Kurische Nehrung: Einzigartige Dünenlandschaft
Die Kurische Nehrung ist mit ihren imposanten Dünenlandschaften seit jeher ein Sehnsuchtsziel vieler Urlauber und zog bereits weltberühmte Autoren wie Thomas Mann in ihren Bann. Wer sie vom Wasser aus bereist, kann schon aus der Ferne gut die Wanderdünen erkennen, die sich majestätisch wie Berge in die Höhe zu schrauben scheinen. Am schmalen Küstenstreifen finden sich verträumte Fischerdörfer, die hier seit Jahrhunderten den Gezeiten trotzen. Diese einmalige Landschaft, die seit dem Jahr 2000 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört, ist eng mit der baltischen Sagenwelt verwoben. Abseits der feinsandigen Ostseestrände findet man hier jahrhundertealte Kiefernwälder, in denen Holzskulpturen aus der litauischen Folklore die Wege bewachen. Die Kurische Nehrung ist zudem Teil der geschichtsreichen Bernsteinküste. In der Bernsteingalerie, die sich auf der Haffseite befindet, kann man die Geschichte des Schmuckhandwerks näher kennenlernen.
Kurische Nehrung: Die Legende von der schönen Riesin
Schon in der Frühzeit suchten die Menschen, die sich auf der Halbinsel niedergelassen hatten, nach einer Erklärung für diese einmalige Landschaftsform. Es bildete sich so die Legende der schönen Riesin Neringa, die die Kurische Nehrung erschaffen haben soll. Die Riesin Neringa war bei den Fischern sehr beliebt. Sie half beim Fischfang und rettete oft in Seenot geratene Schiffe. Eines Tages wütete ihr der mächtige Wellengott Bangputys, der in der litauischen Sagenwelt eine große Rolle spielt. Die See tobte und gewaltige Wellenberge drohten die Küstendörfer zu ertränken. Um die Fischer zu schützen, eilte Neringa ans Meer und schüttete schnell einen großen Sandhaufen auf. Hinter dem Sandwall schuf sie schließlich das Haff, so dass die Fischer fortan nicht mehr in die stürmische See zum Fischen fahren mussten. Die Kurische Nehrung war entstanden. Geologisch ist die Kurische Nehrung dagegen nach der letzten Eiszeit entstanden. Als das Eis zurückging, bildeten sich zahlreiche Moränenhügel im Meer. Verwehter Sand lagerte sich durch starke Westwinde ab und bildete rasch wachsende Wanderdünen, die sich zu einer Landzunge formten. Das Klima jener Zeit wärmte sich auf und begünstigte das üppige Wachstum von Grasen und Schilfen. Die Kurische Nehrung befindet sich heute noch ständig in Bewegung. In den vergangenen Jahrhunderten ist so manches Küstendorf von den Wanderdünen verschüttet worden.
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Ostseeküste an der Kurischen Nehrung -
Sanddünen
Kurische Nehrung: Besiedlung seit der Frühzeit
Die Kurische Nehrung ist bereits in der Frühzeit besiedelt gewesen. Erste Besiedlungsspuren finden sich schon 3000 Jahre vor unserer Zeitrechnung. Die Kurische Nehrung war hauptsächlich bis ins 13. jahrhundert von baltischen Stämmen besiedelt, die auch einen Großteil der Legenden schufen. Ab dem 13. Jahrhundert nahm der Deutsche Ritterorden weite Gebiete in Besitz und errichtete zahlreiche Burgen, so etwa in der Hafenstadt Klaipeda, die auch unter dem deutschen Namen Memel bekannt ist. Die Kurische Nehrung wurde von Kuren und Deutschen besiedelt. Diese sicherten ihr Auskommen hauptsächlich mit dem Fischfang. Die Kurische Nehrung wurde ausschließlich auf der Haffseite besiedelt. Bestimmt wurde das Leben durch den Kampf gegen die Gezeiten und Naturkräfte. Im 16. Jahrhundert wurde die Kurische Nehrung von einer ökologischen Katastrophe heimgesucht. Die weitflächige Abholzung der Fichten- und Lindenwälder während des siebenjährigen Krieges sorgte für ein rasches Weiterwandern der Dünen, wodurch mehrere Dörfer vom Sand begraben wurden. Um die Kurische Nehrung vor der Versandung zu schützen, brachte der preußische Staat ungeheure Summen auf. So gelang es die Kurische Nehrung vor dem Versanden zu beschützen, trotzdem bis zum heutigen Tag weiterhin alles getan wird, um das Gleichgewicht des Ökosystems zu bewahren. Nach dem ersten Weltkrieg wurde die kurische Nehrung geteilt. Mit dem Ende des zweiten Weltkriegs stand die Kurische Nehrung dann unter sowjetischer Verwaltung und wurde nach dem Zerfall der Sowjetunion erneut getrennt.
