Aschgabat - die weiße Hauptstadt Turkmenistans
Mit ihren breiten Boulevards und den glänzenden weißen Gebäuden, die größtenteils erst nach dem Ende der Sowjetzeit errichtet wurden, präsentiert sich Aschgabat, die Hauptstadt von Turkmenistan, ihren Besuchern überraschend modern. Die in einer Oase der Karakum-Wüste liegende Großstadt ist noch vergleichsweise jung und verfügt deshalb nicht über die verwinkelten Innenstadtviertel, wie sie für andere Städte der Region typisch sind. Dennoch sind auch in Aschgabat noch immer die alten Traditionen lebendig, was sich nicht nur in dem blühenden Teppich-Handwerk zeigt. Als Landeszentrum bietet die blühende Metropole zudem zahlreiche Museen und Kulturanlagen, die es ermöglichen, in die reichhaltige Kulturgeschichte des Grenzgebiets zum Iran einzutauchen.
Aschgabats Geschichte
Obwohl Aschgabat nicht weit entfernt von Nisa, der antiken Hauptstadt des Parther-Reiches, liegt, ist die Stadt selbst eine vergleichsweise neue Gründung. Sie entstand erst 1881, als hier an der Kreuzung mehrere wichtiger Karawanenstraßen ein russischer Militärstützpunkt errichtet wurde. Durch den Anschluss an die Transkaspische Eisenbahn, die Aschgabat ab 1885 mit dem Kaspischen Meer verband, erlebte das Handelszentrum einen enormen Aufschwung und ein rasches Bevölkerungswachstum. Schließlich wurde Aschgabat, das zu Ehren eines turkmenischen Parteivorsitzenden kurzzeitig in Poltoratsk umbenannt worden war, nach der Gründung der Sowjetunion die Hauptstadt der Turkmenischen Sowjetrepublik. Da die Region 1948 von einem heftigen Erdbeben erschüttert wurde, bei dem alleine in Aschgabat mehr als 100.000 Menschen starben, sind keine der alten Gebäude aus der Anfangszeit der Stadt bis in die Gegenwart erhalten geblieben. Bei dem Wiederaufbau in dem typischen Monumentalstil der Sowjetarchitektur wurde besonders auf Erdbebensicherheit geachtet. Auch die imposanten Gebäude, die nach der Unabhängigkeit des noch jungen turkmenischen Staats errichtet wurden, vereinen Sicherheit und imposantes Äußeres in sich.
Sehenswürdigkeiten in Aschgabat
Entgegen der üblichen Vorstellungen von einer orientalischen Stadt ist Aschgabat geprägt von großzügigen Prachtstraßen, ausgedehnten Grünanlagen und imposanten Gebäuden aus Stahlbeton, Marmor und Glas. Trotzdem oder gerade deshalb wirkt Aschgabat alles andere als langweilig, zumal zahlreiche Neubauten einen einzigartigen Stil aufweisen, der nirgendwo anders zu finden ist. Dominiert wird das Stadtbild von dem Hochzeitspalast, der von einem mit achtzackigen Sternen dekorierten Würfel gekrönt wird. Nicht übersehen lässt sich auch die Erdugrul Gazi Moschee, die 1998 im Stil der Blauen Moschee in Istanbul errichtet wurde.
Die bis vor wenigen Jahren bedeutendste Sehenswürdigkeit Aschgabats, den Neutralitätsbogen, finden Besucher inzwischen im südlichen Teil der Stadt, nachdem er aus politischen Gründen versetzt worden ist. Von der Aussichtsplattform des 95 m hohen Turms, der von einer goldenen Statue des früheren Präsidenten Turkmenistans gekrönt wird, bietet sich ein hervorragender Blick über die gesamte Stadt. Gleich zwei Superlative sind in Aschgabat zu finden: In dem Alem-Kulturzentrum steht das größte geschlossene Riesenrad der Welt, und mit dem Fernsehturm kann die Stadt auch das höchste Gebäude von Turkmenistan ihr eigen nennen. Wer es geruhsam mag, kommt in Aschgabat aber ebenfalls auf seine Kosten. Sowohl in dem Inspirationspark in der Innenstadt, der mit Skulpturen berühmter Turkmenen und einem künstlichen Fluss gestaltet wurde, als auch in dem Botanischen Garten mit seinen regionaltypischen Pflanzen lässt es sich ganz wunderbar von Besichtigungen und Shopping-Touren erholen.
