Tunis – Zwischen Tradition und Moderne

Ganz im Norden, in der Nähe des Mittelmeeres befindet sich Tunesiens größte Stadt und das wirtschaftliche, politische und kulturelle Zentrum des Landes. Tunis blickt auf fast 3.000 Jahre Geschichte zurück und verdankt seinen Städtenamen der Göttin Tanit. Ein faszinierender Kontrast aus Tradition und Moderne, aus historischer Vergangenheit und schnelllebiger Gegenwart hebt Tunis von vielen anderen orientalischen Städten ab. Erkunden Sie die schönsten Ecken von Tunis und erfahren Sie mehr über die ereignisreiche Geschichte des Landes und die Kultur der Tunesier. Exotische Gerüche, Früchte und vielerlei Alltagsartikel finden Sie auf dem sehenswerten Zentralmarkt. Im weithin berühmten Bardo-Museum sind vor allem die zahlreichen römischen Mosaiken ein absolutes Highlight, welches in Tunis nicht fehlen darf. Begeben Sie sich auf eine vielseitige Entdeckungsreise in der orientalischen Stadt voller Gegensätze, die immer einen ausgiebigen Besuch wert ist.

Der glanzvolle Aufstieg der tunesischen Hauptstadt Tunis

Tunis blickt auf eine sehr lange Geschichte zurück und ist heute nicht nur die größte, sondern auch die älteste Stadt des Landes. Bereits vor der Ankunft der Phönizier im 9. Jahrhundert war die Stadt unter dem Namen Tunes am Mittelmeer angesiedelt. Das genaue Gründungsdatum von Tunis ist zwar nicht bekannt, dafür jedoch die Bedeutung des Städtenamens. Tanit war eine Gottheit, die noch in der punischen Zeit als Schutzgöttin von Karthago verehrt wurde – und zur Namensgeberin für Tunis wurde. Erwähnenswert ist zusätzlich, dass Tunis in der Antike unter dem Schatten der Stadt Karthago stand und erst viele Jahre später zu großer Macht und zu mehr Bekanntheit gelangte. Karthago wurde schließlich im ausgehenden 7. Jahrhundert zerstört. Die arabische Eroberung von Tunis und die Zerstörung der mächtigen Konkurrenzstadt führten zu der ersten Blütezeit von Tunis mit überregionaler Bedeutung. Auch die Medina, die berühmte Altstadt von Tunis, entstand im 9. Jahrhundert zur Zeit der arabischen Herrschaft. Sogar zur Hauptstadt wurde Tunis im Jahre 1159 unter der Herrschaft der Almohaden. Damals führendes Handelszentrum im Handel mit Europa, galt Tunis als beliebtes Ziel für Eroberungen. Die Franzosen führten im Rahmen eines Kreuzzuges im Jahre 1270 einen Eroberungsversuch durch und scheiterten an Tunis.

  • Blick auf die Stadt
    Blick auf die Stadt
  • Fliesenmuster in Tunis' Altstadt
    Fliesenmuster in Tunis' Altstadt

Ereignisreiche Neuzeit in Tunis

Für ein Verständnis des heutigen Stadtbildes und des Lebens in Tunis ist auch ein Blick auf die Zeit ab dem Mittelalter von Bedeutung. Die Osmanen eroberten Tunis erstmalig im Jahre 1534. In den folgenden Jahren wurden verschiedene Eroberungsversuche durch die Spanier, Engländer und Franzosen unternommen. Viele Flüchtlinge aus Andalusien ließen sich zu jener Zeit in Tunis nieder und sorgten für einen erheblichen wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt. Gerade die Franzosen prägten in der Zeit ihrer Herrschaft das Stadtbild von Tunis und waren im Gegensatz zu den Spaniern länger vor Ort präsent. Tunesien wurde schließlich 1956 unabhängig. In der Zeit nach der Unabhängigkeit verlor Tunis zunächst rund ein Viertel seiner aus Franzosen und Italienern bestehenden Einwohner, die zurück nach Europa gingen. Viele Menschen zogen vom Land in die Stadt und prägen bis heute die Gesellschaft und das Leben in Tunis. Aufgrund der ereignisvollen Geschichte und der europäischen Einflüsse ist auch verständlich, warum ein so starker und reizvoller Kontrast zwischen der orientalischen Altstadt und der eher europäischen Neustadt besteht.

