Karakorum - geheimnisvolle Ruinenstätte in der Mongolei
Das Jahr 1220 gilt als das Gründungsdatum von Karakorum. Es war kein Geringerer als der legendäre Dschingis Khan selbst, der den Befehl zur Errichtung der ersten mongolischen Hauptstadt im Tal des Flusses Orchon am Tschangai-Gebirge erteilte. Damit setzte er die Tradition seiner Vorgänger fort, die diesen Ort bereits zum Zentrum alter Mongolenreiche und zum damaligen Mittelpunkt der Welt erklärt hatten. Nach dem endgültigen Verfall Karakorums im 16. Jahrhundert geriet die Stadt weitestgehend in Vergessenheit. Überreste der ersten mongolischen Hauptstadt wurden 1889 entdeckt. Doch erst nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges führten Verlauf und Ergebnis verschiedener Grabungskampagnen wieder zu einem verstärkten öffentlichen Interesse. Heute gilt die etwa 320 km westlich von Ulaanbaatar, der gegenwärtigen Hauptstadt der Mongolei liegende Ruinenstadt Karakorum als eine der größten Attraktionen der Mongolei.
Karakorum als Geburtsstätte eines Nationalstaates
Nachdem Dschingis Khan die Gründung Karakorums veranlasst hatte, wurde sie unter seinem Sohn und Nachfolger Ügedai Khan zur Residenz ausgebaut und entsprechend befestigt. Ügedai Khan war es auch, der das bisher durch seine Raubzüge bekannte und gefürchtete Nomadenvolk schrittweise in ein organisiertes Staatswesen führte. Diesem Ziel diente auch der Bau eines Khanpalastes, der erst im Jahr 1256, 15 Jahre nach dem Tod Ügedai Khans vollendet wurde. Damit galt und gilt Karakorum noch heute als Geburtsstätte des mongolischen Nationalstaates. Die damit verbundene Notwendigkeit, manche bisher dem Nomadenvolk unbekannte Tätigkeiten ausführen zu müssen, wurde dadurch gelöst, dass man fremde Handwerker und Künstler für sich arbeiten ließ. Dies erfolgte sowohl auf freiwilliger als auch zwangsweiser Basis. Dabei entstand unter anderem der legendäre „silberne Baum"", der am Eingang des Palastes platziert war und aus vier seiner Äste unterschiedliche Getränke sprudeln ließ. Jahrzehnt später erhob ein nachfolgender Herrscher den Buddhismus zur Staatsreligion der Mongolen, sodass das Reich der Mongolen nun eine Hauptstadt, eine Religion sowie eine einheitliche Schrift besaß.
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Buddhistischer Tempel in Karakorum -
Schildkröte aus Stein
Karakorum entwickelt sich zu einer mächtigen Handelsmetropole
Den nach wie vor ihre tyrannischen Raubzüge durchführenden Khan-Dynastien gelang es, im Zusammenhang mit ihrer Hauptstadt Karakorum gleichzeitig eine sehr offene und tolerante Haltung an den Tag zu legen. Dies führte dazu, dass sich ihr Machtzentrum im 13. Jahrhundert immer mehr zu einem Handelszentrum entwickelte, das nicht nur von Kaufleuten verschiedenster Völker und Kulturen genutzt wurde, sondern auch für Handwerker und Künstler attraktiv war. Berichtet wird aus jener Zeit, dass das auf rund 1.600 m Höhe liegende Karakorum in zwei Stadtviertel geteilt war und zahlreiche Götzentempel und zwei Moscheen besaß. In dem überwiegend von Sarazenen bewohnten Viertel fand der Basar seinen Standort. Das zweite Stadtviertel beherbergte die Handwerker, die größtenteils aus Nordchina zugewandert waren. Chinesen waren es auch, die mit einem ausgeklügelten Bewässerungssystem die die Stadt umgebende Wüste urbar gemacht hatten. Die dort angebauten Kulturen dienten zur Versorgung der Stadtbewohner. Die sich in Karakorum kreuzenden Handelswege, darunter auch die Seidenstraße, sicherten der Bevölkerung den Zugriff auf herbeigeschaffte Güter. Gleichzeitig entwickelte sich Karakorum zu einer bedeutsamen und mächtigen Handelsmetropole.
