Die Ruinenstätte Xunantunich - Architektonisches Erbe der Maya-Kultur
In vielen Rundreisen durch Belize ist auch eine Besichtigung von Xunantunich geplant. Diese Ruinenstätte, die auch als "Steinernes Mädchen" bezeichnet wird, liegt nur wenige Kilometer von San Ignacio entfernt. Hoch über dem Mopan Fluss liegt sie auf einem planierten Hügel und besteht nicht nur aus dem gut sichtbaren Zentrum, sondern auch aus zahlreichen verfallenen Strukturen im Wald. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass Xunantunich vor mehr als tausend Jahren eine bemerkenswerte Größe aufwies.
Geschichtliche Fakten zu Xunantunich
Wie lange Xunantunich exakt besiedelt war, ist nicht genau bekannt. Klar ist, dass in den Jahrhunderten unmittelbar nach der Zeitenwende die ersten Bauwerke errichtet wurden. Diese wurden im Laufe der Zeit ständig erweitert. In individuellen Inschriften auf anderen Mayastätten ist von Xunantunich laut derzeitiger Erkenntnis keine Rede. Trotzdem ist sichtbar, dass einige Stellen der großartigen Sehenswürdigkeit durchaus nennenswerte Ähnlichkeiten zu anderen Bauwerken, die aus der Herrscherdynastie der Naranjo stammen, aufweisen. Geht man von der topografischen Lage von Xunantunich aus, die direkt über dem Mopan Fluss liegt, wird deutlich, dass die Stätte einst ein wichtiger Kontrollpunkt für den Handel in der Region und vor allem vor der Küsten von Belize bis ins Landesinnere nach Peten gewesen ist. Damit in Verbindung steht die Bedeutung von Xunantunich für die am Westhang des Maya Gebirges gelegene Stadt Caracol. Als die klassische Mayakultur im Laufe des neunten Jahrhunderts im Peten zusammengebrochen ist, betraf dies auch Xunantunich. Es wurde von seinen Bewohnern verlassen und schließlich vom Regenwald eingeschlossen bzw. verwachsen. Auch wenn in Schriften und Lexikas immer wieder davon die Rede ist, dass Xunantunich durch ein Erdbeben zerstört wurde, gilt unter Experten als mehr als fraglich.
Rundgang im Xunantunich vom Norden aus
Wer sich Xunantunich näher ansehen möchte, der hat dazu mehrere Möglichkeiten. Am beliebtesten ist die Option, mit der Fähre über den Mopan Fluss zu reisen. Das Ruinengelände ist nur knapp zwei Kilometer entfernt, wobei es auf diese Art über das nordöstliche Portal betreten wird. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein sehr sehenswertes historisches Museum, das viel über die Ausgrabungsgeschichte zeigt sowie ein kleines Stiefelmuseum. Im Norden liegt die Plaza 3, die etwas erhöht ist. Umgeben von bereits verfallenen Wohngebäuden, bietet sie ein Bild, wie es in der Vergangenheit gewesen sein könnte. Denn dort dürften sich die Unterkünfte wichtiger Adeliger befunden haben. Etwas südlich von Xunantunich befindet sich die Struktur A1, die knapp 12 Meter hoch ist. Sie bildete den Mittelpunkt des antiken Zentrums. Etwas weiter südlich bietet sich den Besuchern von Xunantunich ein Platz, der von ähnlich bedeutenden Bauwerken eingegrenzt wird. Die östlichen Strukturen haben eindeutige Ähnlichkeit mit den früheren Plätzen für astronomische Beobachtungen. Hier dürften historische Forscher die Sonnenaufgänge erforscht und verfolgt haben.
Pyramide als beliebtes Fotomotiv
Für viele Besucher von Xunantunich zählt die mächtige Pyramide, die den klingenden Namen El Castillo trägt. Sie liegt im Süden des historischen Zentrums und ist in etwa 42 Meter hoch. Eine großzügig angelegte Freitreppe reicht bis zu den Unterkünften, die alle auf einem Absatz in ca. 20 Meter Höhe stehen. Dahinter ist ein zusätzlicher Pyramidenaufbau zu erkennen, dessen oberste Plattform einen Tempel darstellt. Dieser besteht aus mehreren Räumen, die unter einem Gewölbe gebaut sind. Gerade von dort haben Besucher einen beeindruckenden Blick über weite Teile von Belize und das daran angrenzende Guatemala. Im oberen Bereich der Pyramide sind Teile des Bauwerks von einem Stuckrelief umgeben, welches religiöse Bezüge und Masken unterschiedlicher Gottheiten zeigt. Um diese empfindlichen Reliefs entsprechend zu schützen, befinden sie sich derzeit unter Vorbauten aus Glasfiber.
