Nakhl im Oman

Nakhl ist eine historische Stadt im Oman, die malerisch am Nordrand des Hadschar-Gebirges in der fruchtbaren Küstenebene al-Batina gelegen ist. Das rund 120 Kilometer westlich von Maskat gelegene Nakhl gehört zum Gouvernement Dschanub al-Batina. Die Stadt Nakhl ist bekannt für ihre heißen Quellen Ain A'Thawwarah und die große Festung Nakhal Fort, welche ein Museum beherbergt. Die Ursprünge der alten Festung von Nakhl reichen bis in die vorislamische Zeit zurück. Später wurde die Festung von Nakhl viele Male restauriert und renoviert. Im 17. Jahrhundert wurde Nakhal Fort von omanischen Architekten komplett neu errichtet und 1834 durch Imam Said bin Sultan renoviert. Die jüngste vollständige Restaurierung der Festung von Nakhl fand 1990 statt. In der Vergangenheit diente die Festung von Nakhl als Residenz für die Imame der Wadi Bani Kharous und der Yaruba-Dynastie.

Die große historische Festung von Nakhl

Die Festung von Nakhl liegt zu Füßen des Berges Dschebel Nakhl, welcher zum westlichen Teil des Hadschargebirges gehört. Die Festung von Nakhl wurde im traditionellen omanischen Stil errichtet. Die Festung hat die große Besonderheit, dass sie auf einem Felsen erbaut wurde, welcher zugleich in nicht bearbeiteter Form in das Innere der Festung von Nakhl integriert wurde. Hierbei wurden der heute sichtbare Eingang und die Türme der Festung von Nakhl im Rahmen der Festungserweiterung von 1834 unter Imam Said bin Sultan errichtet. Im zum Fort Nakhl zugehörigen Museum sind historische Waffen, Möbel und weitere handwerkliche Gegenstände zu sehen. Einen Besuch wert ist in der Festung von Nakhl zudem der Ziegenmarkt, welcher jeden Freitag innerhalb der Festungsmauern stattfindet. Die Festung von Nakhl ist von üppigen Obstgärten voller Palmen umgeben. Vom Nakhal Fort aus genießt man einen phantastischen Blick auf die al-Batina Region. Jene bietet neben dem Fort die ebenfalls sehenswerten Festungen Al Hazim, Al-Sifalah, Rustaq und Shinas. Unweit von Nakhl liegen die heißen Thermalquellen Ain A'Thawwarah. Diese sind an den Wochenenden ein beliebter Treffpunkt der Bevölkerung von Nakhl. Unter der Woche herrscht hier gewöhnlich eine beschauliche Stille. Nur wenige Touristenbusse fahren von Nakhl aus die idyllisch gelegenen Thermalquellen an. Die Quellen liegen in einem engen, von Felsen umschlossenen Tal, welches durch einen sanft fließenden Bach in eine saftig grüne Oase verwandelt wird. Hier sieht man Frauen, welche das Wasser aus dem Bach schöpften, sowie in den Thermalquellen badende Kinder. Gegenüber den Thermalquellen kann man in einem Bauernhaus Berberfrauen bei der Arbeit zusehen. Auch Ziegen fühlen sich in diesem Tal so wohl, dass sie hier schon länger heimisch geworden sind. Für einen längeren Aufenthalt bietet sich eine schöne kleine Wanderung in das Tal hinab an. 

  • Blick auf die Nachal Festung
    Blick auf die Nachal Festung
  • Nachal Festung
    Nachal Festung

Die malerische Küstenebene al-Batinah

Die schöne Küstenebene al-Batinah ist von den acht Provinzen des Omans diejenige, welche am nächsten der Hauptstadt Maskat liegt. Sie erstreckt sich über 270 Kilometer entlang der Küste des Golfs von Oman und reicht vom im Nordwesten gelegenen Seeb bis an die Grenze der Vereinigten Arabischen Emirate. Al-Batinah besitzt eine mittlere Breite von zehn bis dreißig Kilometer. Ein bis zu drei Kilometer breiter, fruchtbarer Küstenstreifen wird das ganze Jahr über intensiv landwirtschaftlich genutzt. Hier finden sich prächtige Plantagen mit Dattelpalmen, sowie Bananen, Mangos und Papayas. Aufgrund dieser Fruchtbarkeit, ist die Küstenebene gleich nach der Hauptstadtregion das am dichtesten besiedelte Gebiet des Landes. Im al-Batinah befindet sich das Hadjar-Gebirge, welches eine wahre Schatzkiste für Geologen darstellt. Dies ist eine der ganz wenigen Stellen auf der Erde, wo die ozeanische Kruste Opheolit direkt an der Erdoberfläche zu finden ist. Durch die Höhe des Hadjar-Gebirges fängt sich hier - anders als in den meisten anderen Gebirgen der Arabischen Halbinsel - viel Regen. Jener versorgt mit einem künstlichen System von Bewässerungskanälen (faladjs) hunderte von kleinen Bergoasen mit Wasser. Im Gebirge herrscht zudem ein beständig hoher Grundwasserspiegel, welcher heute in Küstennähe mit neueren Bewässerungsmethoden eine intensive Agrarnutzung ermöglicht. 

  • Dattelplantage
    Dattelplantage
  • Golf vom Oman
    Golf vom Oman

Die Geschichte der Region

Bereits die ersten Bewohner des Omans betrieben vor 7000 Jahren Fischfang. Heute arbeiten rund 26.000 Menschen im Lande in diesem Wirtschaftszweig. Darüber hinaus stellte der Seehandel schon in vorislamischer Zeit die Haupteinnahmequelle zahlreicher Küstenbewohner dar. Die Omanis bauten ein Handelsnetz auf, welches bis zu Beginn des 16. Jahrhunderts bereits den gesamten indischen Ozean, sowie den persischen Golf umfasste. Als Zentrum dieses weiträumigen Handelsnetzes diente die Hafenstadt Sohar. Durch den Kontakt mit Menschen aus verschiedensten Nationen besitzt der Oman seit alters her einen hohen Anteil an Ausländern in der Bevölkerung der Küstenregion. Zugleich kam es in der Vergangenheit zu zahlreichen Konflikten. So überfielen 1507 die Portugiesen die Küstenregion und zerstörten hierbei fast sämtliche Küstenstädte. Es dauerte eineinhalb Jahrhunderte, bis sich die Omanis endgültig befreien konnten - diesmal von Besatzern aus Persien. Der Oman baute anschließend sein Seehandelsimperium erneut auf. Zum Schutz vor Überfällen von Meeresseite wurden bis zu 100 Forts errichtet. Ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig neben Fischerei und Seehandel stellt der Kupfererzabbau dar. Dieser wurde ebenfalls bereits in vorislamischer Zeit im legendären Reich Magan betrieben. Heute gibt es erneut Kupferverarbeitung in der Umgebung der Stadt Sohar.

Folgende Reisen besuchen diese Sehenswürdigkeit:

11 Tage Rundreise

(161)
Oman & Arabische Emirate

Höhepunkte

ab 2.599 € (inkl. Flug)

zur Reise

13 Tage Rundreise

(59)
Oman & Sansibar

Sternstunden

ab 2.999 € (inkl. Flug)

zur Reise

7 bis 8 Tage Rundreise

(162)
Oman

Kompakt erleben

ab 1.999 € (inkl. Flug)

zur Reise

Galerie

0221 93372 431

Rufen Sie uns gerne an:
Montag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr