Übersicht der Klimaschutz-Projekte von SKR

Seit 1978 stehen wir bei SKR für nachhaltiges Reisen und bewusstes Erleben – und genau darum sind wir 2024 zwei große Schritte weitergegangen:


Weiterhin inklusive: CO₂e-Kompensation aller Reisen

Wir berechnen für alle SKR-Reisen die CO₂e-Emissionen und kompensieren diese über zertifizierte Klimaschutzprojekte von ClimatePartner.

Klicken Sie sich gern durch die am häufigsten gestellten Fragen zum Klimaschutz bei SKR:

1. WARUM KOMPENSIERT SKR DIE CO₂e-EMISSIONEN EINER JEDEN REISE?

Seit 1978 engagieren wir uns dafür, die Welt mit unseren Reisen ein kleines bisschen besser zu machen. Wir sind überzeugt: Bewusstes Reisen leistet einen wertvollen Beitrag.

Begegnungen von Menschen und Kulturen stärken den weltweiten Zusammenhalt. Denn sie:

  • bauen Vorurteile ab,
  • schaffen Verständnis füreinander sowie
  • Transparenz über ökologische und soziale Probleme.
  • Zudem stellen sie oft eine große Quelle für Einkommen und somit Entwicklung dar.

Gleichzeitig verursachen Flüge, Inlandstransporte und Unterkünfte klimaschädliche Emissionen. Zukünftig werden diese immer geringer ausfallen:

  • Kurzfristige Lösungen sind jetzt schon sichtbar (z.B. Solarpanele auf immer mehr Hoteldächern weltweit).
  • Andere Lösungen brauchen noch Zeit (z.B. CO₂-neutrales Flugkerosin (SAF)).

Solange aber nicht alle Emissionen vermeidbar sind, sehen wir uns in der Verantwortung zu handeln! Darum gehen wir – neben unseren ökologischen und sozialen Projekten, die wir mit SKR Reisen hilft e.V. unterstützen – auch bezüglich Klimaschutz einen großen Schritt weiter:

Für alle Reisen berechnen und kompensieren wir die CO₂e-Emissionen.


2. WAS BEDEUTET DAS „e“ IN CO₂e – UND WIE BERECHNEN WIR DIE EMISSIONEN?

Anhand von gängigen, wissenschaftlich fundierten Standards wie dem ClimatePartner-CO₂-Rechner kalkulieren wir die entstehenden Emissionen aller Komponenten* einer jeden Reise.

Um weitere klimarelevante Schadstoffe (z.B. Stickoxide, Partikel) und Parameter (z.B. die Flughöhe) zu berücksichtigen, berechnen wir die entstehenden Treibhausgasemissionen in CO₂-Äquivalenten (CO₂e, analog des IPCC der UN).

FLÜGE Wir berücksichtigen direkte Emissionen (die z.B. bei der Verbrennung von Kerosin entstehen), aber auch indirekte Emissionen (z.B. für die Bereitstellung der Infrastruktur) und den „Radiative Forcing“-Effekt. Dieser wird mit einem RFI-Faktor von 3 kalkuliert.

INLANDSTRANSPORTE Wir multiplizieren verkehrsmittelabhängige Emissionsfaktoren mit der Distanz per Verkehrsmittel-Art in Kilometer.

UNTERKÜNFTE Wir multiplizieren unterkunftsabhängige Emissionsfaktoren mit der Anzahl der Nächte.


3. GANZ TRANSPARENT: Wir weisen auf jeder Seite aus, wie groß der individuelle CO₂e-Fußabdruck der jeweiligen Reise ist.


4. CO₂e-EMISSION ERRECHNET – UND WAS PASSIERT DANN?

Den errechneten CO₂e-Emissionen wollen wir Klimaschutzprojekte entgegenstellen, die dieselbe Menge an Treibhausgasen vermeiden oder aus der Atmosphäre binden.

Das gelingt zum Beispiel durch:

  • den Ausbau erneuerbarer Energien,
  • Aufforstung oder
  • andere Technologien.

Der Effekt der Klimaschutzprojekte ist nachweisbar und wird in Tonnen CO₂ berechnet. Konkret kaufen wir dazu bereits entstandene Einsparungen aus Projekten von ClimatePartner.

Wir akzeptieren nur Projekte, die:

  • nach den besten Standards wie dem Verified Carbon Standard (VCS) oder Gold Standard (GS) zertifiziert und
  • regelmäßig von unabhängigen Dritten überprüft werden.

Damit ist sichergestellt, dass diese Projekte wirklich zusätzliche CO₂-Einsparungen produzieren und ohne den Verkauf von CO₂-Zertifikaten nicht realisiert worden wären.


5. WELCHE KLIMASCHUTZPROJEKTE FINANZIEREN WIR?

Uns war es wichtig, Projekte in Ländern zu unterstützen, mit denen wir enge Freundschaften hegen.

