Alle Marokko Reisen im Überblick

Begleiten Sie uns auf einer unserer Marokko Reisen durch das spannende Königreich Marokko, einen Ort, wo sich Moderne und Tradition treffen. Marokko ist ein Land, welches gegensätzlicher nicht sein könnte: Wüsten treffen auf Oasen, Berge stehen im Kontrast zu wunderschönen Sandstränden. SKR Reisen entführt Sie während der Marokko Reise an Orte voller Kultur und spannender Geschichte. Reisen Sie in kleinen Gruppen von 4 bis maximal 12 Gästen und erleben Sie Geschichte und Kultur hautnah. Schlendern Sie durch die Souks und bestaunen Sie das marokkanische Kunsthandwerk. Ob Töpferwaren aus Fès oder orientalische Teppiche aus Marrakesch, Marokko ist ein Schmaus für Ihre Augen. 1000 Eindrücke und Anblicke warten nur darauf, von Ihnen entdeckt zu werden! Hier finden Sie unsere aktuelle Auswahl unserer Marokko Reisen:

  • Marokko Reisen

Marokko Reisen: Informationen

Top Sehenswürdigkeiten

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Marrakesch
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Fès
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Koutoubia Moschee
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Atlasgebirge
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Kasbah des Oudaia
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Erg Chebbi
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Straße der Kasbahs
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Essaouira
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Jardin Majorelle
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Volubilis

