Die Cristo Rei-Statue als Beschützer von Lissabon

Mit weit ausgebreiteten Armen thront er über Lissabon und behütet sanft die ganze Stadt - der Cristo Rei. Die 28 Meter hohe Christusstatue aus Stein gehört ohne jeden Zweifel zu den beliebtesten Wahrzeichen der Hauptstadt Portugals. So schön sich die Figur des Cristo Rei auch für Erinnerungsfotos eignet: Ein Blick auf das umliegende Gelände und sogar ins Innere der Statue ist ebenfalls sehr zu empfehlen. Denn dort verbirgt sich eine Andachtsstätte, die wie eine kleine Ruheinsel erscheint und zum Verweilen einlädt.

  • Cristo Rei-Schatten auf Wolken in Lissabon
    Cristo Rei-Schatten auf Wolken in Lissabon
  • Ponte 25 de Abril und Cristo Rei mit Segelboot in Lissabon
    Ponte 25 de Abril und Cristo Rei mit Segelboot in Lissabon

Geschichte, Bauweise und Entstehung des Cristo Rei

Übersetzt man seinen Namen ins Deutsche, so heißt Cristo Rei in unserer Sprache 'Christus König'. Und königlich ist er allemal, denn die Christusstatue gehört weltweit zu den größten ihrer Art. Aufgrund des religiösen Stellenwertes gilt das Bauwerk als Wallfahrtsort. Der Cristo Rei ragt über hundert Meter in den Himmel: Seine eigentliche Länge beträgt 28 Meter. Als Erweiterung wurde der 'Körper' auf einer 75 Meter hohen Anhöhe aus Stein platziert. Sie befindet sich rund 113 Meter über dem Fluss Tejo. Auch wenn die Cristo Rei-Statue nicht unmittelbar in Lissabon, sondern auf der gegenüberliegenden Seite in der Ortschaft Almada ihren festen Platz hat, wird sie dennoch primär mit der Hauptstadt assoziiert.

  • Ausblick auf Boot und Ponte 25 de Abril von Alfama
    Ausblick auf Boot und Ponte 25 de Abril von Alfama
  • Cristo Rei-Statue und Umgebung
    Cristo Rei-Statue und Umgebung

Nahe Verwandtschaft in Rio de Janeiro

Cristo Rei (Lissabon) ist gewissermaßen der kleine Bruder vom brasilianischen Cristo Redentor auf dem Berg Corcovado in Rio. Letzterer weckte im Lissabonner Erzbischof Manuel Goncalves Cerejeira den Wunsch, eine Kopie in seiner eigenen Stadt errichten zu lassen. Der kirchliche Würdenträger hatte Rio de Janeiro im Jahre 1934 besichtigt. Die Statue des Cristo Redentor war zu diesem Zeitpunkt drei Jahre alt und somit noch ganz neu. Als 1940 der Zweite Weltkrieg ausbrach, versprachen die portugiesischen Bischöfe bei einer Versammlung in Fátima den Bau der Statue, wenn Lissabon während des Krieges keinen Schaden nimmt. Ihre Bitten wurden erhört: Die Hauptstadt blieb vom Kriegsgeschehen unberührt und die Bischöfe lösten schließlich ihr Versprechen ein. Die gesamte Bauzeit des Cristo Rei dauerte von 1949 bis 1959. Der Tag der offiziellen Einweihung fiel auf den 17. Mai 1959, an dem parallel der Pfingstsonntag feierlich begangen wurde. 

In den 1980er-Jahren wurde das Innere der Cristo Rei-Statue um eine Kapelle erweitert. Darüber hinaus sind im und um das Bauwerk herum Verwaltungs- und Empfangsräumlichkeiten untergebracht. 2002 fanden umfassende Sanierungsarbeiten statt. Bis zu heutigen Tag zieht der Cristo Rei mit seiner außergewöhnlichen Erscheinung Besucher aus allen Ecken der Welt an.

