Heißluftballons über Theben-West

SKR Reisemagazin: Ägypten

12.09.2025

Ägypten Reisebericht: Die Magie des Orients - Meine Erlebnisse in Ägypten

Reisebericht von SKR-Mitarbeiterin Carina über ihre Reise nach Ägypten


Muhammad Ali Moschee in Zitadelle von Saladin

Schon seit meiner Kindheit habe ich eine große Faszination für die ägyptische Geschichte und die monumentalen Bauwerke. Die Teilnahme an der Reise nach Ägypten hat mir daher einen Kindheitstraum erfüllt.
Ich habe mich bei der Wahl des Reisetermins für den Monat März entschieden, da die Temperaturen zu dieser Zeit bereits über 20 Grad liegen, es vor Ort jedoch noch nicht zu heiß ist. Außerdem fiel mein Reisetermin bewusst in den Ramadan, da ich diesen bedeutenden Aspekt des muslimischen Glaubens gerne persönlich erleben wollte.

Unsere SKR Reisen-Mitarbeiterin Carina nimmt Sie in diesem Ägypten Reisebericht mit auf eine unvergessliche Entdeckungstour voller bewegender Begegnungen und unvergesslicher Highlights. Lassen Sie sich inspirieren und erleben Sie Ägypten durch die Augen einer echten Insiderin!


Kairo – Die Stadt, die nie schläft

Bei unserem Landeanflug am Abend bot sich bereits ein beeindruckendes Bild der pulsierenden Hauptstadt Kairo. Die Fassaden der Gebäude waren aufgrund des Ramadans mit zahlreichen bunten Lichterketten geschmückt und ragten funkelnd aus der Dunkelheit empor. Ein wirklich toller Anblick!
Kurz nach unserer Landung konnten wir das Visum schnell und unkompliziert direkt an einem Schalter im Flughafen erhalten. Nachdem wir auf der Fahrt zu unserem Hotel in Kairo aufregende Einblicke in das nächtliche Treiben der Stadt erhielten, konnten wir uns ein leckeres Abendessen in dem gemütlichen Speisesaal des Hotels schmecken lassen.

Am nächsten Morgen wurden wir von unserem Reiseleiter Atef herzlich in der Hotellobby begrüßt und starteten unsere Rundreise. Ich erinnere mich noch gut an den Moment, als wir gerade über die Autobahn fuhren und bereits aus dem Bus heraus die imposanten Pyramiden von Gizeh am Horizont erkennen konnten. Unmittelbar danach direkt vor den gigantischen Pyramiden zu stehen und somit das einzige noch erhaltene der sieben antiken Weltwunder mit eigenen Augen zu sehen, war ein unglaubliches Gefühl.

Bei einem leckeren Mittagessen in einem sehr schönen und gemütlichen Restaurant mit erstklassigem Ausblick auf die Pyramiden, konnten wir uns über die Eindrücke des Vormittags austauschen.

Ausblick über zwei Pyramiden in Gizeh
Mittagessen mit Blick auf Pyramiden
Ägyptisches Museum in Kairo von außen

Ägyptisches Museum in Kairo

Glücklicherweise hatten wir die Gelegenheit, das neue Ägyptische Museum in Kairo (GEM = Grand Egyptian Museum) zu besichtigen. Allein die Architektur des Gebäudes von außen und innen war spektakulär. Die Fassade aus verschiedensten Materialien, die wie ein Mosaik zu Pyramiden/Dreiecken zusammengesetzt wurde, war ein atemberaubender Anblick.
Ganz zu schweigen von der exzellenten Art und Weise, wie die Exponate in dem weiträumigen Inneren des Museums ausgestellt und beleuchtet worden sind. Der Besuch dort hat sich definitiv gelohnt.
 

Gemeinsames Abendessen bei einer lokalen Familie

Persönlicher Glücksmoment: Abendessen bei einer lokalen Familie

Einer meiner persönlichen Glücksmomente auf dieser Rundreise war das Abendessen bei einer lokalen Familie in Kairo. Diesen Moment möchte ich in meinem Ägypten Reisebericht besonders hervorheben. Nevine, Mitarbeiterin unserer Agentur in Ägypten, hatte vier Stunden für uns gekocht und entschuldigte sich, falls etwas nicht gut genug gewürzt sei, da sie es aufgrund des Ramadan-Fastens nicht abschmecken konnte. Ihre Sorge war vollkommen unbegründet: Das Essen war köstlich! Doch nicht das Essen allein war es, was diesen Abend für mich einzigartig gemacht hat, sondern in erster Linie die Herzlichkeit und Offenheit unserer Gastgeber, mit der sie all unsere Fragen, auch zu teilweise schwierigen Themen, ausführlich beantwortet haben. Die Atmosphäre war überaus harmonisch und ich bin mir sicher, dass meinen Mitreisenden und mir dieses einmalige und authentische Erlebnis noch lange im Gedächtnis bleiben wird.
Nevine verabschiedete uns sehr treffend mit den Worten, dass wir als Fremde gekommen seien und ihre Wohnung nun als Freunde und Familie wieder verlassen würden.

