Die alte Königsstadt von Myanmar in reizvoller Lage

Viele Gebäude wurden bei einem Erdbeben zerstört – und doch zeigt Inwa sich authentisch und versetzt Sie bei Ihrem Besuch in vergangene Zeiten. Die einstige Königsstadt von Burma war mehr als 400 Jahre lang die Hauptstadt des burmesischen Reiches und versprüht einen einzigartigen Zauber. Friedlich und abgeschieden thront die Insel Inwa in der Landschaft – bereits bei der Anfahrt mit dem Boot oder mit der Fähre werden Besucher von der Atmosphäre von Inwa erfasst. Heute ist die manchmal als Ava bekannte Stadt ein beliebtes und doch nicht überfülltes Reiseziel mit einem eigenen Charme und einigen sehenswerten Gebäuden. Gerade der „schiefe Turm von Inwa“ und das Bagaya Kloster dürfen bei einem Besuch in Inwa nicht fehlen.

Mehr zur Entstehung der Stadt der Edelsteine

Die Gründung der Stadt Inwa lässt sich bis in das Jahr 1364 zurückverfolgen, da in diesem Jahr Sagaing von den Shan erobert worden war. Damit wurde Inwa zur neuen Hauptstadt des gleichnamigen Königreiches und hielt diesen Status über einen Zeitraum von mehr als 400 Jahren. Zunächst einmal war Inwa bis zum Jahr 1783 die Hauptstadt des alten burmesischen Reiches, anschließend erhielt Inwa den Status als Hauptstadt noch einmal von 1822 und 1837. Durch ein schweres Erdbeben im Jahr 1838 wurden aber sehr große Teile von Inwa zerstört - diese Zerstörung lässt sich auch heute noch beim Besuch der Stadt in den Grundzügen erkennen. Mit der Zerstörung von Inwa wurde der Status der Hauptstadt des Landes an Amarapura weitergegeben, einer nur 6,5 Kilometer weit von Inwa entfernten Stadt. Allerdings war die Geschichte Inwas auch in der Zeit als Hauptstadt recht wechselvoll und erlebte viele Höhen und Tiefen. Heute zeugen einst prächtige und teilweise noch recht gut erhaltene Gebäude vom früheren Glanz Inwas und verleihen der Stadt eine ganz besondere Atmosphäre. Lassen Sie sich bei einem Besuch von der Inselstadt verzaubern und erleben Sie die Geschichte von Myanmar, früher Burma, direkt aus der Nähe.

  • Ruinen in Ava
    Ruinen in Ava
  • Ava
    Ava

Die interessantesten Sehenswürdigkeiten in Inwa

Heute wird die Stadt Ava meist Inwa genannt und ist ein interessantes Reiseziel im Herzen von Myanmar. Die Stadt liegt am Zusammenfluss vom Mjitnge und vom Ayeyarwady, sodass Inwa eine Insel ergibt, die mit den Überresten der Stadtmauer, den Forts und dem Burggraben noch immer eine eindrucksvolle Erscheinung darstellt. Inwa ist per Boot oder per Fähre zu erreichen,  da es durch die reizvolle Lage keinen Landweg zur Stadt gibt. Erkunden Sie die Monumente auf der Insel und erfahren Sie bei Ihrem Besuch auf Inwa mehr über die exotische Geschichte von Myanmar.

Der Nanmyin Wachturm

Viel ist von dem früher wahrhaft prächtigen Königspalast Inwas heute nicht mehr zu sehen. Doch neben dem noch erhaltenen Wasserbecken können Sie auch den Nanmyin Wachturm besichtigen, der ebenfalls zur alten Palastanlage gehört. Leider hat das schwere Erdbeben von 1838 auch den Wachturm nicht unbeschadet zurückgelassen – die Spitze ist teilweise eingestürzt und der gesamte Turm ist seit dem Erdbeben ein wenig schief. Doch noch immer ist der Wachturm ein eindrucksvoller Anblick mit seiner Höhe von 27 Metern, durch die der im Jahr 1822 erbaute Turm sich deutlich von den umliegenden Baumwipfeln abhebt. Wenn Sie die Treppe im Inneren des „schiefen Turms von Inwa“ nutzen, dann erhalten Sie von einer Aussichtsplattform einen wirklich sehenswerten Blick auf die Umgebung von Inwa.

  • Bagaya Kloster
    Bagaya Kloster
  • Stupa in Ava
    Stupa in Ava

Eines der schönsten Klöster Myanmars

Wirklich erhaben und wunderschön anzusehen ist das Bagaya Kloster in Inwa, welches den Ruf hat, das schönste Kloster von ganz Myanmar zu sein. Erbaut wurde das Bagaya Kloster im Jahr 1834 aus dunklem Teakholz, wodurch das Gebäude besonders schön inmitten der umliegenden Reisfelder wirkt. Stolze 267 Teakholzstämme mit einer Höhe von 18 Metern und einem Durchmesser von rund 2,70 Metern halten das Kloster, sodass der Gesamtanblick sich Ihnen dauerhaft einprägen wird. Achten Sie bei einem Besuch auch auf die liebevoll gearbeiteten Holzschnitzereien an der Außenfassade und im Inneren, da diese einen ganz speziellen Charme versprühen. Das Kloster ist auch heute noch eine Mönchsschule, sodass eine angemessene Verhaltensweise bei einer Besichtigung wichtig ist.

Das Maha Aung Mya Bonzan Kloster

Dieses Kloster hat bei dem Erdbeben nur wenige Schäden davongetragen, da es aus Stein errichtet wurde – ganz im Gegensatz zu vielen anderen Gebäuden wie dem Bagaya Kloster. Errichtet wurde das Kloster im Jahre 1818 – und zwar von der Hauptfrau des damaligen Königs, die das Gebäude allerdings für ihren Geliebten errichten ließ. Besonders schön sind die aufwendigen Verzierungen an der Außenfassade. Außerdem befindet sich im Inneren des Klosters eine Buddhastatue auf einem sehr detailliert gestalteten Sockel aus Glasmosaiken, die Sie ebenfalls nicht verpassen sollten. Runden Sie Ihren Besuch in Inwa mit der Besichtigung der detaillierten Arbeiten an den Klöstern ab, denn diese offenbaren Ihnen die Kunstfertigkeit der Erbauer.

  • Maha Aung Mya Bonzan Kloster
    Maha Aung Mya Bonzan Kloster
  • Maha Aung Mya Bonzan Kloster
    Maha Aung Mya Bonzan Kloster

Tropisches Monsunklima in Inwa

Inwa liegt ziemlich genau im Zentrum von Myanmar und ist durch die Insellage nur mit einem Boot oder mit einer Fähre erreichbar. Das Klima in Inwa und in der Umgebung ist tropisch heiß und wird sehr stark vom Monsun beeinflusst, sodass ausgeprägte Regen- und Trockenzeiten beachtet werden sollten. Die Regenzeit in der Region dauert von Mai bis Oktober. In dieser Zeit ist eine Reise nach Inwa ebenfalls möglich, doch diese könnte dann ein wenig nasser als sonst ausfallen. Als beste Reisezeit sind die Monate zwischen November und April zu nennen, gerade zwischen November und Februar ist es auch ein wenig kühler rund um Ava herum. Sie sollten beachten, dass die Temperaturen von März bis Mai stark ansteigen und es dann ziemlich heiß wird. 

Folgende Reise besucht diese Sehenswürdigkeit:

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