Byblos - historische Handelsstadt im Libanon

Byblos, die geschichtsträchtige Hafenstadt gehört zu den ältesten permanent besiedelten Ortschaften unserer Welt. Sie zeugt heute noch vom Einfluss zahlreicher antiker Kulturen, die sich im Verlaufe der Jahrhunderte an diesem malerischen Ort angesiedelt hatten. Bereits im 5. vorchristlichen Jahrtausend siedelten sich die ersten Menschen in Byblos an. Davon zeugen die zahlreichen Siedlungsreste, die sich auf dem Gebiet von Byblos befinden. Ab etwa 3000 vor Christus entstand in der heute malerische Küstenstadt ein erster Hafen, 200 Jahre später, um 2800 vor Christus, erhielt die Siedlung bereits eine Stadtmauer. Im Zeitraum der Mittleren Bronzezeit (etwa 1600 bis 1300 vor Christus) stieg Byblos zu einem der wichtigsten Häfen im Orient auf. Vor allem der wirtschaftliche Austausch mit den Ägyptern, besonders der Handel mit Zedernholz, trug dazu bei. Die wirtschaftlichen Verflechtungen mit Ägypten führten in der Folge dazu, dass der Wohlstand Byblos zunehmend von den Herrschern am Nil abhängig wurde. Die Stadtkönige von Byblios wurden dadurch zu Vasallen der Pharaonen und übernahmen deren Hieroglyphen und ägyptische Adelstitel. Papyrus, welches die Ägypter neben nubischem Gold als Zahlungsmittel für das Zedernholz nutzen, stieg im Laufe der Zeit zur wichtigsten Handelsware auf. Die antiken Griechen benannten diesen neuen beschreibbaren Stoff gar nach der Hafenstadt Byblos (biblion= Büchlein), auf dessen Schreibweise wiederum das Wort "Bibel" zurückgeht.

UNESCO-Weltkulturerbe: Byblos

Die Geschichte und der wirtschaftliche Erfolg der Hafenstadt Byblos ist über die Jahrhunderte wechselhaft. Kurzzeitig stieg beispielsweise der Stadtstaat Ugarit, im Nordwesten des heutigen Syrien liegend, zur wichtigsten Hafenstadt in der Region auf, als dieser jedoch um 1194 vor Christus zerstört wurde, erlangte Byblos wieder seine vorherige Bedeutung. Ab 900 vor Christus geriet Byblos verstärkt unter den Einfluss der Assyrer, später geriet die Stadt unter die Herrschaft von Babyloniern und Persern. Dennoch konnte Byblos sich seine Eigenständigkeit bewahren und prägte ab dem vierten Jahrhundert vor Christus sogar eigene Münzen, wodurch uns heute noch die Namen der damals herrschenden Stadtkönige bekannt sind. Während der Römerzeit erlebte die Stadt eine Blütezeit und auch während des Mittelalters war sie ein wichtiger Stützpunkt für Kreuzfahrer. Diese errichteten hier auch eine Festung, die sie Johannes dem Täufer widmeten. Das Wissen über das alte Byblios verdanken wir heute Pierrre Montet und Maurice Dunand, welche die Stadt zwischen 1920 bis 1924 ausgruben und auf bedeutende antike Stätten stießen, die heute noch bestaunt werden können. 1984 wurde Byblos Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.

  • Burg Gibelet
    Burg Gibelet
  • Saint Jean Marc
    Saint Jean Marc

Besondere Sehenswürdigkeiten Byblos

Tempel der Obelisken Die Reste zeugen heute von den starken Verbindungen zwischen Byblos und den Alten Ägyptern. Im Zentrum der gut erhaltenen Ruinen steht ein Obelisk, der dem ägyptischen Kriegsgott Horus gewidmet ist. Das Amphitheater Wo unter der Herrschaft der Römer Gladiatoren ihre Wettstreite ausfochten, steht heute nur noch ein antikes Theater. Die auf das dritte Jahrhundert unserer Zeitrechnung zurückgehende Ruine wurde in den 1930er Jahren aufwendig restauriert. Bekannt sind vor allem die erhaltenen Mosaik, die von der Blüte, welche die Stadt unter der Herrschaft Roms erlebte, erzählen. Vor allem für seine ausschweifenden Feste soll die Stadt bekannt gewesen sein. Davon erzählt etwa ein Mosaik, das den römischen Vergnügungs- und Weingott Bacchus darstellt und heute im libanesischen Nationalmuseum in Beirut bestaunt werden kann. Die Burg Gibelet - Das Werk der Kreuzfahrer Die Burg wurde 1103 von Kreuzfahrern errichtet, die Byblos als Basis für ihre Eroberungszüge Richtung Jerusalem nutzten. Die massiven Türme und Wehrmauern der Anlage können noch heute bestaunt werden.

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