Der Große Basar: Istanbuls pulsierendes Herzstück

Istanbul, die lebendige Metropole am Bosporus, bietet Einheimischen und seinen Gästen einzigartige Kulturschätze, Sehenswürdigkeiten und landestypische Besonderheiten. Bis zum Jahr 1923 war Istanbul Hauptstadt des osmanischen Reiches und bleibt bis heute wirtschaftlich eine der wichtigsten Städte in der Türkei. Über zwei Kontinente erstreckt sich die orientalische Weltstadt und hält beeindruckendes Flair bereit. Der Große Basar ist ein Geschäftsviertel der ganz besonderen Art. Der Kapali Carsi (= Großer Basar) ist ein überdachtes Handelszentrum mit dem facettenreichen Angebot eines der größten Marktplätze der Welt. Dieser überdachte Markt im Stadtteil Fatih erstreckt sich heute über mehr als 30.000 Quadratmeter mit rund 4000 Geschäften und rund einer halben Million Kunden pro Tag. Das Einkaufsmekka "Großer Basar" befindet sich inmitten der reizvollen Altstadt Sultanahmet von Istanbul. Eingerahmt von orientalischen Gassen zwischen Tradition und Moderne sowie dem Bosporus, der die Geographie Istanbuls prägt, ist der Besuch des Kapali Carsi ein unvergesslicher Höhepunkt.

  • Luftbild vom Großen Basar in Istanbul
    Luftbild vom Großen Basar in Istanbul
  • Gänge des Großen Basar
    Gänge des Großen Basar

Residenz der Sultane und Großer Basar mit Geschichte und Kultur

Kaum irgendwo vereinen sich Geschichte und Gegenwart, Tradition und Kultur so zu einer erlebnisreichen Einheit wie in dem außergewöhnlichen Geschäftsviertel Großer Basar. Der weltberühmte Kapali Carsi wurde bereits im 15. Jahrhundert angelegt. Sultan Mehmet Fatih ließ nach der Eroberung Konstantinopels Holzverschläge, Buden und Läden bauen. Istanbuls Großer Basar wurde im Jahr 1461 unter Sultan Mehmet Fatih auf 64 Straßen nahe dem alten Palast errichtet. Der Sultan stärkte damit die geschäftliche Stellung für Händler und die Handwerkszunft. Wirtschaft und Staatseinnahmen verbesserten sich durch Marktregeln und gedeckte Basare. Der gesamte Basar bestand ursprünglich aus Holz. Im Zentrum Großer Basar stand der Eski Bedesten (=Alte Tuchhalle), der früher besonders teure Waren enthielt und dank eiserner Tore fest verschlossen war. Reiche Bewohner der Sultanresidenz Istanbul nutzten die Hallen zur Unterbringung ihres Vermögens. Die damals als Schatzkammer geplante Alte Tuchhalle beherbergt noch heute die Läden der Juweliere, Gold- und Silberhändler und Banken. Im osmanischen Reich galt Istanbuls Großer Basar als riesige Herberge für reisende Händler. Menschen aus Handwerk und Handel sowie Pferde und Kamele fanden Schlafgelegenheiten in den Stockwerken der Hallen. Erst nach Zerstörungen durch schwere Brände und Erdbeben wurden große Teile der Gebäude unter Sultan Mustafa III. aus Stein neu errichtet. Die heutige Architektur des Kapali Carsi entstand erst Ende des 19. Jahrhunderts. Istanbuls Großer Basar ist heutzutage das Herzstück: Eine eigene kleine Stadt und weltberühmtes Handelszentrum. Mehr als 60 Gassen, 4000 unterschiedliche Geschäfte unter interessanten Kuppeln, zahlreiche Eingangstore und faszinierendes Ambiente machen das traditionelle Einkaufszentrum Großer Basar zum Besuchermagneten. Neben Händlern, altehrwürdiger Handwerkszunft, Lagerhäusern, Banken und Post finden Einheimische und Gäste aus aller Welt hier zierende Brunnen, Teppichhändler und Restaurants. Der Genuss eines türkischen Kaffees, feilschen, verhandeln, staunen, Kultur erleben und fühlen, mit freundlichen Einheimischen in Kontakt kommen - das ist der Große Basar von Istanbul!

