Nizza - eine Perle am azurblauen Meer

Nizza, die geschichtsträchtige Hafenstadt am Mittelmeer, bildet das Herz der Côte d’Azur. Ihre lange Strandpromenade, die Promenade des Anglais, und die bunte Architektur zeichnen Nizza als Ort aus, an dem joie de vivre, Kunstverstand und Geselligkeit aufeinander treffen. Nizza ist in einer Talsohle beheimatet, die ringsum von bewaldeten Anhöhen umgeben ist. Nizza hat eine hervorragende Infrastruktur und glänzt mit einer einzigartigen Küche, die sich aus provenzalischen, italienischen und arabischen Einflüssen zusammensetzt. Ein internationaler Flughafen liegt etwas außerhalb der Kernstadt, ist jedoch leicht zu erreichen und gewährleistet eine perfekte Verkehrsanbindung. Das Umland von Nizza ist vor allem aufgrund der vielen idyllischen Bergdörfer berühmt, die ihr gelassenes Antlitz seit Jahrhunderten bewahren konnten.

Nizzas Geschichte

Nizzas reiches Erbe lässt sich bis in die Zeit der Griechen und Römer zurückverfolgen. Als Siedlung der Griechen gegründet, ging das antike Nikaia im Zuge der Expansion Roms in römischen Besitz über. Als Küstenstadt verlegte sich die Stadt vor allem auf Fischerei und Handelsbeziehungen. Nach dem Ende des weströmischen Reiches im Jahre 476 begann eine turbulente Zeit, in der Nizza und die Provence immer wieder von neuen Reichen unterworfen wurden. So kam Nizza zunächst in den Besitz der Ostgoten, bevor es später ins Frankenreich integriert wurde, nur um im 9. Jahrhundert mehrere Male von den Sarazenen geplündert zu werden. Im Hochmittelalter gehörte Nizza vorerst zum Königreich Aragon, entwickelte jedoch eine umfangreiche Autonomie als Hauptort der Grafschaft Provence. Im 16. Jahrhundert sollte die Provence, nunmehr im Besitz des Herrschers von Savoyen, einen Streitpunkt zwischen dem französischen Königshaus und dem Fürstentum Savoyen entzünden. Die folgenden zwei Jahrhunderte waren von etlichen Wirren um den Status der wichtigen Handelsstadt gekennzeichnet, bis die Grafschaft per Volksabstimmung im neuen Nationalstaat Frankreich aufging. Nach Napoleons Niederlage wurde die Provence zunächst dem Königreich Sardinien zugesprochen. Aus der italienischen Zeit stammt auch der heutige Name im Deutschen. Im Französischen heißt Nizza Nice. Seit einem im Jahre 1859 zwischen Sardinien und Frankreich ausgehandelten Vertrag gehört Nizza fest zum französischen Territorialstaat. Im 20. Jahrhundert etablierte sich Nizza als Hauptstadt des südfranzösischen Tourismus und erlangte Berühmtheit als eines der Lieblingsspielzeuge der Reichen und Schönen.

  • Blick auf die Küste von Nizza
    Blick auf die Küste von Nizza
  • Aussicht von Colline du Chateau
    Aussicht von Colline du Chateau

Nizzas Altstadt - die Vieille Ville

Nizzas Altstadt liegt am Fuße des Hügels Colline du Chateau, gewissermaßen kontrastiv am Übergang zwischen der Höhe der Ausguckplattform auf dem Colline du Chateau und der weiten Tiefe des Strandabschnitts. Die Vieille Ville zeichnet sich durch eine Vielzahl verwinkelter Gassen aus und gleicht auf den ersten Blick einem undurchsichtigen Labyrinth. Und tatsächlich braucht der Besucher lange, um sich in dem reizvollen Wirrwarr zurechtzufinden. Liegen etwas außerhalb mit mehreren Paläste, Stadtschlössern und dem Rathaus noch viele bunte Gebäude an schönen Plätzen, glaubt man sich inmitten der Altstadt plötzlich in einem arabischen Souk. Mitten in der Altstadt trifft man nach einer längeren Odyssee schließlich auf die prunkvolle Kathedrale Sainte-Réparate. Das barocke Kirchengebäude ist direkt an einem wunderschönen Platz situiert, der mit vorzüglicher Gastronomie aufwartet. Kulturbegeisterte Reisende werden sich vor allem an den mannigfaltigen Museen erfreuen, die Nizza beherbergt. Von Kunst über Geschichte bis hin zu Ausgefallenem deckt die französische Stadt jede Vorliebe ab. Moderner wird Nizza, wenn man aus der Altstadt auf den wunderschönen Place Massena hinaustritt, der als Pforte zu den Einkaufsstraßen dient.