Vorstellung des Landes

Geschichte

Bereits ab 2000 v. Chr. besiedelten Berberstämme Gebiete des heutigen Staates Marokko. Um 800 v. Chr. begannen die Phönizier entlang der Mittelmeerküste in Nordafrika zu siedeln und gründeten ab 1200 zahlreiche Handelsniederlassungen. Die Stadt Karthago, im heutigen Gebiet Tunesiens, entwickelte sich zur einflussreichsten Metropole im Mittelmeerraum. Im Laufe der Zeit bildete sich zudem das Königreich Mauretanien, durch einen Zusammenschluss von mehreren Berber-Stämmen. Nach der Zerstörung Karthagos im Dritten Punischen Krieg (146 v. Chr.), gerieten die Handelsniederlassungen und das Königreich Mauretanien unter römischen Einfluss. Im Jahr 33 v. Chr. wurde das Gebiet zum römischen Protektorat und 42 n. Chr. zur römischen Provinz Mauretania Tingitana mit der Hauptstadt Tingis (heute Tanger). Im Zuge der Völkerwanderung gelangen die Vandalen nach Spanien und schließlich auch nach Nordafrika. Durch die Zerschlagung des Vandalenreichs im 6. Jahrhundert, durch oströmische Truppen, verlieren sich allerdings ihre Spuren. Das Gebiet wurde Teil des Oströmischen Reiches. Kaiser Justinian I. (527-565 n. Chr.) gelang es, Teile des untergegangenen Weströmischen Reiches zurückzugewinnen. Unter seiner Herrschaft drangen oströmische Truppen bis zur Straße von Gibraltar vor. Um 700 erreichten die Araber, bei ihren Expansion Richtung Westen, das Gebiet. Sie unterwarfen die Bevölkerung und begannen mit der Islamisierung des gesamten Landes. Marokkos offizieller Name “Al-Maghreb” stammt vom arabischen Wort für Westen “Maghreb”. Nach zahlreichen Aufständen im Hinterland Marokkos, gewannen lokale Berber- und Stadtfürsten immer mehr Macht. Mulay Idris gründete im Jahr 789, als Idris I., die erste islamisch-arabische Lokaldynastie. Das Reich der Idrisiden war bis Ende des 10. Jahrhunderts der Mittelpunkt des Islam in Nordafrika. Zentrum ihrer Herrschaft war die von ihnen gegründete Stadt Fés, die älteste Königstadt Marokkos. Von da an, spielen die vier Königsstädte Fés, Marrakesch, Meknés und Rabat, eine große Rolle in der Geschichte des Königreichs Marokko. Von 1062 bis 1147 herrschten die Almoraviden, Angehörige einer Berber-Sekte. Sie verlegten die Hauptstadt von Fés nach Marrakesch. Ihnen folgten die islamischen Berber-Dynastien der Almohaden (1147-1269) und die der Meriniden (1248-1465), welche die Hauptstadt wieder zurück nach Fés verlegten. Der Untergang dieser Dynastie wurde durch zunehmende Unruhen der Beduinen- und Berberstämme beschleunigt. Schlussendlich geriet das Reich unter Kontrolle der Wattasiden. Diese übernahmen ab den 1420er Jahren, als letztes Meriniden-Sultanat, immer mehr Macht in Marokko. Sie scheiterten während ihrer Herrschaft zum einen jedoch daran, die Atlantikhäfen unter Kontrolle zu bekommen und ihre Autorität bei den lokalen Berber- und Stadtfürsten und den religiösen Bruderschaften durchzusetzen. Zum anderen bekamen sie auch die Einwanderung in das Land, aufgrund der spanischen Reconquista nicht unter Kontrolle. Infolge dessen gerieten die Küstenstädte des Maghreb unter die Herrschaft von Portugal sowie der neuen Großmacht Spanien. Auch das Osmanische Reich dehnte sich in dieser Zeit bis an die Küsten des Gebiets aus. Im Jahr 1554 stürzten die Saadier die Wattasiden. Die muslimische Saadier-Dynastie vereinte die islamischen Bruderschaften und organisierte einen Widerstand gegen Portugal. Agadir, eine Stadt an der südlichen Atlantikküste, wurde im Jahr 1541 von den Portugiesen zurückerobert. Anerkennung und die Herrschaft über das gesamte Maghreb erhielten sie, durch die Eroberung der Königsstadt Fés. Sie begannen den Handel mit den Europäern und das Land erlebt eine wirtschaftliche Blütezeit. Nach dem Tod des Letzen Sultans der Saadier-Dynastie, entflammte ein Streit um die Thronfolge. Damit endete die Dynastie im Jahr 1664 und das Land zersplitterte erneut. In der darauffolgenden Zeit stabilisierten kleiner Fürsten ihre lokale Macht, bis 1669 die Dynastie der Alawiden begann. Sie sind bis heute herrschende Königsdynastie in Marokko. Die Alawiden befreitet die meisten von Portugal und Spanien besetzten Küstenstädte und dehnten so ihren Machteinfluss aus. Durch die Nutzung der Piraterie, um eigene wirtschaftliche und geostrategische Interessen zu fördern, kam es immer wieder zu Konflikten mit den europäischen Ländern Spanien, Frankreich und Venedig. Erst ab dem Jahr 1757, unter Herrscher Mulai Muhammad (1757-1790), fand die Dynastie der Alawiden Ruhe. Der Sultan schloss Freundschafts- und Handelsverträge mit europäischen Ländern und den USA. Die Vertragsmächte nutzen ihren wachsenden Einfluss aus und erreichten ein offizielles Verbot der Piraterie in Marokko (1817). Marokko konnte sich lange gegen die Besetzung einer europäischen Kolonialmacht wehren, doch mit der Besetzung Algeriens (1830) und Tunesiens (1881) kam die Bedrohung immer näher. Aufgrund von inneren Unruhen und zunehmender Staatsverschuldung konnte auch Marokko gegen die Europäer nicht länger standhalten. Ende März 1912 unterzeichnete der amtierende Sultan des Landes den Protektoratsvertrag mit Frankreich. Die Dynastie der Alawiden wurde 44 Jahr lange (von 1912 bis 1956) unterbrochen. Marokko verlor seine Unabhängigkeit und neue Hauptstadt wurde Rabat an der Atlantikküste. Durch den französisch-spanische Vertrag wurde das Land in zwei Protektoratszonen geteilt. Spanien erhielt kleine Gebiete im Norden und im Süden. Der Sultan blieb das offizielle Oberhaupt des Landes, hatte aber nur noch eine repräsentative Funktion und Französisch wurde zur Amtssprache. Das 1930 erlassene Berbergesetz “Dahir berbére" sollte die Berber der französischen Rechtsprechung unterstellen und Araber und Berber noch weiter entfremden. Dies löste jedoch einen Widerstand der marokkanischen Bevölkerung gegen die Protektoratsherrschaft aus. Während dem Zweiten Weltkrieg kam es zur Krise zwischen dem Sultanspalast und der Protektoratsmacht Frankreich. Die Forderungen nach der Unabhängigkeit und Anerkennung des Sultans wurden immer lauter, bis 1953 der Sultan und sein Sohn für 27 Monate ins Exil nach Madagaskar verbannt wurden. Nachdem der Sultan zurückgekehrt war, verursachten Aufstände und Proteste der marokkanischen Bevölkerung große innenpolitische Probleme für die Protektoratsmacht. Im März 1956 hob Frankreich schlussendlich den Protektoratsvertrag auf und auch Spanien verzichtete auf sein Protektorats-Gebiete. Nur die Mittelmeerstädte Ceuta und Melilla blieben endgültig spanisch. Die Unabhängigkeit des Königreichs Marokko wurde proklamiert. Seit 1927 war Mohammed V. Sultan von Marokko und im Jahr 1958 nahm er den Titel eines Königs an. Er regierte das Land bis zu seinem Tod. Nachfolger wurde sein Sohn. Hassan II. Der neue König wandelte Marokko 1962 in eine konstitutionelle Monarchie um und übernahm selbst die Regierung. Nach einer militärischen Auseinandersetzung, einigten sich Marokko und das Königreich Mauretanien auf eine Grenze. Jedoch annektierte Marokko 1979 den mauretanischen Teil der Westsahara. Aktuelles Staatsoberhaupt ist König Mohammed VI. Er gehört ebenfalls der Dynastie der Alawiden an. Anfang 2011 kam es auch in mehreren Städten Marokkos zu Protesten in Folge des Arabischen Frühlings. Auf die Forderung einer demokratischen Verfassung, reagierte die Staatsspitze mit einem Referendum. Mit 98% Zustimmung, wurde zum ersten Mal Marokkanisches Tamazight als Amtssprache, neben Arabisch, festgelegt. Des Weiteren wurden einige Kompetenzen des Königs auf den Premierminister und das Parlament verschoben.  

