Vesterålen - eine besondere Inselgruppe in Nordnorwegen

Vesterålen ist eine Inselgruppe vor der Küste Norwegens. Sie liegen etwa 300 km nördlich des Polarkreises. 
Die Geschichte von Vesterålen reicht weit zurück. Es wurden Siedlungen nachgewiesen, welche 6000 Jahre alt sind und von Jägern und Sammlern stammen. In der Zeit der Wikinger war die Blüte des Stockfischhandels und so ließen sich immer mehr Menschen in dieser Region nieder. 
Die wichtigsten Inseln von Vesterålen sind Andøya, Langøya, Skogsøya, Hadseløya, sowie der nördliche Teil von Austvågøya und der westliche Teil von Hinnøya, welche eine sehr abwechslungsreiche Landschaft bieten. Dazu gehören schroffe Gebirgsformation, die sich aus dem Meer erheben, aber auch weiße Sandstrände, die an karibische Länder erinnern. Des Weiteren beeindruckt Vesterålen mit Fjorden, Schären, Hochebenen und einsamen Gebirgstälern.

Die interessante Natur von Vesterålen

Vesterålen und seine Natur sind vom Golfstrom begünstigt. Er ist dafür verantwortlich, dass das Klima sehr mild ist, obwohl Vesterålen auf derselben Höhe wie Grönland liegen. Man sieht es vor allem an der Flora. Sie können auf Vesterålen arktische Gewächse neben eigentlich weiter südlich vorkommenden Pflanzen finden. Auch Gebirgspflanzen wachsen einträchtig neben Strandpflanzen.
Die Inselgruppe Vesterålen ist reich an verschiedenen Vogelarten, wie zum Beispiel Seeadler und Papageientaucher.
Die Gewässer um Vesterålen sind sehr fischreich und man kann Wale und Delphine beobachten.

Da Vesterålen nördlich des Polarkreises liegt, können Sie hier die Polarnacht von Dezember bis Anfang Januar erleben. In dieser Zeit geht die Sonne überhaupt nicht auf. Im Gegensatz dazu scheint die Mitternachtssonne vom 23. Mai bis zum 23. Juli rund um die Uhr. 

  • Vesterålen im Sommer
    Vesterålen im Sommer
  • Küste in Vesterålen
    Küste in Vesterålen

Trollfjord - Die Grenze zwischen den Lofoten und Vesterålen

Trollfjord
Trollfjord

Der Trollfjord zählt zu den bekanntesten Fjorden des Nordens. Er ist ein Seitenarm des Raftsunds und trennt die Lofoten von Vesterålen. Der Name des Trollfjordes leitet sich von den Zauberwesen der nordischen Mythologie ab. Früher wurde der Fjord auch als Teufelskanal bezeichnet.
Eine Besonderheit liegt darin, dass er eine nur 100 m breite Einfahrt besitzt und im weiteren Verlauf maximal 800 m verbreitert. Spektakulär anzusehen sind auch die fast senkrecht aus dem Wasser aufsteigenden 980 Meter hohen Litlkorsnestinden und der 998 Meter hohe Blåfjellet. Diese befinden sich auf der Nordseite des Fjordes. Auf der Südseite wird der Fjord durch den 1045 bis 1084 Meter hohen Trolltindan begrenzt. 
Das Panorama des Trollfjordes kann nur mit dem Schiff oder wandernd über die Trollfjordberge bestaunt werden. 

Das Hurtigrutenmuseum auf Vesterålen

"Die schönste Seereise der Welt", so sind die Hurtigruten bekannt. Aber nicht als Kreuzfahrt wurde dieser Linie eingerichtet, sondern als Linie für das Postschiff, welche die Orte entlang der Küste Norwegens mit den Inseln verbunden hat. 
In Stokmarknes befindet sich das Hurtigruten-Museum. Dieser Ort ist einer der Gründungsorte, an dem die Postschifflinie im Jahr 1893 ihren Dienst aufnahm. In dem Museum befinden sich mehrere Ausstellungsräume, die die Geschichte der Hurtigruten und damit auch das Leben an Bord der Schiffe zeigt. Zu sehen sind viele Exponate, wie die Modelle der Hurtigrutenschiffe, Bilder und auch Texttafeln.
Sehr lebendig wird das Museum durch die Nachbaue von unterschiedlichen Funktionsräumen der Schiffe, wie den Maschinenraum, den Salon und vor allem den Postraum. Aber nicht nur die schönen Seiten werden gezeigt, auch die Schiffsunglücke haben ihren Platz in der Ausstellung. Im Gegenzug wird auch die Sicherheit an Bord zum Thema. 
Auch an den Gründer der Hurtigruten, Kapitän Richard With, wird erinnert.
Ein besonderes Exponat der Ausstellung ist die MS Finnmarken. Es ist ein ausgemustertes Schiff, welches auf dem Museumsgelände aufgedockt ist. Hier kann man sich wie ein Kapitän fühlen, da man auf dem Stuhl des Steuermannes Platz nehmen darf.

