Riga: jahrhundertealte Stadt

Riga ist die Hauptstadt von Lettland und wird auch als die Perle des Baltikums bezeichnet. Die Stadt Riga liegt am Unterlauf der Düna (lettisch: Daugava), die nördlichen Vorstadtbezirke von Riga liegen an der Rigaischen Bucht. Riga ist mit seinen mehr als 700.000 Einwohnern die größte Stadt im Baltikum. Diese Handeslmetropole ist am Knotenpunkt vieler Handelswege entstanden und hat als multikulturelles Zentrum viel Sehenswertes zu bieten. Jedes Jahrhundert hat im Laufe der Zeit seine besonderen Spuren hinterlassen, das ist vereinzelt an der Architektur in der Altstadt noch gut erkennbar. Die Stadt Riga wurde im Jahr 1997 wegen der besonderen Jugendstilarchitektur in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Riga: die Geschichte der Stadt 

Im Jahre 1201 wurde die Stadt Riga und der Livländische Ritterorden gegründet. Die Stadt Riga war zu Anfang eine Art religiöse und auch militärische Stadt, die der Verbreitung des Christentums im Baltikum diente. Die Stadt Riga wurde daher zunächst zu einem Erzbischoftum und im Jahr 1282 wurde sie zu einer Hansestadt. Im Laufe der Folgezeit entwickelte sich die Stadt Riga zu einem der bedeutendsten Handels- und Handwerkszentren dieser Zeit. Durch die günstige geografische Lage entfaltete sich die Stadt zu einem Handelsmittler, der den Handel zwischen Russland und Westeuropa miteinander verband. Zunächst wurde die Stadt 1581 von Polen übernommen, obwohl es auch Übernahmeversuche durch den russischen Zar Ivan IV gab. Kurze Zeit später im Jahr 1962 wurde Riga vom schwedischen König Gustav II erobert. Im Jahr 1710 fiel Riga dann während des russischen Krieges an Russland. Jedoch erhielt Riga erst im 19. Jahrhundert wieder wirklich an Bedeutung, vor allem durch den Bau der Bahnlinie, die nach Riga gebaut wurde. Riga wurde zum Zentrum des europäischen Holzhandels. Bereits um das Jahr 1890 nahm Riga bereits den dritten Platz nach Sankt-Petersburg und Moskau als industrielles Zentrum in Russland ein. Im Jahr 1917 wurde Riga von der deutschen Armee besetzt. Lettland erklärte nach dem Ersten Weltkrieg seine Unabhängigkeit in Riga und die Stadt wurde zur Hauptstatt Lettlands. Im Jahr 1939 wurde Lettland durch Vertrag zwischen Deutschland und Russland der Sowjetunion zugesprochen. Lettland wurde 1941 durch die Deutschen besetzt, fiel jedoch im Jahr 1944 wiederum an die Sowjetunion. Die Migration von Nichtletten nach Riga wurde von der Sowjetunion gefördert. Bereits im Jahr 1975 waren über 40 Prozent der Einwohner in Riga ethnische Letten. Im Jahr 1991 wurde Riga erneut die Hauptstadt des unabhängigen Lettlands.

  • Riga aus der Vogelperspektive
    Riga aus der Vogelperspektive
  • Riga bei Nacht
    Riga bei Nacht

Riga: der Rathausplatz und die Petrikirche

Die Stadt Riga wurde durchgehend um den Kern der mittelalterlichen Stadt herum angeordnet gebaut. Es führen große Boulevards im Halbkreis um die Altstadt in Riga. Hier findet man auch viele Gelegenheiten zum Einkaufen. Die Neustadt von Riga schließt sich mit hintereinander angelegten Straßenzügen an. Der ursprüngliche architektonische Charakter der Stadt Riga konnte trotz der Zerstörungen des Krieges und der sowjetischen Bauweise erhalten bleiben. Das Stadtbild von Riga wird zudem durch viele Grünanlagen und Parks aufgelockert. Die herausragenden Sehenswürdigkeiten der Stadt Riga sind in der groß angelegten Altstadt zu finden. Wenn man einen Rundgang durch die architektonischen Bauten der Stadt Riga plant, kann man am besten an der Petrikirche (lett. Sveta Petera baznica) beginnen. Rigas höchste Kirche wurde dem Schutzheiligen der Stadt gewidmet. Der Turm ragt ungefähr 123 Meter in die Höhe und gehört untrennbar zu der Silhouette der Stadt Riga hinzu. Mit einem Aufzug gelangt man zur Aussichtsgalerie des Turms, dessen Plattform ca. 72 Meter über dem Erdboden liegt. Von der Aussichtsplattform genießt man den Ausblick über die ganze Stadt Riga, den Fluss Düna bis hin zur Meeresbucht von Riga. In dem gotischen Bauwerk, das aus dem 13. Jahrhundert stammt, finden sowohl Gottesdienste als auch Kunstausstellungen, Konzerte und sogar Festivals statt. Der Turm wurde zwar im Laufe der vielen Jahre immer wieder durch Unwetter und Feuer beschädigt, jedoch wurde er immer wieder aufgebaut. Der Zweite Weltkrieg ist nicht spurlos an dem Turm vorübergegangen, denn er wurde unter Artilleriebeschuss beinahe zerstört. Die Restaurierung des Turms begann im Jahr 1950 und wurde 1973 zu Ende gebracht. Die Turmuhr des Glockenturms, die traditionsgemäß nur über einen Zeiger verfügt, erklingt fünf Mal am Tag mit der Melodie eines Volksliedes aus Lettland. Am Rathausplatz von Riga befinden sich die Rolandsfigur, das Okkupationsmuseum und das Schwarzhäupterhaus. Das Schwarzhäupterhaus diente den Kaufleuten von Riga als Versammlungsort und wurde 1343 erbaut. Im Jahr 1999 wurde es aufwendig restauriert. Die Fassade des Gebäudes, in der sich Gotik und niederländische Renaissance vereinen, beweist den ehemaligen Reichtum der Handelsmetropole Riga im Mittelalter an der Ostsee.

