Reisetipps für Namibia – Meine Top 10 & Highlights
Reisetipps von SKR-Mitarbeiterin Kerstin nach ihrer Namibia Reise
Namibia – ein Land der Weite, der Kontraste und der unvergesslichen Naturerlebnisse. Während unserer Reise durch dieses faszinierende Land haben wir atemberaubende Landschaften, herzliche Menschen und eine Tierwelt erlebt, die man so nur selten zu Gesicht bekommt. Von den roten Dünen der Namib-Wüste über die raue Atlantikküste bis hin zu beeindruckenden Nationalparks voller Wildtiere – Namibia hat uns mit seiner Vielfalt und Ursprünglichkeit in seinen Bann gezogen. In diesem Bericht teile ich meine persönlichen Highlights, Eindrücke und Tipps, die ich auf unserer Reise gesammelt habe. Vielleicht ist ja auch für Ihre eigene Namibia Reise die eine oder andere Inspiration dabei.
Empfehlung Reiseziel: frühmorgens auf die Düne 45
Mein erster Reisetipp und gleichzeitig ein absolutes Highlight war es, frühmorgens in den Sossusvlei-Nationalpark aufzubrechen (noch vor dem Sonnenaufgang!), um auf die bekannte Düne 45 zu kraxeln. Dadurch, dass es noch recht früh war, konnten wir zum einen die Menschenmassen vermeiden und zum anderen war es noch frisch genug, um in der aufgehenden Sonne den relativ anstrengenden Aufstieg zu wagen. Wer schon mal im Sand gejoggt ist, weiß, was einen hier erwartet. Ich empfehle, bequeme Wanderschuhe mitzunehmen. Auf dem Weg von der Düne wieder herunter sammelt man übrigens gut Sand ein.
Ausstattung: Hut mit Kordeln, Sonnencreme und Tuch gegen Staub
Wer sich optimal auf eine Reise durch Namibia vorbereiten möchte, sollte die oben genannten Produkte ganz oben auf die Packliste setzen. In unserer Reisegruppe sind beispielsweise mindestens zwei Hüte vom Wind davongetragen worden – glücklicherweise haben wir sie wiedergefunden. Ein Hut mit Kordel erweist sich daher als äußerst praktisch. Die namibische Sonne brennt von früh bis spät, und schattige Plätze sind oft rar. Daher ist eine Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor (50+) ein absolutes Muss. Zudem empfiehlt es sich, ein Tuch oder einen Schal gegen den allgegenwärtigen Staub mitzunehmen – die Straßen sind häufig trocken und sandig.

Expertentipp von Reiseleiter Resten: Living Desert Tour oder Katamaran-Tour in Swakopmund
Während unserer Rundreise mit SKR gab es einen Tag in Swakopmund, an dem kein festes Programm vorgesehen war – ideal, um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Alternativ stehen zwei optionale Ausflüge zur Auswahl. Da diese Touren nicht miteinander kombinierbar sind, empfiehlt es sich, bereits bei der Anmeldung eine Entscheidung zu treffen und den gewünschten Ausflug direkt zu buchen, um sich einen Platz zu sichern.
Bei der Living Desert Tour geht es im Geländewagen (4x4) durch die Dünenlandschaft und Wüste rund um Swakopmund. Engagierte Guides führen die Gäste auf spannende Weise zu außergewöhnlichen Wüstenbewohnern, die es nur in der Namib zu entdecken gibt – darunter Wüstenchamäleons, durchsichtige Wüstengeckos und Sandvipern. Die Fahrt über die Dünen verspricht zudem ein echtes Abenteuer, das seinen Höhepunkt dort findet, wo die Wüste auf den Atlantik trifft – ein eindrucksvolles Finale der Tour.
Während der Katamaran-Tour werden ebenfalls viele Tiere entdeckt. So kann man ein Selfie mit einem Pelikan machen, der sich manchmal auch direkt zwischen die Gäste auf das Boot gesellt, Delfine um das Boot spielen sehen oder Robben auf Sandinseln suchen. Zum Abschluss erwartet den Gast noch ein Austernpicknick mit Getränken.