  • Teppiche auf dem Großen Basar
    Teppiche auf dem Großen Basar
  • Keramikgefäße auf dem Großen Basar
    Keramikgefäße auf dem Großen Basar

Eingang in die Welt Großer Basar: Das Beyazit-Tor führt in die Händlerstraßen

Nach Überlieferung vergangener Sitten und Bräuche hat jede einzelne Handwerkszunft ihren eigenen Bezirk im Handelszentrum Großer Basar. So liegen jeweils die Teppichhändler, Goldschmieden, Juweliere, Souvenirhandel oder Modegeschäfte direkt nebeneinander in einer der Gassen. Die nach Branchen sortierten Angebote spiegeln sich in den Straßennamen wider. Ein Meer von Farben, Stoffen und Webarten gibt es in der Teppichhändlerstraße (Halici Sokagi) zu sehen. In der Antiquitätenhändlerstraße (Sahaflar caddesi) bummelt man durch Mobiliar vergangener Zeiten. Durch die unterschiedlichsten Marktstraßen mit eigenen Namen dringt man durch Leder- und Seidenwaren, Teppiche, Gold, Silber, Souvenirs und Bekleidung zu den wahren Schätzen, die der Große Basar für Kenner bereithält. Mit einer versierten Reiseleitung gelangt man tiefer in das Verborgene und kommt in Kontakt mit dem alten Zauber eines orientalischen Marktes. Hier sitzen die Händler der alten Schule, trinken Tee bei einem Brettspiel und nehmen sich gastfreundlich ihrer ausgesuchten, interessierten Kundschaft an. Der Große Gedeckte Basar von Istanbul ist von montags bis samstags ganztags geöffnet. Außerhalb der Öffnungszeiten sind sowohl die Geschäfte als auch die 20 Eingänge zum überdachten Markt fest verschlossen. Der wohl schönste Eingang ist das Beyazit-Tor: Durch den imposanten Haupteingang geht es über den Hauptweg in die Winkel und Gassen unter 15 Kuppeln. Handwerk und Gewerbe bieten feine Stoffe, Edelsteine, Schmuck als stumme Zeugen der Vergangenheit an. In Werkstätten mit langer Tradition und oft bereits in sechster Generation werden Kleidungsstücke sofort nach Wunsch geändert, Maßanfertigungen erledigt oder Kerzenständer handgedreht. Eines ist bis heute geblieben: Istanbuls Großer Basar lebt von gegenseitigem Respekt, Toleranz und Gastfreundschaft. In dieser atemberaubenden orientalischen Atmosphäre darf gerne um Lieblingsstücke gehandelt werden.

  • Datteln und Baklava auf dem Großen Basar
    Datteln und Baklava auf dem Großen Basar
  • Wunderlampen auf dem Großen Basar
    Wunderlampen auf dem Großen Basar

Großer Basar und sein Umland: Geheimnisvoll, menschenfreundlich und traditionell

Wer Istanbuls Großer Basar mit allen Sinnen erlebt hat und in eine Welt wie aus dem Märchen getaucht ist, wird sich ebenfalls für gelebte Kultur rund um Istanbuls Grand Bazar interessieren. Vom Handelszentrum Großer Basar aus sieht man bereits zum Bosporus. Der Blick über die Straßen der lebendigen Altstadt, zum Goldenen Horn bis hin zur Meerenge ist fantastisch. Erklingt zur Gebetszeit der Gesang der Muezzine, bleibt die Zeit auf dem Großen Basar für einen Moment stehen. Die Wasserstraße verbindet das Schwarze Meer mit dem Marmarameer und bildet ein Stück der eurasischen Grenze. Istanbul liegt auf beiden Seiten der Meerenge, westlich blickt man auf Hafen und Bucht Goldenes Horn. In der Altstadt im Stadtbezirk Fatih gibt es zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten. Vom Kapali Carsi aus lässt es sich in zirka 15 Minuten zur Blauen Moschee schlendern. Auf halbem Weg liegt der Sultan-Ahmed-Platz mit dem Hippodrom. Einst als sportliches Zentrum und Pferderennbahn genutzt, sieht man dort heute noch einige verbliebene Monumente. In der ehemals byzantinischen Chora Kirche lassen sich herrliche Fresken und Mosaike bewundern. Die etwas abseits stehende Kirche dient heute als Museum und Geheimtipp für Besucher. Der Versunkene Palast oder Cisterna Basilica ist zugleich ein attraktives Highlight als auch eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten neben Istanbuls Großer Basar. Die aus dem alten Konstantinopel erhalten gebliebene, spätantike Wasserzisterne westlich der Hagia Sophia zeigt hunderte Säulen und bewegendes Ambiente.

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