  • Architektur in Tunis' Altstadt
    Architektur in Tunis' Altstadt
  • Blick auf die Ez-Zitouna-Moschee
    Blick auf die Ez-Zitouna-Moschee

Ein Rundgang durch Tunis

Außergewöhnlich bei jedem Rundgang durch Tunis ist der große Kontrast zwischen der Altstadt und den neueren Bauten mit modernen Straßen. Empfehlenswert ist die Besichtigung von Tunis mit einem erfahrenen Reiseleiter, der Ihnen die Geschichte und die wichtigsten Orte der Stadt zeigen und erklären kann. Zu den Highlights in Tunis gehören unter anderem der Zentralmarkt und das Bardo-Museum. Absolut sehenswert ist auch die reizvolle, im 9. Jahrhundert von den Arabern errichtete Medina im Herzen der Stadt. Bereits seit 1979 ist die Medina eine Weltkulturerbestätte der UNESCO und zieht durch verwinkelte Gassen, ehrwürdige Bauten und eine orientalisch-historische Atmosphäre alle Gäste der Stadt in ihren Bann. Im Zentrum der Medina von Tunis befindet sich die prächtig verzierte, aus hellen Steinen errichtete Ez-Zitouna-Moschee aus dem 9. Jahrhundert. Die vielfach erweiterte und teilweise umgebaute Moschee ist eine der wichtigsten des Landes – eine Außenansicht des schönen Bauwerks lohnt sich daher bei einem Rundgang. In der Medina tauchen Sie bei einem Gang durch die Marktgassen, die Souks, in das Leben von Tunis ein und können Schuhe, Textilien, Handwerkskunst und viele weitere Erzeugnisse erstehen. Auch außerhalb der Altstadt ist Tunis eine sehenswerte Stadt. Hervorzuheben ist vor allem der Platz des Sieges mit dem früheren Stadttor, welches auch Hafentor genannt wird. Das Tor markiert den Übergang von der Medina zur Neustadt, die von den Franzosen im klassischen Schachbrettmuster und mit europäisch anmutenden Bauwerken errichtet wurde. In der Neustadt ist gerade die mehr als einen Kilometer lange Avenue Habib Bourguiba mit ihrer schönen Fußgängerpromenade einen kleinen Spaziergang wert.

  • Avenue Habib Bourgiba
    Avenue Habib Bourgiba
  • Platz vor der Stadthalle
    Platz vor der Stadthalle

Exotischer Zentralmarkt in Tunis

Eine ganz andere, exotische Welt betreten Sie auf dem Zentralmarkt von Tunis. Auf dem Markt wird noch auf traditionelle Weise gehandelt und Sie erhalten einen besonders guten Einblick in das Leben der Tunesier. Frisches Obst, Gemüse, Gewürze, Fleisch und Fisch finden Sie genauso auf dem Zentralmarkt wie viele Alltagsgegenstände. Kosten Sie die frischen Früchte und lernen Sie mehr über das Leben und die Kultur der Menschen – ein Marktbesuch ermöglicht immer intensive Einblicke in das jeweilige Land. Dies gilt ganz besonders für eine orientalische Stadt wie Tunis. Der Name Bardo wird Ihnen bei einer Stadtbesichtigung von Tunis direkt mehrfach begegnen. Zum einen ist dies der Name eines malerischen Villenvorortes, der sich durch seine schönen französischen Villen wunderbar für einen Besuch eignet. Noch wesentlich bekannter ist aber das Bardo-Museum von Tunis mit der weltweit wichtigsten Sammlung römischer Mosaiken. Die Geschichte und Kultur Tunesiens ist im Museum besonders interessant dargestellt, sodass Sie sich einen Ausflug zu diesem Museum nicht entgehen lassen sollten.

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