Der kleine Ort Carvoeiro - die Lage

Das ehemalige Fischerdorf Carvoeiro liegt an der sonnigen Algarve im wunderschönen Süden Portugals. Umgeben von traumhaften Sandstränden und den zerklüfteten Felsen, hat das Örtchen noch einiges mehr zu bieten. Nicht nur Geschichte, sondern ebenso interessante Ausflugziele in der näheren Umgebung. Somit eignet sich Carvoeiro nicht ausschließlich für Badeurlaube, sondern gleichermaßen für Reisende mit Interesse für Kulturelles, Geschichtliches und Natur. Das Dorf ist zu jeder Jahreszeit ein beliebter Ort. Unternehmen Sie Erkundungstouren in die Benagil Höhlen, wandern Sie auf der idyllischen Route Sete Vales Suspensos oder bestaunen sie die atemberaubende Felsformation Algar Seco. Im südwestlichsten Weinanbaugebiet gelegen, kann ebenfalls guter Wein verkostet werden. Seit dem 14. Jahrhundert stellen Winzer überwiegend Rotweine von äußerst guter Qualität her.

Carvoeiro und seine Geschichte

Kaum zu glauben, doch die Geschichte reicht bis 1544 zurück. Damals war Carvoeiro bei Piraten beliebt, weil es ruhig und abgeschieden in einer Bucht lag. Zu dieser Zeit hieß der Ort Caboiere. Mit dem Entstehen des Tourismus wurde aus dem kleinen Fischerörtchen ein ansehnliches Touristendorf. In dem Abschnitt zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg zog es reiche Portugiesen in die Gegend, die sich hier Ferienhäuser bauten. Ein Zeitzeuge davon ist die Ruine des Casinos, die sich in der nach ihr benannten Straße, Rua do Casino, befindet. Seit den sechziger Jahren erfreut sich der Landstrich an wieder aufkommendem Tourismus. Im Jahr 1985 wurde Carvoeiro zu einer eigenen Gemeinde, welche sich im Kreis Lagoa befindet. Seit 2001 darf sich Carvoeiro, gesetzlich bestimmt, Kleinstadt nennen. Mit der Zusammenführung der Gemeinden Lagoa und Carvoeiro, verlagerte sich 2013 auch die Gemeindeverwaltung in den größeren Ort Lagoa.

Das Städtchen Carvoeiro

Mittlerweile ist der idyllische Ferienort bekannt und begehrt, trotz dessen nicht überlaufen. Der Ort besticht durch kleine flache Häuser. Kein Hochhaus zerstört die malerische Ansicht dieses ehemaligen Fischerdörfchens. Alle Feriendomizile wurden im Stil des ursprünglichen Stadtkerns errichtet und beeinflussen somit den fantastischen Charme von Carvoeiro nicht. Im Sommer kann man am Hauptplatz guter Musik lauschen. In einem der anliegenden Restaurants genießt man so nicht nur die Klänge, sondern ebenso die portugiesische Küche. Die Kirche ist von hier aus gleichermaßen gut zu erreichen. Sie ist das einzige Gotteshaus in Carvoeiro. Ihr Vorplatz bietet einen spektakulären Blick über den Ort selber, zur Bucht und weiter hinaus auf den offenen Atlantik. Besonders abends lohnt sich ein Spaziergang zu diesem Aussichtspunkt, denn der Sonnenuntergang ist paradiesisch.

Von Carvoeiro zur Benagil Höhle

Benagil Höhle
Benagil Höhle

Das Örtchen Carvoeiro besticht durch eine tolle Lage mit vielen Ausflugszielen. Eins der beliebtesten ist die Benagil Höhle, welche sich am gleichnamigen Strand, Praia de Benagil, befindet. Von der Küste aus kann man die Höhle kaum erahnen, doch fährt man auf das Meer hinaus, sieht man zwei Öffnungen in den Felsen, die den Zutritt zu dieser atemberaubenden Stätte gewähren. Durch eine Öffnung in der Decke fallen Sonnenstrahlen ins Innere. Man könnte meinen, in einer Schatzhöhle zu sein, weil die Felsen goldig erscheinen. Die Eingänge zu diesem bezaubernden Ort erreicht man schwimmend, ungefähr hundert Meter am Praia de Benagil entlang, oder sicherer mit einem gemieteten Kajak. Wer schwimmt, sollte die Gezeiten nicht aus den Augen verlieren. Nicht nur von innen hat dieser Ort seinen Reiz. Wer auf die Benagil Höhle steigt, wird mit einem fantastischen Blick belohnt.