Sprache

Die Amtssprache in Marokko ist Arabisch. Fast alle Marokkaner sprechen den Dialekt “Darija”, das marokkanische Arabisch. Als Handels-, Bildungs- und inoffizielle Arbeitssprache wird Französisch gesprochen und Englisch gewinnt bei der Jugend immer mehr an Bedeutung. Zudem werden verschiedene Berbersprachen im ganzen Land gesprochen, gut die Hälfte der Marokkaner spricht eine davon. Im Norden des Landes wird zusätzlich auch Spanisch gesprochen.  

Religion

Staatsreligion in Marokko ist der Islam. Knapp 99% der Bevölkerung sind Muslime, davon sind 90% Sunniten. König Mohammed VI. ist Herrscher der Gläubigen und somit Beschützer des Islam. Die restlichen rund 1% der Bevölkerung gehören dem Christentum an, wobei die meisten Katholiken sind. Etwa 2.000 Menschen der marokkanischen Bevölkerung sind Juden. Auch der Glaube an Geister ist im Land tief verwurzelt. Der Geisterglaube ist ein Erbe aus der vorislamischen Berberzeit sowie afrikanischen Einflüsse. In Marokko gibt es kaum andere Gotteshäuser als Moscheen. Meist wird der christliche und jüdische Glaube in kleinen Gruppen oder innerhalb der Familie ausgeübt.  

Bitte denken Sie daran, sich angemessen zu verhalten und passende Kleidung in der Öffentlichkeit zu tragen. So sollten auch Männer vor allem in religiösen Einrichtungen Knie und Schultern bedeckt halten.

Ramadan:
Während des Fastenmonats Ramadan (23. April 2020 bis 23. Mai 2020 & 12. April 2021 bis 11. Mai 2021) ist mit Einschränkungen im Alltag (z. B. tagsüber Schließung von Restaurants außerhalb der Hotels, reduzierte Arbeitszeiten bei Behörden) und mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen zu rechnen. Öffentliches Essen, Trinken, Rauchen, auch in Fahrzeugen, – selbst das Kauen von Kaugummi – ist von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auch für Nichtmuslime ist verboten und strafbar. Frauen sollten insbesondere während dieser Zeit möglichst dezente, langärmelige Kleidung tragen, Männer auf das Tragen kurzer Freizeitkleidung verzichten.