Glanz von Alabaster, Gold und Geschichte

In der Morgensonne bestach die Muhammad-Ali-Moschee von außen durch wunderschönes glänzendes Alabastergestein und von innen durch ihre beeindruckende Deckenbeleuchtung und prächtigen Verzierungen. Eines der schönsten Bauwerke, die ich je gesehen habe!
Wir schlenderten anschließend durch die Straßen des Khan-al-Khalili-Basars, die von bunter Ramadan-Dekoration (z.B. Girlanden mit einer Art Lametta) gesäumt waren und zauberhaft im Sonnenlicht funkelten.

Als Nächstes stand das alte Ägyptische Museum auf dem Plan. Der Besuch dort war sehr spannend. Vor allem die goldene Maske und andere prunkvolle Schätze Tutanchamuns zu sehen, war atemberaubend. Außerdem lernten wir von unserem Reiseleiter Atef viel über die Darstellung der unterschiedlichen Pharaonen. Königin Hatschepsut ließ sich beispielsweise typisch männlich - mit dunkler Haut und Bart - darstellen, um ihre Herrschaft als Frau zu legitimieren und den traditionellen Rollenbildern in Ägypten entgegenzuwirken. Ich fand es wirklich mutig, dass sie diesen Schritt als Frau in einer von Männern dominierten Zeit gewagt hatte.

 

Die Straßen sind mit bunter Ramadan Dekorationen geschmückt
Hatschepsut Statue im alten Ägyptischen Museum

Auf dem Nil unterwegs - Von Luxor bis Assuan

Frühmorgens flogen wir von Kairo nach Luxor, wo wir als Erstes den Karnaktempel besichtigten. Besonders die Säulenhalle mit über 130 riesigen Säulen war sehr beeindruckend und ist ein absolutes Highlight in meinem Ägypten Reisebericht. Das frühe Aufstehen hatte sich gelohnt: als wir die Tempelanlage um kurz vor 10 Uhr verließen, strömten die Menschenmassen zum Eingang herein. Danach bekamen wir einen kleinen Einblick in eine altägyptische Handwerkskunst: der Herstellung von Papyrus. Die fertigen Papyrusrollen wurden kunstvoll von Hand mit sehr viel Liebe zum Detail bemalt und konnten vor Ort erworben werden. Für mich und andere Gäste das perfekte Mitbringsel für zuhause.

Säulen im Karnaktempel in Luxor

Nach unserem Besuch bei dem eindrucksvollen Luxor Tempel gingen wir an Bord unserer schwimmenden Unterkunft für die nächsten vier Nächte. Das Flusskreuzfahrtschiff Iberotel Crown Empress hieß uns mit einem erfrischenden Begrüßungsgetränk und einem leckeren Mittagessen willkommen. Nachdem wir uns ein bisschen auf unseren Kabinen eingerichtet und mit dem Schiff vertraut gemacht hatten, nahm der Großteil unserer Gruppe an einer Kutschfahrt durch Luxor teil. Die Vielfalt an köstlichen Gerüchen, zur Vorbereitung auf das baldige Fastenbrechen (Iftar), und die Freundlichkeit der Menschen haben die Fahrt zu einem besonderen Erlebnis gemacht. Es war entzückend zu sehen, wie viele Kinder uns zugewunken haben und wie sich ein Strahlen über ihr ganzes Gesicht ausgebreitet hat, wenn wir zurück gewunken oder sie angelächelt haben.

Eine Frau, die Papyrus bemalt
Ein bemaltes Papyrus
Heißluftballons über Theben-West

Auf den Spuren der Pharaonen im Tal der Könige

Gestärkt von dem außerordentlich reichhaltigen Frühstücksbuffet gingen wir an Land. Auf der Fahrt zum Tal der Könige erwartete uns ein Anblick wie aus dem Bilderbuch. Der vom Sonnenaufgang eingefärbte Himmel war mit einer Vielzahl von bunten Heißluftballons bedeckt.
Es war einfach nur traumhaft!

Grab von Ramses IV im Tal der Könige

Angekommen im Tal der Könige konnten wir uns von den wunderschönen Farben der Reliefs und Hieroglyphen in den Gräbern verzaubern lassen. Insbesondere das Grab von Ramses IV hat mir sehr gut gefallen. Ich hätte nie gedacht, dass ein Grab nach so langer Zeit noch so farbenfroh und prachtvoll aussehen kann. Dadurch, dass wir in unserer kleinen Gruppe wieder sehr früh vor Ort waren, konnten wir uns die Gräber in aller Ruhe anschauen.

