Cotwolds: Die Landschaft in England mit dem Prädikat ausgesprochen schön

Pittoresker Englischer Garten in Bibury
Pittoresker Englischer Garten in Bibury

Wenn vom klassischen England die Rede ist, denken die meisten nicht an die quirlige Metropole London, sondern an eine grüne Landschaft, die durch sanfte Hügel, bezaubernde Dörfer und kleine Städte und Schafe auf den Weiden geprägt ist. Diese Landschaft gibt es wirklich und sie heißt Cotswolds.

Cotswolds ist eine Region im südlichen Zentralengland. Die Cotswolds ist so typisch englisch, dass sie oft als "Herz Englands" bezeichnet wird. Die Region ist ungefähr 40 km breit und knapp 160 km lang und erstreckt sich von der Geburtsstadt Shakespeares, Stratford-upon-Avon im Nordosten bis zum bekannten und mondänen Badeort Bath im Südwesten. Wegen ihrer außerordentlichen landschaftlichen Schönheit erhielt die Cotswolds 1966 die Auszeichnung als "Area of Outstanding Natural Beauty". Dieses Prädikat erhalten in Großbritannien nur Gebiete, die sich durch besondere landschaftliche Schönheit hervortun. Die Cotswolds sind noch heute eine wohlhabende Gegend, weil viele reiche Londoner dort Ferienhäuser besitzen.  Deswegen tragen diese auch den Spitznamen Poshtershire (vom englischen Wort posh, das nobel bedeutet). Die Cotswolds erstrecken sich über 6 Grafschaften. Der größte Teil der ungefähr 2.000 Quadratkilometer großen Region liegt in den Grafschaften Oxfordshire und Gloucestershire und wird im Westen von Gloucester und im Osten von Oxford begrenzt.

Landschaft, Flora und Fauna der Cotswolds

Die Cotswolds sind charakterisiert durch ihre grünen Hügel. Die höchste Erhebung ist gerade einmal 330 m hoch. Die weite Landschaft ist mit Gras bedeckt, wo auch seltene Pflanzen wie Orchideen oder wilder Flachs gedeihen. Zur Tierwelt der Cotswolds gehören seltene Insekten und Greifvögel. Seit Jahrhunderten wird die Landschaft auch durch Schafe geprägt. Durch die Täler schlängeln sich kleine Flüsse und Bäche, an denen Dörfer und malerische Städtchen liegen. Die Cotswolds konnten bis heute ihren ländlichen Charakter bewahren. Es gibt kaum Industrie und keine größeren Städte. Die Architektur der Gebäude wird durch den regionalen honigfarbenen Kalkstein geprägt (Cotswolds Stone), der zum Bau von Kirchen und Wohngebäuden benutzt wurde.

  • Wanderweg in den Cotswolds
    Wanderweg in den Cotswolds
  • Aussicht über Painswick in Cotswolds
    Aussicht über Painswick in Cotswolds

Die Geschichte der Cotswolds

Die Herkunft des Namens ist umstritten. Einige sagen, er leite sich vom Namen eines angelsächsischen Stammesführers her, der Cod hieß. Andere meinen, der Name bedeute "hügelige Schafweide". Die Region war schon in der Bronze- und Eisenzeit besiedelt. Später bauten die Römer Siedlungen wie Gloucester und die Via fossa, eine Römerstraße, die von Exeter nach Lincoln führte. Im Mittelalter wurden die Cotswolds durch den Wollhandel wohlhabend. Die Schäfer der Gegend züchteten eine Schafrasse, die als "Cotswolds Lion" bekannt wurden, weil ihre üppige Wolle beinahe wie eine Löwenmähne wirkte. Wolle aus den Cotswolds wurde nach Europa, vor allem nach Frankreich und Italien gebracht.  Das goldene Zeitalter des Wollhandels waren die Jahre von 1250 bis 1350. Der Ertrag aus dem Wollhandel wurde in schöne Bauwerke investiert, die noch heute zu den Sehenswürdigkeiten der Cotswolds gehören.

Einzigartige Cotswolds: Sehenswertes und Sehenswürdigkeiten

Die Wollkirchen

Der etwas merkwürdig klingende Name ist die Sammelbezeichnung für eine ganze Reihe von großen und prächtigen Pfarrkirchen, die in mehreren Grafschaften errichtet wurden. Die Wollkirchen erhielten ihren Namen, weil sie mit dem Geld aus dem Wollhandel gebaut wurden. Die meisten davon wurden im späten 15. oder frühen 16. Jahrhundert im sogenannten Tudorstil erbaut. Der Tudorstil ist die letzte Phase der englischen Gotik. Typische Wollkirchen der Cotswolds stehen in den Städtchen Chipping Campden, Cirencester und Northleach. Wollkirchen sind nicht nur in den Cotswolds, sondern auch in anderen Teilen Englands zu finden.