Land & Leute

Marokkaner sind sehr tolerant gegenüber Reisenden aus anderen Ländern und erwarten nicht, dass diese die örtlichen Bräuche verstehen oder ihnen folgen. Aber es hilft, sich an die folgenden Regeln zu halten: Bitte denken Sie daran, keine Schulter- oder kniefreie Kleidung zu tragen, wenn Sie religiöse Stätten besuchen möchten. Kurze Hosen sind bei Männern generell unangebracht. Frauen sollten stets darauf achten, ebenfalls keine kurzen Hosen zu tragen. Sie sollten Knie, Schultern und Arme bedeckt halten und ein tiefes Dekolletee vermeiden. Auch Männer sollten sich entsprechend respektvoll kleiden. Für Spaziergänge und Besichtigungen ist sportlich, legere Kleidung angenehm. Festes, bequemes Schuhwerk ist auch bei den Ortsbesichtigungen empfehlenswert. 

Regionen

Das Staatsgebiet Marokkos ist nicht groß, dafür aber sehr abwechslungsreich. Es ist durch die Straße von Gibraltar vom europäischen Kontinent getrennt und grenzt im Osten an Algerien. Die südliche Landesgrenze bildet die Westsahara. Die Küstenregionen befinden sich im Norden und Westen Marokkos. Zwischen zahlreichen Landspitzen und Buchten ist die Mittelmeerküste im Norden des Landes größtenteils steil und steinig. Nur in der Nähe zur algerischen Grenze erweitert sich die Küsten zu einem Becken. Landeinwärts stiegt das Gelände zum zentralen Teil der Marokkanischen Meseta an. Sie wird auch als die Hochebene von Marrakesch oder als Binnenmeseta bezeichnet. Die Hochebene ist im Süden und Osten durch das Hohe und Mittlere Atlas-Gebirge begrenzt. Der Atlas verläuft quer durch Marokko, von Südwesten nach Nordosten, parallel zur Mittelmeerküste. Hier befinden sich auch die höchsten Erhebungen Afrikas, darunter auch der höchste Berg Marokkos (Jabal Toubkal, 4167 m). Der nördlichste Abschnitt der Erhebung wird Rif-Gebirge genannt. Hier befinden sich bis zu 2546 Meter hohe Berge. Im Norden des Rif-Gebirges wird die Landschaft weiter und es erheben sich steppenhafte Plateaus. Die Atlantikküste im Westen ist im Gegensatz zur Mittelmeerküste, sehr flach und sandig. Der Küste schließt sich das Gebiet der Westsahara an. Die Landschaft beeindruckt mit von Dünen überzogenen Sandsteinplateaus, grünen Oasen und tiefen Flusstälern.  

Essen und Trinken

Die marokkanische Küche ist bunt und vielfältig. Sie ist geprägt durch arabisch-islamische, spanische, afrikanische und französische Einflüsse und hält viele kulinarische Überraschungen bereit. Zu den Grundnahrungsmitteln gehören Getreide, Hülsenfrüchte, Geflügel, Schaf-, Ziegen- und Rindfleisch. In den Küstenregionen werden zudem viel Fisch und Meeresfrüchte gegessen. In jedem marokkanischen Haushalt findet man die Gewürzmischung “Ras-el-Hanou". Sie besteht aus 35 verschiedenen Gewürzen und wird zum Würzen von Fleisch, des Nationalgerichts Tajine, Couscous und Salaten verwendet. Übersetzt heißt die Gewürzmischung “Chef des Landes”. Neben Koriander und glatter Petersilie, wird auch oft Safran, Zimt, und Ingwer zum Würzen verwendet.  Zum Nachtisch gibt es Datteln, Mandel und Honig. Sehr beliebt sind auch “Couscous”, “Briouats” (süßes, herzhaftes Blätterteiggebäck) und “Pastilla” (süße, herzhafte Fleisch- oder Meeresfrüchtepastete) in zahlreichen Varianten. Das Nationalgericht ist “Tajine”, ein traditioneller Eintopf. Außerdem zählen zu den marokkanischen Spezialitäten beispielsweise “Couscous” (Hartweizengries mit Gemüse und/oder Fleisch), “Brochette” (Fleischspieß aus Rind, Lamm, Hähnchen oder Hackfleisch) und “Harira” (Suppe aus Bohnen, Linsen und Lammfleisch). Getrunken wird in Marokko, wie auch in vielen anderen arabischen und nordafrikanischen Ländern, hauptsächlich Minztee. Nationalgetränk ist “Thé à la menthe", ein stark gezuckerter Schwarzer oder Grüner Tee, der mit Marokkanischer Minze verfeinert wird. Er wird auch scherzhaft als “Berber-Whiskey” bezeichnet. Aber auch Kaffee ist in Marokko sehr beliebt. Alkohol wird aus religiösen Gründen von den meisten Marokkanern nicht getrunken. Viele Supermärkte bieten alkoholische Getränke gar nicht erst zum Kauf an und auch in Restaurants ist es oft schwierig Alkohol zu bekommen. Marokkanische Weine sind von hervorragender Qualität und weltweit sehr beliebt.  

