Die alte Maya-Stadt Yaxchilan an der mexikanischen Grenze

Im mexikanischen Bundesstaat Chiapas bekommt der Besucher die Gelegenheit, die alte Maya-Stadt Yaxchilan zu besichtigen, die tief verborgen im dortigen Regenwald liegt und erst im Jahr 1833 vermutlich von Juan Galindo entdeckt wurde, weil bis in die 1990er Jahre keine Straße näher als 100 Meilen an Yaxchilan heranführte. Noch heute ist die Ruinenstadt ausschließlich mit einem Boot über den Rio Usumacinta zu erreichen. Der Rio Usumacinta ist einer der größten Flüsse in Mexiko. An dessen Flussschleife, an der die Maya-Stadt Yaxchilan liegt, verläuft die Grenze zum Nachbarstaat Guatemala. Die heutige Ruinenstadt war von 350 bis 810 n. Chr. eine bedeutende Regionalmacht. Dank ihrer ausgezeichneten Lage am Usumacinta Fluss konnte dort über Jahrhunderte eine der wichtigsten Verkehrsanbindungen der Mayas kontrolliert werden.

Yaxchilan das regionale Machtzentrum der Mayas

Der Name Yaxchilan (Grüne Steine) stammt nicht, wie oft angenommen, von den Mayas, sondern wurde der Stadt von dem deutsch-österreichischen Archäologen Teobert Maler erst Ende des 19. Jahrhunderts verliehen. Zuvor hieß die Stadt vermutlich Pa' Chan. Das Stadtgebiet war schon geraume Zeit vor 350 n. Chr. besiedelt, doch erst ab dem 2. August 320, als Yat-Balam der Stadtgründer den Thron bestieg, kam Yaxchilan eine regionale Bedeutung zu. Im Jahre 526 n. Chr. wurde in Pa' Chan der König Mahk'ina Craneo II inthronisiert, der die Stadt zu einem Machtzentrum der Mayas ausbaute. Etwa ab dieser Zeit herrschte Yaxchilan über kleinere Städte in der Region. Ca. ab 600 n. Chr. rivalisierte Pa' Chan mit der Stadt Palenque, mit der es im Jahr 654 Krieg führte. Die größte Macht erreichte die Stadt unter ihrem König Schild-Jaguar II. Der letzte bekannte König der Dynastie, welche bis ins frühe neunte Jahrhundert reichte, war König K'inich Tatb'u Schädel III.

Spitze einer Maya Pyramide
Spitze einer Maya Pyramide

Üppige Vegetation und vielfältige Tierwelt in Yaxchilan

Das interessante an Yaxchilan ist unter anderem, dass dort der Urwald ausschließlich um die Gebäude herum gebändigt wurde. Um die Ruinenstadt herum ist eine üppige Vegetation zu bestaunen und die Geräuschkulisse des Dschungels wahrzunehmen. Der Besucher trifft auf Klammer- und Brüllaffen sowie auf, wenn auch selten zu sehen, Schlangen, Riesenspinnen und anderes Getier. Es herrscht eine schwüle und tropische Hitze. Die Anlage kann ausschließlich zu Fuß erkundet werden, dabei ist ein gewisses Maß an Vorsicht angebracht, da die Treppen und Wege teilweise mit dicken Wurzeln überzogen sind und weil die Feuchtigkeit des Regenwaldes, die sich auch auf dem Boden niederschlägt, zu einer erhöhten Rutschgefahr führt.

Sehenswerten Attraktionen in Yaxchilan

Ein steiler Treppenweg führt vom Bootsanleger zum Eingang von Yaxchilan. Nachdem der Besucher den Eingang passiert hat, führt rechts ein Weg zur kleinen Wehranlage. Bei dieser handelt es sich um einen kleinen Platz, der von relativ zerfallenden Gebäuden umgeben ist, die einst der höheren Schicht als Wohngebäude dienten. Weiter geht es zur großen Burgfestung, wo der Herrscherpalast angesiedelt ist. Dieses ist gut als solcher zu identifizieren, weil er das prächtigste Gebäude in Yaxchilan ist und ca. 40 Meter über dem Hauptplatz liegt. Von dort aus führt ein Weg zum südlichen Teil, wo drei Tempel zu besichtigen sind. Der Gran Plaza (der große Platz) ist von einer größeren Anzahl Tempel umringt. Sehenswert sind hier die behauenen Türstürze und die altertümlichen Hieroglyphen. Ein zweistöckiges Gebäude, das an der Nordwestseite des Hauptplatzes liegt und El Laberinto (das Labyrinth) genannt wird, diente mutmaßlich ebenfalls als Königspalast. Über das gesamte Gelände verteilt sind kunstvoll gearbeitete Stelen zu bestaunen.

Folgende Reise besucht diese Sehenswürdigkeit:

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Guatemala

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