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Dünen der Kurischen Nehrung -
Schutzvorrichtungen für die Dünen
Kurische Nehrung: Zahlreiche Sehenswürdigkeiten
Die Kurische Nehrung hat zahlreiche interessante Sehenswürdigkeiten zu bieten. Wer zum Beispiel dem bewaldeten Pfad von Juodkrante folgt, stößt bald auf den sagenumwobenen Hexenberg. Entlang des Pfades, der sich durch einen jahrhundertealten Kiefernwald schlängelt, wachen groteske und fantastische Holzskulpturen aus der litauischen Sagenwelt. Hat man einmal den Hügel erklommen, bekommt man eine grandiose Aussicht auf die Kurische Nehrung. An diesem Ort feierten die Litauer einst den Johannistag. Doch der Hügel soll nach der Ortslegende auch bei Hexen und mystischen Kreaturen beliebt sein. Der gesamte Wanderpfad ist beschildert, führt in die lokale Botanik ein und bietet Sitzbänke zum zwischenzeitlichen Ausruhen und Entspannen. Ebenso bei Juodkrante befindet sich die Bernsteinbucht, in der Arbeiter im 19. Jahrhundert im Schlamm auf den kostbaren Schmuckstein stießen. Wer sich von Juodkrante nach Nida aufmacht, findet auf dem Weg eine der ältesten Reiher- und Komoranenkolonien Europas, für die die Kurische Nehrung bekannt ist. Die Ortschaft Nida bildet das Zentrum der Nehrung und zieht im Sommer viele Badeurlauber an. Die Kurische Nehrung hat seit dem 19. Jahrhundert viele Künstler in ihren Bann gezogen, die sich oft in Nida niederließen. Auch Thomas Mann gefiel der Ort so gut, dass er hier ein Sommerhaus errichten ließ. Heute befindet sich im einstigen Ferienhaus ein Museum, das dem Schaffen von Thomas Mann zugedacht ist. Die Kurische Nehrung ist ein Teil der weltberühmten Bernsteinküste. Auf der Haffseite kann man in Nida das Bernsteinmuseum besichtigen. Die Kurische Nehrung ist vor allem auch wegen der riesigen Parnidis-Düne bekannt, die sich in direkter Nähe zu Nida befindet.
Was Gäste zu Baltikum sagen
"Faszinierende Einblicke in die baltischen Republiken"
Diese Rundreise ist voller schöner Erlebnisse, viele interessante Informationen und Geschichten, wunderbare Orte.
Die Geschichte der Baltischen Republiken ist sehr faszinierend und wurde uns so auch mehr gebracht.
"Abwechslungsreich!"
Eine abwechslungsreiche Reise mit vielen neuen Eindrücken und Erkenntnissen, insbesondere was das Verhältnis zu Russland angeht. Die Reiseroute war super, mit den Highlights Kurische Nehrung und Lahemaa sowie die Hauptstädte Riga und Tallinn. Aber auch die Übernachtung auf dem Gutshof und der Besuch des Sumpfes waren sehr interessant. Ein paar Abstriche bei der Reisleitung und dem 2. Bus.
"Intensive Rundreise mit vielen Höhepunkten"
Diese Reise ist geeignet für Menschen die möglichst viel in kurzer Zeit sehen möchten und eine gute Grundkondition mitbringen, da das Programm der einzelnen Tage sehr umfangreich ist.
"Eine der schönsten Gruppenreisen mit besonderer Atmosphäre"
Das war eine meiner schönsten Gruppenreisen, was neben der freundlichen und interessanten Reiseleitung hauptsächlich an der angenehmen Größe der Reisegruppe und dem Glücksfall lag, auf entspannte und harmonierende Mitreisende getroffen zu sein.
Das Programm war straff getaktet, während der "Spaziergänge" hätte ich mir manchmal eine Sitzpause gewünscht. Aus meiner Sicht wäre es auch schön gewesen etwas traditionelles oder folkloristisches kennenzulernen.
"Harmonische Reise mit tollen Begegnungen"
Die Reise und auch die Gruppe war sehr harmonisch, auch dank Renata. Es war wieder einmal eine gelungene SKR Reise.
"Schönes Baltikum!"
Eine tolle Reise, die mir Land und Leute des Baltikums sehr positiv und interessant erleben ließ.
"Abwechslungsreiche Baltikumsreise mit vielen Highlights"
Die zweiwöchige Baltikumsreise Panorama war sehr abwechslungsreich. Man hat viel von den drei Ländern gesehen sowie von unserer tollen Reiseleiterin Irena Medne wissenswertes über Land und Leute erzählt bekommen. Danke auch an sie für die zusätzliche Organisation der Bootstour an der kurischen Nehrung, die ein Highlight war. Loben möchten wir auch unsere Busfahrerin Ines, die uns sicher und umsichtig gefahren hat. Bemängeln müssen wir allerdings unseren Mercedes Sprinter Bus, der für die zwei Wochen sehr unbequem und eng war. Man könnte das Programm ein wenig anpassen z.B. den nicht so sehenswerten Blick von Paradise Hill ändern zu einer Wanderung zur Burganlage Turaida. Die Panga Steilküste war nicht, wie im Programm beschrieben, von unten zu besichtigen (da es keinen Weg nach unten gab).