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Große Moschee in Aschgabat -
Bogen der Neutralität in Aschgabat
Das Teppichmuseum in Aschgabat
Bei einem Besuch in Aschgabat sollte eine Besichtigung des Teppichmuseums auf keinen Fall fehlen. Es beherbergt die weltweit größte Sammlung turkmenischer Teppiche, wobei die Sammlung nicht nur mehr als tausend Exemplare aus dem 18. und 19. Jahrhundert, sondern auch Raritäten aus dem Mittelalter umfasst. Auch der größte handgeknüpfte Teppich der Welt, dessen Fläche mehr als 300 m² beträgt, kann hier bewundert werden. Interessant sind auch der Teppich, der in früheren Zeiten im Bolschoi-Theater als Vorhang diente, und das in den Sechzigern hergestellte Stück, auf dem alle Stämme Turkmenistans festgehalten sind und bei dem die unterschiedlichen Teppichknüpftraditionen anschaulich dargestellt werden. Manche traditionellen Teppiche verfügen sogar über zwei unterschiedliche Seiten, sodass sie gewendet werden können. Wer sich für die aktuelle Teppichknüpfkunst interessiert, sollte außerdem einen Abstecher zum Altyn-Asyr-Basar am südlichen Stadtrand von Aschgabat machen. Auf diesem Freiluftmarkt werden auf mehr als 150 Hektar die unterschiedlichsten turkmenischen Teppiche, aber auch Kleidung, Schmuck, Kunsthandwerk, Haushaltswaren und gelegentlich sogar Kamele angeboten. Beeindruckend ist auch die einzigartige Architektur des Marktes, die einem Teppichmuster nachempfunden ist.
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Teppichkunst in Aschgabat in Turkmenistan -
Teppichkunst in Aschgabat zum Feiertag in Turkmenistan
Ausflugsziele in der Nähe von Aschgabat
Da die moderne Großstadt in ebenso beeindruckende wie historisch bedeutende Landschaft eingebettet ist, eignet sich Aschgabat hervorragend als Ausgangspunkt für die unterschiedlichsten Ausflüge. Während die Karakum-Wüste in weiten Teilen aus nahezu menschenleeren, mit Sand bedeckten Ebenen besteht, bilden die schroff wirkenden, aber dennoch üppig mit Wäldern bedeckten Kopet-Dag-Berge, die die ursprüngliche Heimat zahlreicher Obstarten sind, einen beeindruckenden Übergang zu dem benachbarten Iran. An die ruhmreiche Vergangenheit der Region erinnern die in der Nähe von Aschgabat befindlichen Ruinen von Nisa, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen. In dieser imposanten Festung, deren Mauern noch heute von der einstigen Größe zeugen, residierten bereits vor mehr als 2000 Jahren die Herrscher des Parther-Reiches, des mächtigsten Gegenspielers der Griechen und Römer. Viele der beeindruckenden Funde, die in der antiken Metropole gemacht wurden, können heute in dem Nationalen Historischen Museum in Aschgabat bewundert werden.
Was Gäste zu Turkmenistan sagen
"Viele positive Eindrücke gesammelt"
Eine inhaltsreiche Rundreise, die bei uns sehr viele positive und schöne Eindrücke über die drei sich doch sehr deutlich voneinander unterscheidenden Zielländer hinterlassen hat. Die zum Teil sehr langen Busfahrten waren, insbesondere wegen der teils sehr schlechten Straßenzustände im Norden Turkmenistans und bei einigen Streckenabschnitten entlang des Südufers des Issyk-Kul-Sees in Kirgisistan eine Herausforderung für Fahrzeug und Insassen. Die eigenwillige Stadtbildgestaltung und nächtliche Illuminierung von Ashgabat, die traumhaften Kulissen der Altstädte in Khiwa, Buchara und Samarkand sowie die vielen schönen, häufig von schneebedeckten Bergspitzen gesäumten Landschaften Kirgisistans werden uns noch lange im Gedächtnis bleiben. In unserer kleinen Reisegruppe von nur sechs Personen haben wir uns sehr wohl gefühlt.
