Die Hafenstadt Sidon: Historie, Kultur und ein Gefühl aus 1001 Nacht

Die Hafenstadt Sidon ist die viertgrößte Stadt des Libanon und die Hauptstadt des Gouvernements Süd-Libanon und des Distrikts Sidon. Sidon liegt am Mittelmeer und ist bereits seit der Antike bewohnt. Die Einwohner nennen die Stadt Saida. Sidon ist der europäische Name, der aus dem Griechischen stammt und "Fischerstadt" bedeutet. Die Hafenstadt Sidon fand schon in der Bibel erste Erwähnung und war eine wichtige Stadt der Phönizier, die im 1. Jahrtausend v. Chr. die Levante besiedelt hatten. Auch in der griechischen Mythologie spielte die Hafenstadt Sidon eine Rolle. So entführte in den griechischen Sagen der Hauptgott Zeus seine Geliebte mit dem Namen Europa in Gestalt eines Tieres aus Sidon nach Kreta.

Einkaufsmöglichkeiten und orientalische Genüsse in der Hafenstadt Sidon

Der Souk in Sidon ist kein Basar, der extra an Touristen angepasst ist, sondern ein wirklich authentisches Einkaufsviertel der Einheimischen. In den engen Gassen kann man Handwerker ihrer Arbeit nachgehen sehen und Fleisch, Obst, Kräuter, Schmuck, Segelschiffe und Muschelkästchen kaufen. Beim Spaziergang durch die kleinen Gassen trifft man immer wieder auf kleine Moscheen, Kirchen, Hammams und anderes Sehenswertes. Im Seifenmuseum beispielsweise wird das traditionelle Handwerk der Seifenherstellung gezeigt. Seit Jahrhunderten werden in der Hafenstadt Sidon Olivenseifen hergestellt. Die duftenden Seifen können auch vor Ort erworben werden. Auch wer einmal rasten möchte, der findet viele Möglichkeiten im Souk von Sidon. Besonders Cafes mit Blick auf das Meer sind zu empfehlen.

  • Kreuzfahrerburg
    Kreuzfahrerburg
  • Sidon im Sommer
    Sidon im Sommer

Auf den Spuren der Geschichte

Der Khan al-Franj liegt direkt am Fischerhafen und war früher der Marktplatz und gleichzeitig "Herbergsort" für Händler und ihre Pferde. Die Architektur aus dem 17. Jahrhundert und der prächtige Innenhof sind absolut sehenswert. Hin und wieder trifft man hier auch auf Archäologen. Generell gibt es viele Ausgrabungen in und um die Hafenstadt Sidon.
Als Hauptattraktion der Hafenstadt Sidon gilt die geschichtsträchtige Seeburg der Kreuzritter. Der Westturm ist noch besonders gut erhalten und bietet einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt. Die Burg St. Louis wird von den Einheimischen Qalaat al Muizz genannt. Die Burg wurde 1254 von französischen Kreuzrittern erbaut.  

Die Moscheen der Hafenstadt Sidon

Prächtig sind auch die vielen Moscheen in Sidon. Besonders die Große Omari Moschee und die Bab al-Soray Moschee sind aufgrund ihrer beeindruckenden Architektur einen Besuch wert. 
Die Große Omari Moschee wurde von den Kreuzrittern als Church of St. John erbaut und wurde 1291 zur Moschee. Dabei wurde viel von dem Mauerwerk beibehalten. Die romanischen und gothischen Einflüsse sind heute noch erkennbar. Der Haupteingang der Moschee ist auf der Ostseite. Die Bab al-Soray Moschee ist die älteste Moschee in der Hafenstadt Sidon. Das mittelalterliche Bauwerk wurde 1201 errichtet. Die große Kuppel der Bab al-Soray Moschee wird von einer schwarzen Steinsäule gestützt.

Der Tempel von Eschmun

Der Eschmun-Tempel stammt noch aus dem 6. Jhd. v. Chr. und ist ein phönizianisches Heiligtum, das etwa einen halben Kilometer von der heutigen Hafenstadt Sidon entfernt liegt. Der Tempel ist dem Heil- und Fruchtbarkeitsgott Eschmun geweiht, der auch der Stadtgott des damals phönizischen Sidons war. Der Tempel von Eschmun ist seit 1996 Teil des UNESCO Weltkulturerbes. Noch heute lässt sich der Tempelkomplex gut erkennen, beispielsweise ein massives Kapitell und zwei Podeste aus dem 6. und dem 4. Jhd. v. Chr. Der Tempel wurde durch den sidonischen König Eschmunezer II. und seiner Mutter erbaut und der Überlieferung nach erst durch seinen Nachfolger Bodaschtart fertig gestellt.

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