Vilnius, die Metropole des Baltikums kennenlernen

Mit über 500.000 Einwohnern und einer der größten zusammenhängenden Altstädte Europas hat Vilnius in den letzten Jahren einen entscheidenden Beitrag zur Beliebtheit des Baltikums als Reiseziel geleistet. 2009 zu einer der Kulturhauptstädte Europas heißen sich in Vilnius ganz unterschiedliche kulturelle Einflüsse willkommen. Der multikulturelle Charakter prägt bereits seit Jahrhunderten sowohl die Architektur als auch die Kultur der Hauptstadt Litauens. Bis heute erzählen hier historische Bauwerke vom Leben früherer Bewohner und zeigen so die Bedeutung des Baltikums als Brücke zwischen Europa und Asien. Neben der drei Landessprachen litauisch, russisch und polnisch sprechen besonders jüngere Generationen zunehmen englisch oder auch deutsch, was die Attraktivität von Vilnius als Reiseziel noch verstärkt.

Vilnius als Schauplatz der Geschichte

Seit der ersten geschichtlichen Erwähnung in Jahr 1323 hat Vilnius auch in den Geschichtsbüchern einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Spuren einer ersten Besiedelung lassen sich jedoch bis auf einen Zeitraum vor mehr als 6000 Jahren zurückdatieren. Im Laufe der letzten Jahrzehnte ist Vilnius daher zu einer beliebten Anlaufstelle von Archäologen geworden. Mit jedem neuen Fund wird hier die Geschichte Europas oder des Baltikums zum Teilen neu geschrieben. Wie bei vielen Stadtentwicklungen heutiger europäischer Metropolen war auch in Vilnius zuerst eine Burg entstanden. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte war Vilnius überwiegend landwirtschaftlich unter der Repräsentation des Adels geprägt. Den Stadtkern bildete jedoch bereits sehr früh ein mit Holzmauern bewachtes Zentrum. Innerhalb dieser Begrenzungen zeigt sich innerhalb von nur wenigen Jahrhunderten seit Beginn des 11. Jahrhunderts eine rasante Entwicklung hin zu einer Handelsregion. Begründet war dies in erster Linie durch die bereits von Anfang an in Vilnius herrschende Religionsfreiheit. Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen lebten hier Seite an Seite zusammen und bereits vor 1000 Jahren gab es im Zentrum von Vilnius Kirchen mit unterschiedlichen Glaubensausrichtungen. Dies veranlasste besonders Juden sich in großer Anzahl in Vilnius niederzulassen und ihren Glauben offen zu praktizieren. Zudem war das Stadtbild von Vilnius immer wieder einer Vielzahl von Änderungen verursacht durch Brände oder den Einflüssen von Kriegen unterworfen. Dies führte dazu, dass sich Vilnius immer wieder neu erfunden hat ohne dabei seine Stellung innerhalb des Baltikums einzubüßen oder seinen offenen Charakter zu verlieren.

  • Blick auf Vilnius
    Blick auf Vilnius
  • Panorama über Vilnius
    Panorama über Vilnius

Die kulturellen Einflüsse auf Vilnius im Laufe der Jahrhunderte

Ein Blick auf Vilnius heute zeigt besonders dessen Prägung durch die europäischen Einflüsse. So ist Vilnius international auch als das Rom des Ostens bekannt. Dies ist bis heute im Stadtkern und der dort zu großen Teilen aus dem 16. Jahrhundert stammenden Architektur zu erkennen. Italienische Baumeister ließen sich zu dieser Zeit in großer Anzahl in der Stadt nieder um dort Kirchen nach europäischem Vorbild zu erbauen. Aufgrund der seit Jahrhunderten herrschenden Religionsfreiheit waren diese Bauwerke ein beliebter Anlaufpunkt und Teil des gesellschaftlichen Lebens der gesamten Bevölkerung. Heute zeugen insgesamt über 50 Kirchen aus unterschiedlichen Epochen und Glaubensrichtungen für den weltoffenen Charakter der litauischen Hauptstadt. Das blieb auch der UNESCO nicht verborgen, die Vilnius daher zu einem der Welterbe erklärt hat. Dies stellt auch in Zukunft sicher, dass der historische Kern von Vilnius intakt bleibt und zukünftige Generationen bei jedem Schritt eine Reise in die Vergangenheit von Vilnius unternehmen können. Im Laufe der letzten Jahre sowie die Beitritt zur Europäischen Union in Folge der Europäischen Osterweiterung hat sich Litauen in Teilen von den vormals vorhandenen russischen Einflüssen gelöst und den Blick gen Westen gerichtet. Der Kultur wurden damit noch weitere Facetten hinzugefügt, die es auch Reisen erleichtert sich bereits nach kurzer Zeit fast wie Zuhause zu fühlen.

