieten, dann zahlt man aber so viel, wie das Taxi voll besetzt eingebracht hätte. Grundsätzlich winkt man ein Sammeltaxi am Straßenrand heran und nennt sein Fahrtziel. Liegt das Ziel auf der Route des Taxifahrers kann man sich zu den anderen Fahrgästen setzen. Eine Fahrt im Sammeltaxi kostet selten über 500 Toman (50 Eurocent), außer in Tehran, wo das Preisniveau höher ist. Es ist üblich, dass Privatautos am Straßenrand anhalten um einen mitzunehmen. Allerdings ist dabei Vorsicht geboten. Offiziell ist es fremden Männern und Frauen untersagt sich alleine in einem Auto aufzuhalten.

Telefon & Handy

Das Telefonnetz ist gut ausgebaut. Der Iran besitzt ein landeseigenes Mobil-Telefonnetz, mit dem verschiedene deutsche Netzbetreiber kooperieren. Wieder aufladbare SIM-Karten können Sie bei MTN Irancell kaufen, die auch ein Büro im Flughafen haben. Die Landesvorwahl für Iran ist 00 98, für Telefonate nach Deutschland die 00 49.

Zeit

Der Iran liegt in der Zeitzone Iran Standard Time. Die Zeitverschiebung zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) beträgt +2,5 Stunden.

Zoll

Die Gepäckkontrollen bei Ein- und Ausreise werden in der Regel großzügig gehandhabt. Die Einführung von Alkohol ist verboten. Selbiges gilt auch für Literatur oder Zeitschriften mit freizügigen Bildern sowie generell für bespielte Videos, DVDs, CDs und Musikkassetten. Eine Kamera mit Filmen bzw. Speicherkarten und ein Videogerät kann jedoch mitgebracht werden. Die Ausfuhr von Antiquitäten ist verboten. Erlaubt sind aber neueres Kunsthandwerk, Teppiche bis zu 6 m² Größe sowie Kaviar, wenn er in staatlichen Läden am Flughafen mit Devisen erworben wurde.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte das Auswärtige Amt oder die albanische Botschaft. Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.

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