Was ist die Eremitage?

Die Eremitage in St. Petersburg ist eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt. Mit mehr als 3 Mio. Besuchern jährlich ist sie eine der Hauptattraktionen in St. Petersburg und das bekannteste Museum Russlands. Der Name stammt aus dem Altfranzösischen und bedeutet Einsiedelei. Hierhin zogen sich die Zaren vom politischen Alltag zurück. Die Anfänge der Sammlung gehen auf Katharina die Große zurück. Sie kaufte im Jahr 1764 die ersten 225 Gemälde und baute die Sammlung während ihrer Regentschaft auf mehrere Tausend Kunstwerke aus. Die Gemälde wurden im Winterpalast ausgestellt. Während die Werke anfangs lediglich dem kaiserlichen Hof und seinen Gäste zugänglich waren, wurde 1852 das Kaiserliche Museum eröffnet. Hierdurch konnte die Öffentlichkeit an der Sammlung teilhaben. Heute umfasst die Sammlung des Museums rund 3 Mio. Werke aus allen Epochen.

Der Winterpalast und seine Geschichte

Der Winterpalast, in dem sich die Ausstellung bis heute befindet, war seit 1711 die Hauptresidenz der russischen Zaren in St. Petersburg. Er entstand als Gegenstück zum Sommerpalast, der sich außerhalb der Stadt befand. Das heutige Aussehen des Palastes geht auf das Design des Künstlers Bartolomeo Francesco Rastrelli zurück, der den Winterpalast im Auftrag der Zarin Elisabeth ab 1754 komplett neu erbaute. Nach einem Feuer im Jahr 1837, bei dem der Winterpalast fast vollständig ausbrannte, wurde der Palast wiederhergestellt. Sein heutiges Aussehen entspricht im Wesentlichen dem Zustand dieser Sanierung. Die Eremitage war ursprünglich ein Teil des Palastes, in den sich die Zaren zurückzogen, um sich mit Muse und Kunst zu beschäftigen. Dieser Teil beinhaltete die Kleine und die Alte Eremitage sowie das Eremitage-Theater. Im 19. Jahrhundert wurde die Neue Eremitage gebaut, die als öffentliches Museum diente. Nach der Revolution von 1917 und dem damit einhergehenden Ende des Zarentums in Russland wurde der Winterpalast ebenfalls dem Museum zur Verfügung gestellt. So vergrößerte sich die Ausstellungsfläche auf ihre heutige Größe. Das Bauwerk gilt als eines der bedeutendsten Werke des russischen Barocks. Die mehr als 350 Räume, die für die Besucher zugänglich sind, bieten neben den Kunstwerken des Museums eine pompöse Inneneinrichtung. Goldener Wand- und Deckenschmuck sowie beeindruckende Verzierungen lassen jeden Raum in einem anderen Glanz erstrahlen. So sind die Kunstwerke nicht die einzigen Highlights, die es in dem Winterpalast zu entdecken gibt.

  • Platz vor dem Winterpalast
    Platz vor dem Winterpalast
  • Winterpalast
    Winterpalast

Die Sammlungen der Eremitage

In dem Museum sind rund 65.000 Werke aus verschiedensten Epochen und Kunstrichtungen ausgestellt. Die Sammlungen umfassen Werke der prähistorischen Kultur, der Antike, der Kunst und Kultur der Völker des Ostens sowie westeuropäische und russische Kunst. Von Statuen über Münzen bis zur Malerei bietet das Museum für jeden die passende Sammlung. Besonders erwähnenswert sind die Archäologischen Sammlungen, die Russische Kunstsammlung sowie die Sammlung mittel- und westeuropäischer Kunst.

  • Winterpalast Innenansicht
    Winterpalast Innenansicht
  • Kunst-Galerie im Winterpalast
    Kunst-Galerie im Winterpalast

Die Eremitage und ihre beeindruckende archäologische Sammlung

Die archäologischen Sammlungen des Museums beinhalten historische Schriften, Münzen und Juwelierstücke. Besonders erwähnenswert sind große Sammlungen römischer und etruskischer Kultur. Darüber hinaus beinhaltet das Museum die größten Bestände über die Hunnen. Auch das Gold der Skythen gehört zu den Highlights der archäologischen Sammlungen. Auch zur russischen Geschichte gibt es zahlreiche archäologische Exponate. Eine umfangreiche Sammlung zur Geschichte Sibiriens gehört ebenso zur Ausstellung wie Exponate aus der Zeit der Kiewer Rus. Münzen bilden einen bedeutenden Teil der Sammlung. Neben russischen Münzen gehören hierzu auch Münzen aus der Antike sowie aus Ostasien.

Russische Kunst in der Eremitage

Ein Großteil der russischen Kunst ist heute aus der Eremitage ausgelagert und findet sich im Russischen Museum in St. Petersburg. Dennoch gibt es auch viele Exponate russischer Kunst in dem Museum im Winterpalast zu bewundern. Die Sammlungen russischer Kunst beinhalten hauptsächlich Teppiche, Porzellan, historische Gewänder sowie eine Vielzahl an Ikonen und Juwelen. Unter anderem können Besucher über 300 Gewänder von Peter dem Großen bewundern. Weitere Exponate sind Trohnstühle, Zarenkutschen und Waffensammlungen.

  • Der große Thronsaal
    Der große Thronsaal
  • Deckenschmuck
    Deckenschmuck

Das Kernstück der Eremitage: Mittel- und Westeuropäische Kunst

Die mittel- und westeuropäische Kunst bildete von Beginn an das Herzstück der Sammlung. Rund 120 Räume der Ausstellung befassen sich mit Malerei aus Italien, Frankreich, den Niederlanden und Flamen. Darüber hinaus finden sich Exponate deutscher sowie englischer Kunst. Die Werke italienischer Künstler sind hierbei besonders zahlreich. Besonders bekannt und beliebt bei den Besuchern sind Werke von Leonardo da Vinci und Raffael. Doch auch andere Künstler wie Michelangelo sind vertreten. In der Sammlung niederländischer Malerei sind die Werke Rembrandts besonders bekannt. Die Eremitage besitzt über 20 Gemälde und damit die größte Sammlung des Künstlers außerhalb der Niederlande. Neben der Malerei, die den wichtigsten Teil der Ausstellung darstellt, sind auch Kunstwerke anderer Stilrichtungen vertreten. Hierzu gehören Zeichnungen, Druckgraphiken sowie Porzellan. Auch die Plastiken u.a. von Michelangelo bilden eine beeindruckende Ausstellung. Mit über 2000 Exponaten finden Sie in dem Museum die größte Sammlung der Welt von Kunstwerken dieser Art.

Kurz gesagt: Ein Besuch des Winterpalasts und der Eremitage darf bei keiner St.-Petersburg-Reise fehlen. Die Sammlung bietet für jedes Interesse die richtige Ausstellung, sei es Archäologie, Malerei, Textilien oder Mobiliar. Die Vielzahl der Exponate lässt sich kaum bei einem einmaligen Besuch erfassen. Es empfiehlt sich deshalb, sich einige Themenbereiche je nach Interesse auszusuchen. Wenn Sie genügend Zeit haben, bleiben Sie ruhig einen ganzen Tag, um die verschiedenen Teile des Museums in Ruhe zu erkunden.

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