Reisezeit: ausreichend, mind. zwei Wochen für Namibia
Namibia lässt sich grundsätzlich das ganze Jahr über gut bereisen, wobei die Monate zwischen April und Oktober als besonders angenehm gelten – dann ist Trockenzeit, die Temperaturen sind milder und die Tierbeobachtungen in Nationalparks wie Etosha sind ideal.
Für eine Rundreise durch das Land sollte man mindestens zwei Wochen einplanen, um die großen Entfernungen entspannt zurücklegen und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten genießen zu können. Selbst bei einem kompakten Reiseverlauf mit rund 12 Tagen lassen sich viele Highlights wie Sossusvlei, Swakopmund, Twyfelfontein und der Etosha-Nationalpark unterbringen. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann die Reise noch um den Süden des Landes erweitern – beispielsweise mit Stopps am Fish River Canyon, in der Geisterstadt Kolmanskoppe oder im Küstenort Lüderitz. Auch Kombinationen mit angrenzenden Ländern wie Botswana oder Südafrika sind möglich und bieten zusätzliche Erlebnisse wie Bootsafaris, den Chobe-Nationalpark oder die Victoriafälle. Unabhängig von der konkreten Route lohnt es sich, der Vielfalt Namibias ausreichend Raum zu geben – gerade bei den weiten Strecken sollte nicht zu viel auf einmal geplant werden, damit auch Zeit für spontane Entdeckungen bleibt.
Kulinarischer Tipp: Mopanewürmer und Springbokkie
In Namibia sollte man unbedingt diese beiden Köstlichkeiten probieren! Der Mopanewurm ist eine lokale Spezialität und mein kulinarischer Reisetipp für Namibia. Der Wurm ist eigentlich die Larve des Schmetterlings Gonimbrasia belina, die sich häufig auf Mopanebäumen finden lässt, da sie sich von diesem ernährt. Die Larve wird kross angebraten und schmeckt ähnlich wie Dörrfleisch.
Auch der Springbokkie, der ursprünglich aus Südafrika kommt, ist ein beliebter „Absacker“ in Namibia. Er besteht aus dem Likör Amarula sowie Pfefferminzlikör, die aufeinandergeschichtet werden. Man behält ihn etwa 10 Sekunden im Mund, bevor man ihn herunterschluckt. Nur so entfaltet er sein Aroma, das etwas an Pfefferminzeis erinnert.
Tiere: Oryx-Antilopen und Vogelwelt
Einige Tiere, die dem Reisenden immer wieder begegnen, sind Oryx-Antilopen. Die großen Antilopen mit ihren geraden Hörnern werden auch „Wüstenantilopen“ genannt, da sie neben dem Etosha-Nationalpark auch in der Wüste zu sichten sind. Nicht umsonst ist die Oryx-Antilope ein Wahrzeichen von Namibia und neben dem Wappen auch auf den Tellern in Namibia zu finden.
Nicht zu vernachlässigen ist auch die Vogelwelt Namibias. Immer wieder wird man Schildraben begegnen. In der Wüste gibt es aber auch Wüstenschmätzer und am Meer natürlich neben Möwen auch Pelikane. Im Etosha-Nationalpark sieht man dann auch einige Raubvögel, wie Ohrengeier oder Gaukler – ein Fest für jeden (Hobby-) Ornithologen. Schlangen hingegen sieht man (zum Glück vieler Reisender) jedoch nur selten. Trotzdem sollte man nicht unbedacht Steine umdrehen oder in Gebüsche packen!
Reisetipp-Highlight: Tropic of Capricorn
Eines meiner absoluten Highlights war der Halt am Tropic of Capricorn, dem südlichen Wendekreis. Wir waren zwar leider nicht am 21.12. hier, denn an diesem Tag steht die Sonne im Zenit am Himmel, aber es war trotzdem ein spannendes Erlebnis, diesen astronomisch wichtigen Ort zu sehen. Mit dem Schild konnte man auch ein paar Fotos machen. Für mich war dieser Stopp auf jeden Fall ein Höhepunkt der Reise.