Burton-on-the-Water, das Venedig von Cotswolds
Burton-on-the-Water, das Venedig von Cotswolds

Bourton-on-the-Water

Das Dorf liegt inmitten der Cotswolds und wird vom Flüsschen Windrush durchzogen. Mit ca. 3.000 Einwohnern ist Bourton-on-the-Water verhältnismäßig groß. Die Hauptstraße (High Street) wird flankiert von grünen Auen und dem Fluss Windrush. Im Ortsgebiet wird er von 5 steinernen Brücken überquert, wovon die ersten bereits 1654 erbaut wurden. Durch die Brücken erhielt Bourton-on-the-Water den Beinamen "Venedig der Cotswolds". Das pittoreske Dorf wird jährlich von ca. 300.000 Touristen besucht.

The Rolling Hills of Cotswolds

Die grünen Hügel sind typisch für die weiten Landschaften der Cotswolds und locken viele Besucher aus den lauten und dicht bevölkerten Großstädten an. Sie erfreuen sich an den Hunderten von historischen Gebäuden, liebevoll gepflegten Gärten, den romantischen Inns und vielen Teestuben. Die Cotswolds sind auch bekannt für ihre lebendige Szene der bildenden Künste. Nicht wenige der Künstler verkaufen ihre Werke vor Ort.

Cotswolds Stone

Der berühmte Kalkstein der Region entstand im Erdzeitalter des Jura. Er enthält viele Fossilien, darunter besonders die von Seeigeln. Der Kalkstein wurde zum Bau unzähliger Gebäude in den Cotswolds verwendet. Wenn er einige Zeit der Witterung ausgesetzt wird, nimmt er eine gelbliche Farbe an. Diese verändert sich von Norden nach Süden. Im Norden der Cotswolds ist der Kalkstein eher honigfarben, in den zentralen und südlichen Regionen dagegen schimmert er golden. An der Küste, in und um Bath, besitzt er dagegen eine Art Perl-Weiß. Überall in den Cotswolds gibt es kleine Steinbrüche, in denen der Kalkstein für örtliche Bauprojekte abgebaut wurde.

  • Snowshill Church in eine Dorf in Cotswolds
    Snowshill Church in eine Dorf in Cotswolds
  • Rote Telefonzelle in Weston Subedge
    Rote Telefonzelle in Weston Subedge

Sehenswürdigkeiten in der weiteren Umgebung

Vom bekannten Badeort Bath in den Cotswolds ist es nur ein Katzensprung zur Isle of Wight mit der bekannten Felsformation "The Needles" an ihrer Westspitze. The Needles sind drei steile, hoch aufragende Felsen mitten im Meer, die auf Schiffstouren besichtigt werden können.

Die Insel Jersey

Die 46 Quadratkilometer große Insel liegt im Ärmelkanal dicht vor der Küste der Normandie. Sie ist autonom und gehört nicht direkt zum Vereinigten Königreich. Jersey gab nicht nur dem Stoff seinen Namen, die kleine Insel hat auch eine lange und wechselvolle Geschichte. Sie wurde mehrfach erobert und von ausländischen Truppen besetzt. Im Zweiten Weltkrieg gehörte sie mit anderen Kanalinseln zu den einzigen britischen Territorien, die von der Wehrmacht erobert und besetzt wurden. Noch heute sind dort umfangreiche Bunkeranlagen erhalten, die teilweise besichtigt werden können.

Das Tal von Glen Coe

Diese Sehenswürdigkeit liegt etwas weiter von den Cotswolds entfernt, ist aber trotzdem ein lohnendes Ziel zu jeder Jahreszeit. Glen Coe liegt in den sagenumwobenen schottischen Highlands. In Glen Coe, das seinen Namen durch das Dorf Glencoe erhielt, mündet der Fluss Coe in den Loch Leven, eine Meeresbucht. Das Tal ist wildromatisch und wird auf beiden Seiten von steilen Bergen eingefasst. Von den Hängen stürzen sich viele Bäche, die in schäumenden Wasserfällen in den Fluss Coe münden. Im Sommer ist Glen Coe ein beliebtes Wandergebiet und im Winter tummeln sich dort die Skifahrer. Das Tal diente als Hintergrund für mehrere bekannte Hollywoodfilme, darunter Harry Potter und der Gefangene von Askaban, Braveheart und James Bond 007: Skyfall.

Folgende Reise besucht diese Sehenswürdigkeit:

8 Tage Rundreise

(11)
Südengland

Wandern & Kultur

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