Die Kalahari Wüste - eines der größten Naturreservate weltweit

Die Kalahari Wüste ist die südlichste Wüste Afrikas. Die Fläche der Kalahari umfasst circa 1 Million km² und erstreckt sich über Teile der Regionen Südafrika, Botswana, Kongo, Angola, Sambia, Simbabwe und Namibia. Die Kalahari ist bekannt für ihren rötlichen Sand, welcher den Lebensraum für viele Pflanzen- und Tierarten bildet. Der Ursprung des Namens Kalahari ist ungeklärt, man vermutet, dass er auf einen Schreibfehler des Wortes Kgalagadi zurückzuführen ist. Weite Teile der Kalahari Wüste stehen heutzutage unter Naturschutz und werden als Reservate beziehungsweise Nationalparks eingeteilt und geschützt.

Der rote Sand der Kalahari Wüste

In der Kalahari fällt überdurchschnittlich viel Regen für eine Wüstenregion, weswegen die Bezeichnung "Wüste" für die Kalahari an sich nicht ganz korrekt ist. Infolge des Regens bilden sich große Pfannen und Wasserlöcher, die den Wildtieren genügend Wasserreserven bieten und die Landschaft der Kalahari erblühen lassen. Deswegen wird die Kalahari auch oft als Trockensavanne bezeichnet. Die Kalahari entstand durch die Abspaltung der südafrikanischen Platte von Gondwana. Durch die Streckung des Kontinents während der Tertiär-Zeit bildete sich an der Stelle ein flaches Sandbecken: die Kalahari, mit den typischen rotfarbenen Dünen. Durch den Pflanzenwuchs sind diese Dünen jedoch keine Wanderdünen. Landschaftlich ist die Kalahari Wüste durch die endlose Weite und die faszinierenden Dünenformationen äußerst faszinierend und einzigartig. Mitten in der durch Sanddünen und Trockenheit geprägten Kalahari liegt das Delta des Okavango Flusses. Es gehört zu den größten sowie ursprünglichsten Feuchtgebieten der Welt. In der Regenzeit überflutet der Fluss großflächig die Sandgebiete der Kalahari. Mit der Flut bilden sich Sümpfe und grüne Feuchtwiesen, viele der Tiere der Kalahari versammeln sich zu der Zeit in dieser Region. Das Okavango-Delta wurde im Jahre 2014 von der UNESCO wegen seiner Einzigartigkeit mit dem Titel des Weltnaturerbes ausgezeichnet.

  • Blick auf die Kalahari Wüste
    Blick auf die Kalahari Wüste
  • Gazellen
    Gazellen

Die Kalahari Wüste - Heimat zahlreicher Arten

Wohingegen Wüsten oftmals Gegenden sind, in denen kaum Pflanzen oder Tiere überleben können, ist die Kalahari Wüste dank der klimatischen und geologischen Faktoren das Zuhause vieler Tier- und Pflanzenarten. Auf einer Entdeckungstour durch die Kalahari können Löwen, Leoparden, Geparden, Antilopen, Gnus und viele andere Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet werden. Die meisten Tiere wandern dem Wasser hinterher und befinden sich gerade in der Trockenzeit teilweise auf tagelanger Wanderschaft. Ihr Lebensrhythmus wird vom Takt der Wüste bestimmt. In den Makgadikgadi-Salzpfannen finden sich zur Regenzeit zahlreiche Vogelarten ein. Unter anderem kann man hier Flamingos, Kraniche und Pelikane beobachten. Die Salzpfannen bildeten in früherer Zeit einen See innerhalb der Kalahari, welcher vom Meer abgeschnitten war und im Laufe der Zeit austrocknete. Hier findet man die weltweit größten Nester mit bis zu 2 m Durchmesser, in denen Vogelgruppen gemeinsam brüten. In der Trockenzeit sind die Becken karge Salzformationen, in der Regenzeit füllt sich das gesamte Gebiet mit Wasser. Außerdem kommen dann auch Herdentiere wie Zebras und Antilopen in die Region, um von den Wasservorräten zu leben. Zu dieser Zeit lohnt sich der Besuch der Kalahari vor allem für Tierbeobachtungen. Auch die Fauna der Kalahari ist vielfältig und hat sich den Gegebenheiten angepasst. Zwischen den kargen Sandregionen lassen sich immer wieder grüne, bewachsene Inseln entdecken. Die Kalahari ist geprägt von Dünen- und Wüstenpflanzen sowie hohen Akazien-Bäumen. Obwohl circa 90% des Bodens aus lockerem, eher unfruchtbarem Sand besteht, konnte sich die Pflanzenwelt ihren Raum in der Kalahari schaffen. Viele der Pflanzen haben sich durch die Entwicklung von Speichermechanismen angepasst, um die Trockenzeiten in der Kalahari zu überleben. Sobald Regen fällt, erblüht und ergrünt die gesamte Kalahari Wüste. 

  • Springböcke in der Kalahari Wüste
    Springböcke in der Kalahari Wüste
  • Kalahari Wüste
    Kalahari Wüste

Das Volk der San - Die Buschmänner der Kalahari

Die San gelten als eine der ältesten Zivilisationen Afrikas, noch heute leben viele Mitglieder des Stammes in der Kalahari Wüste. Ursprünglich lebten sie in mehreren Gebieten des südlichen Afrikas, wurden jedoch von den Bantu-Völkern und von siedelnden Europäern immer mehr in die Kalahari Wüste gedrängt. Die San organisieren sich in Familienclans in nomadischer Lebensweise. Diese Clans bestehen aus 5 bis 15 Familien und können bis zu 60 Personen umfassen. Traditionell leben sie autark und ernähren sich von den Tieren und Pflanzen der Kalahari. Ihre Jagdmethoden sind speziell auf die vorherrschenden Umstände der Kalahari angepasst, auch das Speichern von Wasser hat das Nomadenvolk perfektioniert. Noch heute gehen die Jäger mit Speeren und Bögen mit vergifteten Pfeilspitzen auf die Jagd. Die wenigen San-Clans, die noch traditionell leben, bauen oft zusätzlich Rooibos an und gewinnen Salz, welches dann wirtschaftlich gewinnbringend verkauft wird. Viele arbeiten heutzutage auf Farmen oder agieren als Guides und Fährtenleser in der Kalahari.

Traditionell verwurzelt ist die Idee des Nichtbesitzes, so existiert in der San-Kultur prinzipiell kein Privateigentum. Durch die Abgeschiedenheit in der Kalahari Wüste konnten sich die noch ursprünglich lebenden Mitglieder des San-Volkes ihre Kultur und die damit verbundenen Traditionen weitestgehend bewahren. Die politische Struktur ist auf die Clans beschränkt, in jedem Clan gibt es ein Oberhaupt. Die Religion der San ist eine der Natur zugewandte Glaubensrichtung, magische Kräfte spielen dabei keine große Rolle. Es wird zwar etwas Übersinnliches angebetet, jedoch fanden traditionell keine Opfergaben oder ähnliches für dieses Wesen statt, wie in vielen anderen religiösen Kreisen. Teilweise tausend Jahre alte Felsbilder in der Kalahari zeigen die bewegte Geschichte des San-Volkes. Sie handeln von Kämpfen mit Feinden, aber auch von alltäglichen Situationen wie der Jagd, heimischen Tieren oder religiösen Ritualen mit Tänzen. In den Tsodilo-Bergen gibt es circa 4.500 dieser Felszeichnungen. Der Ort in der Kalahari galt für das San-Volk als heiliger Ort. Die San glauben, dass dort die Geister der Vorfahren wohnen und hier das Wetter seinen Ursprung hat.

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