  • Rigas Rathausplatz
    Rigas Rathausplatz
  • Rigas Rathausplatz
    Rigas Rathausplatz

Riga: die drei Brüder

Die 'Drei Brüder' ist der Name des ältesten Wohngebäudeensembles in Riga. Dieses befindet sich in der Maza Pils iela. Der Name "Tris brali" ("Drei Brüder") wurde den Gebäuden wegen der Ähnlichkeit mit dem Namen der "Tris masam" ("Drei Schwestern") gegeben. Dies ist der Name einer Lagerhausgruppe, die sich in der Altstadt von Tallinn befindet. Das älteste der drei Wohngebäude wurde Ende des 15. Jahrhunderts erbaut und befindet sich in der Maza Pils iela 17. Zu dieser Zeit hatte die Stadt Riga Kontakte zu den Niederlanden mit den niederländischen Händlern angefangen. In der Stadtarchitektur aus dieser Zeit spiegeln sich daher die für die niederländische Renaissance typischen Merkmale. Vor dem Haus befindet sich ein kleiner Platz, der für den Hauseingang dient und mit Steinbänken und Vormauersteinen versehen ist. In den Steinen wurden Eigentumszeichen und die Hausadresse eingemeißelt. Die Gebäude, die sich in der Maza Pils iela 19 und 21 befinden, sind jüngeren Ursprungs. Vor den Häusern befindet sich kein derartiger freier Platz. Die Häuser, welche die 'Drei Brüder' genannt werden, vertreten verschiedene Entwicklungsphasen der mittelalterlichen Bauweisen. Zu der Zeit der Erbauung dieser Häuser wurden Häuster noch auf sehr schmalen Grundstücken in die Höhe gebaut. In den Jahren 1955 bis 1957 wurden die drei Häuser nach dem Entwurf des Architekten P. Saulitis saniert und restauriert. Dabei wurden die Innenhöfe der drei Häuser miteinander verbunden.

  • Die Drei Brüder
    Die Drei Brüder
  • Die Drei Brüder
    Die Drei Brüder

Riga: der Pulverturm und das Schloss Rundale

Anfang des 14. Jahrhunderts findet der Pulverturm zum ersten Mal unter dem Namen "Sandturm" Erwähnung. Der Turm war damals der Hauptbestandteil des sogenannten Sandtores, welches ein Verteidigungssystem ist, das sich auf der Sandstraße befand. Das gesamte Verteidigungssystem bestand ursprünglich aus 25 Verteidigungstürmen, die in die Stadt führten. Der Pulverturm wurde seit dem 17. Jahrhundert nur noch als Schießpulverlager verwendet. Daher entstammt auch sein Name 'Pulvertornis', in der Übersetzung aus dem Lettischen heißt es 'Pulverturm'. Der Pulverturm musste im Jahr 1625 starke Angriffe der schwedischen Armee abwehren. Erst nach 25 Jahren konnten die Schäden repariert und der Turm restauriert werden. Während des Krieges mit Russland wurde der Turm wiederum schwer beschädigt, denn über 9 Kanonenkugeln trafen auf die 3 Meter breiten Mauern des Turms. Der Pulverturm ist seit dem Jahr 1916 zu einem lettischen Kriegsmuseum geworden, jedoch wurde er 1940 von der Sowjetmacht geschlossen. Erst zu Beginn der 90er Jahre wurde das Museum wieder eröffnet. Im Pulverturm können verschiedene Ausstellungen zum Ersten und Zweiten Weltkrieg sowie zu Lettischen Armee besucht werden. Sehenswert ist auch das Schloss Rundale (dt. Ruhenthal, lett. Rundales pils), das sich im Süden Lettlands befindet. In den Jahren 1765 bis 1768 wirkten vor allem der Berliner Bildhauer Johann Michael Graff und die italienischen Maler Francesco Martini sowie Carlo Zucchi aus St. Petersburg im Schloss. Im östlichen Flügel des Schlosses können Besucher Räumlichkeiten wie den Goldenen Saal, den Weißen Saal und die Große Galerie besichtigen. Im zentralen Teil sind die Appartements des Herzogs, nämlich die Gesellschafts- und Privaträume für Besucher nicht geöffnet. Im westlichen Flügel liegen die vollständig restaurierten Appartements der Herzogin.

  • Schloss Rundale
    Schloss Rundale
  • Schloss Rundale
    Schloss Rundale

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