Deswegen haben wir Südafrika, Indien und China ausgewählt:

Windenergie in De Aar, Südafrika
· zertifiziert nach VERRA VER, VCS 1950 und 1949
· Ersatz von schmutzigem Kohlestrom durch saubere Windenergie

Solarenergie in verschiedenen Staaten Indiens (u.a. Rajasthan)
· zertifiziert nach VERRA VER, VCS 1851 und ab 2025 auch VCS 1753
· Ersatz von schmutzigem Kohlestrom durch saubere Solarenergie

Aufforstung in Dingxi, China
· zertifiziert nach VERRA VER, VCS 2405
· Bindung von CO₂ aus der Atmosphäre durch Aufforstung


6. WARUM ARBEITEN WIR MIT CLIMATEPARTNER ZUSAMMEN?

Wir haben nach einem starken Partner gesucht, der fest am Markt etabliert ist und selbt auch aus Deutschland kommt. Mit ClimatePartner haben wir ein deutsches Unternehmen gefunden, dass seit 2006 weltweit Firmen unterstützt, ihre CO₂-Emissionen zu berechnen, zu reduzieren und Klimaschutzprojekte zu finanzieren.

Mittlerweile entwickeln und fördern sie ca. 400 Projekte, die alle nach internationalen Standards wie Verified Carbon Standard (VCS) oder Gold Standard (GS) zertifiziert sind und regelmäßig durch unabhängigen Dritte geprüft werden.

* Wir kompensieren Emissionen, die durch die in unseren Katalogen angebotenen Reisen entstehen. Aufgrund der Komplexität und des sehr geringen Anteils an der Gesamt-Emission kompensieren wir über die Reisebeschreibung hinausgehende Individualisierungen (z.B. Hotel-Verlängerungen) nicht.


NEU: Finanzierung von Solarkraftwerken in Vietnam

Geschäftsführer Thomas Müller auf der ersten Solaranlage in Hanoi
Geschäftsführer Thomas Müller auf der ersten Solaranlage, Hanoi

SKR übernimmt die Anschubfinanzierung von zwei Solarkraftwerken in Vietnam.

Mit diesem Schritt unterstützen wir die Reduzierung von CO₂e-Emissionen, fördern den Ausbau erneuerbarer Energien weltweit und leisten somit einen direkten Beitrag zur Dekarbonisierung der Wirtschaft. Im Interview erklärt Geschäftsführer Thomas Müller, Geschäftsführer für Nachhaltigkeit & Personal, was es uns bedeutet, dass durch uns dieses Jahr über 1 Megawattpeak in Betrieb genommen werden.

SKR kompensiert bereits die CO₂e-Emissionen aller Reisen – warum finanzieren wir zusätzlich Solaranlagen in Vietnam?

Thomas Müller: Die zertifizierte CO₂e-Kompensation ist ein guter erster Schritt. Weil wir unserem CO₂e-Ausstoß so einen Preis geben und mit den Klimaschutzprojekten helfen, CO₂e zu vermeiden bzw. CO₂e der Atmosphäre zu entziehen. Gleichzeitig stoßen Flugzeuge weiterhin CO₂e-Äquivalente aus – ein klimaneutrales Fliegen wird leider erst mit nachhaltigem Flugbenzin (SAF) möglich sein. Es wird noch Jahre dauern, bis die SAF-Produktion nennenswerte Volumina erreichen und der weltweite SAF-Anteil (heute 0,1%) den Großteil ausmachen wird.

Weil uns das zu lange dauert, haben wir für uns erkannt:

Wir müssen schon heute mehr tun! Darum wird sich SKR Reisen mit einem großen Teil seiner Erträge für eine zusätzliche CO₂e-Reduktion einsetzen. Den ersten Schritt dafür haben wir in Vietnam gemacht.

Das heißt: Weil wir unsere eigene Branche erst in weiter Zukunft dekarbonisieren können, wollen wir in anderen Branchen zeitnah CO₂e reduzieren?

PV-Anlage auf der zweiten Textilfabrik, Ho Chi Minh City
PV-Anlage auf der zweiten Textilfabrik, Ho Chi Minh City

Thomas Müller: Genau! Wir wollen als Unternehmen nicht nur klimabilanziell „neutral“ sein, sondern weit darüber hinaus gehen, also aktiv dazu beitragen, dass weltweit weniger CO₂e ausgestoßen wird. Der einfachste Weg dazu ist, schmutzigen Kohlestrom durch sauberen Solarstrom zu ersetzen. In Vietnam gibt es sehr viel Sonne und sehr schmutzigen Strom, aber noch kaum Solarpaneele auf Gebäuden.

Würden die Solaranlagen auf den vietnamesischen Fabriken nicht auch ohne das Engagement von SKR gebaut werden?

Thomas Müller: Leider bekommen die Firmen für den Bau der Solaranlagen meist keine Kredite oder nur zu horrenden Konditionen. Wir helfen hier ganz konkret, indem wir die subventionierte Anschubfinanzierung übernehmen. Nachdem die Solaranlage regelmäßig Strom produziert hat, kann sich die Fabrik selbst eine günstige Anschlussfinanzierung sichern. Alleine hätten sie die Anlage aktuell nicht bauen können. 

Auf dem Foto sieht man Dich zwischen Solarpaneelen stehen – ist das eine der Anlagen in Vietnam?

Thomas Müller: Ja! Ich war über den Jahreswechsel vier Monate in Südostasien unterwegs. Unter anderem durfte ich mit dem lokalen Projektteam die bereits installierte Anlage in Hanoi auf dem Dach besichtigen. Bisher haben wir in 2024 Solarkraftwerke auf 2 Textilfabriken finanziert: eine in Hanoi und eine in Saigon. Insgesamt werden 2024 über 1 Megawattpeak in Betrieb genommen – das entspricht Solaranlagen auf ca. 100 deutsche Einfamilienhäusern. Und dabei soll es nicht bleiben – wir schauen uns bereits neue Projekte an.

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