Sollten Sie an Nahrungsmittelunverträglichkeiten leiden oder gewisse Ernährungswünsche (z.B.: vegetarische od. vegane Speisen) haben, bitten wir Sie SKR nach der Reisebuchung umgehend davon zu unterrichten. 

Bitte beachten Sie zudem, dass die marokkanischen Unterkünfte ausdrücklich darauf hinweisen, keine Speisen vom Frühstück mitzunehmen.

Wetter / Klima

Das Klima in Marokko zeigt einen Übergang vom mediterran beeinflussten Nordwesten des Landes zum saharisch-kontinentalen Süden und Südosten. Einen eignen Klimaraum und die Grenze zwischen dem mediterranen Klima und dem saharisch-kontinentalen Klima, bildet das Gebirge des Hohen und Mittleren Atlas. Im Nordwesten des Landes herrschen trockenheiße Sommer. Die durchschnittlichen Tagestemperaturen liegen zwischen 25° C und 30° C. Die Wintermonate, von Dezember bis Februar, sind mild und regnerisch. Landeinwärts nimmt der Einfluss des Meeres auf das Klima schnell ab. In Marrakesch erreichen die Temperaturen im Sommer bis zu 45° C. Im Winter dagegen liegen die Tagestemperaturen rund um den Gefrierpunkt und über 1.000 m Meereshöhe fällt Schnee. Gerade im Winter kann es am Abend, nach Sonnenuntergang, und in den Nächten kalt werden, deshalb sollten Sie eine warme Jacke oder eine Winterjacke einpacken. In den Regionen, die südlich des Atlas-Gebirges liegen, herrscht extrem trockenheißes Wüstenklima. Während den Sommermonaten weht zeitweise der “Scirocco”, ein heißer, staubbeladener Wind aus der Sahara. Die beste Reisezeit für die Küste Marokkos ist von April bis November und für das Landesinnere von Oktober bis Mai. 

Praktische Hinweise

Einreise

Für die Einreise nach Marokko brauchen Sie einen Reisepass, der mindestens noch 6 Monate gültig ist und noch einige freie Seiten hat. Deutsche Staatsangehörige benötigen für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen in Marokko kein Visum. Personen, die neben der deutschen Staatsbürgerschaft auch die marokkanische besitzen, sind verpflichtet bei der Einreise, neben dem deutschen Reisepass, auch den marokkanischen Personalausweis vorzulegen.  

Sollten Sie Staatsbürger einer anderen Nationalität sein, erkundigen Sie sich bitte rechtzeitig über geltenden Einreisebestimmungen. Wir empfehlen Ihnen Kopien ihres Reisepasses mit auf die Reise zu nehmen, die getrennt vom Original aufbewahrt werden sollten. 

Banken & Geld

Es ist vorteilhaft einige Euro-Scheine und US-Dollar (die wichtigste Fremdwährung) in bar mitzunehmen. Bargeld kann man bei Banken, in offiziellen Wechselstuben oder in größeren Hotels umtauschen. Bitte achten Sie bei Dollar- und Euroscheinen, die zum Umtausch mitgenommen werden, auf einen sehr guten Zustand. Nur intakte Scheine, ohne Risse o.ä., werden von den lokalen Banken und Wechselstuben angenommen. Gängigen Kreditkarte werden in größeren Hotels, Restaurants und fast allen Geschäften akzeptiert. An vielen Geldautomaten (ATM) kann Bargeld in der Landeswährung abgehoben werden. Bei diesen sollte man auf den maximalen Auszahlungsbetrag und die -gebühren achten, denn diese sind von Automaten zu Automaten verschieden. Beachten Sie bitte auch, dass die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung verboten ist.  

