Loch Lomond - unberührter Schatz der Natur im Herzen Schottlands

"An den schönen Ufern und den schönen Hängen scheint die Sonne so hell auf Loch Lomond", heißt es in einem berühmten schottischen Volkslied über den größten See Schottlands. Die idyllischen Ufer, urtümlichen Wälder und nebelverhangenen Hügel des Loch Lomond haben seit Jahrhunderten die Vorstellungskraft von Dichtern und Schriftstellern inspiriert. Nicht umsonst wird die Region rund um den See zu einer der beeindruckendsten Landschaften der britischen Inseln gezählt. Das Gewässer ist Teil des Loch-Lomond-and-the-Trossachs-Nationalparks. Innerhalb des Parks gehen die flachen Lowlands in die schroffen Gipfel der schottischen Highlands über. Zwischen den Wäldern, Hügeln und Hochmooren windet sich der beliebte Fernwanderweg namens West Highland Way.

Loch Lomond Panorama
Loch Lomond Panorama

Der Loch-Lomond-and-the-Trossachs-Nationalpark

Der Loch-Lomond-and-the-Trossachs-Nationalpark erstreckt sich über 1865 Quadratkilometer. Die Landschaft wird von weitläufigen Laub- und Nadelwäldern sowie schattigen Tälern dominiert, umringt von Hügeln und Bergen. Innerhalb des Parks existieren 22 Seen, von welchen der namensgebende Loch Lomond mit einer Länge von 39 km und einer maximalen Breite von 8 km der größte ist. Von den 30 Inseln des Sees sind drei bewohnt und viele andere wurden zu Naturreservaten deklariert. Einige der Inseln dürfen betreten werden und im Sommer befahren Fähren den See. Während das Westufer durch Straßen, eine Bahnverbindung und den West Loch Lomond Fahrradweg erschlossen ist, befindet sich das dicht bewaldete Ostufer abseits des konventionellen Verkehrsnetzes. Auf dieser Seite führt der beliebte West Highland Way um den Loch Lomond herum und jenseits des Ufers können die unberührten Wälder ausschließlich über die alten Forstwege durchquert werden. Inmitten dieser Wälder, durch steile Hügel vor den Augen unachtsamer Wanderer verborgen, liegen die Trossachs. Die abgelegenen Täler mit ihren malerischen Seen gaben einst dem schottischen Dichter und Schriftsteller Sir Walter Scott die Inspiration für sein berühmtes Gedicht "Das Fräulein vom See".

Die geschichtsträchtige Region rund um den Loch Lomond

Dumbarton Rock am Loch Lomond
Dumbarton Rock am Loch Lomond

Südöstlich des Ufers des Loch Lomond, nördlich der Stadt Balloch, befindet sich Balloch Castle. Das Schloss wurde im frühen 19. Jahrhundert in der Nähe der Ruinen des alten, aus dem 13. Jahrhundert stammenden, Old Balloch Castle errichtet. Das im tudorgotischen Stil gehaltene Bauwerk ist gut erhalten und gehört zur höchsten Kategorie der schottischen Denkmallisten. Die Gegend ringsherum ist Teil des Balloch Castle Country Parks. Der Park wurde zeitgleich mit der Erbauung des Schlosses angelegt und existiert noch heute in seiner ursprünglichen Form im Stile der Ländereien des alten Landadels, inklusive traditioneller Anbaumethoden und Forstwirtschaft. Seine Wälder und Haine beherbergen eine Vielfalt an Tieren und auf den Wiesen erblühen die Rhododendren und Azaleen. 45 Minuten südlich des Loch Lomond und 20 Minuten entfernt von Glasgow liegt Dumbarton Rock. Die Geschichte des vulkanischen Basaltfelsens kann über einen Zeitraum von 1500 Jahre zurückverfolgt werden. Einst soll sich dort der legendäre Zauberer Merlin aufgehalten haben und Könige herrschten von dem Felsen aus über das Land. Im 13. Jahrhundert wurde der Hügel mit Dumbarton Castle befestigt. Die Burg diente zur Verteidigung gegen die Wikinger und beherbergte im Laufe der Zeit William Wallace und Maria Stuart.