Ausblick auf die Landschaft am Nil

Totentempel von Hatschepsut & die malerische Landschaft des Nils 

Anschließend besuchten wir den Totentempel von Hatschepsut. Der Tempel war schon von weitem durch seine spezielle Bauweise, mit zahlreichen Säulen auf verschiedenen Ebenen, gut zu erkennen. Die Malereien an den Wänden waren sehr gut erhalten, sodass wir durch Atefs Fachwissen tiefer in die ägyptische Mythologie eintauchen konnten.
Nachmittags konnten wir bei der Tea Time auf dem Sonnendeck entspannen und die vorbeiziehende malerische Landschaft am Ufer des Nils genießen.

Tempelbesichtigungen in Edfu & Kom Ombo

Ein neuer Tag brach an und nach einem entspannten Start in den Tag machten wir uns auf den Weg zum Horus-Tempel in Edfu. Auf den ersten Blick war nicht zu erahnen, wie groß und verwinkelt diese Tempelanlage war. Es war faszinierend, immer mehr Räume und Gänge des Tempels und kunstvolle Reliefs zu entdecken.
Wir fuhren mit unserem Schiff weiter den Nil hinunter und besichtigten am Abend den Tempel von Kom Ombo. Majestätisch erhob sich der angestrahlte Tempel auf einem Plateau über der Stadt. Ich empfand es als eine willkommene Abwechslung einen Tempel im Dunkeln anzuschauen. Er wirkte dadurch in gewisser Weise erhabener und mystischer als andere Tempel bei Tageslicht.
Das heutige Abendessen war thematisch ganz auf Ägypten bzw. die orientalische Küche fokussiert und hat mir ausgezeichnet geschmeckt. Es gab u.a. Hummus, Falafel und das ägyptische Nationalgericht „Kuschari“.
Bei Kuschari handelt es sich um eine Mischung aus Linsen, Reis, Nudeln und Kichererbsen, die mit einer Tomatensoße und Röstzwiebeln angerichtet wird. Es ist ein einfaches, günstiges und sättigendes Essen, weshalb es sowohl bei Einheimischen als auch bei Touristen sehr beliebt ist.

Säulen im Kom Ombo Tempel bei Nacht
Ein Teller voll mit Orientalischem Abendessen im Tempel von Kom Ombo
Vorbereitung des Sonnenbrots und Pfefferminztees

Insel Agilkia & Ausflug zum nubischen Dorf 

Am nächsten Tag jagte ein Highlight das nächste. Nach dem Besuch des gigantischen Assuan-Staudamms, machten wir uns in einem kleinen Boot auf den Weg zur idyllischen Insel Agilkia. Dort erwartete uns der Tempel von Philae und der beeindruckende Kiosk des Trajan.

Nachmittags unternahmen wir eine weitere Bootsfahrt, im Rahmen eines optionalen Ausflugs, zu einem nubischen Dorf. Dieser Ausflug war für mich unvergesslich. Die Bootsfahrt führte uns durch atemberaubende Natur: glitzerndes blaues Wasser, grünes fruchtbares Ufer und direkt dahinter begann die goldgelbe Wüste. Dieses Zusammenspiel der verschiedenen Farben war großartig.
Angekommen im nubischen Dorf konnten wir die von außen und innen bunt bemalten Häuser bestaunen. Wir kehrten in ein Haus mit blau bemalten Wänden ein und lernten die Haustiere der Nubier kennen: Krokodile. Ich hatte sogar die Möglichkeit, ein kleines Krokodil in die Hände zu nehmen. Die Haut am Bauch des Krokodils war viel weicher als ich erwartet hatte.
Anschließend konnten wir sogenanntes Sonnenbrot mit Molasse (eine Art Honig – dunkelbrauner Zuckersirup) und Pfefferminztee probieren. Es war rundum ein grandioses Erlebnis!
 

Gewürz und Teeladen in Assuan

Hauseigenen Gewürz- und Teemischungen

Auf besonderen Wunsch einiger meiner Mitreisenden besuchten wir am Abend ein Gewürzgeschäft in Assuan. Mohammed stellte uns in sehr gutem Deutsch die hauseigenen Gewürz- und Teemischungen vor und ließ uns diese riechen und teilweise auch probieren.
Eine wunderbare Gelegenheit, sich ausgiebig mit weiteren Souvenirs einzudecken.

