Ingapirca – Geheimnisvolle Inkastätte entdecken

Im Herzen Ecuadors befinden sich in einer Höhe von 3.200 Metern über dem Meeresspiegel die geheimnisvolle Ruinenstätte Ingapirca. Nur rund 80 Kilometer nördlich von Cuenca gelegen gibt Ingapirca den Gelehrten bis zum heutigen Tag Rätsel auf. Denn Ingapirca ist nicht nur eine Burg oder Festung, sondern auch eine Kultstätte, die auch einen für die Inka immens wichtigen Sonnentempel beinhaltet. Doch was genau war der Zweck von Ingapirca im heutigen Ecuador? Die geheimnisvolle Inkastätte in den Anden des kleinen Landes ist noch weniger bekannt als peruanische Inkastätten und stellt deshalb ein ganz besonderes Highlight in Ecuador dar. Entdecken Sie Ingapirca und erfahren Sie mehr über die Geschichte und die mögliche Bedeutung der Anlage, die kunstvoll von den Inka errichtet wurde und bis heute sehr gut erkennbar ist.

Die Geschichte von Ingapirca

Der Name Ingapirca ist ungefähr mit Inkamauer zu übersetzen, doch um die genaue Bedeutung von Ingapirca ranken sich verschiedene Geschichten. Interessant ist aber auch, dass die Inka sich den Erzählungen zufolge nur etwa 50 Jahre in dem Gebiet aufhielten, welches später zum Land Ecuador wurde. Die präkolumbianische Stätte Ingapirca wurde daher nicht von den Inka selbst als erstes errichtet, sondern den Forschungen zufolge von einem kleinen einheimischen Volk, die unter dem Namen Cañari bekannt waren. Der Name von Ingapirca ist daher auch Hatun Cañar, dies ist mit „Groß Cañar“ zu übersetzen. Den Archäologen zufolge war Ingapirca zunächst eine sehr wichtige Kultstätte für dieses Volk, über das heute nur noch sehr wenig bekannt ist. Die heutigen Ruinen sprechen auch kaum noch von diesem Volk, von Bedeutung ist allerdings ein großer Felsbrocken aus Vulkangestein. Dessen Bedeutung lässt sich erst im Licht der untergehenden Sonne erkennen, denn dann treffen die Sonnenstrahlen fast schon waagerecht auf den Stein. Dieser als Huanca Cañar bekannte Stein soll offenbar ein Grabmal eines bedeutenden Führers dieses Volkes bezeichnen.

  • Inkastätte Ingapirca
    Inkastätte Ingapirca
  • Ingapirca
    Ingapirca

Die Baukunst der Inka in Ingapirca

Die Inka kamen erst später zu der heutigen Ruinenstätte und verliehen Ingapirca das Aussehen, welches sich die Inkastätte größtenteils bewahrt hat. Bis heute ist der imposante Sonnentempel der Inka genauso zu sehen wie Teile des Mauerwerkes, welches aus perfekt zusammengesetzten Steinen besteht. Der Sonnentempel spricht neben den Mauern und der durchdachten Bewässerungsanlage vom Wirken der Inka in Ingapirca. Allerdings konnte nicht genau festgestellt werden, zu welchem Zweck die Inka Ingapirca genutzt haben. Sicherlich war Ingapirca aber auch für die Inka eine bedeutsame Kultstätte in den Anden, in denen der Sonnengott Inti verehrt wurde. Einigen Erzählungen zufolge schlossen die Inka sich mit den Cañari im 15. Jahrhundert zusammen, anderen Geschichten zufolge vertrieben die Inka erst die Cañari, bevor sie sich in Ingapirca niederließen. Der genaue Verlauf dieser Geschichte der Inka in Ecuador wird sehr wahrscheinlich nicht mehr rekonstruiert werden, doch Ingapirca ist bis heute ein deutlich sichtbares Zeichen für die Baukunst der oftmals geheimnisvollen Inka. Die Spanier plünderten Ingapirca nach der Entdeckung und sorgten für größere Zerstörungen. Die Stätte ist nach einer umfassenden Restaurierung im 20. Jahrhundert seit dem Jahr 1966 für die Öffentlichkeit zugänglich und befindet sich durch die Maßnahmen in einem wirklich guten Zustand.