Unterkunft: Agama River Lodge
Die Agama River Lodge liegt mitten in der Namib-Wüste. Man betritt die Lodge und hat direkt eine wunderbare Aussicht auf die Wüste und einige Berge im Hintergrund. Ein Infinity-Pool ist direkt in der Mitte der Lodge. Die Zimmer sind groß und modern-minimalistisch mit Holz gestaltet. Wer möchte, kann sich auch für eine Nacht das Skybed, welches auf einem Balkon direkt unter freiem Himmel liegt, fertig machen. Man erhält eine Flasche Schampus und einen Snackteller und kann es sich abends unter den Millionen Sternen unserer Galaxie kuschelig machen. Detailreiche Fotos vom Sternenhimmel sind möglich! Das Essen in der Lodge ist jeden Abend unterschiedlich, und die angebotenen Speisen werden in Buffetform dargereicht. Was es gibt, steht auf einer großen Tafel geschrieben. Wer möchte, kann abends auch bei der Fütterung der heimischen Warzenschweine zusehen – aber bitte nicht streicheln!
Reiseziel: Kraxeln auf der Spitzkoppe
Die Spitzkoppe ist ein Gesteinsmassiv, das mitten im Erongo-Gebirge liegt. Es wird auch das „Matterhorn Namibias“ genannt, da es vom Aussehen ebenso markant ist wie das schweizerische Äquivalent. Hier kann man faszinierende Bilder der orangenen Felsen machen und auch über einige klettern. Das macht allen Spaß und ist auch nur bedingt anstrengend. Ein Highlight sind auf jeden Fall Felsmalereien, die wahrscheinlich von den San gemalt wurden und von einem kundigen Guide erklärt werden, sowie der Felsbogen, unter dem man auch schöne Fotos machen kann. Ein perfekter Reisetipp für alle, die auf der Suche nach einem unvergesslichen Urlaubsbild sind.
Reisetipp: WLAN in Lodges / Hotels
Es gibt in jeder Lodge und jedem Hotel immer WLAN. Allerdings sollte man darauf vorbereitet sein, dass das WLAN lediglich in den Gemeinschaftsräumen, wie der Lounge, dem Restaurant und dem Poolbereich vorhanden ist. Wer also auch auf seinem Zimmer Internet genießen will, sollte sich vorab eine SIM-Karte am Flughafen in Windhoek besorgen oder schon aus Deutschland über eine App (bspw. Airalo) eine E-SIM-Karte erwerben. Häufig kann das kostenfreie WLAN der Unterkünfte auch durch gleichzeitige Nutzung vieler Reisender überlastet sein, sodass man nur schlechtes Internet hat. Für kurze Nachrichten an die Daheimgebliebenen sollte es reichen, möchte man aber bspw. Fotos hochladen oder eventuell eine Serie streamen, sollte man lieber in eine eigene Namibia-SIM-Karte investieren.
Fazit meiner Namibia Reise
Namibia hat all unsere Erwartungen übertroffen. Die beeindruckende Landschaft, die abwechslungsreiche Tierwelt und die faszinierende Kultur machen dieses Land zu einem ganz besonderen Reiseziel. Besonders beeindruckt haben mich die Stille der Wüste, die magischen Sonnenaufgänge und das Gefühl von Freiheit, das man beim Blick über die endlosen Weiten empfindet. Auch kulinarisch und kulturell konnten wir viele neue Eindrücke sammeln – sei es beim Probieren lokaler Spezialitäten oder im Austausch mit den Menschen vor Ort. Mit SKR Reisen bietet sich die Möglichkeit, all das in kleinen Gruppen und mit deutschsprachiger Reiseleitung zu erleben – eine entspannte und persönliche Art, Namibia wirklich kennenzulernen.
Mit vielen schönen Erinnerungen, unzähligen Fotos und einem ordentlichen Vorrat an Sand in den Schuhen ging es zurück nach Hause – im Gepäck die Gewissheit, dass Namibia ein Ort ist, den man nie vergisst.
Autorin: SKR-Mitarbeiterin Kerstin