Hier schlägt das Herz Venedigs: der Markusplatz
Die Piazza San Marco (deutsch meist Markusplatz genannt), Mittelpunkt der Lagunenstadt Venedig, befindet sich im "Sestiere (Stadtsechstel) San Marco", westlich des Markusdoms, der Hauptkathedrale Venedigs, beherrscht von deren prächtiger Fassade sowie dem Campanile, dem freistehenden Turm der Basilica di San Marco. "Salon Europas", "schönster Festsaal Europas" - der einzigartige Zauber des Markusplatzes ist immer wieder besungen und gefeiert worden. Millionen Besucher aus aller Welt bevölkern ihn jährlich - sowie Tausende Tauben täglich. Wobei man übrigens unterscheiden muss zwischen der Piazza San Marco und der Piazzetta S. Marco: die Piazzetta zweigt vor dem Markusdom und dem Dogenpalast in südlicher Richtung von der Piazza San Marco ab. Dominiert wird sie von 2 Säulen an der Wasserfront, auf denen die Stadtheiligen Markus und Theodorus thronen.
Geschichte des Markusplatzes
Vor 400 Jahren erhielt die Piazza San Marco ihre heutige Form und Gestalt. Begonnen hatte alles im 9. Jahrhundert mit einer kleinen Freifläche vor einer bescheidenen Kirche. Sie wurde nach der legendären "Entführung" der Gebeine des Hl. Markus aus Alexandria dort errichtet, wo wir heute den Markusdom vorfinden. Der Platz vor der Grabeskirche diente für Bekanntmachungen und Staatsakte der Stadtverwaltung. Auch der "Karneval von Venedig" fand hier statt. Erst in den darauffolgenden Jahrhunderten wurde der Markusplatz schrittweise bebaut, der Markusdom in seiner heutigen Gestalt entstand 1063–1094. Der Dogenpalast an der Piazzetta wie wir ihn heute kennen entstand ab 1340. Und die den Markusplatz nördlich und südlich umgebenden Gebäude, die "Prokuratien", sind im Laufe des 16. und 17. Jahrhunderts errichtet worden. Seit etwa 1650 also erstrahlt der Markusplatz in seiner heutigen Gestalt, die seitdem keine bedeutsamen Veränderungen mehr erfuhr - mit Ausnahme der Pflasterung aus Trachyt, die seit 1722 den Markusplatz bedeckt. Auf Gemälden von Canaletto kann man noch das ursprüngliche fischgrätenartige Muster erkennen, das 1722 durch die neue Pflasterung des Markusplatzes ersetzt wurde. - Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts entdeckte man unter dem Markusplatz einen verschütteten Kanal nahe der Biblioteca Marciana, der wohl ursprünglich quer über den Platz führte. Offenbar wurde dieser Kanal jedoch bereits im 12. Jh. zugeschüttet.
-
Markusplatz bei Hochwasser -
Markusplatz Panorama
Gebäude des Markusplatzes
Zwischen den beiden markantesten Gebäuden an der Ostseite des Markusplatzes, dem gotischen Dogenpalast und dem byzantinischen Markusdom, befindet sich - als Verbindungsglied - die Porta della Carta, errichtet um die Mitte des 15. Jahrhunderts. An der Nordseite des Markusplatzes sehen wir rechterhand den Torre dell'Orologio (fertiggestellt um 1500), an dessen linker Seite die alten Prokuratien (Procuratie Vecchie") stehen. Die neuen Prokuratien ("Procuratie Nuove") befinden sich an der südlichen Seite des Markusplatzes; der Napoleonische Flügel, der das Museo Correr beherbergt, stellt zwischen beiden das Verbindungsglied dar. Gegenüber dem Dogenpalast, an der Westseite der Piazzetta, sehen wir die Biblioteca Marciana. Und schließlich steht am Grenzpunkt der Piazza San Marco und der Piazzetta der Campanile eines der Wahrzeichen Venedigs. Er markierte in früheren Zeiten für die Seefahrer den Fixpunkt "Markusplatz" und blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück: Im 12. Jahrhundert vollendet, wurde er mehrfach durch Erdbeben, Feuer und Blitzeinschläge beschädigt, bis er im Juli 1902 in sich zusammenfiel. Originalgetreu wurde er anschließend wiedererrichtet, an seinem angestammten Ort auf dem Markusplatz - "dov'era e com'era". - Jedes der Gebäude am Markusplatz genau zu beschreiben, würde Bände füllen. Auf ihre jeweilige Entstehungszeit wurde schon hingewiesen - zwischen der Fertigstellung des ältesten Gebäudes, des Markusdoms, und der Eröffnung des Napoleonischen Flügels liegen über 700 Jahre. Erwähnenswert ist, dass der Markusplatz seine unregelmäßige, trapezartige Form erst mit der Einweihung der Neuen Prokuratien (1640) erhielt: diese verlaufen parallel zur Südfront der Markusbasilika, nicht aber zur Front der Alten Prokuratien, wodurch der Markusplatz sich zum Basilika hin öffnet. 82 m mißt er an der breitesten Stelle, 175 m in der Länge, die Gesamtfläche beträgt ca. 14.500 Quadratmeter.
