Blick auf Sighnaghi, Georgien

SKR Reisemagazin: Armenien, Georgien & Aserbaidschan

26.03.2025

Reisebericht Georgien, Armenien & Aserbaidschan: Tipps & Highlights der Rundreise

Reisebericht von SKR-Mitarbeiterin Janine


Mitarbeiterin Janine an der Dreifaltigkeitskirche Gergeti, Georgien

Eine Reise durch den Kaukasus – Drei Länder, unvergessliche Eindrücke

Die Kaukasusregion mit ihren faszinierenden Landschaften, beeindruckenden Kulturen und einzigartigen Traditionen hat mich schon lange gereizt. Statt mich auf ein einzelnes Land festzulegen, entschied ich mich für eine Reise, die mir die Möglichkeit bot, Aserbaidschan, Georgien und Armenien gleichermaßen kennenzulernen. Diese Reise ist perfekt für alle, die einen ersten Eindruck von diesen drei Ländern gewinnen möchten, ohne sich vorab auf eines festlegen zu müssen.

Jeweils vier Übernachtungen in jedem Land sorgten für einen tiefen, wenn auch nicht abschließenden Einblick in die Geschichte, die Menschen und die Vielfalt der Region. Man erhält spannende Einblicke in die Kultur, Natur sowie die Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser faszinierenden Länder. In meinem Reisebericht über Georgien, Armenien und Aserbaidschan möchte ich euch an meinen Erlebnissen teilhaben lassen und euch die Besonderheiten jedes dieser Länder näherbringen.


Die drei Hauptstädte – Einzigartige Charaktere

Die Unterschiede der Hauptstädte Baku, Tiflis und Jerewan haben mich besonders fasziniert.

Baku beeindruckte mich mit seiner gelungenen Mischung aus historischen und modernen Gebäuden. Es war spannend zu sehen, wie sich eine verglaste U-Bahn-Station harmonisch neben einer alten Stadtmauer einfügt.

Tiflis hingegen bestach durch seinen künstlerischen Charme. Skulpturen, bemalte Stromkästen und architektonische Besonderheiten wie die Friedensbrücke verliehen der Stadt eine kreative Atmosphäre.

Jerewan bot mit dem majestätischen Berg Ararat eine atemberaubende Kulisse. Die neugestaltete Fußgängerzone und die Kaskade mit ihrem Skulpturenpark sorgten für eindrucksvolle Ausblicke über die Stadt.

Blick auf die U-Bahn und die Stadtmauer in Baku, Aserbaidschan

Ein Einblick in Aserbaidschan

In der Nähe von Baku besichtigten wir den Feuertempel auf der Halbinsel Apscheron sowie die beeindruckenden Felszeichnungen in Gobustan. Auf dem Weg nach Sheki legten wir einen Stopp am Diri Baba Mausoleum ein. Die steilen Stufen waren eine kleine Herausforderung, aber mit gegenseitiger Unterstützung schafften wir es.

Ein besonders entspannter Moment war unser Besuch der albanischen Kirche in Nij. Da wir zur richtigen Zeit dort ankamen, waren keine anderen Besucher vor Ort und wir konnten die Ruhe genießen.

Ein weiteres Highlight meiner Reise durch Georgien, Armenien und Aserbaidschan war der Aufenthalt in der historischen Karawanserei von Sheki. Das Lichtspiel in den Bogengängen schuf eine besondere Atmosphäre, die mich sehr beeindruckt hat.

SKR Reisegruppe in Sheki, Aserbaidschan
Mitarbeiterin Janine bei der Teeverkostung in Aserbaidschan

Meine Tee-Highlights in Aserbaidschan

Im Anschluss legten wir eine Teepause bei einer aserbaidschanischen Familie ein. Unser Reiseleiter übersetzte alles und wir schlossen den herzlichen Gastgeber, Opa Ilham, sofort ins Herz. Zum schwarzen Tee gab es gelbe Kirschmarmelade aus Kornelkirschen und schwarze Walnuss-Marmelade. Dazu empfahl man uns, ein paar Tropfen Rosenwasser in den Tee zu geben – für den Geschmack und die Gesundheit. Der große Garten der Familie war eine wahre Oase mit zahlreichen Pflanzen, Obst und Gemüse. Vieles, was auf dem Tisch stand, war selbst gemacht – sogar der Schnaps, der uns zum Abschied gereicht wurde.

Aserbaidschan war für mich herrlich, da es überall und immer sehr leckeren Tee gab. In den Tee wurden teilweise Kräuter gemischt, die den Geschmack noch einmal hervorgehoben und besonders gemacht haben. Dazu wurde anstelle von Zucker süße Marmelade gereicht, die man nebenbei löffeln konnte. 

Weinverkostung mit traditionellem Mittagessen in Georgien

Unser Start in Georgien

Dann hieß es Abschied nehmen von Aserbaidschan und unserem großartigen Reiseleiter. An der Grenze empfing uns eine neue Reiseleiterin, die uns durch Georgien begleiten sollte.