Niedergang und Wiederentdeckung von Karakorum
Bereits unter der Herrschaft von Kublai Khan büßte Karakorum gegen Ende des 13. Jahrhunderts zum ersten Mal seinen Status als Hauptstadt ein. Er erklärte Peking zur Hauptstadt des Mongolenreiches. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde im Ergebnis kriegerischer Handlungen die heutige Ruinenstadt nochmals zur Hauptstadt des „Nördlichen Yuan"" erklärt. Doch bereits 20 Jahre später, im Jahr 1388 wurde Karakorum von chinesischen Angreifern vollständig zerstört. Obwohl nach 1415 der Wiederaufbau Karakorums in Angriff genommen wurde, erreichte die Stadt nicht mehr ihre ursprüngliche Bedeutung und geriet im 16. Jahrhundert im verfallenen Zustand in Vergessenheit. Ein Teil ihrer Gebäude fand in Form von Steinen Wiederverwendung beim Bau des buddhistischen Klosters Erdene Dsuu. Einige seiner rekonstruierten alten Tempel dienen heute wieder als buddhistisches Kloster. Erst im Jahr 1889 wurden die Überreste der antiken mongolischen Hauptstadt wiederentdeckt. Nennenswerte Ausgrabungen erfolgten jedoch erst nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges. Nach 1990 wurde Karakorum von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
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Karakorum -
Landschaft von Karakorum
Das Rätsel um den Khanpalast von Karakorum
Im Nationalen Museum für Mongolische Geschichte der Hauptstadt Ulaanbaatar kann heute das Modell der Stadtanlage Karakorums besichtigt werden, das nach den neuesten Erkenntnissen bisher erfolgter Ausgrabungen und Vermessungen erstellt wurde. Dieses Modell zeigt auch den außerhalb der Stadtmauern liegenden vermuteten Standort des 1256 fertiggestellten Khanpalastes. Nach neuesten Erkenntnissen soll er sich in unmittelbarer Nachbarschaft des Klosters Erdene Dsuu befunden haben. Darauf lassen drei an diesem Standort gefundene steinerne Schildkröten schließen, die als die bisher einzigen sicheren und sichtbaren Überreste des Khanpalastes gelten. Damit wird eine zwischenzeitliche Annahme widerlegt, die den ehemaligen Khanpalast von Karakorum an der Stelle vermuteten, an der sich der „Tempel des Aufstiegs der Yuan"" befinden soll. Der Palast des Herrschers von Karakorum soll ein 45 mal 40 Meter großes Gebäude mit einem zeltartigen Dach gewesen sein, das von 64 hohen Säulen getragen wurde. Aufzeichnungen eines flämischen Franziskanermönchs, der sich 1254 mehrere Monate in Karakorum aufhielt, stützen diese Angaben. Heute gehören Teilbereiche der Ausgrabungsstätte von Karakorum zusammen mit der Klosteranlage Erdene Dsuu und deren rekonstruierter Außenmauer sowie einigen Tempeln und Stupas zu den am meisten besuchten Sehenswürdigkeiten in der Mongolei.
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Erdene Dsuu Kloster -
Erdene Dsuu bei Karakorum
Ausgrabungen gestatten Einblicke in das mittelalterliche Karakorum
Bereits in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts konnten bei verschiedenen Forschungsvorhaben Hinweise auf die Standorte ehemaliger Stadtviertel und einzelner Gebäude gewonnen werden. Antike Gegenstände aus Gold, Eisen und Keramik wurden ausgegraben. Seit dem Jahr 1999 unterstützen deutsche Archäologen die oft recht mühsame Arbeit von mongolischen Wissenschaftlern. Die derzeitigen Grabungen konzentrieren sich dabei auf den vermutlichen Standort des Khanpalastes, die Stadtmitte und auf das Handwerkerviertel von Karakorum. Neue Funde brachten neben Messern, Bronzesiegeln, Münzen und Schmuckstücken unter anderem auch Reste von Gebäuden, Pflastersteine und aus Lehmziegeln gemauerte Heiz- und Wasserkanäle ans Tageslicht. Als regelrecht spektakulär gelten die Funde von vier liegend angeordneten Brennöfen. In ihrem Inneren konnten Fragmente von Terrakottafiguren, figürlicher Dachschmuck und Mauerziegeln entdeckt werden. Gegenwärtig wird überlegt, direkt über diesen Öfen ein Museum zu errichten, um sie zusammen mit weiteren Fundstücken einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Große Bedeutung wird auch dem Fund eines mit Quadratschrift versehenen Bronzesiegels beigemessen, das dem Finanzminister eines mongolischen Großkhans gehörte und nachweisbar aus dem Jahr 1271 stammt.
