Der Kings Canyon in Australien

Der Kings Canyon ist eine beeindruckende, uralte Felsformation im australischen Watarrka-Nationalpark. Er wird jedes Jahr von Touristen aus aller Welt besucht und ist auch ein bedeutendes Naturschutzgebiet, in dem mehr als 600 verschiedene Tier- und Pflanzenarten beheimatet sind. Die Schlucht lässt sich auf 2 Wanderwegen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden erkunden.

Geografie des Kings Canyon

Der Kings Canyon liegt im südwestlichen Teil des Northern Territory, etwa 245 Kilometer Luftlinie entfernt von Alice Springs. Es gibt verschiedenen Anfahrtsmöglichkeiten, um in den Watarrka-Nationalpark beziehungsweise zum Kings Canyon zu gelangen. Die kürzeste Anfahrt zum Kings Canyon ist über den Mereenie Loop möglich. Diese gestaltet sich jedoch als etwas beschwerlich, da die Straßen nicht befestigt sind. Zudem ist eine Genehmigung erforderlich, um den Weg nutzen zu können. Wer asphaltierte Straßen bevorzugt, gelangt über die Stuart und Lasseter Highways zum Kings Canyon. Schließlich kann die Anreise auch über die Ernest Giles Road erfolgen, dies ist jedoch nur mit Allrad-Fahrzeugen möglich. Der Kings Canyon ist umgeben von 3 Großlandschaften. im Nordosten liegen die beeindruckende Mac Donnell Ranges, eine rund 650 Kilometer lange Bergkette. Im Süden und Westen befinden sich Sandebenen und verschiedenen Seen wie der Salzsee Lake Amadeus. Im Südosten grenzt der Kings Canyon an flache Hügel und Tafelberge. 

  • Kings Canyon
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Flora & Fauna des Kings Canyon

In der Gegend um den Kings Canyon wuchsen früher viele Pflanzen, die aufgrund einer zunehmenden Austrocknung der dort gelegenen Seen und Flüsse mittlerweile verschwunden sind. Jedoch gibt es im Watarrka-Nationalpark viele tiefe Schluchten, die aufgrund ihrere imposanten Größe den Boden vor Austrocknung schützen. So konnten dort mehr als 50, mittlerweile selten gewordene Pflanzenarten, überleben. An den Gewässern des Kings Canyon wachsen viele Red River Gums. Im Plateau, das den Canyon begrenzt, kommt es aufgrund der Trockenheit des öfteren zu Buschfeuern. Deshalb haben sich hier viele feuer-sensitive Pflanzen wie die Weiße Zypresse angesiedelt. Diese ist aufgrund einer speziellen Bauweise der Blätter in der Lage, sich hervorragend an die trocken Umgebung anzupassen. Selbst an den Felswänden wachsen einige spezialisierte Pflanzen wie die Acacia macdonneliensis, die mit sehr wenig Wasser auskommen kann. Typisch für den Kings Canyon sind die mehrere Hundert Jahre alten MacDonnel Ranges Cycades. Insgesamt leben hier mehr als 600 verschiedene Pflanzenarten. Auch viele, teilweise vom Aussterben bedrohte, Tierarten haben im Kings Canyon eine Heimat gefunden. So trifft man hier häufig das Bergkänguru und das Schwarzpfoten-Felskänguru. Beide benötigen nur sehr wenig Wasser. Auch Dingos und Rock-Wallabies leben hier. Durch den ganzjährig vorhandenen Trinkwasservorrat werden auch viele, von weiter her kommende, Tierarten angelockt. So sind an den Wasserlöchern stets zahlreiche Vogelarten wie Wellensittiche, Zebrafinken oder Diamanttäubchen zu finden.

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Sehenswürdigkeiten des Kings Canyon

Der Kings Canyon kann auf 2 Wanderwegen erkundet werden. Für Wanderer, die einen geringeren Schwierigkeitsgrad bevorzugen, eignet sich der kürzere Kings Creek Walk. Dieser dauert etwa 1 Stunde und ist rund 2,6 Kilometer lang. Er führt entlang eines Flussbettes zu einem Aussichtspunkt, der einen guten Blick auf die beeindruckenden Felswände bietet.Der rund 4 Stunden dauernden Kings Canyon Rim Walk ist deutlich anspruchsvoller. Dafür ist dieser landschaftlich besonders reizvoll und bietet dank der fantastischen Ausblicke auf Sandsteinkuppeln, imposante Felsformationen und tiefe Schluchten viele interessante Fotomotive. Der Weg führt durch die Lost City. Hierbei handelt es sich um besonders markante Sandsteinkuppeln, die durch Erosion entstanden sind und kleinen hHäusern ähneln.. Eine kleine Abkühlung ist im Garden of Eden möglich. Diese Oase beherbergt außerdem eine subtropisch anmutende Vegetation inmitten de sonst eher karg anmutenden australischen Outbacks. Der weitere Wanderweg führt vorbei an Sandsteinkuppeln. Auch in der näheren Umgebung des Kings Canyon können einmalig schöne Wanderungen unternommen werden. So gibt es den Giles Track zwischen dem südlichen Teil des Canyon und den Kathleen Springs. Dieser Weg ist mit 22 Kilometer recht lang, weshalb viele Wanderer ihre Zelte entlang des Tracks aufschlagen, um hier zu übernachten. Insbesondere für Familien eignet sich der Kathleen Springs Walk, der nur rund eine Stunde dauert und zu den Quellen der Kathleens Gorge führt. Eine Alternative zum Wandern ist ein Kamelritt durch die Schluchten des Kings Canyon. Mit dem Quad Bike kann eine Rundfahrt über die Kings Creek Station, eine aktiv betriebene Rinderfarm, unternommen werden.Ein hervorragender Blick über den Nationalpark und den Kings Canyon lässt sich bei einem Helikopterflug erlangen.Nationalpark und Kings Canyon sind das ganze Jahr über für Besucher zugänglich. Im gesamten Park ist es nicht erlaubt zu campen ( mit Ausnahme des Giles Track). Übernachtet werden kann beispielsweise in der Kings Creek Station oder im Kings Canyon Resort.

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Aborigines

Rund um den Kings Canyon leben zahlreiche Ureinwohner Australien, die Aborigines. Insbesondere der Stamm der Luritja ist hier häufig vertreten. Insbesondere die außergewöhnlichen Felsformationen des Kings Canyon besitzen für die Aborigines eine besondere spirituelle Bedeutung. Mittlerweile leben viele Luritja in größerer Entfernung zum Nationalpark in der Siedlung Papunya. Viele Stammesälteste der Aborigines bieten für die Besucher geführte Rundgänge durch den Kings Canyon beziehungsweise den Nationalpark an. Hier kann viel über die Geschichte und das Leben der Aborigines gelernt werden.

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