-
Markusplatz und Dogenpalast -
Basilica San Marco
Die Piazzetta und die Säulen
Von der Biblioteca Marciana und dem Dogenpalast begrenzt, öffnet sich südlich des Markusplatzes, zur Lagune hin, die Piazzetta San Marco. Am Riva degli Schiavoni stehen die Colonne di San Marco e San Todaro, die Säulen des Hl. Markus und des Hl. Theodor. Gleichermaßen grüßend wie wachsam blicken die beiden Schutzheiligen Venedigs dem Reisenden entgegen, der die Lagunenstadt mit dem Schiff erreicht - der Hl. Markus wird hier durch eine bronzene Plastik des Markuslöwen verkörpert. Wie Jacopo Sansovino schreibt, wurden die beiden Granitsäulen wohl um 1125 aus Konstantinopel herbeigeschafft und erst einige Zeit später aufgerichtet und mit den Statuen versehen. Die Piazzetta diente vielfältigen Zwecken: Staatsgäste wurden hier empfangen, aber auch Hinrichtungen vollzogen und Glücksspieler gingen ihren Geschäften nach. Heute befindet sich am Molo einer der großen Anlegeplätze der venezianischen Gondeln. Von hier aus bietet sich ein faszinierender Rundblick: hinüber nach S. Giorgio und zur Santa Maria della Salute, weit über die Lagune zum Lido, seitwärts zur Südfront des Dogenpalastes. Sich an dieser Stelle ein paar ruhige Minuten in einem Café zu gönnen, gehört zum Schönsten, das Venedig zu bieten hat.
-
Blick auf den Markusplatz -
Blick vom Markusturm
Musik auf dem Markusplatz
Der Markusplatz - und auch die Westseite der Piazzetta - werden von Arkadengängen gesäumt. Unter den Bögen reiht sich ein Café ans andere; die wohl berühmtesten sind das "Café Lavena" und das "Quadri" an der Nordseite und das "Florian" sowie das "Aurora" an der Südseite des Markusplatzes. An der Westseite der Piazzetta befindet sich die "Trattoria ai Leoncini". Und was wären all diese Cafés ohne die Live-Musik-Kapellen, die vor ihnen täglich, allabendlich aufspielen? Sie gehören zum Markusplatz einfach dazu. Etwas Nostalgisches, manchmal wehmütig Altmodisches umweht die Darbietungen dieser Kapellen, ein "Stehgeiger" und ein Pianist sind immer dabei, und vorgetragen wird nicht nur Venezianisches, sondern auch manches aus der "ernsten" Klassik, Ouvertüren, Opernpotpourris, manchmal auch Evergreens aus Jazz und Pop. Am schönsten ist es, sich mitten auf den Markusplatz zu stellen und den von allen Seiten herüberwehenden und sich vermischenden Klängen zu lauschen.
Was Gäste zu Venedig sagen
"Interessante Venedig-Reise mit kompetenter Reiseleitung"
Venedig war sehr schön, aber vor allem am Wochenende sehr voll. Wir waren 7 Personen. Stefania hat uns sehr gut geführt und informiert und war uns sehr zugewandt. Eine zusätzliche Reiseführerin, die wohl bei der Stadt angestellt ist ( und nur sie darf das tun ), hat uns "Spezialitäten" zum Dogenpalast und anderen Örtlichkeiten erklärt. Am ersten Abend wurden wir alle von SKR zum Abendessen eingeladen. An den anderen Abenden hatte Stefania frei, so dass wir das Restaurant für das Abendessen selbst aussuchten. Da wir wenige Alleinreisende in der Gruppe waren, war es nicht ganz einfach, einen "Mitesser" in der Gruppe zu finden.
Das Hotel hatte nur 3 Sterne, aber hatte wirklich alles, was man braucht, sogar frisch zubereitetes Obst für das Müsli.
Leider ist SKR etwas unflexibel, wenn es darum geht, auf die berechtigten Einwände der Reiseführerin zu reagieren. Und die Anreise vom Flughafen Venedig zum Hotel sollte genauer beschrieben werden, zumal es keinen Transfer gibt.
"Sehr schöne Reise in Venedig !"
