Milford Sound im Fiordland National Park

Tief im Fjordland National Park im Südwesten der Südinsel, liegt eine der beeindruckendsten Natur-Sehenswürdigkeiten Neuseelands: Der Milford Sound. Der Fjordland National Park, der 1952 begründet wurde, bietet neben dem weltberühmten Fjord Milford Sound weitere atemberaubende Fjorde, Seen, Täler und Berge, mit Blick auf das Meer. So verwundert es nicht, dass der Fiordland National Park international anerkannten UNESCO Weltnaturerbestatus genießt. Im Fiordland National Park findet sich eine einzigartige, teilweise vom Aussterben bedrohte, Flora und Fauna. Von den drei weltbekannten großen Wanderrouten des Fiordland National Park, bietet sich einem inmitten von hohen Bergen, eine einzigartige Szenerie aus weiter Landschaft mit schneebedeckten Gipfeln und glitzernden Fjorden und Flüssen, die sich durch die unendlichen Regenwälder des Fiordland National Park schlängeln. Der Milford Sound ist der am einfachsten zugängliche von allen Fjorden im Fiordland National Park.

Der Fiordland National Park: eindrucksvolle Entstehungsgeschichte

Um die Entstehungsgeschichte des Milford Sounds nachzuvollziehen, lohnt ein Blick auf Neuseelands besondere geographische Lage und seine damit verbundene, einzigartige Entstehungsgeschichte.
Im südlichen Pazifik gelegen, ist Neuseeland das am weitesten von Mitteleuropa entfernte Land. Der Staat besteht aus der Nord- und der Süd-Hauptinsel, die durch die Cookstraße getrennt sind sowie mehr als 700 kleineren Inseln, die dem "Mainland" vorgelagert sind. Das Besondere an Neuseelands geographischer Lage: Die Südinsel befindet sich auf zwei tektonischen Platten. So liegen einige Teile der Südinsel auf der australischen Platte, der Rest der Südinsel dagegen auf der pazifischen Platte. Die starken geologischen Bewegungen dieser Platten führten zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen im "pazifischen Feuerring" und formten die Landschaft. Es entstand fruchtbares Schwemmland wie die Canterbury Plains auf der Südinsel durch Flussablagerungen und geothermale Gebiete mit warmen Quellen an ihrer Westküste. Durch das Zusammentreffen der beiden Platten wurde auch das Gebirge geformt, das sich über zwei Drittel der Südinsel erstreckt. Dazu gehören die "Südalpen" mit ihren zahlreichen Gletschern, z. B. dem an der Westküste der Südinsel liegenden Franz-Josef- und Fox-Gletscher.
Auf diese Art und Weise begann vor 400 Millionen Jahren auch die Entstehung der eindrucksvollen Landschaften des Fiordland National Park. So formte sich der größte regionale Fjord Milford Sound über Jahrmillionen hinweg durch die ständigen Überschwemmungen von hohen Bergketten am Rand der Insel, hervorgerufen durch tektonische Bewegungen der beiden Erdplatten.
Der Fiordland National Park ist eine bis heute noch weitgehend unerforschte Region. Große Teile des Fiordland National Park auf der sehr dünn besiedelten neuseeländischen Südinsel sind auch heute noch unzugänglich und nahezu unberührt. Als Teil des Te Wahipounamu, des Südwest-Neuseeland Weltnaturerbegebietes, genießen die Projekte des Fiordland National Park und des Milford Sound einen ganz besonderen Schutz.

  • Lake Gunn
    Lake Gunn
  • Milford Sound
    Milford Sound

Der Milford Sound im Fiordland National Park und seine einzigartige Natur

Der Milford Sound erstreckt sich 15 Kilometer von der Tasmansee (Dale Point) ins Landesinnere und wird von imposanten Felswänden umgeben. Die höchste Erhebung ist der Mitre Peak (Bischofshut) mit 1.692 Metern. Berühmt sind auch der imposante "Elefant" mit 1.517 m, der aussieht wie ein Elefantenkopf, und "der Löwe", 1.302 m hoch, der in seiner Form an einen kauernden Löwen erinnert. Die Unterwasserwelt des Fjords ist weltweit einzigartig. So tummeln sich Robben, Pinguine und Delfine im Wasser, manchmal werden auch Wale gesichtet. Der Milford Sound im Fiordland National Park ist ein wichtiges Gebiet für Seevögel, ausgewiesen von BirdLife International, und ist ein wichtiger Brutplatz für die Fiordland Pinguine. Der Milford Sound hat zwei ständige Wasserfälle, die Lady Bowen Fälle und die Stirling Fälle. Nach Regenfällen suchen sich jedoch Hunderte von temporären Wasserfällen ihren Weg entlang der steilen Felswänden rund um den Milford Sound. Obgleich der Milford Sound der am einfachsten zugängliche von allen Fjorden im Fiordland National Park, beeindruckt er durch seine Abgeschiedenheit. Neben einem kleinen Hafen gibt es im Ort Milford Sound nur ein paar Häuser. Am besten lässt sich die beeindruckende Landschaft des Milford Sounds vom Schiff aus genießen. Vom Wasser aus erlebt man die ganze Naturschönheit des Milford Sound und bekommt einen Eindruck von seinen überwältigenden Dimensionen.

  • Landschaft im Fiordland National Park
    Landschaft im Fiordland National Park
  • Milford Sound
    Milford Sound

Der Milford Sound im Fiordland National Park - seine Geschichte und Bedeutung

Während der größte Teil des Fiordland National Park auch im 21. Jahrhundert weiter seinen "Dornröschenschlaf" schlummert, gilt der Milford Sound als sogenanntes "Achtes Weltwunder" (Rudyard Kipling) und ist weltbekannt. Dabei war der Milford Sound, oder Piopiotahi wie die Māori ihn nennen, anfänglich von den europäischen Entdeckern Neuseelands übersehen worden. James Cook segelte 1770 bei der Entdeckung Neuseelands hier einfach vorbei, da der Fjord vom Meer nur wie eine kleine unbedeutende Bucht aussah. Erst viel später fand man heraus, wie groß der Milford Sound wirklich ist. Bis im Jahre 1812 blieb der Milford Sound von Mitteleuropäern unentdeckt, bis ihn Kapitän John Grono fand und Milford Haven nannte, nach seinem Geburtsort in Wales. Erst Kapitän John Lort Stokes benannte Milford Haven später um in Milford Sound. Mit seiner schönen Naturlandschaft wurde der Milford Sound schnell zur internationalen Attraktion. Lange war er allerdings nur mit dem Boot erreichbar. 1888 wurde der Mackinnon Pass entdeckt, der bald ein Teil des neuen Wanderweges Milford Track wurde. Im selben Jahr fand man die niedrige Wasserscheide zwischen dem Hollyford River und dem Cleddau River, an dessen Stelle etwa 60 Jahre später der Homer Tunnel und damit eine erste Straßenanbindung, entstehen sollte. Der Ort Te Anau ist gewissermaßen das Tor zum einzigartigen Gebiet des Milford Sound. Erst 1952 wurde die Straße zum Ort Milford Sound gebaut, in dem nur 120 Menschen Menschen meistens vom Tourismus oder von Wartungsarbeiten im Milford Sound im Fiordland National Park leben. Der Milford Sound mit seiner einzigartige Naturkulisse, seiner Tier- und Pflanzenwelt, ist die wichtigste Sehenswürdigkeit im Fiordland National Park und zählt zu Recht zum Weltnaturerbe der UNESCO.

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