Meine TOP 5 Sehenswürdigkeiten im Oman
Reisebericht von SKR-Mitarbeiterin Maike über ihre Reise in den Oman
Oman – ein Land voller Naturwunder, traditioneller Kultur und faszinierender Entdeckungen. Was macht das Sultanat Oman zu einem so besonderen Reiseziel auf der Arabischen Halbinsel? Unsere Mitarbeiterin Maike nimmt Sie mit auf ihre persönliche Oman Rundreise und stellt Ihnen ihre Top 5 Sehenswürdigkeiten vor. Sie führt uns durch die spektakulären Schluchten des Wadi Shab, über die unendlichen Dünen der Wahiba-Wüste und zu den lebhaften Märkten sowie historischen Festungen Maskats.
Entdecken Sie die Vielfalt des Omans durch Maikes Augen und lassen Sie sich von ihren persönlichen Tipps für unvergessliche Reiseerlebnisse inspirieren.
1. Die Berge Jabal Shams & Jabal Akhdar
Berge sind im Oman allgegenwärtig, die Städte Nizwa und Maskat werden von ihnen eingerahmt. Imposant ragen sie in den Himmel und strahlen selbst nachts noch Wärme ab. Von Nizwa aus unternahmen wir an zwei aufeinanderfolgenden Tagen Ausflüge zum Jabal Shams und zum Jabal Akhdar. Für beide Strecken empfiehlt sich ein Fahrzeug mit Allradantrieb (4WD), denn die letzten Kilometer hinauf zum Canyon des Jabal Shams führen über eine nicht asphaltierte Sand- und Schotterpiste. Doch gerade diese Fahrt, besonders zum Sonnenuntergang, sowie ebenso eindrucksvoll in den frühen Morgenstunden, ist bereits ein Erlebnis für sich. Oben angekommen, auf rund 2.000 Metern Höhe, eröffnet sich der Blick in den sogenannten „Grand Canyon des Oman“, ein Panorama das sprachlos macht. Der Gipfel selbst liegt noch etwa 1.000 Meter höher, doch schon an den Aussichtspunkten wird klar, warum jeder Geologe mindestens einmal im Oman gewesen sein sollte.
Die Fahrt auf den Jabal Akhdar ist durchgängig asphaltiert, dennoch nicht minder steil. Warum der Berg „der grüne Berg“ genannt wird, wird spätestens oben deutlich: Auf angelegten Terrassen blüht es überraschend grün, ein schöner Kontrast zur schroffen Berglandschaft. Allerdings sind die Terrassen heute längst nicht mehr so üppig wie noch in den 1980er Jahren. Ein Spaziergang zwischen den kleinen Dörfern Al Ain und Al Aqr lohnt sich: Hier kann man die Terrassen, die alten Wassersysteme und sogar einen kleinen See aus nächster Nähe bestaunen. Anschließend lohnt sich eine kurze Fahrt und ein kleiner Abstieg zum Wadi Babi Habib, ein verlassenes Dorf mit malerischen Ruinen an einer Schlucht. Ein atemberaubendes Berg- und Canyon-Panorama kann man auch von einem der Luxushotels wie dem Indigo auf dem Jabal Akhdar genießen. Selbst als externer Gast lässt sich hier bei einem erfrischenden Getränk der beeindruckende Kontrast zwischen luxuriösem Ambiente, türkisen Pools und der kargen, schroffen Bergwelt rundum erleben.
2. Die Wahiba Wüste
Ein abenteuerlicher Besuch in der Wahiba Wüste ist immer ein besonderes Erlebnis, am besten kombiniert mit einer Übernachtung. Mit wüstentauglichen Fahrzeugen, die steilsten Dünenhänge zu erklimmen und die scheinbar unendliche Weite des roten Sands zu erleben, bleibt unvergesslich, selbst für alle, die schon andere Wüsten gesehen haben. In den Wüstentälern begegnet man oft freilaufenden Kamelen, was den Eindruck noch verstärkt.
Ein absolutes Highlight ist die Übernachtung in einem der Wüstencamps. Hier genießt man absolute Ruhe, einen atemberaubenden Sternenhimmel und die Möglichkeit, sowohl Sonnenauf- als auch Sonnenuntergänge auf den Dünen mitzuerleben. Besonders eindrucksvoll ist es, noch in völliger Dunkelheit auf die nächstgelegene Düne zu klettern, um mitzuerleben, wie die Sonne die Wüste in sanftes, dämmriges Licht taucht, bevor ein weiterer Tag mit sengender Hitze beginnt.
3. Naturwunder des Oman: Wadis
Nach den beeindruckenden Bergen und der endlosen Wüste waren die in Tälern gelegenen Flussläufe ein absolutes Highlight! Die grünen Oasen boten immer wieder die Möglichkeit, im kühlen Wasser zu entspannen. Meine Favoriten waren das Wadi Bani Khalid und die Wanderung zum Wadi Shab.