Gesundheit / Impfungen

Bitte versichern Sie sich im Rahmen Ihrer Reisevorbereitung, dass Sie alle erforderlichen Impfungen für eine Reise in das jeweilige Land und alle erforderlichen Nachweise in Ihrem Impfpass besitzen. Ebenfalls vor Reiseantritt sollten Sie die Hinweise zu möglichen Erkrankungen im jeweiligen Reiseland auf der Seite des Auswärtigem Amts oder des Robert-Koch-Instituts nachlesen.  

Impfungen: Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgesehen. Hinweis: Lassen Sie sich vor der Reise von einem Tropen- oder Reisemediziner oder durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle persönlich beraten und ggf. Ihren Impfschutz anpassen. Sie können sich über empfohlene Impfungen auch im Impfkalender auf der Webseite des Robert-Koch-Institutes informieren.  

Bitte beachten Sie, dass die Mitarbeiter von SKR keine weiterführende Impfberatung geben können, da hierzu eine medizinische Ausbildung Voraussetzung wäre. 

Malaria: Das Malaria-Fieber wird durch die dämmerungs- und nachtaktiven Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft eine Erkrankung, insbesondere der Malaria Tropica, bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach einem Aufenthalt in einem Risikogebiet ausbrechen.  

  • Bei Auftreten von Fieber, während oder noch Monate nach einer Reise in einem Risikogebiet, stellen Sie sich schnellstmöglich einem Arzt vor und weisen auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin. 

Aus Casablanca wurden zuletzt im Jahr 2010 drei lokale Infektionen mit der Malaria Tropica gemeldet. Vor dem Auftreten dieser Fälle galt Marokko als malariafrei und ist es seitdem auch wieder. Derzeit besteht kein relevantes Risiko für Reisende, so dass eine nicht-medikamentöse Prophylaxe ausreichend ist (laut der Website des Auswärtigen Amts).  

 

Zur Vorbeugung gegen Moskitostichen empfehlen wir Ihnen:  

  • Lange Hosen und langärmlige Blusen bzw. Hemden  

  • Knöchel besonders gut schützen  

  • Haut regelmäßig mit geeignetem Moskitoschutzmittel einsprühen  

  • Kleidung mit geeignetem Moskitoschutzmittel imprägnieren  

  • Untere einem imprägnierten Moskitonetz schlafen 

 

HIV / AIDS: Die Krankheit ist, insbesondere in den Risikogruppen, im Land weit verbreitet. Ein hohes HIV-Übertragungsrisiko besteht durch beispielsweise sexuelle Kontakte (besonders bei Gelegenheitsbekanntschaften), bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen. 

Durchfallerkrankungen: In Marokko kommt häufiger zum Auftreten von Durchfallerkrankungen. Durch entsprechende Hygiene bei Lebensmitteln und Trinkwasser lassen sich die meisten Erkrankungen vermeiden.  

Wir empfehlen Ihnen auf folgendes zu achten:  

  • Auf Salat, Eiswürfel, ungeschältes Obst und Fleisch, das nicht ausreichend durchgebraten wurde, zu verzichten (Oder diese Nahrungsmittel selbst zu schälen oder zu kochen). 

  • Trinken Sie kein Wasser aus der Leitung (außer abgekochtes Wasser, z.B. als Tee) und benutzen Sie auch für das tägliche Zähneputzen od. Geschirrspülen gekauftes Wasser aus Flaschen.  

  • Achten Sie beim Kauf von Wasserflaschen darauf, dass diese mit einer Banderole verschlossen sind, um zu vermeiden eine bereits geöffnete Flasche zu kaufen (Bei Kauf von kohlesäurehaltigem Wasser ist dies leichter zu prüfen). 

  • Waschen Sie sich regelmäßig mit Seife die Hände, besonders vor der Essenzubereitung und dem Essen.  

  • Wenn möglich, desinfizieren Sie sich Ihre Hände mit Desinfektionsmittel. 

Cholera: Die Erkrankung wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen. Sie kann durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Nur ein kleiner Teil der infizierten Menschen erkrankt an Cholera, von dem wiederum die Mehrzahl einen milden Krankheitsverlauf zeigen. Es existiert eine Impfung gegen die Erkrankung. 

