Assuan - eine beeindruckende Stadt von historischer Größe

Neben Luxor und Kairo ist Assuan eine der beeindruckendendsten Städte in Ägypten. Bei Aussuan, der „Perle des Nils“ denken die meisten Leute als erstes an den berühmten Staudamm. Doch Aswān, wie Assuan in der Landessprache heißt, hat noch viel mehr Sehenswertes zu bieten. In der Stadt selbst finden Besucher neben dem Souk (dem Basar) viele Moscheen, Kirchen und Museen, in denen sich die jahrhundertealte Geschichte von Assuan erleben lässt. Assuan stellt also ein Reiseziel für jeden Kulturinteressierten dar, der sich mit der Geschichte Ägyptens beschäftigen möchte.

Die Geschichte von Assuan

Assuan durchlebte eine Geschichte, die bis in prähistorische Zeiten zurückverfolgt werden kann. Die Insel Elephantine war bereits im "Alten Reich" Ägyptens ein wichtiger Handelsplatz für Granit. Von dort begann sich die eigentliche Stadt Assuan am östlichen Nil-Ufer gleich gegenüber der Insel auszubreiten. In der Stadt und in der Umgebung finden sich viele Zeichen der Zeit wie ein kleiner Isis Tempel im Süden der Stadt, die Überreste eines römischen Tempels, der große Isis Tempel auf der Insel Philae oder ein mittelalterliches Kloster der koptischen Christen im Westen der Insel Elephantine. Isis Tempel sind Tempel, die der ägyptischen Göttin Isis gewidmet sind. Sie stammen in Assuan teilweise aus dem 3. Jahrhundert vor Christus.

Nil aus der Vogelperspektive
Nil aus der Vogelperspektive

Sehenswürdigkeit mit historischer Bedeutung - der Assuan-Staudamm

Das Nilhochwasser prägte jahrtausendelang das Leben im Nildelta. Waren die jährlichen Nilschwemmen zu gering, drohten Hungersnöte; waren sie zu hoch, kam es zu katastrophalen Überflutungen. Um diese Extreme auszugleichen und den Nil zu zähmen, wurden Dämme und Deiche errichtet. 1960 begann der Bau des wohl berühmtesten Staudamms der Region Assuan. Das Mammutprojekt benötigte bis 1970 zur Eröffnung des spektakulären Bauwerks, das im Stausee mehr als 150 Milliarden Kubikmeter Wasser speichern kann.

Insel Elephantine - archäologisches Kleinod mit historischem Charme bei Assuan

Die Felseninsel Elephantine bietet ein bezauberndes Ambiente und bildet gleichzeitig ein archäologisches Kleinod. Die meisten historischen Funde auf der Insel haben religiösen Charakter. Tempel und Heiligtümer sind hier beheimatet. Zu den besonderen Funden zählt der Satis-Tempel, bei dem die Entwicklungsgeschichte von der prähistorischen Zeit bis in die griechisch-römische Periode für die Besucher sichtbar gemacht wurde. Der Satis-Tempel auf Elephantine wurde bereits 3200 v. Chr. errichtet und der Göttin Satis, der Herrin von Elephantine, gewidmet.

Ein weiterer Tempel auf der Insel ist dem widder-köpfigen Gott Chnum, der als Schutzgott der Insel verehrt wurde, gewidmet. Heute sind allerdings nur noch Trümmer erhalten. Zu der Tempelanlage gehört das Nilometer von Elephantine, das ungefähr im 7. Jahrhundert v. Chr. errichtet wurde und mithilfe in Stein gemeißelter Maßeinheiten den Nilpegel maß.

Hinzu kommt das Heiligtum des Heqaib, des Ortsheiligen von Elephantine und das Assuan-Museum, die sich ebenfalls auf Elephantine befinden.

  • Staudamm von Assuan
    Staudamm von Assuan
  • Tempel-Ruinen auf der Insel Elephantine
    Tempel-Ruinen auf der Insel Elephantine

Assuans Tempel von Philae

Einer der besterhaltenen Tempelkomplexe Ägyptens befindet sich auf der Insel Agilkia. Der Tempel von Philae war der Göttin Isis gewidmet und auf der Insel Philae errichtet worden. Die Tempelanlage musste jedoch aufgrund des Staudammbaus auf die Nachbarinsel Agilkia umziehen. Der in der griechisch-römischen Zeit entstandene Tempel befindet sich nun 3 km südlich vom alten Staudamm. Das letzte große Heiligtum der altägyptischen Religion zeigt noch heute deutlich die ungeheure Baukunst der alten Ägypter. Ein zauberhafter Anblick erwartet Besucher des Tempels bei der abendlichen Sound-and-Light-Show, die den Besuch zu einem unvergesslichen, romantischen Erlebnis werden lässt.

Tempel von Philae auf der Insel Agilkia
Tempel von Philae auf der Insel Agilkia

Ägypten vom Nil aus entdecken

Wer nach Ägypten reist, für den ist auch eine Nilkreuzfahrt oft eine Option. Das Land würde in seiner heutigen Form ohne den Nil nicht existieren, weil der geschichtsträchtige Süßwasserstrom die Quelle für Leben entlang des Flusses war und immer noch ist. Auf einer Nilkreuzfahrt können Besucher die Kultur des alten Ägypten an unterschiedlichen Orten erleben. Auch Assuan steht bei einer Nilkreuzfahrt auf dem Plan, da hier viele Altertümer besichtigt werden können. Archäologen, Ägyptologen oder ausgebildete Reiseleiter übernehmen Führungen, bei denen die Pyramiden und Tempel erkundet werden. Neben Assuan-Stadt, der Insel Philae, der Insel Elephantine und dem Assuan-Staudamm stehen bei einer Nilkreuzfahrt in der Regel auch die Totenstadt, Abu Simbel und die Cheops-Pyramide bei Kairo auf dem Programm.

Geschichte von Assuan verstehen - Tour durch das Nubische Museum

Das Nubische Museum ist eines der wichtigsten Museen in Ägypten. In diesem Museum werden Artefakte aus der Umgebung von Assuan ausgestellt. Als der Assuan Staudamm gebaut wurde, richtete sich die Aufmerksamkeit der UNESCO und der Welt auf die Denkmäler der ägyptischen Nubier, die durch den steigenden Wasserstand gefährdet waren. Die unglaubliche Menge an Fundstücken aus Gräbern, Siedlungen und Tempeln sollten in einem Museum in Assuan eine neue Heimat finden. Die wichtigsten Artefakte einer ganzen Ära werden in einem Gebäude, das die nubische Architektur nachempfindet, ausgestellt. Doch nicht nur das Museum ist sehenswert, sondern auch der Außenbereich, der gestufte Ebenen, Wasserfälle, ein Amphitheater und eine Open-Air-Bühne beheimatet.

Letzte Ruhestätte von Aga Khan in Assuan

Auf einem Hügel am östlichen Nilufer steht das weithin sichtbare Mausoleum, in dem das religiöse Oberhaupt einer ismaelitischen Religionsgemeinschaft beigesetzt wurde. Das Mausoleum des Aga Khan zieht viele Touristen an, was auch an der herrlichen Aussicht an diesem Ort liegen mag. Sultan Aga Khan litt im hohen Alter an Rheuma. Daher lebte er in den Wintermonaten in Assuan, wo das trockene Klima ihm Linderung verschaffte. Seine Witwe ließ nach seinem Tod für ihn ein prunkvolles Mausoleum errichten. Das Mausoleum selbst ist allerdings mittlerweile für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. Doch die Aussicht ist für jeden frei. Wer Assuan besucht, sollte sich diesen Ausblick auf keinen Fall entgehen lassen.

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