Das Wadi Bani Khalid ist auch bei Hitze leicht und schnell zu erreichen: Der erste See mit einem kleinen Restaurant oder Kiosk liegt nur fünf Gehminuten entfernt. Wer sich abkühlen oder weiter wandern möchte, kann flussaufwärts zu weiteren großartigen Felsformationen und Naturpools gelangen. Für alle, die baden möchten, empfiehlt es sich, zumindest T-Shirt und Shorts zu tragen, auch wenn es für uns untypisch ist.
Der Besuch des Wadi Shab erfordert etwas mehr Einsatz: Nach einer kurzen Bootsfahrt vorbei an Lotusfeldern folgt ein rund 40-minütiger Fußmarsch durch die Schlucht, bis spektakuläre Kombinationen aus Steinpools und engen Schluchten sichtbar werden. Der Weg lohnt sich auf jeden Fall, üppiges Grün beschattet weite Teile der Wanderung. Wer noch Energie und Abenteuerlust hat, kann weiter wandern und sich in den natürlichen Pools erfrischen.
4. Bimmah Sinkhole
Beide Wadis sind definitiv empfehlenswert, selbst Ende September waren die Flüsse und Gumpen noch gut gefüllt. Wer bereits im Wadi Shab ist, sollte auch einen Abstecher zum Bimmah Sinkhole einplanen (etwa 20 Minuten mit dem Auto). Hier findet man zwar keine üppige Vegetation, aber die halbrunde, kristallklare Badebucht, von Sandstein umrahmt, ist imposant. Während Mythen sie einem Meteoriteneinschlag zuschreiben, handelt es sich geologisch gesehen um eine Unterspülung des Golfs von Oman.
5. Nizwa - Souk und Fort
Im Gegensatz zu Maskat liegt Nizwa nicht an der Küste, sondern gilt als Oasenstadt, umgeben vom massiven Gebirge des Jabal Shams und des Jabal Akhdar.
Der Souk in Nizwa unterscheidet sich deutlich von dem in Maskat. Während der Markt in der Hauptstadt in engen, dunklen Gassen zwischen alten Häusern liegt, ist der Souk in Nizwa großzügig angelegt, wirkt hell und freundlich und ist, zumindest an einem Wochentag im September, angenehm ruhig. Die Markthallen sind thematisch gegliedert: Fisch und Fleisch, Obst und Gemüse, Töpferware, Metall- und Silberwaren und es gibt sogar einen eigenen Bereich für Datteln. Probieren lohnt sich, denn Datteln und Gewürze sind hier günstiger als in Maskat.
Direkt neben dem Souk befindet sich das beeindruckend restaurierte Fort von Nizwa. Die Mauern und die Architektur sind durchdacht, um die reiche Handelsstadt vor Überfällen zu schützen. Treppenaufgänge führen zu versteckten Falltüren in tiefe Schächte und Kerker, und im Gewirr der Gänge konnten Eindringlinge früher von oben mit heißem Wasser oder Dattelöl abgewehrt werden. Heute ist das Fort ein Museum und bietet von den Festungsmauern einen herrlichen Blick auf die Stadt, gespickt mit Palmen sowie auf die umliegenden Berge.
Fazit der Sehenswürdigkeiten im Oman
Die Reise war meine erste auf die arabische Halbinsel. Ich bin sehr dankbar und begeistert, mit dem Oman ein Land kennengelernt zu haben, das neben all seinen beeindruckenden Highlights vor allem durch Authentizität und herzliche Gastfreundschaft überzeugt. Neben dem köstlichen Essen und den spannenden Informationen unseres Guides über die beeindruckenden Entwicklungen, die Sultan Qaboos während seiner 50-jährigen Herrschaft auf den Weg gebracht hat, haben mich besonders drei Naturerlebnisse tief beeindruckt. Auch wenn die kulturellen Eindrücke, die lebendigen Souks in Nizwa und Maskat sowie die majestätische Grand Mosque in der Hauptstadt bleibende Erinnerungen hinterlassen haben, waren es doch die Naturschönheiten, die mich am meisten berührt haben.
Autorin: Maike, SKR-Mitarbeiterin
Mein Name ist Maike Wenning, ich bin 38 Jahre alt, Mutter von zwei Kindern und seit 2019 bei SKR. Als Teamleiterin des Flug-Yield-Teams sorge ich mit meinem Team dafür, dass jede SKR Reise die passenden Flugangebote hat. Reisen bedeutet für mich, Neues zu erleben, zu entdecken und zu spüren, was diese Eindrücke mit einem machen, während und lange nach der Reise. Denn Reisen schafft Erinnerungen, die ein Leben lang bleiben.
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