Weitere Infektionskrankheiten: Infektion die durch Vektoren übertragen werden kommen vor, sind jedoch nicht häufig. Unter anderem sind Fälle von Leishmaniasis, Krim-Kongo-Hämorrhagisches Fieber, Filariasis, Loiasis, Myiasis, Phlebovirus-Fieber, Rickettsia felis-Fieber, Rift Valley-Fieber, Spotted Fieber und West-Nil Fieber beschrieben. Für andere Erkrankungen, wie zum Beispiel das Chikungunya-Virus, das Dengue-Virus und das Zika-Virus, ist der potentielle Vektor vorhanden.  

Weitere Gesundheitsgefahren: Tuberkulose, Brucellose (nach Konsum von nicht pasteurisierten Milchprodukten) kommen u.a. vor. 

Medizinische Versorgung: Die medizinische Versorgung im Land ist mit der in Europa nicht ganz zu vergleichen. In Casablanca und Rabat finden sich allerdings gute Privatkliniken mit einem hohen Standard. Auf dem Land hingegen kann die medizinische Versorgung bezüglich der apparativen Ausstattung bzw. der Hygiene problematisch sein. Hier fehlen zum Teil europäisch ausgebildete, Englisch oder Französisch sprechende Ärzte.  Wichtiger Hinweis: Bei ärztlichen Leistungen und Krankenhausbehandlungen muss ggf. Vorkasse geleistet werden! 

Versicherungen: Im Reisepreis sind keine Reiserücktrittskosten-, Reiseabbruch- oder Reisekrankenversicherungen enthalten. Falls Sie bei der Buchung noch keine Versicherung abgeschlossen haben, empfehlen wir Ihnen sehr, für die Dauer Ihrer Reise, eine Auslands-, Kranken- und Rückholversicherung abzuschließen. Für diesen Fall haben wir Ihren Reisetipps ein Informationsblatt beigelegt (bitte beachten Sie die Fristen!). Vor dem Hintergrund, der mit dem Versicherungsabschluss verbundenen Fristen, empfehlen wir Ihnen einen umgehenden Abschluss. Falls Sie bereits im Zusammenhang mit der Buchung eine Versicherung abgeschlossen haben, erhalten Sie Ihre Versicherungsunterlagen. 

Reiseapotheke: Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit! Sollten Sie regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, nehmen Sie einen ausreichenden Vorrat davon mit. Zusätzlich sollte Ihre Reiseapotheke mit einem Mittel zur Wunddesinfektion, einem Moskitoschutzmittel, sowie Medikamenten gegen Grippe-, Magen- und Darmverstimmungen ausgestattet sein. In Deutschland gängige Moskitoschutzmittel (beispielsweise Autan, NoBite, u.a.) sind ausreichend. Denken Sie auch an eine Sonnencreme (mind. LSF 30).  

  • Schützen Sie die Medikamente unterwegs gegen hohe Temperaturen.   

Diplomatische Vertretungen

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland  
Embassy of the Federal Republic of Germany 

7 Zankat Madnine 
10000 Rabat 

Ambassade de la République fédérale d’Allemagne 
B. P. 235 
10001 Rabat  

Tel.: +212 537 - 2186 00  
Fax: +212 537 – 7068 51  

E-Mail: info@rabat.diplo.de 
Website: rabat.diplo.de  
 

Botschaft des Königreichs Marokko  

Niederwallstr. 39  
10117 Berlin  

Tel.: +49 30 206 – 124 57 
Fax: +49 30 206 – 124 20  

E-Mail: kontakt(at)botschaft-marokko.de 
Website: botschaft-marokko.de

Internet & WLAN

In Marokko ist das Internet gut und fast überall zugänglich. Die meisten Hotels bietet ihren Gästen einen kostenlosen WLAN-Zugang, wenn nicht im Zimmer, dann zumindest in der Lobby. Auch Restaurants und Cafés in den Städten haben oft einen WLAN-Zugang. 

Währung

Die Landeswährung Marokkos heißt Marokkanischer Dirham (MAD). Der aktuelle Wechselkurs beträgt 1 € zu 10,7366 Dirham (Stand Mai 2020). Der Euro wird überall im Land akzeptiert und kann in Banken oder Wechselstuben in die Landeswährung umgetauscht werden.  