Vesterålen im Winter
Vesterålen im Winter

Stockfisch - ein Exportschlager von den Vesterålen

Der Stockfisch ist schon seit Jahrhunderten eine wichtige Einnahmequelle für die Menschen von den Inselgruppen der Vesterålen und der Lofoten.
Schon zu Zeiten der Wikinger wurde der Stockfisch als Nahrungs- und Tauschmittel mit auf Reisen genommen. Ab dem 13. Jahrhundert wurde der Stockfischhandel durch die Hanse kontrolliert, welche sich zu diesem Zeitpunkt in Bergen etablierte. Dadurch wurde der Stockfisch über Deutschland international weiterverkauft. Der Handel der Norweger mit den Deutschen basierte dabei über Tauschgeschäfte. Durch diese Geschäfte kamen die Norweger an Mehl. Nachdem sich die Hanse aufgelöst hatte, übernahmen die Fischereiverbände der Regionen wieder den internationalen Handel.
Doch wie wird der Stockfisch hergestellt? Aus dem Fisch wird nur das Wasser entfernt, alle anderen Nährstoffe bleiben erhalten. Hierfür werden dem Fang die Innereien und der Kopf entfernt und es werden immer zwei Fische an den Schwänzen zusammengebunden. Diese verbundenen Fische hängt man auf Trockengestelle, die vielerorts auf Vesterålen zu sehen sind, und wo sie für 2 bis 3 Monate verbleiben. 
Somit ist neben dem Tourismus die Fischerei der wichtigste Wirtschaftszweig in Vesterålen. Es hat nicht nur der Fischfang, sondern auch die Fischverarbeitung eine große Bedeutung. Neben dem Stockfisch werden auf den Vesterålen auch Fischkonserven und Tiefkühlfilets produziert. 

  • Stockfisch
    Stockfisch
  • Vesteralen Maurnes Bathavna
    Vesteralen Maurnes Bathavna

Sehenswertes in der näheren und ferneren Umgebung von Vesterålen

Von Vesterålen aus ist es nicht weit auf die Lofoten. Die Lofoten sind bekannt für ihre Angelmöglichkeiten, einsame Fischerdörfer und unberührte Natur. 
Das Wikingermuseum bei Borg ist immer einen Besuch wert. Hier befindet sich das einzige Langhaus, welches man heute noch besichtigen kann. Es ist ein Nachbau des größten Langhauses der Wikingerzeit. Die Lofoten sind auch für ihre vielfältigen Aktivitätsmöglichkeiten bekannt. Hier können sie wandern, Ski fahren, angeln, tauchen, aber auch an dem nördlichst gelegenen Surfplatz die Wellen reiten. 
Ein Ausflug von den Vesterålen in die größte Stadt Nordnorwegens, nach Tromsø, ist zu empfehlen. Hier finden sich einige Sehenswürdigkeiten, die mit der Lage der Stadt in dieser Region verbunden sind. So gibt es das Polarmuseum, welches den Besucher über berühmte Polar-Expeditionen informiert. Auch die bekannteste Kirche Norwegens, die Eismeerkathedrale mit dem größten Glasmosaikfenster Europas, ist in Tromsø zu finden. 
Weiter entfernt von den Vesterålen liegt die Hauptstadt Norwegens, Oslo. Sie ist die "grünste" Hauptstadt Europas, da etwas über 50% der Fläche mit Wald bedeckt sind. Dies, und die Lage am Ende des Oslofjordes machen Oslo so attraktiv für Besucher. Hier finden Sie das größte kulturelle Angebot des Landes mit seinen weltberühmten Museen, dem Königssitz und der weithin bekannten Oper.

  • Wikingermuseum Borg
    Wikingermuseum Borg
  • Oslo die grüne Stadt
    Oslo die grüne Stadt

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