"Meine Reiseimpressionen!"
Sehr interessante und abwechslungsreiche Reise, allerdings mit teilweise langen Fahrstrecken über oft sehr hoprige Straßen in Kleinbussen und einmal sogar in einem sehr unbequemen alten Linienbus. Highlights für mich: die weiße Stadt Asgabat, Ruinenstätte der alten Seidenstraße, die Pracht von Moscheen und Koranschulen in Usbekistan, die Natur in Kirgistan, die Essen bei lokalen Familien und die Begegnung mit dem Steinadler-Falkner in Kirgistan. Sehr gute Führerinnen in Usbekistan und Kirgistan.
"Drei Länder voller faszinierender Kontraste"
Eine spannende Reise durch drei sehr verschiedene Länder. Zuerst eine skurrile Diktatur, dann atemberaubend schöne muslimische Architektur, zum Schluss ein lebendiges Land mit überwältigender Landschaftsszenerie. Man muss sich auf lange Fahrten auf manchmal exzellenten, manchmal aber auch abenteuerlichen Straßen (vor allem auf der Südseite des Issyk Kul) einstellen. Es ist eine Reise durch eine Weltgegend, von der wir vielleicht die Überschrift kennen ("Seidenstraße"), von deren Reichtum an Kultur und Geschichte Nichtexperten in Europa aber wenig geläufig ist.
"Schöne Reise"
Hochinteressante, informative und schöne Reise
"Eine schöne und erlebnisreiche Reise"
Diese drei Länder sind eine Reise wert. Die Zusammenstellung der Strecke ist durch die langen Busfahrten auf extrem schlechtem Untergrund allerdings eine Herausforderung und so mancher Besichtigungspunkt ist dadurch u kurz gekommen.
( z.B. in Turkmenistan Rückfahrt von Mary.....Pferdefarm.....)
"Von weißem Marmor bis Bergpanorama"
Obwohl die 3 Länder an der Seidenstraße liegen sind sie sehr unterschiedlich. Jedes der Länder ist es wert besucht zu werden. Turkmenistan beeindruckt vor allem durch seine Hauptstadt Aschgabat mit seinen weißen Marmorgebäuden, dem Teppichmuseum und der nächtlichen Beleuchtung. Allerdings hat man leider nicht genügend Zeit, sich die Hauptstadt noch intensiver anzusehen. Einen Internetzugang hat man nur in den Hotels.
Usbekistan ist das kulturelle und geschichtliche Highlight der Reise. Alle 4 besuchten Städte sind einen Besuch Wert und runden das Gesamtbild der historischen Seidenstraße ab. Die Architektur der Moscheen und Mausoleen ist - auch wenn man es von Bildern kennt - überwältigend. Das Land ist schon sehr dem Tourismus zugewandt und offeriert alle Annehmlichkeiten, die man sich wünscht.
Kirgistan zeichnet sich durch einen "post-sowjetischen" Stil aus. Landschaftlich ist es sehr schön, sowohl die Berge als auch der Issyk Kul See ist faszinierend. Die Straße am südlichen Seeufer ist auch für zentralasiatische Verhältnisse sehr schlecht (Bauarbeiten).
Alle drei Reiseleiter waren sehr gut. Sehr schön war für uns, dass wir dreimal bei Familien zum Essen waren und sich dadurch sehr nette und informative Kontakte ergeben haben.
"Highlight in Zentralasien"
Die Reise nach Zentralasien war ein Highlight. Viel herrliche Natur, historische Bauten und herzliche Menschen machten die Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis. Jedoch sollte man beachten, dass man oft und lange in kleinen Bussen auf extrem unwegsamen Straßen unterwegs ist. Das in der Reisebeschreibung angegebene Zeitmanagement war nicht zu schaffen. Die angegebene Zeit zur freien Verfügung wurde fast nie erreicht. Die Busfahrt von Aschgabat nach Mary war eine Zumutung!