  • Bauweise der Inkastätte
    Bauweise der Inkastätte
  • Ingapirca
    Ingapirca

Ein Ausflug nach Ingapirca

Die erhabene Lage von Ingapirca sorgt für einen wundervollen Ausblick auf die Umgebung und erklärt schnell die Gründe, die vor vielen hundert Jahren für die Errichtung der Ruinenstätte sprachen. Ein Besuch von Ingapirca empfiehlt sich vor allem von der naheliegenden Stadt Cuenca aus und versetzt Sie in die vergangenen Zeiten, in denen die Inka noch über ein großes Reich herrschten. Auch wenn der genaue Zweck von Ingapirca nicht bekannt ist, spricht doch sehr viel für eine bedeutsame Kultstätte zu seiner Zeit. Besonders zusammen mit einem erfahrenen Reiseleiter erkunden Sie den Sonnentempel, die rituellen Badestellen, das Observatorium und natürlich auch das bis heute sichtbare Grabmal der Cañari. Dieses wird häufig als Mondtempel bezeichnet und besitzt genau wie der Sonnentempel eine faszinierende Ausstrahlung. Ohne einen Reiseleiter ist es noch etwas schwieriger einen Überblick zu erhalten. Die bis heute noch nicht weithin bekannten Ruinen von Ingapirca sind nicht ausgeschildert oder mit Informationen versehen. Überall in Ingapirca werden Ihnen die perfekt passenden und sorgfältig bearbeiteten Steine auffallen, die auch andere Bauwerke der Inka auszeichnen. Gerade die Mauern beeindrucken Gäste durch ihre besondere Gestaltung der Steine immer wieder. Ein wahrscheinlicher Mondkalender mit 28 Löchern und der einstige Stein, der als Opferstein für Tier- und Menschenopfer genutzt wurde, sind ebenfalls in Ingapirca zu sehen. Die wichtigste Inkastätte in Ecuador ist aufgrund der historischen und architektonischen Bedeutung der erdbebensicheren Bauwerke der Inka besonders empfehlenswert. Achten Sie bei Ihrem Ausflug nach Ingapirca auch auf die herrliche Landschaft, die in den Anden immer wieder zu unvergesslichen Ausblicken führt.

Die Bauweise der Inka in Ingapirca

Zusätzlich zu den perfekt modellierten Steinen, die sich fugenlos ineinanderfügen und die Jahrhunderte überstehen, gibt es bei der Bauweise der Inka noch weitere Besonderheiten. Die schon erwähnte erdbebensichere Bauweise wird durch die Türen in Trapezform erreicht. Diese Türen sind auch in Ingapirca erkennbar, finden sich aber beispielsweise in den vielen Inkastätten in Cuzco und Umgebung. Sehr interessant ist darüber hinaus die Ausrichtung der gesamten Anlage. Ingapirca ist so errichtet worden, dass jeweils der längste und der kürzeste Tag des Jahres durch einen bestimmten Stand der Sonnenstrahlen an den Mauern erkennbar ist. Dabei zeigt sich einmal mehr das astronomische Wissen der Inka, wodurch ein Observatorium auch sehr gut in die Kultstätte hinein passt. Im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts konnte die Bauweise der Inka in Ingapirca noch etwas besser betrachtet werden. Alten Skizzen zufolge war die Stätte damals noch besser erhalten, doch es wurden immer wieder Steine zum Bau von anderen Bauwerken und Kirchen in der Umgebung verwendet. Doch der Einblick in die frühere Größe von Ingapirca ist noch gut erkennbar, genauere Informationen erhalten Sie auch im Museum von Ingapirca. Dieses befindet sich direkt bei den Ruinen.

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