Dublin - Hauptstadt von Eire

Die am Rande Westeuropas im Atlantik liegende Inselrepublik Irland ist eines der Lieblingsziele deutscher Reisender. Nicht zuletzt der eigenartige, in vielen Büchern, Liedern und Filmen nachspürbare Zauber, den keltische Mythologie, Gegenwarts-Lebensfreude der Iren, spektakuläre Natur und faszinierende Kultur, aber auch die düsteren Aspekte irischer Historie hervorrufen, hat Irland für viele Deutsche zum Traumziel gemacht. Mit 70.000 qkm nimmt die "Eire" genannte Republik etwa 85 % der Fläche der "Grünen Insel", zu der auch die kleine, lange von Unruhen erschütterte britische Provinz Nordirland gehört. Politisches, kulturelles und wirtschaftliches Zentrum Irlands ist seine Halbmillion-Einwohner-Hauptstadt Dublin. In der Metropolregion Dublin leben etwa 1,8 Millionen Menschen. Wegen seiner Bevölkerungsdichte, seiner zahlreichen Sehenswürdigkeiten und seiner urbanen Möglichkeiten steht Dublin im deutlichem, Spannendes versprechenden Kontrast zum zumeist dünn besiedelten und agrarisch geprägten Land.

Dublins bewegte Geschichte

Dublin liegt im flachen Ostküstengebiet der Insel an der Dublin Bay, die in die Irische See, die Irland von Großbritannien trennt, übergeht. Stadtfluss ist die Liffey, die das übersichtliche, 115 qkm (entspricht der Fläche von Göttingen) große Kernstadtgebiet von Dublin in die, zumindest früher, wohlhabendere Southside und die ärmere Northside teilt. Dublin kann auf eine mehr als 2000-jährige Geschichte zurückblicken, die über weite Strecken auch bestimmend für die Geschichte des ganzen Landes war. Erste schriftliche Erwähnungen einer Siedlung auf dem heutigen Dubliner Stadtgebiet gehen bereits auf dem im zweiten Jahrhundert lebenden griechischen Gelehrten Ptolemäus zurück. Der Name "Dublin" dürfte auf den gälischen Begriff "Duibhlin" ("Schwarzes (=tiefes) Wasser") für ein im 9. Jahrhundert an der Dublin Bay gegründetes Wikingerdorf, zurückgehen. Die Siedlung der benachbarten Siedlung zu den Gälisch sprechenden Kelten zählender Iren hieß Áth Cliath ("Furt mit Hürden"). Bis zur Eroberung durch die Anglo-Normannen 1170 bildeten Dublin und Umgebung ein, allmählich gälisiertes germanisches Kleinkönigreich. Dublin wurde "The Pale" genanntes Zentrum der ab 1652 ganz Irland umfassenden englischen Oberherrschaft. Dublin war aber auch Zentrum des jahrhundertelangen Anti-England-Widerstandes (u. a. beim Osteraufstand 1916) und war Schlachtort im Unabhängigkeitskrieg (1919-1922) sowie im nicht vergessenen Bürgerkrieg (1922/23) zwischen radikalen Republikanern und gemäßigten Freistaatlern.

  • Eingang des Trinity Colleges
    Eingang des Trinity Colleges
  • Trinity College
    Trinity College

Das Kulturleben von Dublin

Die Kultur der Heimatstadt von Joyce, Beckett, O´Casey und Shaw, von Ronan Keating und U2 ist vor allem von einer lebendigen Literatur- und Musik-Szene geprägt, die in den zahllosen Pubs und Clubs von Dublin immer wieder gern den Zusammenhang zwischen Kreativität und Genuss von Bier und Whiskey betont. Dublin ist auch Schauplatz vieler Festivals und sonstiger Veranstaltungen, von denen der das Volksfest an Irlands Nationalfeiertag (17. März) St. Patrick's Day das populärste Großereignis in Dublin sein dürfte. Mitentscheidend für die Lebendigkeit der Kulturszene in Dublin sind die vielen Studenten in der Stadt, die unter anderem an Hochschulen mit so ähnlich klingenden Namen wie University College Dublin (UCD, 20.000 Studierende), University of Dublin (16.000) oder der Dublin City University (DCU, 12.000) lernen. Das einzige College der der University of Dublin, das Trinity College mit sehenswerten Gebäuden wie dem 30 m hohen Kampanile (1853), ist berühmt für seine Bibliothek. Das berühmteste der fast fünf Millionen Bücher in der 1592 gegründeten Trinity College Library, dem "Gedächtnis Irlands", ist das um 800 geschaffene, reich bebilderte fromme Mönchswerk Book of Kells. Zur Dublins Kultur gehören aber auch renommierte Theater wie das als irisches Nationaltheater geltende Abbey Theatre oder das an Dublins Boulevard O´Connell Street gelegene Gate Theatre sowie hervorragende Mussen wie das Irish National Museum oder die National Gallery.