Georgien begrüßte uns mit seiner schönen Landschaft und den Weinanbaugebieten in der Region Kachetien. In Signagi, einem malerischen Ort mit einer beeindruckenden Stadtmauer, besuchten wir das Nonnenkloster von Bodbe und erfuhren viel über die heilige Nino. Danach folgte ein köstliches Mittagessen mit einer Weinprobe in einem örtlichen Weingut. Am Abend erreichten wir Tiflis und ließen den Tag auf der Dachterrasse unseres Hotels ausklingen. Der Blick auf das beleuchtete Stadtpanorama war einfach wunderschön!

Ein Tag in Tiflis mit Süßigkeiten und Snacks

Am nächsten Morgen erkundeten wir Tiflis zu Fuß und nahmen die Seilbahn zur Festungsruine Nariqala, von wo aus wir eine atemberaubende Aussicht auf die Stadt hatten. Wie zu Beginn meines Reiseberichtes bereits geschrieben, herrschte dort ein ganz anderer Charme als in der Stadt Baku.

Unsere Reiseleiterin führte uns für die Mittagspause zu einer kleinen, unscheinbaren Bäckerei – ohne sie hätten wir den Kellereingang mit dem georgischen Schriftzug für „Bäckerei“ wohl übersehen! Dort probierten wir frisch gebackenes Chatschapuri (ein mit Käse gefülltes Brot), Lobiani (gefüllt mit Bohnenpaste, Pilzen oder Käse) und süßes Gebäck wie Quarktaschen.

Eine weitere georgische Spezialität, die uns auf Märkten begegnete, war Tschurtschchela. Diese Süßigkeit sieht aus wie eine herzhafte Wurst, besteht aber aus Walnüssen oder Haselnüssen, die, an einer Schnur aufgefädelt, mit verdicktem Traubensaft überzogen sind. Sie sind so bis zu einem Jahr haltbar. Auch andere Fruchtsäfte sind möglich. Besonders gut hat mir die Variante mit Granatapfel geschmeckt!

Marktstand in Mzcheta, Georgien

Mein absoluter Glücksmoment und ein Highlight meines Reiseberichts

Am nächsten Tag stand mein absolutes Highlight auf dem Programm: die Bergregion rund um Kasbegi. Schon seitdem ich wusste, dass ich diese Reise antreten darf, habe ich diesem Moment entgegengefiebert. Auf dem Weg dorthin legten wir immer wieder kleine Pausen ein und besichtigten beeindruckende Orte. Besonders beeindruckend waren die majestätische Swetizchoweli-Kathedrale und das malerisch gelegene Dschwari-Kloster. Auch in Gudauri hielten wir an und hatten Zeit, die atemberaubende Aussicht zu genießen. Obwohl es ein beliebtes Skigebiet ist, eignet es sich auch hervorragend zum Wandern.

Nach einer Übernachtung in Stepanzminda hatten wir am nächsten Morgen traumhaftes Wetter – keine einzige Wolke stand am Himmel, und unsere Gruppe strahlte mit der Sonne um die Wette. Besonders glücklich war ich darüber, dass wir viel Zeit an der beeindruckenden Dreifaltigkeitskirche Gergeti verbringen konnten. Anschließend führte uns die Reise zurück nach Tiflis, wo wir den Nachmittag und Abend nach Belieben gestalten konnten. Da wir die Stadt bereits durch unsere Besichtigung kannten, nutzten wir die Gelegenheit, unsere Lieblingsorte noch einmal in Ruhe zu erkunden, durch die Straßen zu schlendern und die letzten Souvenirs zu kaufen.

Auch in Georgien war es wundervoll, sodass ich sehr gespannt auf Armenien war. Hier hat uns ebenfalls nach der Einreise eine neue Reiseleiterin in Empfang genommen und unsere bereits fest zusammengeschweißte Gruppe kennengelernt.

Blick auf Sighnaghi, Georgien

Der erste Eindruck von Armenien

Armenien hat mich vom ersten Moment an positiv überrascht – sowohl die Natur als auch die Kultur dieses Landes sind beeindruckend. In den kommenden Tagen erwarteten uns viele spannende Erlebnisse, und bereits an Tag 11 hatten wir ein ganz besonderes Highlight. Obwohl wir den ganzen Tag unterwegs waren, machten die zahlreichen abwechslungsreichen Stopps die Fahrt zu einem einzigartigen Erlebnis – und unsere Kameras kamen kaum zur Ruhe. 

Unser erster Halt führte uns zum malerischen Sewansee. Dort durften wir an einem wunderschönen, morgens noch geschlossenen Restaurant pausieren und von dort aus zum See hinuntergehen. Die friedliche Atmosphäre und die fast menschenleere Anlage machten diesen Moment besonders. Weitere unvergessliche Eindrücke sammelten wir beim Besuch des beeindruckenden Norawank-Klosters, das mit seinem rot schimmernden Gestein perfekt in die Landschaft eingebettet ist. Auch der Friedhof von Noratus war faszinierend – die kunstvollen, alten Kreuzsteine erzählen nicht nur Geschichten der Verstorbenen, sondern zeigen auch ihre Berufe.