Sehenswürdigkeiten in der direkten Umgebung des Cristo Rei

Ponte 25 de Abril und Cristo Rei nachts mit Beleuchtung
Ponte 25 de Abril und Cristo Rei nachts mit Beleuchtung

In der Nähe vom Cristo Rei befinden sich weitere interessante Sehenswürdigkeiten. Die Stadt Almada lädt zu einem Tagesausflug ein. Darüber hinaus kann die belebte Eisen- und Autobahnbrücke Ponte 25 de Abril besichtigt werden. Denn dorthin wirft der Cristo Rei seinen Blick. Unter ihm befindet sich die ansprechende 'Capela de Nossa Senhora da Paz' ('Kapelle Unser Lieben Frau des Friedens'). Eine zweite Kapelle (Capela dos Confidentes de Jesus) ist im oberen Teil der Cristo Rei-Statue zu finden, ebenso kleine Souvenirläden.

Neben diesen sehenswerten Zielen hat Lissabon noch einige weitere zu bieten. Mit einem Alter von 60 Jahren gilt der Cristo Rei als ein noch relativ neuwertiges Wahrzeichen. Monumente wie das Castelo de São Jorge oder der Torre de Belém schauen hingegen auf eine längere Geschichte zurück. Das Castelo hat seinen Ursprung bereits in vorchristlicher Zeit. Später wurde die Burganlage von den Mauren eingenommen, im 12. Jahrhundert eroberte der portugiesische König Alfons die Festung wieder zurück. Im Laufe der Zeit diente das Castelo de São Jorge unter anderem als Königssitz und militärischer Stützpunkt. Heute ziehen die Festungsmauern Kunst- und Geschichtsinteressierte ganz besonders an. Das Museum im Castelo tut dazu sein Übriges.

Der Torre de Belém ragt ein gutes Stück weit ins Meer hinein. Seine Anfänge gehen bis ins 16. Jahrhundert zurück. Mittlerweile gehört der manuelinisch gestaltete Turm zum UNESCO Welterbe. Seit 2007 wurde er zusätzlich in die Riege der 'Sieben Wunder Portugals' eingereiht. Beim Anblick des Torre de Belém sollte es nicht allzu schwerfallen, die früheren Seefahrer- und Eroberungszeiten mit ihrem Glanz nachzuempfinden. Sein Erscheinungsbild wird nicht allein von der manuelinischen Bauweise bestimmt. Auch Kunststile wie die Gotik oder maurische Verzierungen haben den Turm über viele Jahre hinweg ergänzt und weiter ausgeschmückt. Der Torre de Belém wurde als Aussichtsturm, Aufbewahrungsstätte für Waffen, beziehungsweise als Gefängnis genutzt. Seine Stabilität zahlte sich während des Erdbebens im Jahre 1755 aus: Die Mauern wurden von den schweren Erschütterungen nämlich nicht in Mitleidenschaft gezogen.

Sehenswürdigkeiten im Umland vom Cristo Rei

Die Stadt Sintra ist etwa 25 Kilometer von Lissabon entfernt. Besuchern der Kleinstadt sei der Aussichtspunkt 'Cruz Alta' ans Herz gelegt. Von dort aus lässt sich das Umland mitsamt den prachtvollen Pena Nationalpalast auf einen Blick bewundern. Das historische Schloss wurde im romanischen Stil erbaut. Überdies prägten gotische, manuelinische sowie barocke Einflüsse das königliche Anwesen.

Unweit von Sintra liegt der Cabo da Roca an der atlantischen Küste Portugals. Vielen ist der schroffe Fels als westlichster Punkt Europas bekannt. Eine Steintafel auf dem Berg erinnert mit ihren Inschriften an diese Tatsache. Nach dem Cabo da Roca kommt nur noch das Meer mit seinem frischen Wind – und dann irgendwann der amerikanische Kontinent.

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