  • Beispiel eines typischen irischen Pubs
    Beispiel eines typischen irischen Pubs
  • The Spire
    The Spire

Sehenswertes in Dublin

Wer in Dublin durch seine zum Teil von gregorianischer Pracht und teils von mehr als schlichter Sozialwohnungs-Architektur geprägten Straßen schlendert , trifft häufig auf Denkmäler der Geschichte. Dazu zählt auch das 1818 erbaute Hauptpostamt (GPO, General Post Office) in der O´Connell Street. Das GPO war während des Osteraufstandes 1916 sechs Tage lang umkämpfte Basis der Rebellen. Im 1929 renovierten Post-Gebäude erinnern heute etliche Bilder an dieses zentrale Ereignis der irischen Historie. Vor dem GPO ragt "The Spire" ("Die Nadel"), 123 m hoch in den Himmel. Die spitzige Edelstahl-Konstruktion ersetzt seit 2003 eine an dieser Stelle 1966 von IRA-Aktivisten gesprengt Nelson-Statue. Unbedingt zu einem Dublin-Besuch gehören Besichtigungen der größten irischen Kirche, der römisch-katholischen St.Patrick´s Cathedrale in der Patricks Street, des historischen Brauhauses Guiness Storehous (St. James Gate) mit Bierverkostung sowie des am Südufer der Liffey liegenden, aufgehübschten Vergnügungsviertels Temple Bar, das durch die Half Penny Bridge mit der Northside verbunden ist. Diese anmutig geschwungene, schmale Fußgängerbrücke aus dem Jahr 1816 gilt als ein Wahrzeichen Dublins. Genauso wie die an der Kreuzung von Suffolk Street und Haupteinkaufsstraße Grafton Street 1988 aufgestellte Statue von Molly Malone. Die fiktive Fischhändlerin ist die Titelfigur von Dublins inoffizieller Stadthymne, dem traurig-romantischen Volkslied "Molly Malone - Cockles and Mussels".

  • St. Patrick's Kathedrale
    St. Patrick's Kathedrale
  • Book of Kells
    Book of Kells

Dublin als wirtschaftliches und politisches Zentrum Irlands

Heute ist Dublin, das insbesondere nach dem irischen Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft (heute: EU) im Jahr 1973 wirtschaftlich zu anderen europäischen Metropolen aufgeschlossen hat, ökonomisch von einem Mix aus Finanzwesen, traditionellen Sparten (u. a. Brauereien) und modernen Bereichen (u. a. IT-Branche, Luftfahrt) geprägt. Der Mitte der 1990er Jahre beginnenden Wirtschaftsboom in Dublin ("Keltischer Tiger") mit negativen Begleiterscheinungen wie Immobilien-Blase, Bausünden und Neu-Reichtum hat der Stadt die Mittel verschafft, um ihre Infrastruktur erheblich verbessern, die Innenstadt mit neuem Leben erfüllen und den Bildungs- und Kulturbereich massiv unterstützen zu können. Zwar hat die Krise 2007 bis 2013 bedeutende Rückschläge zur Folge gehabt, doch haben sich Irland und seine wirtschaftliche "Lokomotive" Dublin mittlerweile wirtschaftlich wieder konsolidieren können. Der wirtschaftlichen Bedeutung von Dublin entspricht ihre Stellung als irische Hauptstadt mit so augenfälligen Repräsentativ-Bauten wie den im Phoenix Park an das Weiße Haus in Washington erinnernden Staatspräsidenten-Sitz Áras an Uachtaráin, dem im 18. Jahrhundert erbauten Parlamentsgebäude Leinster House un, dem optisch von einer riesigem Kuppel beherrschten "Four Courts"-Gebäude, dem Sitz der höchsten irischen Gerichte.

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