Wandern um Carvoeiro

Cabo Carvoeiro
Cabo Carvoeiro

Die Felsalgarve besticht mit wunderschönen Formationen rund um Carvoeiro, die sich der Urlauber nicht entgehen lassen sollte. Der Weg erstreckt sich über vier bis fünf Kilometer und benötigt festes Schuhwerk, da es keine befestigten Wege gibt. Über Sand und Fels laufend, gibt es ein paar kleine Klettereinlagen, die nicht schwer sind und von Ungeübten ebenfalls gemeistert werden können. Auf genügend Sonnenschutz und Wasser sollte geachtet werden, da sich der Weg ohne Schatten auf den Klippen entlang schlängelt. Auf der Route gibt es nicht nur tolle Sandstrände wie den Praia da Mesquita zu sehen, sondern auch den Arco Natural. Hierbei handelt es sich um einen Felsen mit Doppelbogen, wie ein Tor zum Ozean, welcher sich parallel an die Küste schmiegt. Den weiteren Weg säumen viele Grotten und kleine Strandabschnitte, die nur vom Wasser aus erreichbar sind. Dieser Trip lässt sich wunderbar mit einer der Grottentouren im Zielort Benagil verbinden. Zurück nach Marinha geht es zu Fuß oder mit dem Taxi

Sehenswertes in der Nähe von Carvoeiro

Die Costa Vicentina ist ebenfalls von Carvoeiro aus erreichbar. Sie befindet sich im Nationalpark Alentejano und ist gezeichnet durch schroffe Schieferfelsen, Kalksteinformationen und herrliche Sandstrände. Faro liegt ebenfalls unweit von Carvoeiro entfernt und ist die Hauptstadt der Algarve. Sie besitzt einen historischen Stadtkern, der mit einem alten Tor aufwarten kann. Das Porta Árabe ist aus dem elften Jahrhundert und diente als Eingang zur Stadt, vom Meer aus. Die kleinen Gassen laden zum Schlendern ein. Im Kloster Convento de Nossa Senhora da Assunção, aus dem sechzehnten Jahrhundert, ist das städtische Museum untergebracht. Es beherbergt einige archäologische Funde und Wissenswertes zur Stadtgeschichte. Monchique ist ein Kurort im Norden der Algarve, der von Carvoeiro ungefähr 25 Kilometer entfernt ist. Das völlige Kontrastprogramm zu all den Sandstränden und definitiv einen Ausflug wert. Die Umgebung ist geprägt durch natürliche Quellen, Anhöhen und Wälder. Die regionale Schnapsspezialität Medronho wird ebenfalls dort hergestellt. Die Ponta da Piedade ist eine, von Wasser und Stürmen geformte Landzunge, die mit Steinsäulen aufwarten kann, die aus dem Meer herausragen. Schwer zu findende Grotten prägen das Bild dieses Küstenabschnitts gleichermaßen. Tavira ist eine der ältesten, wenn nicht die älteste, Stadt in der Umgebung. Erste Hinweise auf eine griechische Besiedlung gibt es im vierten Jahrhundert vor Christus. Phönizier, Karthager und Römer haben hier gelebt. Die Mauren eroberten die Stadt um 711. Im Jahr 1645 wurde die Bevölkerung der Stadt von der Pest geplagt und 1755 trug ein Erdbeben dazu bei, dass die Stadt verwüstet wurde. Der Aufstieg zu den wenigen Überresten des Castellos, die das Beben überlebt haben, belohnt mit einem fantastischen, weiten Blick über die Stadt. Tavira liegt nicht weit von Carvoeiro.

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