Bukarest - der Geheimtipp unter den Hauptstädten

Bukarest ist die noch wenig touristisch erschlossene Hauptstadt des sagenumwobenen Rumäniens. Der Geheimtipp für Städtereisende bietet ein breites kulturelles Angebot. Zahlreiche Museen, Theater, Opernhäuser, Parks, Grünanlagen und architektonische Highlights aus verschiedenen Bauepochen warten auf den Besucher. Bukarest braucht sich in keiner Hinsicht hinter anderen Weltstädten zu verstecken.

Bukarest - eine Hauptstadt mit bewegter Geschichte

Das heutige Bukarest wurde 1459 erstmals urkundlich erwähnt. Viele Sagen ranken sich um die Gründung des Ortes. Tatsächlich war Bukarest zunächst bekannt für seinen florierenden Handel. Viele Händler siedelten sich an, um ihre Waren auf dem Piata Mare (dem Großen Platz), der noch bis vor 30 Jahren existierte, zu verkaufen. Wie viele osteuropäische Städte hatte Bukarest bis zum Ende des 18. Jahrhunderts ein recht individuelles Erscheinungsbild. Damals waren die Bauten noch alle im authentischen rumänischen Stil gehalten. Im 19. Jahrhundert kamen allerdings viele Spanier, Franzosen und Italiener nach Bukarest. Nun hielt der westliche Baustil Einzug. Um 1900 wurde Bukarest als "Paris des Ostens" bekannt, da viele Paläste im französischen Stil der Loire erbaut wurden. Leider bleibt selten etwas für die Ewigkeit und so wurde das alte Bukarest durch die Anordnungen den sozialistischen Diktator Ceausescu zerstört. Gut ein Drittel des Stadtzentrums wurde abgerissen, um dem größten Palast der Welt und einem neuen Stadtzentrum Platz zu machen. Ganz nebenbei wurden so der Große Markt mit seinen historischen Markthallen, mehrere Paläste, 2 befestigte Klosteranlagen und 20 Kirchen zerstört. Heraus kam eine Stadt voller Kontraste. Es gibt sowohl den historischen, sanierten Stadtkern Bukarests, in dem sich das Nachtleben abspielt, als auch das neue Stadtzentrum, in dem sich der Mensch angesichts der sozialistischen Pracht und Größe winzig vorkommen kann.

Panoramaaufnahme von Bukarest
Panoramaaufnahme von Bukarest

Bukarest - das "Paris des Ostens"

Die Bauten des 20. Jahrhunderts orientieren sich sehr stark an Frankreichs Hauptstadt. Es gibt sogar auch einen Triumphbogen, der dem französischen Vorbild nachempfunden wurde. In seiner Zeit als Diktator hat Ceausescu die Stadt ziemlich heruntergewirtschaftet. Auch nach 40 Jahren hat Bukarest noch mit den Ausläufern des Kommunismus zu kämpfen. Doch gerade diese Gegensätze machen das "Paris des Ostens" für Besucher so interessant. Nicht nur die historischen Bereiche der Stadt, sondern auch die moderneren, bieten Sehenswertes. Einige Sehenswürdigkeiten sollten bei einem Besuch in der rumänischen Hauptstadt daher unbedingt erkundet werden.

Das Athenäum in Bukarest

Viele Menschen, die das Athenäum bereits besucht haben, halten es für das schönste Gebäude in ganz Bukarest. Das Bauwerk besticht durch einen interessanten Mix aus verschiedenen architektonischen Stilen. Gotik und Neoklassizismus reichen sich die Hand, um eine grandiose Akustik für großartige Konzerte zu liefern. Der runde Grundriss des Innenraums mit den prunkvollen Säulen zeigt deutlich die Ähnlichkeit zum Tempel der Athene, der hier als Vorbild diente. Insbesondere Besucher, die an einer Konzertaufführung teilnehmen, werden fasziniert sein von der gelungenen Akustik und den architektonischen Feinheiten.

  • Rumänischer Parlamentspalast
    Rumänischer Parlamentspalast
  • Athenäum in Bukarest
    Athenäum in Bukarest

Palast des Volkes - nahe am Größenwahn in Bukarest

Der Diktator Ceausescu plante das gigantische Bauwerk ursprünglich als "Haus des Volkes". Ein gesamtes Stadtviertel musste diesem monumentalen Gebäude weichen, um alle Straßen und Blicke in der Stadt direkt auf den Palast zu zentrieren. Ein kurzer Fußweg führt zum Privatdomizil des Diktators, der in Saus und Braus lebte, während die Bevölkerung Hunger litt. Allerdings war es dem Diktator nicht vergönnt, die Fertigstellung des Palasts zu erleben, da er 1989 hingerichtet wurde. Trotz einiger Kritik an dem sozialistischen Hintergrund wurde das 360.000 qm große Bauwerk mit seinen 5.100 Zimmern doch fertiggestellt und ist nun ein Wahrzeichen des modernen Bukarest.

Patriarchenkirche in Bukarest - ein christliches Monument

Patriarchenkirche in Rumäniens Hauptstadt
Patriarchenkirche in Rumäniens Hauptstadt

Die Patriarchalkathedrale wurde im 17. Jahrhundert von dem Woiwoden Serban Basarab gestiftet. Das Bauwerk dreht der Piata Unirii (dem Vereinigungsplatz) den Rücken zu. Die Bögen, die von acht gedrehten Säulen getragen werden, bleiben so den Blicken verborgen. Durch den Portikus wird ein ungewöhnlich großer Raum geschaffen. Im Innern erwarten die Besucher fein gearbeitete Säulen, versilberte Ikonen und goldene Ikonostasen.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Rumänien

Kronstadt - die kleine Schwester von Bukarest

Kronstadt bzw. Brasov ist eine offenherzige, charmante, kleine rumänische Stadt, die in wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht für die Region Siebenbürgen wichtig ist. Die im Zentrum des Landes gelegene Stadt eignet sich ausgezeichnet als Basis für Tagestouren in die Umgebung.

Schloss Bran (Törzburg)

Das Schloss, welches als Vorlage für das Dracula-Schloss gedient hat, liegt hoch auf einem steilen Felsen. Das Bauwerk beherrscht die am Fuße des Berges liegende Schlucht und die Verbindungsstraße zwischen Siebenbürgen und Walachei. Die Törzburg kann besichtigt werden. In den Innenräumen befindet sich ein Museum. Auch wenn die Törzburg immer wieder als Dracula-Schloss präsentiert wird, so hat Vlad Dracula nie einen Fuß dort hineingesetzt. Das Schloss wird deshalb mit Dracula in Verbindung gebracht, weil Schloss Bran der Beschreibung der Burg des Grafen Dracula aus dem Bram Stoker Roman sehr nahe kommt und zudem noch mitten in Transsilvanien liegt.

Schäßburg

Einem Märchenort ähnelt der Ort Schäßburg (Sighisoara). Mit absoluter Farbenfreude verzaubert das Städtchen seine Besucher. Von Pastell zart bis knallig bunt kommen die Häuser daher. Wer auf den Spuren von Graf Dracula wandeln möchte, der sollte auch einen Abstecher nach Schäßburg nicht verpassen. Schließlich soll hier das Geburtshaus des sagenumwobenen Grafen Vlad – dem Vorbild für die Romanfigur Dracula – stehen. Zudem sorgen die kunterbunten Fassaden für viele Fotomotive und besondere Besuch.

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