Die Collage (franz. "coller" = kleben) ist eine Klebearbeit. Die Technik wurde von den Futuristen eingesetzt und besonders von den Dadaisten und Surrealisten wegen ihrer Überraschungseffekte und absurden Kombinationen geschätzt: der Möglichkeit des freien Spiels, des Zufalls. Mit der Collage lässt sich Gefundenes, Vorhandenes, Altes oder vermeintlich Wertloses in etwas vollkommen Neues verwandeln. Mit dem Zerstörungsmoment durch Zerreißen, Zerschneiden, Falten oder Anbrennen wird auf der Bildfläche ästhetisch Neues hervorgerufen. Gemalt wird hauptsächlich in der Malschule Worpswede im Ortszentrum, es können aber auch kurze Exkursionen in die malerische Umgebung von Worpswede gemacht werden, um Collage-Materialien aufzustöbern und zu sammeln.

Entdecken Sie in diesem Kurs unter professioneller künstlerischer Anleitung die Lust am „Upcycling“. Aus Papier-/ Pappe-/ Folien-Fragmenten, Gräsern, Holz und Stein inszenieren Sie etwas Neues durch Umformung, Übermalung und Ergänzung mit Aquarell- oder Acrylfarben. Das Collagieren mündet somit in einen spannenden "Recycling-Prozess" und ist heute damit aktueller denn je. Der Kurs ist für alle geeignet, die Freude am Experimentieren haben, freie Gestaltung ausprobieren und eine eigene künstlerische Handschrift entwickeln möchten. 

Geplanter Kursablauf:
- Am Anreisetag um 18.00 Uhr Abholung der Kursteilnehmer in der Unterkunft, anschließend gemeinsames Abendessen
- 1. Kurstag: Einrichtung der Arbeitsplätze im Atelier, Farbmischübungen mit Aquarell- und Acrylfarben, Elemente des Collagierens (Découpage, Déchirage, Brûlage, Décollage, Froissage, Frottage, Grattage und Assemblage)
- 2. Kurstag: Bildaufbau und –komposition, Ergänzung mit Malmitteln, Umsetzung mit verschiedenen Techniken, Entwicklung von ersten Bildideen, Einarbeitung von kalligrafischen Elementen
- 3. Kurstag: Umsetzung der eigenen Bildideen, freies Arbeiten und Experimentieren, begleitet durch Ihre Kursleiterin
- 4. Kurstag: Umsetzung der eigenen Bildideen, freies Arbeiten, begleitet durch Ihre Kursleiterin

Abhängig vom Arbeitsfortschritt können sich auch Verschiebungen im Kursablauf ergeben. Am Ende jedes Kurstages findet eine gemeinsame Abschlussbesprechung statt.

Was ist mitzubringen:
- Aquarellpapier (z.B. von Torchon (DIN A3 mind. 200 g/m²) oder Aquarellblock von boesner (300 g/m² - RAU oder MATT/DIN A3) oder Profi-Aquarellblock Guardi artistico von Torchon (275 g/m² 36 x 48 cm))
- Leinwände auf Keilrahmen (Format 24 x 30cm, 30 x 30 cm, 30 x 40 cm, 40 x 50 cm), können auf eigene Kosten auch vor Ort von der Kursleiterin bezogen werden
- Papierfragmente, Seidenpapier, Folien, Zeitungsausschnitte, ein paar Zeitschriften und Tageszeitungen, (Well-)Pappe, alte Fotos, Rindenstücke, flache (Glitzer-)Steine, gepresste Gräser und Blätter, Metallstücke, Draht, Münzen (was das Sammlerherz begehrt …)
Einfacher Aquarellkasten (z.B. Akademie Aquarellkasten 36 Farben von Schmincke)
- Acrylfarben (mind. Weiß, Schwarz, Magenta, Primärrot, Phthaloblau, Ultramarinblau, Primärgelb) und Gesso
Optional einige Effektfarben (z.B. Gold-, Silber-, Kupferbronze von Schmincke)
- 3 bis 4 gute Aquarellpinsel unterschiedlicher Stärke (da Vinci), 2 Acrylpinsel (flach, ca. 2 cm und 3 cm), 1  Gummi-Pinsel (2,5 od. 3,8 cm)
- 1 Tube Klebstoff (z.B. Marabu Fixogum oder Pritt Vielzweckkleber oder Uhu Allzweckkleber)
1 kleine scharfe Schere
1 Wasserglas mit Schraubdeckel (z.B. breites Marmeladen-/ Gurkenglas)
- 1 Rolle Küchenkrepp
- Bleistifte verschiedener Härtegrade
diverse mit Wasser vermalbare Buntstifte
- Radiergummi oder Radiergummiknete, Anspitzer

Kursleiter: Karin Bison-Unger

Karin Bison-Unger ist Designerin und hat ihr Diplom an der Hochschule für Künste in Bremen erworben. In Worpswede arbeitet sie als Bildende Künsterlin (BKK) und als zusätzlich ausgebildete Trainerin und Dozentin. Sie firmiert unter „karibudesign“ und besitzt die Fähigkeit zum Entwickeln und Verändern. Ihr kreativer Umgang mit Farben, Formen, Techniken und Materialien aber auch mit Sprache und Gedankenwelten inspirieren und begeistern ihre Kursteilnehmer. So ist es auch mit dem Wort KARIBU, das aus Silben und Buchstaben des Namens der Künstlerin zusammengesetzt und gleichzeitig ein Willkommensgruß ist. "Karibu" sagen die Menschen zur Begrüßung im Osten Afrikas. In ihren Kursen fühlt sich jeder Teilnehmer willkommen und darin ermuntert, der eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen. Vielseitigkeit ist ein Motto der Künstlerin, die mit Zeichenstift, Aquarell-, Gouache- und Acrylfarben ebenso arbeitet wie mit den Ausdrucksmitteln der Collagetechnik. Klassische Arbeiten auf Papier und Leinwand wechseln sich ab mit Fotografie und Themen, die sie mit dem virtuellen Pinsel am Computer entstehen lässt. Die Werke von Karin Bison-Unger sind permanent in der Galerie ART99 im Kunstcentrum Alte Molkerei in Worpswede vertreten sowie in diversen Ausstellungen im In- und Ausland.

Kursleitung Karin Bison-Unger

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