Schloss Peleș - die Königsresidenz Rumäniens

66 Kilometer von Kronstadt entfernt, in der Stadt Sinaia liegt das wunderschöne Schloss Peleș. Bis 1914 war das prachtvolle Schloss mit den herrlichen Türmen, Erkern und Verzierungen die Sommerresidenz von König Carol I. Heute befindet sich in Schloss Peleș ein Museum mit beeindruckenden Gemäldesammlungen, Skulpturen, antiken Möbeln und Teppichen und vielen anderen kostbaren Gegenständen aus der damaligen Zeit.

Die größte Besonderheit von Schloss Peleș, welches in den Karpaten liegt, ist allerdings die märchenhafte Außengestaltung der Gebäude, die es wie ein verwunschenes Märchenschloss wirken lassen.

In der Nähe von Schloss Peleș, etwa 300 Meter entfernt auf einem Hang, liegt auch noch das kleinere Schloss Pelisor, welches als Residenz für Prinz Ferdinand I. und Königin Maria von Rumänien erbaut wurde.

Die Geschichte Schloss Peleș

Der Bau von Schloss Peleș begann im Jahr 1873. Gebaut wurde in zwei Etappen: der Bau des ersten Stockwerkes des Schlosses wurde 1883 abgeschlossen. Der Bau der zweiten Etage und die endgültige Fertigstellung von Schloss Peleș dauerte bis 1914 an. Entworfen wurde das Schloss im deutschen Renaissance-Stil von den Architekten Wilhelm von Doderer und Johann Schultz Lemberg. Während des Baus wurden allerdings Ergänzungen und Änderungen im gotischen Stil von Karel Liman, einem tschechischen Architekten angebracht.

Das über 3.200 Quadratmeter große Schloss Peleș verfügt über 160 Zimmer, ein im Jugend-Stil erbautes Theater, die "Ehrenhalle" des Schlosses und - neben kleineren Türmen und Erkern - über einen 10 Meter hohen Turm.

Über 300 Arbeiter aus aller Welt, die sich in circa 14 verschiedenen Sprachen verständigten, waren an dem Bau von Schloss Peleș beteiligt.

So erhielten unter anderem die besten Zimmerleute aus Deutschland und Ungarn eine Einladung, sich am Bau von Schloss Peleș zu beteiligen. Die besten Maurer ihrer Zunft wurden aus Italien herbeigerufen. Rumänen arbeiteten an den das Schloss umgebenden Terrassen, während die benötigten Ziegel von türkischen Arbeitern gebrannt wurden. Etliche andere Arbeiter aus weiteren Ländern übernahmen ebenfalls Aufgaben. Wie man während der Bauarbeiten Sprachprobleme umging, ist leider nicht bekannt.

  • Schloss Peles im Schnee
    Schloss Peles im Schnee
  • Fassade des Schloss Peles
    Fassade des Schloss Peles

Die Geschichte Rumäniens - vereint in Schloss Peleș

Das traumhaft schöne Schloss Peleș wurde nach dem gleichnamigen, in der Nähe fließenden Bergfluss benannt. Die 160 Zimmer des Schlosses wurden mit einzigartigen Antiquitäten ausgestattet und die Bilder- und Skulpturensammlung, die das Museum in Inneren von Schloss Peleș beherbergt, gehört zu den größten und erlesensten in Mittel- und Osteuropa.

Die Ausstellungen von Schloss Peleș sind in verschiedene Kategorien aufgeteilt. Unter anderem umfassen sie dekorative Kunst, Gegenstände aus Holz, antike Möbel und Teppiche, Glasmalerei, Edelmetall und Elfenbein und eine beeindruckende Sammlung antiker Waffen und Rüstungen, die mehr als 4.000 wertvolle Exponate zeigt.

Unter den antiken Möbeln befinden sich zauberhafte Originalstücke aus dem 15. Jahrhundert, die in berühmten europäischen Werkstätten, unter anderem Hamburg, Wien oder München hergestellt wurden. Die herrlichen Buntglas-Fenster in verschiedenen, prächtigen Motiven, stammen aus dem 15. und 17. Jahrhundert. Sie wurden extra in Deutschland und der Schweiz für Schloss Peleș hergestellt und nach Rumänien transportiert.

Neben dem Schloss selbst sind die wunderschön gestalteten Terrassen, sieben an der Zahl, die mit Skulpturen, Brunnen und Vasen aus Carrara Marmor dekoriert sind, absolut sehenswert. Die gepflegte und große Parkanlage des Schlosses, die mit Skulpturen des italienischen Bildhauers Rafaello Romanelli aus dem 19. Jahrhundert geschmückt ist, lädt die Besucher von Schloss Peleș zu einem entspannenden und märchenhaften Spaziergang ein.

Sehenswürdigkeiten rund um Schloss Peleș

Bukarest, die Stadt mit 2 Millionen Einwohnern, ist eine Stadt mit vielen Gesichtern. Bukarest liegt in der walachischen Tiefebene, etwa 68 Kilometer nördlich der Donau, die an dieser Stelle einen sanften Bogen um die Stadt macht. Bukarest begrüßt seine Gäste mit dem herrlichen Triumphbogen, der an Paris erinnert, und zeigt danach seine vielseitige Natur. Prachtboulevards und Hauptverkehrsstraßen, Flaniermeilen und verwunschene Gassen, Plattenbausiedlungen und romantische Kirchen. Die schönsten Sehenswürdigkeiten Bukarests sind die historische Altstadt, wo moderne Häuser und malerische Altbauten ein einzigartiges Stadtbild ergeben und der ehemalige königliche Palast, der heute Kunstwerke aus verschiedenen Epochen beherbergt.

Bunt und farbenfroh dagegen geht es in Schäßburg - Sighisoara, der "bewohnten Burg" - zu. Gegen jede Regel der Architektur reiht sich hier Haus an Haus aneinander, krumm, schief und sehr bunt. Die kleine Stadt mit etwas über 28.000 Einwohnern bezaubert jeden Besucher mit ihrem Charme und ihrer lebensfrohen Natur. Hier, in dieser kleinen Stadt, soll auch das Geburtshaus Draculas stehen, des blutrünstigen Fürst Vlad III. Draculea. Das kunterbunte Schäßburg ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Kein Wunder, denn eine so vollständig erhaltene, uralte und bewohnte mittelalterliche Festung mit imposanten Stundturm, Türmchen und ihren verwinkelten Gässchen findet man kaum noch.

  • Schloss Peles im Herbst
    Schloss Peles im Herbst
  • Drohnenaufnahme von Schloss Peles
    Drohnenaufnahme von Schloss Peles

Rumänien - ein Land voller Geschichte

Eine Sehenswürdigkeit darf in Verbindung mit Rumänien nicht vergessen werden: das weltberühmte Schloss Bran (Törzburg). Das etwas düstere und dennoch wunderschöne Schloss gilt nämlich als die Heimat des Grafen Dracula. Die Legende um das Schloss und den "Urvater aller Vampire" entstand, weil Schloss Bran das einzige Schloss in Rumäniens ist, dessen Beschreibung exakt auf die Beschreibung im Roman des berühmten irischen Schriftsteller Bram Stoker passt. Als Vorlage für Brams Stokers "Dracula" soll Fürst Vlad III. Draculea gedient haben. Ob Vlad III. Draculea überhaupt jemals in Schloss Bram gelebt hat, kann weder bestätigt noch dementiert werden. Sieht man das gewaltige, düstere Schloss jedoch hoch oben auf seinem Felsen thronen, umgeben von Schwärmen lärmender Krähen, möchte man der Legende mit aller Macht Glauben schenken.

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