Ajuy – Zwischen Höhlen, Strand und Piraten

Ein kleines und verschlafenes Fischerörtchen an der wildromantischen Westküste von Fuerteventura. Ajuy fasziniert durch die romantische Landschaft, den weiten schwarzen Strand, tiefe Höhlen in den Felsen und eine wechselvolle Geschichte. Immer wieder wurde die Küste bei Ajuy zum Opfer der zahlreichen Piratenüberfälle und verlieh dem Strand den Namen Playa de los Muertos, der Strand der Toten. Von hier aus eroberte der Normanne Jean de Bethencourt ganz Fuerteventura und einst war Ajuy der wichtigste Hafen von Fuerteventura. Eine wilde Geschichte, die sich hinter einer zauberhaften Landschaft versteckt – erkunden Sie Ajuy und erfahren Sie mehr über die Ursprünge der Inselgeschichte.

  • Ajuy
    Ajuy
  • Schwarzer Sandstrand in Ajuy
    Schwarzer Sandstrand in Ajuy

Wissenswertes über Ajuy

Früher spielte der kleine Ort Ajuy eine wichtige Rolle in der Geschichte von Fuerteventura. Es wird erzählt, dass der normannische Eroberer Jean de Bethencourt an dem Küstenstreifen vor Ajuy im Jahre 1402 angelegt haben soll, um von dort die Eroberung der Insel in Angriff zu nehmen. Es ist nicht ganz sicher, ob diese Vermutung der Wahrheit entspricht, doch Ajuy war in jedem Fall der Hafen der damaligen Hauptstadt Betancuria. Hinterher wurde Ajuy zum wichtigsten Hafen von ganz Fuerteventura und glich zum damaligen Zeitpunkt so gar nicht dem heute eher verschlafenen Ort.

Neben der Bedeutung des Hafens war Ajuy weithin für den Abbau von Kalkstein bekannt. Die Verschiffung des Kalks erfolgte bis ins 19. Jahrhundert hinein, oberhalb von Ajuy sehen Sie noch heute die alten Kalkbrennöfen. Abgebaut wurde der Kalk entlang einer Kalkbank bei dem Ort, die rund 15 Kilometer lang war. Nachdem die Kalkbrennöfen nicht mehr verwendet wurden, verlor Ajuy auch den Status als wichtigster Hafen der Insel an den Ort Puerto del Rosario. Daher ist Ajuy seit etwa der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum heutigen Tag eher unwichtig in wirtschaftlicher Hinsicht und besitzt diesen ganz besonderen, ruhigen Charme. Das Fischerdorf wurde übrigens erst sehr spät an das bestehende Wasser- und Stromnetz angeschlossen, genauer gesagt im Jahre 1986.

Interessant ist sicherlich auch die Herkunft des Strandnamens von Ajuy. Der schwarze Sandstrand bietet heute vor dem blau des Meeres ein sehr idyllisches Bild, auch wenn aufgrund der starken Brandung vom Baden im Meer abgesehen werden sollte. Genannt wird dieser Strand „Playa de los Muertos“, also der „Strand der Toten“. Der Name ist aber nicht auf die gefährliche Brandung und die hier stark vorhandenen Unterströmungen zurückzuführen. Vielmehr stammt dieser doch eher unheimliche Name aus der Vergangenheit der zahlreichen Piratenüberfälle, bei denen es nicht selten gerade an diesem Strand sehr blutig zuging.

Ein weiterer Anziehungspunkt neben den Kalkbrennöfen und dem Strand sind die Höhlen von Ajuy. Diese Höhlen wurden von der immer vorhandenen Brandung und der Erosion gebildet und reichen teilweise hunderte von Metern in die Felsen hinein. Von der Klippe oberhalb der Felsen ergibt sich ein wunderschöner Blick auf die umliegende Bucht, die Höhlen können nach Wunsch auch besichtigt werden und sind mit Seilen gesichert. Ajuy an sich ist heute ein sehr kleiner Fischerort mit rund 130 Einwohnern, einfachen Häusern und schönen, bunt bemalten Fischerbooten. Das malerische Bild entfaltet sich besonders gut, wenn eine kleine Wanderung nach Ajuy unternommen wird und der Ort selbst bei einem Spaziergang näher erkundet wird. Ajuy ist für die wildromantische Kulisse, die wechselvolle Geschichte und die Höhlen neben dem Strand bekannt und stellt ein beliebtes, dabei aber absolut nicht überlaufenes Ziel auf Fuerteventura dar.

  • Felsformation Ajuy
    Felsformation Ajuy
  • Schwarzer Sandstrand
    Schwarzer Sandstrand

Milde Temperaturen mit kräftiger Brise

Ajuy befindet sich an der Westküste von Fuerteventura und ist wie die gesamte Insel für ein mildes Klima bekannt. Ganzjährig angenehme Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad und sehr viel Sonne machen auch Ajuy zu einem reizvollen Reiseziel. Da der Ort an der schrofferen Westküste liegt, weht hier der für Fuerteventura so typische Wind recht stark und sorgt dafür, dass ein Baden im Meer nicht empfehlenswert ist. Zum Wandern und Sonnen ist das milde Klima rund um Ajuy aber ideal und es können auch das ganze Jahr über Wanderungen oder Spaziergänge durchgeführt werden.

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