Loch Lomond und die schottische Kultur

An den Ufern des Loch Lomond und in der näheren Region befinden sich kleinere Dörfer und Städte. Auf den Wochenmärkten werden regionale Lebensmittel und selbst hergestellte Waren angeboten. Jährlich finden traditionelle Feste und Highland Games statt, die von typisch schottischem Dudelsackspiel und Tänzen begleitet werden. Ein halbes Dutzend Whisky-Destillerien, die älteren noch aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert, sind in der Gegend beheimatet. In der näheren Umgebung des Loch Lomond verlaufen diverse Pfade, die der Geschichte und gälischen Herkunft des Landes gewidmet sind. Die Einwohner des Loch Lomond haben sich ihre schottische Kultur bewahrt und teilen diese gerne mit Besuchern.

  • Luss Village am Loch Lomond
    Luss Village am Loch Lomond
  • Loch Lomond in den Schottischen Highlands
    Loch Lomond in den Schottischen Highlands

Der West Highland Way nahe des Loch Lomond

Der West Highland Way beginnt in den Lowlands nahe Glasgow und endet inmitten der Highlands nahe des Ben Nevis, des höchsten Bergs Schottlands. Die 154 km lange Strecke führt entlang alter Straßen und wird, um die ansteigende Landschaft der Highlands genießen zu können, von Süden nach Norden zurückgelegt. Nach 19 Kilometern erreicht der Wanderweg den Loch Lomond und führt für 40 Kilometer zwischen dem östlichen Ufer und bewaldeten Hügeln entlang. Der bekannteste dieser Hügel ist Conic Hill. Mit seinen 361 Metern Höhe kann der Gipfel innerhalb einer Stunde bestiegen werden. Von dort ist es möglich, den ganzen Loch Lomond zu überblicken und an einem klaren Tag sind Sichtweiten von bis zu 80 Kilometern bestätigt. Weiter nördlich führt der West Highland Way nach Glen Coe. Das Tal liegt zwischen steilen Bergen und verdankt seine markante Form der einstigen Vergletscherung. Im 17. Jahrhundert wurde Glen Coe zum Schauplatz des berüchtigten Massakers am Clan der McDonalds, welches in die Geschichte Schottlands einging. Weitere Berühmtheit erlangte der Ort als Schauplatz vieler bekannter Filme - Highlander, Braveheart, James Bond und Harry Potter wurden dort zum Teil gedreht. Hinter Glen Coe führt der Weg zum höchsten und anspruchsvollsten Abschnitt des Pfades und endet in Fort William.

Schottische Hochland-Kühe am Loch Lomond
Schottische Hochland-Kühe am Loch Lomond

Sehenswürdigkeiten über den Loch Lomond hinaus

Jenseits Loch Lomonds und des angrenzenden Naturparks gibt es in Großbritannien noch andere Regionen mit ikonischen Landschaften und einer einzigartigen Atmosphäre. Das Lake District ist der erste Naturpark des Vereinigten Königreichs, welcher zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde. Mit seinen 14,7 Quadratkilometern reicht der große Lake Windermere nicht an die Ausdehnung des Loch Lomond heran. Unbeachtet dessen hat das Lake District, ähnlich wie die Landschaften des Loch-Lomond-and-the-Trossachs-Nationalparks, viele englische Dichter und Schriftsteller des 19. Jahrhunderts angezogen. Die verschlafenen Cotswolds verströmen wie keine andere Region den typisch englischen Charme. Zahlreiche Dörfer und Weiler (kleine Wohnsiedlung) durchziehen eine Landschaft aus Schafweiden, kleinen Wäldern, Bächen und Hügeln. Überall finden sich Schlösser und alte Herrenhäuser. Kunstvoll angelegte englische Gärten, atmosphärische Pubs und die vielen spätmittelalterlichen Pfarrkirchen runden das ländliche Idyll ab. Die Isle of Wight liegt vor der Südküste Großbritanniens und ist für ihre sich stetig wandelnde Küste und ihre steilen Klippen bekannt. Einst haben Königin Victoria und Prinz Albert dort ihr Sommerdomizil erbauen lassen. Carisbrooke Castle in der Nähe von Newport wurde im 12. Jahrhundert errichtet und war das Gefängnis von Charles I. Heute beheimatet es ein Museum und bietet einen weitreichenden Blick über die gesamte Insel.

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