  • Vieille Ville
    Vieille Ville
  • Hafen in Nizza
    Hafen in Nizza

Der Colline du Chateau

Eine atemberaubende Sehenswürdigkeit, die jeder Besucher von Nizza erlebt haben muss, ist der Colline du Chateau. Direkt neben der Altstadt erhebt sich ein 100 Meter hoher Hügel, der einen fantastischen Panoramablick über die herrliche Küstenstadt erlaubt. Hier gilt wie auch an anderen Orten der Leitspruch: Der Weg ist das Ziel. Unterwegs werden die Besucher mit schönen Statuen, traumhaften Blumenarrangements und einem sehenswerten Wasserfall verzückt und auf die Belohnung am Ende des Weges schonend vorbereitet. Wer den Berggipfel schließlich erreicht, wird zwar recht erschöpft sein, doch der Ausblick setzt dem ganzen Erlebnis die Krone auf. Von der Aussichtsplattform kann man Nizza in seiner ganzen Weite in sich aufsaugen. Nirgendwo sonst bekommt einen so vollkommenen Überblick über die mediterrane Metropole. Besonders empfehlenswert sind abendliche Ausflüge. Erst wenn die Sonne langsam hinter der Silhouette der fernen Landschaften verschwindet, entfaltet sich der Ort in seiner vollen Schönheit. Im Namen Colline du Chateau steckt zwar das Wort Schloss, doch das namensgebende Bauwerk wurde bereits vor einigen Jahrhunderten wieder entfernt. Geblieben ist ein magischer Ort, der zu einer ausgedehnten Wanderung einlädt. Wer eine Wanderung scheut, kann auch mit dem Auto Vorlieb nehmen. Eine Straße führt vom Place Garibaldi, einem der Hauptplätze Nizzas, den ganzen Weg zum Gipfel hinauf. 

  • Parc de la Colline du Chateau
    Parc de la Colline du Chateau
  • Promenade des Anglais
    Promenade des Anglais

Die Promenade des Anglais

Besonders berühmt ist Nizza auch für seinen langen Strandabschnitt, der sich mehrere Kilometer an der Küste entlangzieht. Die sogenannte Promenade des Anglais wurde Ende des 18. Jahrhunderts von gut betuchten Engländern beeinflusst, die gerne in der Nähe von Nizza ihren Sommerurlaub verbrachten. Wo zuvor nur einige, zerklüftete Kieselabschnitte einen schwierigen, unsanften Zugang zum Mittelmeer boten, entstanden nach und nach ausgedehnte Steinstrände, die die Häuserfassaden der exquisiten Hotels noch heute mit dem Mittelmeer in Kontakt bringen. Diese Entwicklung stellt einen Meilenstein in Nizzas Aufstieg zur Tourismusmetropole dar. Die Promenade des Anglais zieht sich zwischen der Altstadt und dem Flughafen in die Länge und ermöglicht einen träumerischen Blick auf den Horizont des Mittelmeers. Mittlerweile ist die zugehörige Straße auch nicht mehr nur ein Ort für die Reichen und Schönen samt ihrer Hotels und Nobelboutiquen. Die Promenade wurde infrastrukturell ausgebaut, sodass heute viele Geschäfte auf der dem Meer abgewandten Seite zu finden und für den normalen Besucher zugänglich sind. Auf der anderen Seite der Straße, der wahren Promenade des Anglais, gibt es viele Sitzmöglichkeiten, um die sanften Wogen im Meer zu beobachten, aber auch unzählige Treppen, die zu den vielen verschiedenen Strandabschnitten hinunterführen. Vom Strand ist es nicht mehr weit ins azurblaue, angenehm warme Mittelmeer. Die Promenade des Anglais ist ein Kulturgut, das nur wenige Städte haben. Ob ausgedehnte Badesessions oder geistesabwesende Betrachtungen des weiten Meeres, Nizza macht es möglich.

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