Es war eine sehr schöne Reise.
Unsere Reiseleitung war sehr gut und bemüht auf unsere Wünsche einzugehen. Die Gruppen Größe von 10 Personen war für Venedig ideal.
"Venedig-Reise"
Sehr ausgewogenes Programm, das trotz des schlechten Wetters voll zum Tragen kam. Kleines, heimeliges, zentral gelegenes Hotel..Hervorzuheben ist noch die Reisegruppe, die trotz Ihrer landschaftlichen grossen Unterschiede nicht ausgewogener hätte sein können. Hat dem schlechten Wetter zum Trotz sehr zur guten Bewertung der Reise beigetragen. Last but not least unsete Reiseleiterin Beatrice hat uns mit Ihrem fundiertem Wissen überzeugt.
"Unsere Venedig-Reise"
Die Kommunikation mit SKR im Vorfeld der Reise war je nach Mitarbeiter(in) holprig und verunsichernd.
Den Flug habe ich selbst gebucht. So konnte ich mir gute Flugzeiten zu einem guten Preis garantieren, was - bei Buchung über SKR - teils nicht der Fall war. So haben es mir Mitreisende berichtet. Natürlich hätte ich mich bei Schwierigkeiten dann auch selbst um Ersatz kümmern müssen. Aber letztendlich ist das nur eine Umbuchung, egal von wem sie beauftragt wird.
Gerade bei einer so kurzen Reise hatte ich quasi zwei volle Tage in Venedig mehr. Früh morgens hingeflogen, abends zurückgeflogen. Das hat sich rentiert! Eigentlich könnte SKR das auch hinkriegen, aber öfter habe ich Beschwerden über Flugzeiten und sogar unverständliche Zwischenstopps auf kurzen Strecken in anderen Bewertungen gelesen. Und dann zu einem teureren Preis. Das finde ich sehr schade, weil es einfach unnötig ist. Ich würde das höchstens bei kurzfristigen Buchungen verstehen.
Das Hotel Tintoretto war für Italien völlig in Ordnung. Die Mitarbeiter(innen) freundlich, mein Zimmer sauber, das Frühstück gut. Es gibt verschiedene Zimmer, manche sind extrem (!) hellhörig und es gab leider eine Baustelle direkt neben dem Hotel. Die Arbeitszeiten auf dem Bau fingen morgens um 5 Uhr an und endeten oft weit nach 22 Uhr.
Die Reiseleiterin Beatrice hat die Reise sehr gut begleitet, sie war immer freundlich, zugewandt und flexibel. Sie hat ein großes Wissen über Tintoretto, Kunsthistorik und Venedig und hat auch in jedem anderen Bereich sehr gute Tipps gegeben! Ihr gilt mein besonderer Dank! Ich wollte Kindheitserinnerungen in Venedig auffrischen und wurde nicht enttäuscht. Zur richtigen Jahreszeit hat Venedig nichts von seiner Magie verloren.
"Begeisterung für Tintoretto"
Wir sind bereits zu 4. Mal in Venedig und suchten aus dem angebotenen Reiseprogramm gezielt Schwerpunkt Tintoretto
aus. Das Programm war sehr gut, die Betreuung durch die Reiseleitung engagiert und liebenswürdig.
Für das angebotene Gesamtprogramm muß man gut zu Fuß sein, hier könnten vermehrt Wassertaxis eingesetzt werden, Preis würde natürlich teurer, wäre akzeptabel.
"Schöne Venedig-Reise"
Sehr schöne Reise, interessant, kompakt, voller Informationen und Eindrücke.
"Eine großartige Reiseleiterin"
Was für eine großartige Reise! Meine Erwartungen wurden übertroffen. Reiseleitung Beatrice war einfach großartig. Sie hat uns gleich am ersten Abend als Gruppe zusammengebracht und verbunden (was über die Reise hinaus gelungen ist) und liebevoll und informativ durch Venedig geleitet. Das Programm war sehr gut, abwechslungsreich gestaltet und wurde von Beatrice sogar spontan noch erweitert. Es gab überall genug Zeit, das Tempo war für alle gut angepasst und es gab Zeit für ausreichend Pausen und Fotografie. Die Führungen mit Barbara durch die Basilika St. Marco, Scuola Grande di San Rocco und Basilika Santa Maria Glorias dei Frari waren interessant und sehr gut präsentiert, eine große Freude.
Meine Highlights: neben den vielen tollen Besichtigungen auf jeden Fall das Schlendern mit Beatrice durch Venedig mit den vielen netten Informationen und Erzählungen. Und die bunte Insel Burano.
Vielen Dank auch an die nette Gruppe, ihr wart wirklich super!