  • Kirche in Vilnius' Altstadt
    Kirche in Vilnius' Altstadt
  • Kirche in Vilnius
    Kirche in Vilnius

Architektur und Sehenswürdigkeiten im Herzen von Vilnius

Wer in die Maironio Straße kommt, der wird hier zwei wunderbare sakrale Bauwerke finden. Da zeigt sich die schöne spätgotische Kirche St. Anna, aber auch die Bernhardinerkirche ist immer eine Besichtigung wert. Schon aus dem 15. Jahrhundert stammend, zeigt sich hier die meisterliche Baukunst dieser Zeit, wobei für Litauen üblich, dass Bauwerk aus bestem Backstein gebaut wurde. Aber nicht nur das Äußere kann den Besucher begeistern, auch die Innenräume bieten wunderbare kirchliche Kunst, die jeder Tourist gerne auf seinem Weg durch diese litauische Stadt Vilnius betrachten möchte.Allein die Fresken des späten Mittelalters lassen erahnen das ein starker Glaube und überzeugende Kreativität in Vilnius Meisterwerke entstehen ließen. Das Tor der Morgenröte in Vilnius ist ein Gebetshaus in Vilnius, dass auf keiner Besichtigungstour durch Vilnius fehlen darf. Es ist ein beliebtes Ausflugsziel in Vilnius und ist seit 1514 in der Stadt bekannt und hier das erste Mal erwähnt worden. Das bekannte Gebetshaus hatte diese Bezeichnung aber nicht alleine, denn es gab vor Jahrhunderten auch ein Tor der Morgenröte, dass aber ein Teil der Stadtmauer war. Teile dieses Tores können noch heute besichtigt werden, wobei der Besucher auch noch auf andere Tore trifft, die im Mittelalter für die Menschen den Weg zur Stadt bedeuteten und die gut verschlossen den Bürgern der Stadt den gewünschten Schutz vor Angreifern boten. Im Baustil des Spätklassizismus ist die Kapelle Tor der Morgenröte gehalten und Liebhaber schöner Baukunst werden diese Kapelle begeistert als schönes Fotomotiv nutzen. Wer Vilnius von seiner schönsten Seite kennenlernen will, der wird in die Altstadt fahren und hier über die Pilies Straße flanieren. Alte Baukunst und meisterliche Architektur treffen hier auf die Neuzeit und vermischen sich zu einer Flaniermeile, auf der ein Spaziergang immer ein großes Vergnügen ist. Die entscheidende Bedeutung der jüdischen Besiedlung für die Stadt Vilnius ist bis heute im Stadtbild präsent und geschätzt. Zu diesem Zweck ist das Kleine Ghetto, welches in der der Didioji- Straße beginnt bis heute in weiten Teilen unverändert. Der Gang durch die engen Gassen und verwinkelten Straßenzüge gleicht heute einem Freilichtmuseum, das eindringlich an das Schicksal der jüdischen Bevölkerung im zweiten Weltkrieg erinnert. Neben Gedenktafeln erinnert auch das jüdische Informationszentrum über die ehemalige jüdische Bevölkerung und erhält so deren Andenken.

  • St. Anna Kirche
    St. Anna Kirche
  • St. Anna Kirche
    St. Anna Kirche

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