Grabkammer als Besonderheit der Xunantunich Ruinenstätte
Wer sich auf dem Gebiet der Xunantunich Stätte umsieht, findet im nordwesentlichen Bereich der Pyramide einen Ballspielplatz. Dieser verfügt über abgeschrägte Seitenwände, die sich heute noch in sehr gutem Zustand befinden. Im nordwestlich gelegenen Umfeld sowie südlich der Pyramide befinden sich verstreute Ruinen im Wald, die den Gesamteindruck Xunantunichs unterstreichen. Im Juli 2016 wurde eine knapp zehn Quadratmeter große Grabkammer von einer Ausgrabungsgruppe unter der Leitung von Jaime Awe der Northern Arizona University entdeckt. Sie enthielt neben zahlreichen Grabbeigaben auch den Leichnam eines Mannes, der zum Zeitpunkt seine Todes zwischen 20 und 30 Jahre alt gewesen sein dürfte. Der Zeitpunkt seiner Bestattung wurde von den Historikern auf einen Zeitraum von vor 1300 Jahren geschätzt. Ungewöhnlich dabei ist, dass die Grabkammer in etwa zum gleichen Zeitpunkt wie der Tempel, der sie umschließt, entstanden ist. Grundsätzlich war es bei den Mayas jedoch üblich, derartige Grabstätten an bestehende Tempelanlagen anzufügen.
Was Gäste zu Belize sagen
"Unglaublich spannende Reise"
Eine unglaublich spannende und interessante Reise mit einer kompetenten und sympathischen Reiseleiterin, die immer ein offenes Ohr für uns hatte. Die Hotels allermeistens in Ordnung, sehr schöne Lodges dabei, in denen man gerne länger geblieben wäre. Die Reise bleibt unvergessen!
"Vielseitige Erlebnisreise"
Ich wünsche allen Reiselustigen eine eben solche gute Reise. Die Reise stellt eine schöne Mischung aus kulturellen Besichtigungen, aber auch Naturerlebnissen dar. Und die Reiseleitungen vor Ort runden die Erlebnisse, Einblicke und Erfahrungen ab.
Es ist eine aktive Tour. Fast täglich wird das Hotel gewechselt und der gemeinsame Tag beginnt meist um 07:00 mit dem Frühstück ( was aber durch die Zeitumstellung nicht schlimm ist, da wir Europäer ja eh in einem anderen Rhythmus sind ). Außerdem nutzt man so die "Morgenfrische" für die Besichtigungen. Zudem gibt es die längeren "Reisetage" im Bus. Darauf sollte man sich einstellen. Unser Bus war von den Sitzmöglichkeiten nicht ideal - hier besteht Verbesserungspotential.
Nicht besucht haben wir die Grotten "Grutas Chocantes", da nicht wirklich begehbar laut unserer Tourguide. Die Alternative "Museo del chocolate" fand ich persönlich klasse. Das Hotel in Campeche liegt sehr zentral und ist dadurch "lauter". Und die Übernachtung im Lacandonendorf Chansayab ist aufgrund der teils wirklich rustikalen Zimmer ein Erlebnis. Das letzte Hotel in Tulum "Hotel Alito" liegt im Nationalpark. Somit darf man dort absolut nicht rauchen und keine Plastikflaschen mit hinein nehmen und dort auch nicht verwenden. Es gibt Wasserspender mit "Purified water", wofür man Mehrwegflaschen braucht ( oder eine geschmuggelte Plastikflache ).
Klasse fand ich auch die Grenzübergänge Mexiko - Guatemala - Belize: das kennen wir Europäer ja so kaum noch.
"Rundum top!"
Traumziel, nette Gruppe, tolle Route, flexible Reiseleiterin, die auf Sonderwünsche einging
"Faszinierende Mischung aus Maya-Kultur, Naturerlebnissen und lokaler Lebensart"
Wer sich für die Mayastätten interessiert kommt hier voll auf seine Kosten. Aber auch die Natur kommt nicht zu kurz: Bootsfahrten auf Lagunen und zu Vogelkolonien, eine Dschungelwanderung und Besuch von Zenoten jeweils mit Badegelegenheiten (Umkleidekabinen vor Ort) und die Brüllaffen im Reservat oder auch direkt neben der Unterkunft in Tikal, das war schon toll. Und auch etwas Stadt- und Dorfkultur wird präsentiert - Gebäude im Kolonialstil in den Hauptorten und natürlich Besuche von Märkten. Also eine runde Sache.
"Eine Reise voller Vielfalt und Entdeckungen"
Eine wirklich abwechslungsreiche und interessante Reise.
"Top-Reiseerlebnis"
Sehr empfehlenswerte Reise, besonders mit dem Reiseleiter Jens Rohark.
"Kultur, Baden und beeindruckende Vielfalt"
Die Reise nach Mexiko, Guatemala und Belize würde ich jedem empfehlen, der sich für Maya Kultur und abwechslungsreiche Landschaften interessiert. Die Mischung aus Kultur und Zeit zum schwimmen war für mich perfekt abgestimmt. Die verschiedenen Maya Stätten war schön gewählt und immer wieder eine neue Entdeckung. Die Hotels waren zum großen Teil ebenfalls sehr gut gewählt.