Unsere Mittagspause mit Weinprobe war ein weiteres Highlight – eine wunderbare Gelegenheit, zu entspannen und den Tag zu genießen. Da wir uns für eine etwas längere Pause entschieden hatten, erreichten wir das Kloster Chor Virap erst am Abend. Doch das stellte sich als Glücksfall heraus! Das warme, weiche Licht der untergehenden Sonne tauchte das Kloster in eine magische Atmosphäre – ein unvergesslicher Anblick. Der Berg Ararat war uns gegenüber leider sehr schüchtern und hat sich die gesamte Zeit hinter der diesigen Luft versteckt gehalten. Wir haben unser Bergsicht-Glück scheinbar vollständig in Georgien verbraucht. 

Panoramablick auf Fioletovo, Armenien
Duduk Meister in Jerewan, Armenien

Ein musikalischer Tag

Auch am nächsten Tag jagte wieder ein Highlight das nächste. Wir waren zuerst im Museum für altarmenische Manuskripte. Es war sehr interessant und bot einen ganz anderen Einblick in die Geschichte Armeniens.

Die kleine Kaffeepause am Vormittag legten wir bei einem Duduk-Meister ein. Er hat uns auf seinen verschiedenen Rohrblattinstrumenten aus Aprikosenholz vorgespielt und später mit seiner Frau zusammen auch ein kleines Konzert gegeben. Es war sehr schön, bei ihnen im Garten zu sitzen, Tee zu trinken und einfach nur der Musik zu lauschen.

Anschließend fuhren wir weiter nach Etschmiadsin, wo wir die frisch renovierte Kirche besichtigen konnten. Sie war ganze sechs Jahre lang wegen Restaurierungsarbeiten geschlossen, sodass selbst unsere Reiseleiterin sie nun zum ersten Mal wieder in voller Pracht bestaunen konnte. Ein besonderer Moment für uns alle!

Der Abschied

Am letzten Tag unserer Reise und am letzten Tag in Armenien sind wir wieder in unseren Bus gestiegen und zum Höhlenkloster Geghard gefahren. Dort gibt es u.a. einen Raum mit einer einzigartigen Akustik und die Atmosphäre ist sehr schön gewesen. Im Anschluss ging es weiter zu den Basaltsäulen. Da hier vor ein paar Jahren alles asphaltiert bzw. Steinwege angelegt wurden, war alles sehr gut zu Fuß erreichbar.

Für unsere Mittagspause kehrten wir in ein kleines Privathaus ein, das eine eigene Lavash-Bäckerei betreibt. Wir konnten den beiden Frauen bei ihrer routinierten Arbeit zusehen, wie sie den Teig kunstvoll ausrollten, in Form brachten und schließlich in einem traditionellen, in die Erde eingelassenen Ofen backten. Das frisch gebackene Lavash noch warm zu probieren, war ein absoluter Genuss!

Zum Abschluss unserer Reise besuchten wir die Markthalle Gum, um noch einmal gemütlich durch die Stände zu schlendern. Die Vielfalt an Trockenfrüchten, Süßigkeiten und anderen armenischen Spezialitäten machte diesen letzten Programmpunkt zu einem perfekten Abschied.

Damen backen traditionelles Lavash Brot in Armenien

Fazit meiner Rundreise durch Georgien, Armenien und Aserbaidschan

Diese Reise durch Georgien, Armenien und Aserbaidschan war eine faszinierende Entdeckungsreise durch drei sehr unterschiedliche, aber gleichermaßen beeindruckende Länder. Besonders gefallen hat mir die gemeinschaftliche Esskultur, bei der viele Gerichte in die Mitte des Tisches gestellt wurden und sich jeder nach Belieben bedienen konnte. So konnte ich viele Gerichte kosten.

Es wurde häufig mit Gemüse, zum Beispiel Aubergine gekocht. Viele Kräuter wurden eingearbeitet oder lagen teilweise frisch auf einem Teller, sodass man sich wieder nehmen konnte, was einem am besten schmeckt.

Die zahlreichen Klöster und religiösen Stätten waren nie zu viel – im Gegenteil: Jedes hatte seine eigene, besondere Geschichte zu erzählen. Ich kann wirklich sagen, dass ich an jedem Stopp aufs Neue fasziniert wurde und kein einziges Mal gelangweilt war oder mir einen anderen Halt gewünscht hätte. Ich komme sehr gern wieder. In jedes der drei Länder. Bis bald!

Autorin: SKR-Mitarbeiterin Janine

Ihr Interesse ist geweckt? Bei SKR Reisen finden Sie perfekt organisierte Rundreisen durch Georgien, Armenien und Aserbaidschan, die Ihnen unvergessliche Erlebnisse bieten. Entdecken Sie die faszinierenden Kulturen des Kaukasus in kleinen Gruppen – authentisch, nachhaltig und unvergesslich!

Kontakt

+49 221 93372-0 info@skr.de