Abu Simbel – vor den Fluten gerettet

Nun verließen wir unser Schiff und den Nil und fuhren durch die bizarre Wüstenlandschaft nach Abu Simbel. Vor der imposanten Fassade des Tempels in Abu Simbel schossen wir mehrere Gruppenfotos. Eine schöne Erinnerung an unsere gemeinsame Zeit in Ägypten.
Wir bestiegen unser Schiff auf dem Nassersee (Steigenberger Omar El Khayam), welches sehr stilvoll und komfortabel eingerichtet war und genossen den malerischen Sonnenuntergang auf dem Sonnendeck.
In sehr gemütlichen Sesseln schauten wir abends einen Film über die Rettung des Tempels von Abu Simbel und anderen nubischen Tempeln (UNESCO Archives Film Collection: "The World Saves Abu Simbel", 29', 1972), die aufgrund der Errichtung des Assuan-Staudamms und der daraus folgenden drohenden Überflutung, zersägt und an höherer Stelle wieder aufgebaut werden mussten. Kaum zu glauben, dass dieses aufwendige und waghalsige Projekt so reibungslos geklappt hat. Eine echte Meisterleistung aller Beteiligten.

Auf dem Nassersee unterwegs

In aller Frühe legte unser Schiff ab, sodass wir bei Sonnenaufgang an den Tempeln von Abu Simbel vorbeifuhren und das atemberaubende Panorama vom Sonnendeck aus auf uns wirken lassen konnten.
Die archäologische Stätte Qasr Ibrim, die auf einer Felseninsel liegt, konnten wir ebenfalls vom Schiff aus bewundern. Die Tempelanlage Wadi El Seboua beeindruckte durch eine kleine Sphinx Allee und vom Tempel von Ad-Dakka hatte man einen idyllischen Ausblick auf den Nassersee. Wieder zurück auf unserem Schiff, gab es die Möglichkeit an einer Schiffsführung teilzunehmen. Der Hotelmanager zeigte uns u.a. die Küche und die Suiten. Außerdem konnten wir dem Kapitän über die Schulter schauen. Es war sehr interessant, die unterschiedlichen Bereiche des Schiffs kennenzulernen.
 
Unser letztes Abendessen stand ganz im Zeichen der orientalischen Küche. Wir konnten ein letztes Mal die Vielzahl an kulinarischen Köstlichkeiten genießen und den Abend in unserer kleinen Runde ausklingen lassen.

Ausblick auf die Archäologische Stätte Qasr Ibrim auf dem Nassersee
Tempel von Ad-Dakka
SKR Reisegruppe vor dem Tempel von Abu Simbel

Abschied nehmen

Nach diesen zahlreichen Eindrücken und der intensiven gemeinsamen Zeit war es komisch und etwas traurig, sich voneinander zu verabschieden. Da unsere Gruppe so harmonisch war, verblieben wir alle mit dem Wunsch, dass man sich freuen würde, wenn man nochmal gemeinsam unterwegs wäre.

Reisebericht der Ägypten Rundreise: Mein Fazit

Meine Reise nach Ägypten war weit mehr als nur ein Urlaub – sie war die Erfüllung eines lang ersehnten Kindheitstraums. Die Begegnungen mit den beeindruckenden Monumenten der Antike, die Einblicke in den Alltag während des Ramadans sowie die Herzlichkeit der Menschen haben diese Rundreise zu einem einzigartigen Erlebnis gemacht. Ich nehme von dieser Reise nicht nur wunderschöne Erinnerungen, sondern auch eine neue Wertschätzung für andere Kulturen und Lebensweisen mit nach Hause. Ägypten hat mich tief beeindruckt – und ich bin sicher, dass mich dieses Land noch lange begleiten wird.

Autorin: SKR-Mitarbeiterin Carina

Zur Autorin des Ägypten Reiseberichts: Mein Name ist Carina, ich bin 26 Jahre alt und arbeite seit 2018 im Sales-Team bei SKR Reisen.
Nach meiner Ausbildung bei SKR und einem anschließenden berufsbegleitenden Studium im Tourismus, bin ich seit Sommer 2023 als Reisespezialistin für die Regionen Orient und Zentralasien zuständig.
Am meisten fasziniert mich am Reisen, dass man dadurch für eine kurze Zeit in ein fremdes Land eintauchen und die verschiedensten Kulturen hautnah erleben kann.
Das erweitert den Horizont und prägt auch den Blick auf das eigene alltägliche Leben, wenn man wieder zu Hause ist.

Ihr Interesse ist geweckt? Bei SKR Reisen finden Sie passende und sorgfältig organisierte Ägypten Rundreisen, die Ihnen unvergessliche Erlebnisse bieten. Entdecken Sie die Highlights des Landes und erleben Sie das Besondere von Ägypten in kleinen Gruppen – authentisch, nachhaltig und unvergesslich!

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