Die Verkündigungskirche in Nazareth: Hier erfuhr Maria von der Geburt Jesu

Die Verkündigungskirche in Nazareth ist eine der bedeutendsten Kirchen des Christentums und wird von Christen aus aller Welt verehrt. Nach übereinstimmender Überlieferung der Konfessionen steht die Verkündigungskirche genau an der Stelle, an der der Erzengel Gabriel der Jungfrau Maria erschien und ihr verkündete, dass sie ein Kind erwarte. Die Verkündigungskirche ist ein ganz besonderer Platz auf Erden, ein Ort der Kontemplation und der inneren Einkehr. Die überirdische Atmosphäre im Inneren der Verkündigungskirche zieht jeden Besucher sofort in ihren Bann, die ehrwürdige Geschichte und die herausragende Bedeutung der Verkündigungskirche sind deutlich spürbar. Die Kirche, die man heute besichtigen kann, ist der insgesamt fünfte Bau. Sie ist auch heutzutage noch eine wichtige Wallfahrtstätte für Gläubige. In den letzten Jahrzehnten haben insgesamt drei Päpste in der Verkündigungskirche Messen gehalten. Die letzte heilige Messe in der Verkündigungskirche wurde von Papst Benedikt XIV. im Jahre 2009 gelesen.

Architektonische Besonderheiten der Verkündigungskirche

Die Verkündigungskirche ist nicht nur unter religiösen Aspekten bedeutungsvoll, sondern auch unter architektonischer Betrachtungsweise interessant. Kunstliebhaber und Kunstkenner kommen hier auf ihre Kosten. Die Verkündigungskirche wurde zwar erst 1966 erbaut, ist aber der Renaissancearchitektur nachempfunden. Architektonisch gesehen, ist die Verkündigungskirche in zwei Teile geteilt. Der obere Teil ist Maria geweiht, im unteren Teil der Verkündigungskirche befinden sich eine Verkündigungsgrotte und eine Kreuzfahrerbasilika. Die Basilika ist dreischiffig und mit einer Höhe von über 65 Metern eine der größten Kirchen des Landes. Ein zentraler Kuppelbau verbindet drei verschiedene Ebenen innerhalb der Verkündigungskirche. Beim Betreten der Verkündigungskirche fallen sofort der ungewöhnliche Schnitt, die klaren geometrischen Formen sowie der helle Stein auf, aus dem der ganze Oberbau errichtet ist. Die Überreste der alten Kirche aus der Zeit der Kreuzfahrer sind stellenweise noch zu erkennen. In der Basilika sind Marienbildnisse aus aller Welt aufgestellt. Die Schweizer haben kein Marienbildnis, sondern Glasfenster geschickt und Deutschland hat die achteckige Taufkapelle der Verkündigungskirche gestiftet.

  • Verkündigungskirche von innen
    Verkündigungskirche von innen
  • Innenarchitektur der Kirche
    Innenarchitektur der Kirche

Praktische Tipps für den Kirchenbesuch

Einige Abschnitte der Verkündigungskirche sind nur zu bestimmten Zeiten für Besucher zugänglich, da in der Basilika noch Messen gefeiert werden. Deshalb sollte man den Besuch vorab planen und in den Reiseablauf integrieren, da man sonst eventuell vor einer verschlossenen Tür steht. Die Grotte ist von fast den ganzen Tag zugänglich. Der Eintritt in die Kirche ist natürlich kostenlos, Spenden werden jedoch gern entgegengenommen. Angemessene Kleidung ist selbstverständlich, von sehr freizügigen Kleidungsstücken sollten Besucher unbedingt absehen. Zudem sollte man sich vorab erkundigen, wo das Photographieren erlaubt ist. Der Besuch einer heiligen Messe in der Verkündigungskirche zählt zu den Highlights jeder Israel Reise. 

Die wechselhafte Geschichte der Verkündigungsbasilika

Die erste Verkündigungskirche entstand um 570 nach Christus. Sie wurde jedoch von den Sarazenen verwüstet und um 1170 von den Kreuzfahren wieder aufgebaut. Im Jahre 1251 nahm der französische König Ludwig IX. an einer Messe in der Verkündigungskirche teil. Nur knapp zehn Jahre später wurde Nazareth erneut erobert und die Verkündigungskirche wieder zerstört. Erst 1620 konnten Mönche des Franziskaner-Ordens die Überbleibsel der alten Kirchen renovieren. Sie errichteten 1730 eine neue Verkündigungskirche, die in den folgenden Jahrhunderten immer wieder vergrößert und umgebaut wurde. Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die Kirche schließlich gänzlich durch einen Neubau im Renaissancestil ersetzt. 1964 segnete der damalige Papst Paul VI. die neue Verkündigungskirche. Seitdem haben zwei weitere Päpste in der Verkündigungskirche Messen gehalten: Papst Johannes Paul II. im Jahre 2000 und Papst Benedikt XVI. am 14. Mai 2009. 

  • Verkündigungskirche
    Verkündigungskirche
  • Verkündigungskirche
    Verkündigungskirche

Sehenswertes in der Umgebung der Verkündigungskirche

In der Nähe der Verkündigungskirche befinden sich noch zwei weitere bemerkenswerte Kirchen, die Gabrielskirche und die Josefskirche. Nach früheren Überlieferungen steht die Gabrielskirche, an dem Ort, an dem der Engel Gabriel die Geburt Jesu verkündete. Aus diesem Grund stand hier ab 1263 eine Kreuzfahrerkirche über einer Quelle. Diese Quelle fließt auch heute noch in den nahegelegenen Marienbrunnen. Dem Wasser aus dem Marienbrunnen werden besondere Kräfte zugesagt. Seit 1750 steht eine griechisch-orthodoxe Kirche an dieser Stelle. Die Kirche ist täglich von 8-16 Uhr geöffnet. Nur ein paar Schritte von der Gabrielskirche entfernt, liegt die Josefskirche. Hier stand nach alter Überlieferung die Schreinerwerkstatt, in der Jesu als Kind oft spielte. Die Kirche wurde 1914 erbaut. Unterhalb des Baus liegt eine Grotte, die Maria, Josef und dem Jesuskind als Wohnung gedient haben soll. In Nazareth befindet sich auch ein Städtisches Museum. Hier werden zahlreiche Fundstücke ausgestellt, die aus biblischer Zeit stammen. 

Die Stadt Nazareth: eine jahrtausendealte Tradition

Die Stadt in der Nähe des See Genezareths wird seit biblischer Zeit bewohnt. Sie hat durch Jesus Christus Unsterblichkeit erlangt. In Nazareth verbrachte Jesus seine Jugend, von hier aus breitete sich die christliche Heilslehre in der ganzen Welt aus. Aus diesem Grund markieren die Kirchen der kleinen Stadt wichtige Stationen aus der biblischen Historie. Von 1273 bis weit ins 17. Jahrhundert wohnten jedoch keine Christen in der Stadt. Heutzutage liegt Nazareth beschaulich zwischen Feldern, Obst- und Weinbaugebieten und wird vorwiegend von Palästinensern bewohnt. In der Stadt gibt es eine Vielzahl von kleinen Läden, die Devotalien anbieten. Ein Streifzug durch die bunten Geschäfte lohnt sich und ein Bummel über den lebhaften Basar ist ebenfalls empfehlenswert.

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