Samarkand, Registan

SKR Reisemagazin: Usbekistan

17.05.2019

Ferganatal Reisetipps


Reiseleiterin Kristina Kovalenko

Auf seiner Reise durch Usbekistan hat unser Geschäftsführer Christoph gemeinsam mit SKR-Reiseleiterin Kristina Kovalenko die schönen Naturlandschaften und andere Besonderheiten des Ferganatals entdeckt. Kristina wurde in Usbekistan geboren und liebt ihre Heimat. In Fergantal hat sie Germanistik studiert und ist hier seitdem als lokale Reiseleiterin tätig. Im Interview verrät sie uns, was ihre Fergantal Reisetipps sind undgibt einen Einblick das Leben vor Ort.

SKR Reisen: Was ist denn das Besondere am Ferganatal und warum sollten unsere Gäste es besuchen?

Kristina Kovalenko: Es stimmt, dass unsere Gäste in Usbekistan schon fast alles gesehen haben, bevor sie hierherkommen. Sie haben zahlreiche Moscheen, Paläste und Koranschulen besucht. Überall haben sie alte Architektur gesehen und konnten in die interessante Geschichte Usbekistans und der Seidenstraße eintauchen. Sie haben die märchenhafte Altstadt in Khiva gesehen und den beeindruckenden Registan in Samarkand zu verschiedenen Tageszeiten bewundert. Wenn sie aber eine gänzlich andere Seite Usbekistans kennenlernen möchten, eine die man nicht sofort mit unserem Land assoziiert und die reich an schönen Naturlandschaften ist, dann müssen sie natürlich hierher kommen – ins Ferganatal.

Fergnatal Weberei

SKR Reisen: Wodurch zeichnet sich das Ferganatal aus?

Kristina: Bei einem Besuch im Ferganatal fallen die großzügigen, reichen Gärten und die zahlreichen Felder ins Auge, denn die Region ist bekannt für ihre Fruchtbarkeit. Wenn wir hier in den hübschen Städten die Basare besuchen, lernen unsere Gäste das authentische Leben der Menschen im Ferganatal kennen. Das ist für uns ein besonderes Privileg, denn da wir in einer kleinen Gruppe reisen, können wir in den direkten Kontakt mit den Einwohnern treten.

In den historischen Städten wie Buchara oder Samarkand lag der Fokus unserer Gäste vielleicht noch nicht allzu sehr auf den Handwerkern und Künstlern Usbekistans. Doch die kleinen Städte im Ferganatal sind voller talentierter Menschen und das Ferganatal ist neben seiner Naturlandschaft insbesondere für seine begabten Handwerker bekannt.

Das Ferganatal und insbesondere die Stadt Margilan ist für ihre Seidenherstellung bekannt. Die Weberinnen, die die Seide verarbeiten, lassen sich bei ihrem Handwerk gerne über die Schultern schauen. Hier im Ferganatal besuchen wir nicht nur eine Seidenfabrik und beobachten den aufwendigen Prozess der Seidenherstellung, sondern fahren auch nach Rishtan, in die Heimat der Töpfer. Die dort hergestellte Keramik ist über die Grenzen Usbekistans hinaus bekannt und die filigranen, einzigartigen Muster sind ein wichtiger Teil usbekischer Kultur. 

SKR Reisen: Was wächst denn hier auf dem fruchtbaren Boden des Ferganatals?

Kristina: Auf unseren Feldern im Ferganatal finden sich viele Schätze, insbesondere Baumwolle. Im September ist die reife Baumwolle auf den Feldern gut ersichtlich. Allerdings beschäftigen sich die Bauern hier nicht ausschließlich mit Baumwolle – heutzutage findet man auf den Feldern auch Mais, Tomaten, Kartoffeln und andere Gemüse- und Obstsorten. Auch wächst eine große Vielfalt an Früchten in den Gärten des Ferganatals: Neben Apfelbäumen wachsen unter anderem auch Feigen und Pfirsiche in den privaten Gärten.

SKR Reisen: Der Anbau von Baumwolle wird international durchaus kritisch gesehen, tut sich hier denn etwas?

Kristina: Absolut! In den letzten Jahren ist die Anzahl der Baumwollfelder in Usbekistan stark zurückgegangen. Auf ehemaligen Baumwollfeldern werden jetzt häufig Obstplantagen angebaut. Hier wird zudem ein anderes Bewässerungssystem verwendet, ein sogenanntes Tropfbewässerungssystem, welches Wasser spart. Lange Zeit war die Baumwolle hier in der Region eine Monokultur und das hat natürlich den Boden sehr arm gemacht. Heute versuchen die Bauern zwischen verschiedenen Anbaumöglichkeiten und Methoden zu rotieren, um eben nicht mehr nur Baumwolle anzubauen. Daher findet man heute zum Beispiel auch viele Kartoffeln hier oder auch Bohnen, denn diese machen den Boden sehr fruchtbar. 

SKR Reisen: Hier vor Ort sieht man ja viele Menschen ihre Früchte verkaufen. Ist dieser Absatzmarkt denn hauptsächlich in Usbekistan oder wird auch exportiert?

Kristina: Ja, es wird sogar sehr viel exportiert. Man kann hier in den Städten relativ häufig Lastwagen beobachten, die mit Melonen oder im Frühling mit Süßkirschen und später auch mit Granatäpfeln und Äpfeln in verschiedene Länder fahren. Ich würde sagen, der erste Absatzmarkt findet sich hier im eigenen Land, in Usbekistan. Danach kommen unsere Nachbarländer und schlussendlich wird auch nach Russland und in die baltischen Länder exportiert.

SKR Reisen: Was macht für dich den Charme aus, wenn du mit einer kleinen SKR Gruppe ins Ferganatal reisen kannst?

Kristina: In kleinen Gruppen können wir Begegnungen zwischen den Einheimischen und unseren Gästen schaffen, die mit großen Gruppen nicht möglich wären. So können wir zum Beispiel lokale Bäckereien besuchen oder eine kleine Töpferwerkstatt und den Handwerkern beim Töpfern direkt über die Schulter schauen.

Große Reisebusse sind außerdem für die Passstraße, über welche man vom Ferganatal zurück nach Taschkent gelangt, nicht zugelassen. Unsere SKR-Gäste reisen daher ganz komfortabel mit einem PKW zurück nach Taschkent und können dabei die wunderschönen Aussichten entlang des Passes genießen. Das ist mit einer großen Gruppe undenkbar.

Christoph Albrecht

– Geschäftsführer von SKR Reisen


Usbekistan-Termine 2021 stehen schon!

Wenn Kristinas Erzählungen über das Ferganatal Ihre Neugierde auf diese interessante Region Usbekistans und seiner schönen Naturlandschaften geweckt haben, dann empfehlen wir Ihnen einen Blick auf unsere ausführliche Usbekistan Reise zu werfen.


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