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SKR Reisemagazin

Osterbräuche weltweit - die 7 spannendsten Osterbräuche


Der Osterhase versteckt die bunten Ostereier in einem Osternest oder im Garten. Auf diesen Osterbrauch freuen sich jedes Jahr im Frühling viele Kinder in Deutschland, die sich im Haus oder im Garten auf die Suche nach Schokoladen-Osterhasen und gefärbten Eiern begeben. Auch das Osterfeuer gehört in vielen Teilen Deutschlands zum Osterfest dazu. In anderen Ländern stehen hingegen andere Sitten auf dem Programm. Die 7 lustigsten und außergewöhnlichsten Osterbräuche weltweit haben wir für Sie zusammengefasst.

Australischer Schoko-Bilby

Osterbräuche weltweit: Australien

In Australien steht der Hase nicht ausschließlich für ein putziges Haustier oder einen Braten auf dem Esstisch. Mit den ersten europäischen Schiffen von Strafgefangenen und später Siedlern im 18. Jahrhundert wurde das Kaninchen als Schlachttier nach Australien gebracht. Durch seine rasante Vermehrung wurde das Wildkaninchen jedoch schnell zur Plage. Bereits 1920 sollen rund 10 Milliarden Kaninchen in Australien gelebt haben. Sie sind deswegen so unbeliebt, weil sie der Vegetation schaden, den einheimischen Wildtieren die Nahrung wegfressen und sich auch an bewirtschafteten Feldern der Landwirtschaft bedienen. Kurzum, ein Osterhase stößt in Australien auf wenig Begeisterung, weshalb das Beuteltier Bilby als Ostersymbol gehandelt wird. Der Easter Bilby aus Plüsch oder Schokolade steht bei den Kindern aber ebenso hoch im Kurs wie der Osterhase bei uns.

Schwedischer Osterbrauch Kinderhexen

Osterbräuche weltweit: Schweden

Auch in Schweden hat man anstelle des Osterhasen einen Ersatz gefunden: Ein Osterküken, das rein logisch auch deutlich näher am Ei liegt als ein Hase. Deshalb wird auch das eigene Haus mit Hühnerfedern geschmückt. Darüber hinaus haben die Schweden einen weiteren Osterbrauch: Kinder verkleiden sich an Gründonnerstag als kleine Hexen und ziehen von Tür zu Tür. Dort bitten Sie um Süßigkeiten und verteilen im Gegenzug Ostergedichte und selbstgemalte Osterbilder oder Osterbriefe. Der Legende zufolge fliegt nämlich die Osterhexe Påskkärring am Gründonnerstag nach Blåkulla, dem schwedischen Gegenstück zum Blocksberg.

Osterbräuche weltweit: Irland

Der Osterbrauch, der weltweit vielleicht am schrillsten ist, ist der aus Irland. Das Ende der Fastenzeit wird hier am Ostersonntag gefeiert. Zunächst findet eine feierliche Prozession mit Musik und Verkleidungen statt. Danach werden in zuvor ausgehobenen kleinen Gräbern Heringe begraben. Diese Beerdigung der Fische steht für den Verzicht auf Fleisch, der während der Fastenzeit eingehalten werden sollte. In den Fastenwochen durfte gemäß dem christlichen Glauben früher lediglich Fisch gegessen werden und den konnten die Iren nach so vielen Wochen nicht mehr sehen. Daher geht die Herings-Prozession auch auf die Metzger zurück, die sich freuten, nach Ostern endlich wieder Fleisch verkaufen zu können.

Kroatische Ostereier

Osterbräuche weltweit: Kroatien

In Kroatien sind Ostereier von großer Bedeutung. Sie werden auf unterschiedlichste Art und Weise verziert: mit Wachs, Säure oder durch Schnitzereien. Die Osterdekoration ist in Kroatien daher sehr von Ostereiern dominiert. Da die Kirchenglocken während der Ostertage in Kroatien nicht läuten, ist daraus einen weiteren Osterbrauch entstanden. Um die Stille zu bekämpfen, laufen Kinder mit Tröten und sonstigen Lärm verursachenden Gegenständen durch die Straßen.

Osterbräuche weltweit: Österreich

„Grün, grün, grün sind alle meine Kleider …“. Dieses Lied liegt vielen Österreichern an Ostern vermutlich auf der Zunge. Denn am Gründonnerstag in Österreich wird dem Namen des Tages alle Ehre gemacht – zumindest in Sachen Essen. Es sollen am Tag vor Karfreitag nur grüne Nahrungsmittel gegessen werden, zum Beispiel Brokkoli, Spinat oder Rosenkohl. Viele Eltern müssen an diesem Tag vermutlich auf gute Geschichten zurückgreifen, damit die bei Kindern traditionell weniger beliebten Nahrungsmittel auch wirklich gegessen werden. Ähnlich wie in Kroatien wird auch hier den verstummten Kirchenglocken während der Ostertage mit großen Ratschen entgegengewirkt.

Bulgarischer Osterbrauch

Osterbräuche weltweit: Bulgarien

Auch Bulgarien ist in der Liste der besonderen Osterbräuche weltweit zu finden. Hier werden die gekochten Eier bunt gefärbt, allerdings haben die Farben teilweise eine eigene Bedeutung, insbesondere die Farbe Rot. Die älteste Frau des Hauses soll den Kindern mit einem rot gefärbten Ei über das Gesicht streichen, was dem Nachwuchs Glück, Gesundheit und Stärke bringen soll. Am Ostersonntag wird dann der Kirchgang zu einem besonderen Spektakel: jeder bringt ein Ei mit zum Gottesdienst. Danach werden immer zwei Eier gegeneinander gestoßen. Der Besitzer des Eis, das heile bleibt, ist der Sieger und der andere muss das Ei direkt essen.

Osterbräuche weltweit: Ungarn

Unter den Top 7 der amüsantesten Osterbräuche weltweit ist definitiv auch Ungarn zu finden. Es ist Sitte, junge Frauen mit Wasser aus kleinen Eimern zu begießen. Allerdings müssen die Männer zunächst ein Gedicht vortragen, um damit um Erlaubnis zu bitten. Ein solches Gedicht kann folgendermaßen lauten:
"Ich ging im grünen Wald
Und sah ein blaues Veilchen
Es wollte verwelken
Darf man es gießen?"
Die Wasserdusche für die Dame soll ihre Gesundheit und der Schönheit bewahren. Danach schenken die Frauen den Männern rote Eier, die symbolisch für das Leben und die Liebe stehen. Diese Tradition des Wasserbegießens gibt es so ähnlich übrigens auch in Polen, der Slowakei und Tschechien.

Wohin auch immer Sie Ihre nächste Reise unternehmen: Die Osterbräuche weltweit sind sehr vielfältig. Fragen Sie doch mal vor Ort nach, wie Ostern in Ihrem Reiseland abläuft. Gelegenheit haben Sie dazu, indem Sie in Kleingruppen mit SKR ein anderes Land entdecken. Ihre deutschsprachige Reiseleitung ist Ihnen gerne behilflich, wenn Sie mit Einheimischen in Kontakt treten möchten. Finden Sie Ihre nächste Kleingruppen-Rundreise gleich hier.


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