Was Gäste zu Mongolei sagen
"Auf jeden Fall gerne wieder!"
Die 14 Tage haben einen sehr realistischen Einblick in die Basics der Mongolei gegeben und Lust auf mehr Mongolei gemacht. Die natürliche Ruhe und Weite kennen wir so nicht mehr aus Deutschland. Die Erwartungen bzgl. Tierwelt wurden auch voll erfüllt - Yaks, Kamele, Geier, Gemse, Wildpferde, Wildesel. Toll. Ein Erlebnis waren die Übernachtungen in den Ger-Camps, wobei es hier auch Unterschiede gab. Für die Jugend gab es immer WLAN in den Camps. Die langen Fahrstrecken sind zwar anstrengend, müssen aber sein, um wirklich in der Kürze die Vielfalt zu erleben. Auf jeden Fall wieder.
"Eine rundum gelungene Reise"
Ein wunderschönes Land und eine Reise die von SKR und ihren mongolischen Partnern perfekt organisiert wurde. Jederzeit wieder ! ??
"Schöne Reise mit toller Reiseleitung"
Tolle umsichtige,herzliche,professionelle Reiseleiterin!
"Abenteuer, Kultur und unvergessliche Begegnungen"
Die Reise war gut organisiert, die Tage toll gefüllt. Die Reise hat mir mehr gegeben, als ich erwartet habe.
Viele interessante Programme und sehr gut getaktet !! Unser "nomades" Leben mit den Jurten gut gelöst.
Leider war das Essen zu wenig authentisch: Zu oft gab es deutsches Essen und das eintönig ( drei mal Frikadelle mit Kartoffelpüree )
Insgesamt tolle Reise, danke für das Erlebnis !!!
"Rundum gelungene Reise"
Die Mongolei-Rundreise war rundum gelungen und hat unsere hohen Erwartungen erfüllt. Besonders die familiäre Atmosphäre in der kleinen Reisegruppe ermöglichte es, intensiv in die mongolische Kultur einzutauchen. Die Fahrten mit den UAZ sind rustikal, holprig, die Fahrer spitze. Die abwechslungsreichen Wanderungen durch die unberührte Natur waren ein echtes Highlight. Besonders eindrucksvoll war die Tierwelt – von Wildpferden über Steinböcke bis hin zu den vielen Weidetieren, letztere natürlich mit Vorfahrt vor unseren Fahrzeugen. Höhepunkt der Reise: das Nadaam Fest. Gern wieder.
"Meine erlebnisreiche Reise"
Rechnen Sie mit Massentourismus in der Mongolei! Drei-Gang-Menüs in der Wüste, Camps mit mehr als 50 Jurten...
"Absolute Empfehlung!"
Die Rundreise durch die Mongolei war ein unvergessliches Erlebnis und hat meine Erwartungen in jeder Hinsicht übertroffen. Die beeindruckenden Landschaften und die vielen einzigartigen Eindrücke werden mir noch lange in Erinnerung bleiben. Dank der sehr kleinen Gruppengröße war die Reise besonders individuell und persönlich, wodurch wir das Land und seine Kultur intensiv erleben konnten.
Die Wanderungen durch die weite, unberührte Natur waren wunderschön und abwechslungsreich. Besonders faszinierend war die Tierwelt: Wir konnten Wildpferdeherden, Steinböcke sowie frei lebende Kamele beobachten. Außerdem begegneten wir den für die Mongolei typischen Yaks, Rindern, Schafen, Ziegen und unzähligen Pferden. Ein besonderes Highlight war es, beim Melken von Kamelen und Pferden dabei zu sein und so einen authentischen Einblick in den Alltag der Nomaden zu erhalten. Selbst ein kleiner Sandsturm gehörte zu den Erlebnissen, die die Reise noch authentischer und abwechslungsreicher machten.
Auch kulinarisch hat uns die Mongolei überzeugt: Das Essen war traditionell, sehr fleischreich und ausgesprochen lecker. Insgesamt war die Reise hervorragend organisiert und bot eine gelungene Mischung aus Natur, Kultur und unvergesslichen Erlebnissen. Ich kann diese Rundreise uneingeschränkt weiterempfehlen.