Sicherheit

Generell ist Marokko ein sicheres Reiseland. Eine höhere Gefahr von Kleinkriminalität (Diebstahl von Handtaschen, Smartphones oder Fotokameras) und Raubüberfällen besteht insbesondere in der Nähe von touristischen Attraktionen und historischen Stadtzentren. Angreifer können unter Drogeneinfluss stehen und zum Teil werden Hieb- und Stichwaffen gegen Touristen eingesetzt. In öffentlichen Verkehrsmitteln, auf Märkten und Basaren, an belebten Plätzen, in Cafés und Restaurants sowie an touristisch beliebten Orten sollten Sie besonders gut aufpassen und achtgeben. Nehmen Sie teuren Schmuck oder andere Wertgegenstände am besten gar nicht erst mit auf Ihre Reise oder lassen Sie diese im Hotel. Die Sicherheitsvorkehrungen in zum Beispiel Hotels, Restaurants, Cafés und Clubs entsprechen teilweise nicht den europäischen Standrads.  

Vor Reisen in das Gebiet der Westsahara rät das Auswärtige Amt dringend ab sowie von Reisen in die unmittelbaren Grenzregionen mit Algerien. 

  • Leisten Sie im Fall eines Überfalls keinen Widerstand und versuchen Sie, ruhig zu bleiben. 

  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtigen Dokumente sicher auf. 

  • Nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen und vom Reisepass nur eine Farbkopie mit.  

  • Seien Sie wachsam, wenn Sie nach dem Weg fragen oder einen Geldautomaten benutzen. 

 

Strom

Die Netzspannung in Marokko beträgt 220 Volt Wechselstrom bei einer Frequent von 50 Hertz. Bitte beachten Sie, dass es bei einer Überlastung des Stromnetzes auch zu Stromausfällen kommen kann. Der in Deutschland gebräuchliche Zweipol-Stecker passt auch in die meisten Steckdosen in Marokko. Da es jedoch noch andere Steckerdosen (Stecker-Typ C oder E) gibt, empfiehlt es sich einen Universaladapter mitzunehmen. 

Taxi

In den Städten Marokkos fahren hauptsächlich kleinen sogenannten “Petit Taxis”. Jede Stadt hat seine eigene Farbe. In der Hauptstadt Rabat sind die Taxis beispielsweise blau, in Marrakesch beige und in Meknés sind sie rot. Die “Petit Taxis” verfügen über einen Taximeter und das Taxifahren ist preiswerter als in Deutschland. Beim Einsteigen sollten Sie darauf achten, dass das Taximeter eingeschaltet ist. Falls der Fahrer sich weigert es einzuschalten, nehmen Sie einfach das nächste Taxi. In kleinen Städten (zB. Essaouira und Mohammedia) ist ein Fixpreis außen an den Fahrzeugen angeschrieben. Als Faustregel gilt: 1 Dirham pro Fahrtminute bei “Petit Taxis”.  

Des Weiteren gibt es in Marokko noch die sogenannten “Grand Taxis”, die für längere Fahrten genutzt werden. Der Preis orientiert sich an der Anzahl der Fahrgäste und an der Streckenlänge. Sie sind, neben Bussen, oft die günstigste Verbindung zwischen zwei Ortschaften. Die “Grand Taxis” fahren allerdings erst los, wenn insgesamt sechs Fahrgäste mit demselben Ziel mitfahren.  

Telefon & Handy

Die Ländervorwahl für Marokko aus Deutschland ist 00212. 
Die Vorwahl nach Deutschland ist 0049. 

Internationale Telefonverbindungen funktionieren in der Regel störungsfrei. Das Mobilfunknetzt in Marokko deckt annähernd alle Regionen des Landes ab und Telefonate innerhalb Marokkos funktionieren i. d. R. ebenfalls problemlos. Bitte informieren Sie sich bei Ihrem Mobilfunkanbieter, über einen Datenverbrauch außerhalt Deutschlands und ggf. zusätzlich anfallende Kosten, in Rahmen Ihres Mobilfunkvertrags. 

Zeit

Während den Wintermonaten gibt es keine Zeitverschiebung. MEZ - 1 h während der europäischen Sommerzeit.  

Zoll

Alle Informationen und Hinweise dazu, welche Souvenirs Sie bedenkenlos mitbringen können und die Zollbestimmungen für Deutschland, können Sie auf der Internetseite des Deutschen Zolls nachlesen. Informationen und Hinweise zu den Einreise- und Zollbestimmungen und zur Einfuhr von Waren im Zielland, erhalten Sie nur direkt bei den Vertretungen des Ziellandes.  

Galerie

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